… wenn man das Hobby zum Beruf macht muss man nicht mehr arbeiten ….

Hallo Ihr Lieben,

eigentlich wollte ich das Thema Umwandlung ignorieren! Mut zur Lücke bei einem so völlig praxisfernen Thema dachte ich …

In meiner ersten Ausbildung musste ich noch die Wohnungsförderungsprogramme der 80iger Jahre lernen und in der Prüfung einen Wirtschaftsplan dieser Programme erstellen. Wegen fehlender Anschlussförderungen waren die Programme schon zu diesem Zeitpunkt Tod und die entsprechende Insolvenzwelle folgte unmittelbar. Ich hasse es, mich mit archäologischen Problemstellungen zu beschäftigen und Dinge zu lernen, die keinen praktischen Nutzen haben.

Und plötzlich taucht da in meiner Firmengruppe eine GmbH & Co KG auf, die ihre Daseinsberechtigung schon lange verloren hat und sich jedem Versuch der Reanimation bislang erfolgreich widersetzt hat. Es war schon beschlossene Sache, die Firma ist Nutzlos und wird Liquidiert! Gefällt nicht mehr, weg und neu. Die Wegwerfgesellschaft bis ins Steuerrecht.

Was bei Kunststoff klappt muss doch auch im wirklichen Leben funktionieren? Recycling im Steuerrecht? Die Antwort ist: Umwandlung und Verschmelzung ….

Wirklich ein sehr spannendes Thema, wenn man erst eine Anwendungsmöglichkeit gefunden hat, werden die einzelnen Paragraphen geradezu lebendig …
Ich habe mich intensiv eingelesen und schon einige Ideen entwickelt …
ungeahnte Möglichkeiten!
Am Wochenende werde ich alle Umwandlungsfälle aus den Prüfungen suchen und bearbeiten ….

Mein Mann konnte meine Begeisterung für dieses neue Thema nicht so teilen, er findet, ich hätte ein seltsames Hobby ….

Sein Hobby ist Kung Fu (chinesische Kampfkunst), er behauptet, dass hätte wenigstens noch eine praktische Anwendungsmöglichkeit. Wie uns Kung Fu bei unserer jährlichen Steuererklärung helfen soll erschließt sich mir gerade nicht aber möglicherweise fehlt es mir hier einfach an Fantasie ….

Wie reagiert euer Umfeld auf dieses Hobby? Ist es Hobby oder nicht eher Leidenschaft? Und was sagt diese Leidenschaft über uns?

Das ich mir über derartige Fragestellungen Gedanken mache, könnte an meinem Lernpensum liegen und an dem zunehmenden Schlafmangel, möglicherweise bin ich gerade in einer Art „Lernhoch“, analog zum „Runner’s High“ und das ohne aerobe Betätigung …

In diesem Sinne wünsche ich euch wie immer viel Kraft und Zeit zum Lernen

LG aus Berlin Beate

Schritt 1 ist erledigt

Hallo zusammen,

nachdem von mir in der letzten Zeit nicht viel zu lesen war, finde ich nun endlich mal wieder ein paar Minuten Zeit, um mich hier kurz zu Wort zu melden.

Die letzten beiden Wochen waren verdammt anstrengend für mich und vollgepumpt mit Übungsklausuren von KNOLL und HAAS. Daneben hatte ich am vergangenen Wochenende noch meine drei schriftlichen Abschlussprüfungen vom Master. Diese waren wie das Examen aufgebaut, und obwohl jede Klausur nur 4 Stunden ging, war ich danach komplett gerädert und völlig erschöpft; ganz anders als bei den 6-stündigen Übungsklausuren von Knoll, wo ich danach in der Regel immer noch motiviert bin, die Klausuren zu korrigieren und direkt nachzuarbeiten. Das liegt dann wohl daran, dass es eben „echte“ Klausuren waren, die wirklich zählen.

Ursprünglich hatte ich mit mir selbst vereinbart, jeden Samstag während der Freistellung frei zu nehmen und abzuschalten. Hätte mir vor der Freistellung jemand gesagt, dass ich mich nicht mal daran halten würde, hätte ich das wohl kaum geglaubt. Aber ich persönlich empfinde den Druck von Tag zu Tag schlimmer, und traue mich fast gar nicht mehr an der PlayStation eine Runde FiFa zu zocken, da man ja dann wertvolle „Lernzeit“ verliert…. Das Ergebnis sieht mittlerweile so aus, dass ich um 6 Uhr aufstehe, um dann um halb 8 anzufangen zu lernen. Gegen 13 Uhr wird dann eine halbe Stunde Mittag gemacht und dann wiederum bis ca. halb 6 gelernt, bevor ich zum Fußballtraining gehe oder Zeit für meine Freundin habe. Zeit für Freunde bleibt im Moment leider echt gar nicht übrig….

Während ich am Anfang der Freistellung noch viel Theorie gemacht und Stoff gelernt habe, bin ich mittlerweile eigentlich dazu übergegangen, hauptsächlich Klausuren zu schreiben und alte Klausuren nachzuarbeiten und zu wiederholen. Dieses Wochenende gibt es dann eine kleine „Klausurenpause“ und stattdessen ein AO-Bootcamp anhand der Videoaufzeichnungen, die mir dank CORONA immer wieder zum Abspielen zur Verfügung stehen. Das ist wirklich ein riesiger Vorteil in Zeiten von Corona.

Ich hoffe ihr kommt soweit alle voran, wie ihr euch das vorgestellt habt. So langsam wird es ernst, es sind nur noch etwas mehr als 2 Monate… 😉 Wie sieht der Tagesablauf bei euch denn im Moment so aus? Schreibt ihr lieber möglichst viele verschiedene Klausuren oder lieber ein paar weniger, und arbeitet diese dafür intensiver nach?

Bis dahin

Luca

Urlaub in Deutschland ….

Hallo Ihr Lieben,

ich habe nun 3 Wochen „Urlaub“ in Deutschland hinter mir und bekenne, dass ich nicht zu den Menschen gehöre die gern Urlaub in Deutschland machen.

Die Ostsee und den Harz mag ich sehr gern, im Winter, wenn ich in einem schönen Wellnesshotel mit Sauna und Massagen bin. Im „Sommer“ eher nicht! Berlin hat in den Sommerferien eigentlich immer tolles Wetter, nur dieses Jahr nicht so wirklich. Wir haben jedes kurze Hoch genutzt um Stand Up Paddling am Schlachtensee zu machen, Erdbeerente, Heidelbeerernte, Hochseilgarten, Fernsehturm, Zoo, Maislabyrinth, Bouldern …. war schön, aber das machen wir sowieso immer, dafür brauche ich keinen Urlaub. Wenn man erst einmal auf dem See ist, stört auch ein wenig Nieselregen nicht …

Wir sind uns einig, dass wir in den nächsten Sommerferien auf irgendeiner Insel mit Sonnengarantie ein Ferienhaus mit Pool für 3 Wochen mieten. Keine Experimente mehr!

Im Büro liege ich in den letzten Zügen und ab der nächsten Woche bin ich bis zur Prüfung Teilfreigestellt, d.h. 1 Tag pro Woche arbeiten und 4 Tage Freigestellt. Mal sehen wie das klappt.

Ich bekenne, dass ich in den letzten 3 Wochen zuwenig gemacht habe und bin deshalb latent im Panikmodus. Ich lasse euch ab der nächsten Woche regelmäßig an meinen täglichen Dramen teilhaben.

Ich habe mir pro Fach (AO, USt, ErbSt, ESt, KSt und Bilanz) jeweils eine Sammlung von Sätzen/ Standartsätzen/ Fussgängerpunkten zusammengestellt.
Dafür habe ich die Knoll-Klausuren des letzten Jahres systematisch durchgearbeitet.

Einige Besonderheiten wie Umwandlung etc. fehlen mir noch. Daneben habe ich mir (bitte nicht lachen!) eine Sammlung der wichtigsten Paragraphen aus all diesen Gesetzten in einer Word-Tabelle zusammengestellt mit Verweis auf die wichtigsten Richtlinien / Erlasse.
Ich lerne durch abschreiben ….

Die Karteikarten von WLW sind sicher super, aber das ist leider nicht mein Weg. Ich muss Sachverhalte verstehen und dann so oft schreiben / abschreiben bis ich es auswendig herleiten kann.

Habt ihr auch besondere Lernformen? Oder einmal lesen und es ist im Kopf? Bekanntlich führen viele Wege nach Rom (30 Grad, Sonne) …

Dieses Jahr hat uns alle vor besondere Herausforderungen gestellt und ich verstehe jeden, der diese unglaubliche Prüfung auf das nächste Jahr verschiebt. Für all jene, die mit mir zusammen gerade im Ausnahmezustand sind, haltet durch! Wir schaffen diese Prüfung.

In diesem Sinne wünsche ich euch wie immer viel Kraft und Zeit zum Lernen

LG aus Berlin Beate

Berufsrecht: Keine anonyme Steuerberaterprüfung (FG)

Gefunden in den News der NWB Datenbank:

Bei der gerichtlichen Kontrolle von Prüfungsentscheidungen ist zwischen Fachfragen und prüfungsspezifischen Wertungen zu unterscheiden. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Aufsichtsarbeiten zur Steuerberaterprüfung nicht anonym, sondern mit Namensnennung der Prüflinge geschrieben und bewertet werden. Insbesondere gebietet der aus Art. 3 Abs. 1 GG hergeleitete prüfungsrechtliche Grundsatz der Chancengleichheit kein Kennzahlensystem für Prüfungsarbeiten (FG Hamburg, Urteil v. 24.10.2018 – 1 K 24/16).

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Endlich Freistellung

Hey Leute,

seit Montag ist es endlich soweit, ich bin in Freistellung – zumindest so halb. Donnerstag muss ich leider nochmal ins Büro, aber alles halb so wild.

Die ersten Tage habe ich gleich gut genutzt und Klausuren nachgearbeitet. Das ist in letzter Zeit deutlich zu kurz gekommen, dabei ist das meiner Meinung nach genauso wichtig wie das Schreiben der Klausuren.

Allerdings merkt man bereits, dass das Lernen nun deutlich intensiver ist. Dadurch steigt auch endlich die Motivation, was auch bitter nötig ist – denn in drei Monaten ist es ja schließlich schon soweit.

Ansonsten gönne ich mir dieses Wochenende nochmal eine kleine Auszeit. Es wird ein kleiner Kurzurlaub in Dresden eingelegt.
Das Ziel: Kraft auftanken und auch mal etwas den Kopf frei bekommen.

Wie läuft es bei euch so? Grundsätzlich zufrieden mit euren Klausurergebnissen und Lernerfolgen? Lasst euch nicht unterkriegen!
Seid ihr jetzt auch in Freistellung oder müsst ihr noch im Büro racken?

Bis die Tage
Euer Basti