Vorweihnachtszeit ist Wartezeit

Hallo zusammen,

diese Adventszeit ist komplett anders als sonst. Das fing schon vor der dem ersten Advent bei mir an. Ich habe verzweifelt unsere Weihnachtsdekoration suchen müssen. Als ich Anfang Januar von meinem ersten Samstagskurs in 2018 zurückkam, haben mich meine beiden Männer freudig begrüßt und mich damit überrascht, dass  sie sämtliche Weihnachtsdeko abgehangen und bereits weggeräumt haben.  Ich habe mich damals sehr darüber gefreut und mir keine weiteren Gedanken dazu gemacht- bis Ende November. Die Deko war nämlich nicht mehr auffindbar. Die drei nicht zu übersehenden Kartons waren nicht an ihrem angestammten Platz im Schuppen und praktisch verschollen.  Nach über einer Woche suchen, wollte ich mich gerade völlig entnervt rauf den Weg zum Baumarkt machen,  da tauchten vier vollkommen andere Kisten auf dem Dachboden mit der Weihnachtsdeko als Inhalt auf. Wie durch ein Wunder haben auch die durch die Kisten kullernden Glasweihnachtskugeln überlebt und der Familienfrieden war ab dem Zeitpunkt wieder hergestellt.

Dementsprechend hat sich das Plätzchen backen zeitlich ebenfalls nach hinten verschoben und auf nur eine Sorte beschränkt. Die Nikolausgeschenke konnte ich auch erst am 5. Dezember besorgen. Aber nun hoffe ich auf ein paar erholsame Weihnachtstage, wenn ich denn bis dahin alle Geschenke zusammen bekomme. :-)

Kekse 2

In der Zwischenzeit habe ich an zwei kostenlosen Webinare teilgenommen. Einmal bei SteuerEXTra zum Thema „Optimale Vorbereitung auf die mündliche Steuerberaterprüfung“. Dies hat mir persönlich sehr zugesagt und mich in meiner jetzigen Vorbereitungsweise bestärkt. Das andere Webinar zum Thema Prüfungsangst wurde von einem Mental-Coach ebenfalls kostenlos angeboten. Dort gab es Entspannungsübungen und „Erste-Hilfe-Tipps“, die man vor und sogar während der Prüfung unauffällig anwenden kann.

Bei uns in NRW dauert die Bekanntgabe der Noten leider immer mit am längsten. Die Noten sollen am 23. Januar 2019 versendet werden. Ich beneide ehrlich gesagt alle, die schon vor Weihnachten ihre Ergebnisse erhalten. Das Warten ist für mich fast schlimmer, als die Prüfung selber.

Ich wünsche euch eine schöne Vorweihnachtszeit und bin auf die ersten Ergebnisse gespannt.

Viele Grüße  Annika

Fenster

Leben am Limit

Vor knapp zwei Wochen habe ich wieder mit dem Lernen angefangen. Ich muss sagen, es fällt mir viel schwerer mich zu motivieren als vor der schriftlichen Prüfung. Da war ich wie in einem Tunnel, dreckige Fenster und die vergessene Osterdeko auf der Fensterbank habe ich einfach ignoriert, meinen Freundeskreis vertröstet und selbst am Schulfest keinen Kuchen gebacken oder mitgeholfen. Ich war vollkommen auf Oktober fokussiert. Eine Freundin von mir hat relativ spontan am 01. Oktober geheiratet. Den Junggesellinnen Abschied habe ich direkt gestrichen, da Klausurenwoche anstand, und zur Hochzeit selber bin ich mit meiner Familie nur zum Abendessen für zwei Stunden reingeschneit- Sorry Mona :-) bei deiner Silberhochzeit werde ich mir mehr Mühe geben!

In den ersten beiden Wochen nach der Prüfung war ich erst einmal vollkommen erschöpft, aber der Alltag läuft nun mal trotzdem weiter. Viele Dinge, die liegen geblieben sind, habe ich erledigt und Freunde besucht. Da habe ich überhaupt erst realisiert, wie sehr mir das gefehlt hat und vor allem was ich meiner Familie in den letzten Monaten zugemutet habe. Alles war durchgeplant, jeder hatte zu funktionieren. Ich halte  meinen Lernplan weitestgehend ein, allerdings schaffe ich es selten länger als bis 21 Uhr zu lernen und schlafe dann meist schon innerhalb von Minuten auf der Couch ein.  Morgens fühle ich mich wie gerädert, aber am Wochenende schaffe ich ganz gut was weg und die ersten Erfolge mit den Karteikarten stellen  sich auch schon ein.

Diese Woche stand montags der St. Martins Zug auf dem Plan. Es hat richtig Spaß gemacht, die Kinder zu begleiten. Letztes Jahr war ich nicht dabei, sondern habe mich auf den Samstagskurs vorbereitet. Seit bald 15 Jahren treffe ich mich ein bis zweimal im Jahr mit einem Teil meiner Kollegen und einigen ehemaligen Kollegen zu einem gemütlichen Abend. In diesem Jahr hatten wir noch keinen gemeinsamen Termin finden können. Da die Zeit nun mal im November drängt und wir diese Tradition nicht einreißen lassen wollten, haben wir uns auf den  letzten Donnerstag geeinigt. Endlich einen Termin, wo wir alle konnten. Ihr versteht, an einem Wochentag, abends und am nächsten Tag muss ich arbeiten, obwohl ich sonst um 21 Uhr auf der Couch einschlafe. Ich habe trotzdem zugesagt und fand mich ganz schön mutig. Der Abend war klasse. Das Essen war  lecker, die Stimmung  super und da wir uns so lange nicht gesehen haben, gab es jede Menge zu erzählen. Ich hatte um neun natürlich meinen Einbruch, aber ich habe durchgezogen. Eine Stunde später bin ich nervös geworden. Was vor dem Kind noch Normalität war und nun vollkommen  verrückt ist- Ich, nach 22 Uhr in der Woche noch unterwegs und am nächsten Tag arbeiten, das gleicht einem Leben am Limit :-) und ich habe es genossen!!! Gut, schlussendlich kam Freitagmorgen die Quittung, aber das war es wert und die Kaffeemaschine konnte auch mal zeigen, was so in ihr steckt.

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Dieser Tag könnte Spuren von müssen enthalten

So, die Schonzeit ist vorbei. Der 3. November ist schneller gekommen, als mir lieb ist, aber es hilft ja nichts. Die Zeit bis zum 23. Januar kommt mir einerseits ewig vor, anderseits wüsste ich am liebsten jetzt schon, ob es gereicht hat. Ich habe mich sehr über die Tipps von euch gefreut und mir daraufhin einen Lernplan zusammen geschustert, den ich jetzt vier Wochen ausprobieren werde.

Verkürzt sieht er wie folgt aus:

  • 5 Kurzvorträge aus dem Buch „Der optimale Kurzvortrag“ pro Woche vorbereiten
    Ich gehe davon aus, dabei eine Stunde zu brauchen.
    30 Minuten Vorbereitungszeit
    10 Minuten Vortag (erstmal für mich per Videoaufnahme, später vor Kollegen)
    10 Minuten Analyse
    10 Minuten Aufbereitungsvorschläge des Buches bearbeiten
  • täglich 30 Minuten Karteikarten querbeet nach Zufallsprinzip  und die 100 Fragen aus dem Steuer + Studium Heft abarbeiten
  • am Wochenende mich nochmal in die Nicht-Steuerfächer einarbeiten und die Neuigkeiten aus den abonnierten Newslettern durcharbeiten

Sollte ich tatsächlich bestanden haben, überlege ich noch an einem Simulationskurs.

Im Moment habe ich aber eher das Gefühl, ich sollte lieber die nächste Klausur schreiben als mich auf die mündliche Prüfung vorzubereiten.  Rede mir aber dann ein, dass mich das Lernen für die mündliche Prüfung bestimmt auch für die schriftliche Prüfung weiterbringen könnte- oder so.

Habt ihr schon wieder mit dem Lernen angefangen?

Wie funktioniert denn Alltag nochmal?

Hallo zusammen,

hoffentlich habt ihr alle die Prüfungstage gut überstanden!

Zum Glück gab es bei mir keine Verkehrsprobleme. Ich war jeden Tag schon um 7.30 Uhr am Prüfungsort. Ich bin meinem Fahrdienst sehr dankbar, nicht nur für das Fahren, sondern auch für die Ablenkung. Am ersten Tag hatte ich, wie so fast alle, ein zeitliches Problem. Der Erbschaftsteuerteil war viel, viel zu lang. Ich habe dadurch die 3. Aufgabe in AO nicht beenden können und bei Umsatzsteuer habe ich eine Teilaufgabe nicht ganz gelöst. Aber das Meiste konnte ich bearbeiten. Der zweite Tag ist mir am schwersten gefallen. Ich wusste teilweise am Anfang nicht, wie ich an die Aufgaben ran gehen soll und musste mich erst ran tasten. Ich bin aber fünf Minuten vor Schluss fertig geworden. Am dritten Tag ging mir langsam die Puste aus. Die Aufgaben waren teilweise so unklar gestellt.  Ich hatte um 11 Uhr ein richtiges Tief und bin dann erstmal auf die Toilette gegangen um mich zu sammeln. Mich haben bei der Klausur allerdings die Berufspraxis und das Grundlagenwissen aus dem Steuerfachwirt weitergebracht und ich war tatsächlich 30 Minuten vor Abgabe fertig. Da andere ebenfalls fertig zu sein schienen, habe ich mir darüber nicht den großen Kopf gemacht. Jetzt im Nachhinein wundert mich das allerdings schon.  Nach der letzten Klausur war ich einfach nur erleichtert, es hinter mich gebracht zu haben. Viel Zeit zum Nachdenken war auch nicht.

Europa Park

Wir sind Freitagmittag Richtung Europa Park gestartet und natürlich durch Feierabendverkehr und Ferienbeginn in einen Stau nach dem anderen geraten. Aber das war es wert. Wir hatten drei Tage Familienzeit, mehr ist leider nicht möglich. Mein ganzer Urlaub ist durch die Vorbereitung verbraucht. Netterweise liegen die Prüfung nahe an Halloween und so konnten wir im Park die Halloween Parade sehen und die tolle Deko genießen. Montagabend ging es dann auf den Rückweg, um 23 Uhr lag ich im Bett um 5.30 Uhr hat der Wecker geklingelt.

Willkommen im Alltag. Der erste Arbeitstag ist mir schon schwer gefallen. Wir haben einen Studenten dazu bekommen, der sein Praxissemster absolviert und neue Mandate. Somit ging es erstmal an die neue Aufgabenverteilung. Riesig habe ich mich über meine Kollegen gefreut, die Sekt und Kuchen mitgebracht haben. Ich war in den letzten Tagen nach der Arbeit so müde, ich habe es teilweise noch nicht mal geschafft zu kochen.

Sunny

So langsam bin ich auf der Arbeit wieder angekommen- in der Wohnung leider auch. Oh man. Hier ist eine Generalüberholung nötig. Ich starte dann mal mit dem Frühjahrsputz im Oktober. In den letzten drei Monaten war immer nur Zeit für das Nötigste. Aufräumen, durchsaugen und mal eben drüber putzen. Das macht sich schon bemerkbar. Entspannen kann ich mich noch nicht so wirklich. Langsam kommen auch die unguten Gefühle hoch und die leise Frage, ob es wohl gereicht haben mag.

Bis zum 03. November habe ich mir Lernfrei gegeben. Dann werden die Karteikarten rausgeholt und zusätzlich die Nebenkriegsschauplätze wie BWL und VWL aufgefrischt. Ich suche noch das passende Opfer für die Übung meiner Kurzvorträge und spekuliere im Moment auf unseren neuen Studenten. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich einen Präsenzkurs buchen soll oder nicht. Bei dem Steuerfachwirtlehrgang hat mich dieser überhaupt nicht weitergebracht.

Habt ihr euch schon für die weitere Vorbereitung entschieden? Ich hoffe auf Ratschläge von euch.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende

Annika

Es ist geschafft!

Die dritte Klausur ist geschrieben. Über das Wochenende heißt es Familienzeit genießen, es geht in den Freizeitpark. Ich bin gerade einfach nur erleichtert und erschöpft. Erholt euch gut!

Auf geht es- Wir bekommen das schon gerockt!

Der Wahnsinn- ich habe meine drei Monate Freistellung hinter mir. Es kommt mir viel kürzer vor. Die Zeit ist gerast. Zum Glück konnte ich sie aber auch gut nutzen. Klausurtechnisch bin ich auf dem Stand, den ich gerne zum Beginn der Freistellung gehabt hätte. Ich kann es leider nicht ändern.
Der letzte Klausurenblock ist ganz gut verlaufen. Ich meine jetzt nicht von den Noten her. Ich habe die Korrekturen noch nicht zurück und möchte sie, ehrlich gesagt, auch nicht mehr  vor den Klausuren zurück haben. Viel mehr haben mich die Aufgaben nicht mehr so aus der Ruhe bringen können. Der kurze Schockmoment ist immer noch da, aber dann geht es auch schon an das Lösen. Damit habe ich für die Echtklausur viel gewonnen.

Am Mittwoch sind wir die Strecke zu meinem Prüfungsort abgefahren und haben uns die Stadthalle von außen angeguckt, seitdem habe ich etwas Grummeln im Magen. Vorher waren die Prüfungstage noch so weit weg für mich.  Zum Glück werde ich die drei Tage über von meinem Mann gefahren.  Eigentlich habe ich 32 Minuten Fahrtzeit. Eigentlich. Das heißt also, wenn es keinen Stau gibt. Trotzdem habe ich auf ein Hotelzimmer verzichtet. Ich werde sehen, ob ich das noch bereuen werde. Zur Sicherheit starten wir schon um viertel vor sieben und gehen lieber noch gemeinsam einen Kaffee trinken. Meinen Proviant habe ich größtenteils bereits gekauft. Es gibt Brote, Apfel, Schokoriegel, Wasser, Kaffee und für den Notfall Cola und Traubenzucker. Eins ist mal sicher, ich werde nicht verhungern. Was nehmt ihr mit?

Ja und dann ist da noch Michael.

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Er wird mich zusammen mit einem Löwenschlüsselanhänger, den ich seit dem Abitur habe, begleiten. Warum er Michael heißt, ist unschwer auf dem Bild zu erkennen. Egal wie man ihn hinhängt, spätestens nach zwei Tagen ist seine Hand im Schritt. Michael hat bisher sämtliche Azubis aus unserem Büro zu ihrer Abschlussprüfung und mich zusätzlich zur Steuerfachwirtprüfung begleitet. Bisher ist noch nie jemand in Begleitung von Michael durchgefallen. Also hoffen wir mal.

Übrigens: Ich erkläre meine Vorbereitungszeit für die schriftliche Prüfung an diesem Samstag um 12.30 Uhr für offiziell beendet! Ab dann wird entspannt und sich mental vorbereitet. Wir haben über das Wochenende Besuch da, auf den ich mich sehr freue und Montag möchte ich noch einmal richtig ausspannen, die Sachen in Ruhe packen, spazieren gehen. Wie haltet ihr das? Lernen bis zum Schluss? Oder habt ihr Ablenkungsprogramm wie ich?

Ich bin mir bewusst, dass gerade die Leute, die erst nächstes Jahr schreiben, sich über eine Inhaltszusammenfassung der Klausurtage freuen würden. Leider wusste ich bisher nach den einzelnen Klausuren nichts mehr. Ich hatte ein dickes schwarzes Loch im Kopf. Wenn  über dies oder jenes diskutiert wurde, stand ich immer da und konnte mich noch nicht mal daran erinnern, dass es drei Gesellschafter gegeben hat oder ein Gebäude erweitert wurde. Wenn ich dann während der Nachbesprechung die Aufgabenstellung vor mir hatte, war die Klausur sofort wieder präsent. Da wir, bekannterweise, die Aufgabenstellung nicht mehr mitnehmen dürfen, bin ich für diese Aufgabe leider nicht geeignet. Ich hoffe, meine anderen Mitstreiter aus dem Blog werden das übernehmen.

Ich wünsche allen hier gute Nerven und das benötigte Quäntchen Glück um zu bestehen.

Herzlichst Annika

Meine „Generalprobe“ steht an

Hallo zusammen,

die Aufregung steigt. Nächste Woche steht der letzte Klausurenblock an. Meine Generalprobe so zu sagen. Am Donnerstag habe ich dann 35 Klausuren bei Anbietern unter Klausurenbedingung geschrieben, zusätzlich noch die Knollklausuren und alles andere was mir zwischen die Finger gekommen ist. Theoretisch, so sagen einige Dozenten, könnte das eine gute Basis sein um zu Bestehen. Ich sehe das bei mir persönlich aber noch lange nicht. Vom Gefühl her  wird es eher eine verdammt knappe Kiste.

Im Nachhinein war der Knoll Klausurenfernkurs parallel zum Samstagsunterricht zu viel für mich. Das Pensum hat mich überfordert. In meinem Fall  trifft der Spruch „Weniger ist mehr“ wohl zu.  Es hatte manchmal den Anschein, dass ich an einer Art Lerndurchfall leide. Oben pauke ich mir Wissen rein und unten fließt es wieder raus. :-( Ich bin ziemlich ausgepowert in meiner Freistellung mit dem ersten Klausurenblock gestartet und habe dementsprechende Ergebnisse erhalten. Inzwischen habe ich mich zum Glück kräftemäßig etwas erholt. Ich habe mir sämtliche geschriebene Klausuren noch einmal angesehen und habe dann festgestellt, meine Lösungsansätze sind oft gar nicht mal so verkehrt. Ich schreibe nur viel zu wenig, offensichtliche Dinge benenne ich überhaupt nicht. So etwas simples wie „das Wirtschaftsgut wurde zutreffend bewertet“, denke ich mir nur und schreibe es nicht hin. Das sind doch verschenkte Punkte :-(
Merksatz an mich: Wenn der Apfel rot ist, dann schreib es gefälligst auch hin!
Es sind viele Kleinigkeiten an denen mir Punkte verloren gehen. An dem Problem habe ich die letzten sieben Tage intensiv gearbeitet, insbesondere an der AO. Ich habe meine alten Karteikarten noch einmal rausgekramt und wiederhole gebetsmühlenartig die Tatbestandsmerkmale, Fristen etc. Ich habe zwar das Gefühl, dass der Knoten bald platzt, aber meine Sorge ist, dass es dafür schon zu spät sein könnte. Wir werden sehen. Für meine Nerven habe ich mir genau wie Ivonne etwas Pflanzliches besorgt und ein Vitaminpräparat für die Gesundheit, Magentabletten sind leider auch schon im Einsatz. Der Sport zum Ausgleich kommt leider immer noch viel zu kurz. Jetzt heißt es noch einmal Hintern zusammen kneifen und durchziehen!  Vielleicht reicht es ja doch. Und wenn nicht, dann gibt es nächstes Jahr den zweiten Versuch. Aufgeben gilt nicht!

Ich hoffe euch allen geht es soweit halbwegs gut! Ich wünsche euch eine erfolgreiche Woche

Annika

Landei irrt durch den Großstadtdschungel

Hallo zusammen

Der zweiwöchige Klausurenblock in der Akademie ist auch schon wieder Geschichte. Der reine Wahnsinn, wie die Zeit im Galopp an einem vorbei rennt. Ich muss sagen, ich konnte mit mehr Routine in den zweiten Block als in der ersten reingehen. Das war schon mal positiv. Bestimmte Problemgebiete haben mich nicht mehr eiskalt erwischt und das Pokerface kommt auch langsam zum Vorschein. O-Ton einer Mitstreiterin: „Keine Ahnung ob die vier letzten Sätze richtig waren. Dann soll er sie doch streichen.“ Habe ich am Anfang des Lehrgangs noch jeden Satz dreimal durchdacht und in der schönsten Sonntagsschrift geschrieben, ist die Grammatik inzwischen auch nur noch Nebensache und meine Blätter sehen aus als wäre ein Huhn darüber gelaufen. Aber egal, Hauptsache das fachliche stimmt und lesen kann man meine Schrift auch noch. Leider habe ich zum Ende der zweiten Woche etwas geschwächelt. Ich musste mich die letzten beiden Tage zwingen durchzuhalten. Jetzt bin ich erst einmal froh Wochenende zu haben, aber Dienstag geht es schon wieder mit Bannas los. Da ich mir das selber eingebrockt habe, gilt jetzt auch kein Jammern: Da muss ich jetzt durch.

Ich hatte ja bereits geschrieben, dass sich die Klausurenkurse von der Akademie und Bannas  in der ersten Woche überschneiden würden. Da ich auf der Autobahn am ersten Tag des Klausurenkurses  im Juli  ja zum Hulk geworden bin, habe ich ab dem zweiten Tag zu den öffentlichen Verkehrsmitteln gewechselt. Das ist für mich Landei dann teilweise eine echte Herausforderung, besonders wenn ich  Umsteigen muss.  Der Plan sah so aus, dass ich Montag und Freitag in der Akademie schreiben wollte und Dienstag bis Donnerstag bei Bannas. In der Akademie hatte ich auch schon Bescheid gegeben und die netten Damen vom Empfang hatten mir für die drei Tage Klausuren mit Lösungen bereits auf die Seite gelegt. Der Plan lief gut- bis Dienstagabend :-( . Da saß ich auf dem Rückweg von Bannas im Bus zum Hauptbahnhof. Wir standen schon im Kreisverkehr am Bahnhof und nichts ging mehr. Alles gesperrt wegen Demonstrationen. Kein vor und kein zurück mehr. Das Ende vom Lied- mir ist der Zug vor der Nase weggefahren und ich bin erst kurz nach 20 Uhr Zuhause aufgeschlagen. Ich habe meinem Sohn noch eben gute Nacht gesagt, etwas gegessen und bin auf dem Sofa eingeschlafen. Mittwochmorgen erster Schultag, erster Tag ohne Schienenersatzverkehr. Und was kommt nicht?- mein Zug. Ich habe 45 Minuten zeitlichen Puffer eingeplant und kann mit drei Zügen fahren. Der Bus fährt im 8 Minuten Takt in Köln ab. Es gibt noch eine Ersatzlinie. Aber es tat sich nichts. Mit 25 Minuten Verspätung saß im ich Zug. Es gab immer wieder Verzögerungen auf der Strecke. Genau an der Haltstellte der Akademie zeigte die Bahn-App mir weitere Verzögerungen an. Völlig entnervt bin ich spontan zur Akademie. Anstatt Ertragsteuer habe ich sechs Stunden Erbschaftsteuer geschrieben inklusive drei Grundstücksbewertungen und dreimal Betriebsvermögen. Als nachmittags das dritte Mal Betriebsvermögen besprochen wurde, hatte ich so ziemlich die Nase voll davon und habe die Nachbesprechung eine halbe Stunde früher verlassen. Natürlich hatte der Zug wieder 15 Minuten Verspätung, aber was soll es. Danach fuhr bis 20 Uhr keiner mehr! In Deutz wurde eine Bombe entschärft, bei Bannas wäre ich nicht vor 21 Uhr Zuhause gewesen. Somit hatte ich an dem Tag in Bezug auf die öffentlichen Verkehrsmittel alles richtig gemacht :-) Ab dem Donnerstag ist dann wieder alles planmäßig verlaufen!

So jetzt geht es weiter an die Klausurennachbearbeitung. Es sind keine 30 Tage mehr! Die Nervosität steigt, der Zeiger auf der Waage leider auch. Wie sieht es bei euch aus?

Bis dahin

Annika

Endspurt in der Freistellungszeit-

die schriftliche Prüfung kommt in Sicht!

Es sind noch etwas über 40 Tage Vorbereitungszeit- ich rechne immer nur bis zum 06. Oktober. Die beiden letzten Tage wollte ich nicht mehr lernen. Und die Zeit rennt und rennt. Ich habe einen guten Teil des Stoffes in der Freistellung aufgearbeitet, jede Menge Klausuren geschrieben, trotzdem wünsche ihr mir noch ein paar Tage mehr Zeit zu haben.

Für mich beginnt ab Montag der letzte große Abschnitt in der Vorbereitungszeit auf die schriftliche Steuerberaterprüfung. Es stehen zwei Wochen Klausurenkurs in der Akademie an, die sich in der nächsten Woche allerdings von Dienstag bis Donnerstag mit dem Bannas Klausurenkurs überschneiden werden. Die drei Klausuren muss ich dann bei uns im Büro nachschreiben. Als Nebenkriegsschauplätze stehen noch das Ferienende und die Anmeldung zum Kommunionsunterricht an, der Kindergeburtstag will auch noch geplant und nachgeholt werden. Somit volles Programm für die nächsten beiden Wochen. Zum Glück unterstützen meine Eltern uns und kümmern sich um meinen Sohn bis wir abends wieder zuhause sind. Wir sind beide nämlich in dieser Zeit um sechs Uhr aus dem Haus, die Schule beginnt erst kurz nach 8 Uhr und  die OGS endet um 16 Uhr. Somit würde ohne die Hilfe von Oma und Opa nichts laufen. Dafür ein dickes Dankeschön! Nach den zwei Wochen stehen noch zwei Klausurenblöcke bei  Bannas an. Anschließend eine letzte Woche zu Hause und dann steht schon die Klausurwoche vor der Türe. Die Einladung zur schriftlichen Prüfung ist inzwischen auch eingetroffen. Puh, es wird ernst.

Im Augenblick bleibt leider kaum Zeit zum Schreiben im Blog, umso mehr habe ich mich über den Beitrag von Ina gefreut.

Wie sieht es bei euch im Moment bei der Vorbereitung aus? Kommt ihr voran? Steht ihr kurz vor dem Verzweifeln oder werdet ihr immer zuversichtlicher?

Herzliche Grüße Annika

Dangast

Kleines Motivationstief

Hallo zusammen,

nachdem ich voller Elan in die Freistellungsphase eingestiegen bin, habe ich gerade so ein kleines Motivationstief.

Trotz der ganzen Lernerei komme ich gefühlt nicht weiter. Ich gehe die Skripte durch, mache Übungsaufgaben und denke „Hey läuft doch.“ Die Klausurenergebnisse sind jedoch sehr ernüchternd. Ich brauche erheblich länger für den Stoff, als ich gehofft habe. Klar sind noch ein paar Tage Zeit. Ich habe noch zwei Klausurenlehrgänge vor mir, aber irgendwie bin ich langsam nur noch froh, wenn die Prüfungen geschrieben sind. Eine Steuerberaterin hat vor ein paar Monaten zu mir gesagt: „ Die Zeit kurz vor dem Examen wird hart. Sie werden noch merken aus der Mut zur Lücke, wird der Mut zu Kratern. Und trotzdem kann man das Examen bestehen. Das ging uns allen so.“ Langsam glaube ich, die Aussage mit den Kratern scheint zu stimmen, die mit dem Bestehen hoffentlich auch.

Ich habe von meiner Patentante zu Weihnachten einen schönen Tageskalender mit Sprüchen geschenkt bekommen. Als ich am Montag den Sonntag abreißen wollte, stand dort: „Du willst aufgeben? Denk daran, warum du angefangen hast.“
Ich bin drei Sekunden in mich gegangen, war kurzeitig frohen Mutes und was steht da am Montag?!  „Auf Sand geschrieben ist, was du im Alter noch erlernst; in Stein graviert, was du in der Jugend gelernt hast.“ :-(
Aha, daran liegt es also- ich bin doch zu alt, die alten Perser haben das schon vor mir gewusst. ;-) Ich setze jetzt voll auf mein morgiges Horoskop im Frühstücksfernsehen!

Herzliche Grüße

Annika