Was, schon nächste Woche?!

Ja, nächste Woche bin ich schon in Bamberg. Ganz allein. Heute war der erste Schultag in Sachsen. Große Angst bei meiner Tochter, neue Schule, neue Lehrer, neue Mitschüler. Aber alles war gut und sogar schön. Nächsten Montag ist mein erster Schultag. Ich frage mich auch, wie die Lehrer sind. Und die Mitschüler. Und wo die Toiletten sind. Und was ich mitnehmen soll. „Schon wieder die Kofferfrage“ werden einige denken… Naja, es geht eher um Lernmaterial. Werde ich mit dem, was wir dort besprechen und bekommen genug zu tun haben? Wahrscheinlich. Oder soll ich noch Fälle und Klausuren mitnehmen? Wahrscheinlch eher nicht.

Wisst ihr, was ich mich frage? Wenn die Finanzwirte diese Prüfung nach 3 Jahren zu 90% bestehen, dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ich diese Prüfung nach knapp 1 Jahr bestehe, bei gerade mal 30%. Und andere, die sich 1,5 Jahre oder 2 Jahre vorbereiten, eben entsprechend höher. Vielleicht ist das ’ne Milchmädchenrechnung. (Ich weiß gar nicht, ob ich Wahrscheinlichkeitsrechnung in der Schule hatte, WAHRSCHEINLICH nicht! 🙂 ) Es fühlt sich aber so an, als könnte ich nie alles wissen und können. Oder als müsste ich tatsächlich 3 Jahre lang Klausuren schreiben, um ein halbwegs sicheres Gefühl zu bekommen. Es kommen immer noch in den Klausuren völlig unerwartete Aufgaben. Immer wenn ich gerade denke, jetzt wird’s, läuft ganz gut, kommt wieder was doofes. Heute waren es mehrere aneinander beteiligte Kapitalgesellschaften, eine Kapitalerhöhung aus Fremdmitteln, ein Agio unter dem Verkehrswert, was alleine keine vGA begründet, eine Verteilung der neuen Anteile abweichend vom ursprünglichen Beteiligungsverhältnis zugunsten einer Gesellschaft, das führte zur Abspaltung der alten Anteile einer anderen Gesellschaft und einer vGA, weil man zugunsten der beteiligten Gesellschaft das Angebot eines Investors abgelehnt hatte, dann wurde daraus noch ein § 8c weil mit den in 2014 hin und her verkauften Anteile und der verminderten Beteiligungsquote durch die Kapitalerhöhung mehr als 50% Anteile „abgegeben“ waren, dann aber doch kein 8c, weil Konzernklausel… Puh, da war ich ziemlich blank. Aber wie ich gerade merke, so halbwegs bekomme ich es noch zusammen, ich weiß zwar nicht, ob ich es wirklich verstanden habe, aber ein bißchen was ist hängen geblieben. Habt ihr auch immer noch solche Lücken? Wie geht es euch derzeit mit euerm Wissensstand?

Und wie war das eigentlich in den vergangenen Prüfungen, hingen die Sachverhalte in ESt zusammen? Oder wie machen es die anderen Anbieter? WLW macht das gern. Da stehen im ersten SV Angaben für den zweiten und umgekehrt… „Die Sachverhalte hängen zusammen. Am besten fangen Sie mit dem KSt Teil an“. Dann mach ich das, weil KSt eh der erste Teil war und im zweiten Teil, dem ESt-Teil, steht dann drin, dass der Gesellschafter ein Grundstück an die GmbH vermietet! Tadaaa! BAS. Und dann muss man zig Angaben, das Gehalt, die Lst, die vGA’s und oGA’s aus dem ersten Sachverhalt nebenher für die Ermittlung des zVE für den zweiten SV notieren. Das ist doof. Aber jetzt fall ich bestimmt nicht mehr drauf rein.

Ich denke manchmal ganz kurz darüber nach, wie es dann ist, wenn ich dieses Jahr trotz der kurzen Vorbereitungszeit bestehen sollte, mit den (gefühlt) vielen Unsicherheiten und Wissenslücken. Kann man mich dann eigentlich als StB auf die Welt loslassen? Wie wird man denn ein GUTER Steuerberater, doch nicht alleine, indem man sich in einem Jahr das Allernötigste prüfungsrelevante reinprügelt. Dann hab ich zwar den Titel, aber wenn ich dann auf Arbeit sitze und immer nur denke, oh Gott, wie war das noch mal? Das müsste ich wissen… Da werden die Erwartungen viel größer. Davor graut mir auch schon wieder. Habt ihr auch solche Zweifel? Wie fühlt sich das denn an als frisch gebackener StB mit einer ganz anderen Verantwortung und einer hoffentlich gut funktionierenden Haftpflichtversicherung??? Wart ihr fertigen StB bereit für diese Verantwortung?

Ich mach dann mal weiter, Übung macht den Meister, wahrscheinlich…

Haftnotizen, Verweise etc.

Heute hab ich mal ne Frage… Ich benutze kein fertiges Griffregister, sondern klebe und beschrifte selbst. Die Vorschrift besagt:

„Die Textausgaben dürfen außer Unterstreichungen, Markierungen und Hilfen zum schnelleren Auffinden der Vorschriften (sog. Griffregister) keine weiteren Anmerkungen oder Eintragungen enthalten. Die Griffregister dürfen Stichworte aus der Überschrift und Paragraphen enthalten. Eine weitere Beschriftung ist nicht zulässig“

Die Richtlinien dürfen doch auch Griffregister mit Angabe der Richtlinie enthalten, oder?

Für verschiedene Gesetze nehme ich verschiedene Farben. Ich frage mich nur, ob das Benutzen unterschiedlich farbiger Haftis innerhalb eines Gesetzes zu verschiedenen Themen schon als Verweis zählt. Wenn ich z.B. normalerweise gelb für die ESt-Richtlinie benutze, wäre es dann problematisch, wenn ich zwischendrin pink für alle Richtlinien zum Grundstück benutze? Und blau für Entn./Einlagen? In ErbStG bzw. BewG habe ich die §§ für Bewertung BV in grün und für Grundvermögen in lila. Ist das schon ein Verweis?

Und wie beschriftet ihr die Richtlinien-Klebis? Nur die RL selbst (z.B. R 4.2 BV) oder auch den Absatz z.B. R 4.2 (2) BV PersG)? bzw. wie sieht das bei den gekauften Haftis z..B von WLW aus?

Hatte schon jemand Probleme damit, dass die Haftis einer §§-Kette direkt untereinander bzw. hintereinander auf einer Höhe geklebt waren?

Ich danke euch schon mal für eure Meinungen und Erfahrungen !

Hallo Welt!

„Wie geht es euch so? Mir geht es ganz gut. Das Essen ist gut. Wir machen jeden Tag schöne Sachen. Die Erzieher sind ganz nett. Ich freue mich trotzdem auf zu Hause. Liebe Grüße Eure Mandy“

So oder so ähnlich waren wohl meine Postkarten vor 30 Jahren aus dem Ferienlager geschrieben. Meine beiden sind diese Woche im Ferienlager 2 Dörfer weiter. Ich werde wohl keine Postkarte bekommen. Heutzutage ist das ja nicht mehr „modern“. Meine Tochter meinte „Ich schreib dir lieber keine. Da werde ich dann nur wieder so traurig.“ 🙁 Naja, ich weiß nicht, ob das eine Ausrede war. Aber ok. Sie sind ja auch nur 10 min mit dem Auto entfernt. Ich war damals an der Ostsee. Und nicht nur 6 Tage. Das war hart für mich. Zumal ich immer ein sehr ruhiger Einzelgänger war und aufgrund mangelnden Selbstbewusstseins nicht schnell Freunde fand.

Ein bißchen komme ich mir auch vor, wie im Straflager oder Arbeitslager. Noch acht Wochen, dann darf ich wieder nach Hause… Dann schreibe ich jetzt mal zur Situation in meinem Lager:

Hallo Welt! Wie geht es euch so? Mir geht es ganz gut. Ich sitze hier in meinem kleinen Steueruniversum im Dachgeschoss und komme mir vor, wie eine Einsiedlerin. Oder wie Rapunzel in ihrem Turm. Mehrmals täglich besuchen mich meine Katzen und wir unterhalten uns. Sie mauzen was das Zeug hält. Ich verstehe immer nur: „Komm mit raus, hol dir ’ne Maus! Sitz hier nicht rum, das ist voll dumm! Kraul mein Fell, aber schnell!“ (Ok. lass ich das jetzt so stehen? Beim Lesen bekomme ich langsam Angst um meinen Geisteszustand.) Ich erkläre ihnen immer sehr geduldig, dass ich lernen und Klausuren schreiben muss. Irgendwann resignieren sie dann und legen sich in mein Bett. Ansonsten ist es hier ganz ok und ich habe meine Ruhe. Zu essen gibt es genug. Die Nachurlaubs-Kilos sind noch nicht ganz verschwunden. Die zuckerfreien Gummibären sind aber jetzt alle und ich muss jetzt wohl die Süßigkeiten der Kinder plündern.
Am vergangenen Sonntag hatte ich frei und hab den Tag richtig genossen. Abends dachte ich „Wow, so fühlt sich Leben an…“ Wir haben uns mit Freunden zum SUP fahren getroffen. Danach dann noch mit den Nachbarn gegrillt und die Urlaube ausgewertet. Als alle meinten, der wäre viel zu schnell rum gewesen und ich sagte „Ich fands jetzt gar nicht so schlimm, nach Hause fahren zu müssen.“ hieß es gleich: “ Ja du musst auch nicht auf Arbeit!“ Klaaar…. Ich hab’s total gut. Ich hocke hier rum und vertreibe mir die Zeit. Diesen Samstag habe ich auch frei, da wir zum Schulanfang und zum 40. Geburtstag eingeladen sind. Da tanzen wir sozusagen auf 2 Festen und meine sozialen Kontakte gehen wieder von 0 auf 100. Könnt ihr eigentlich noch normal mit Leuten Smalltalk betreiben, ohne ständig an die Prüfung zu denken?

Ich hoffe, ihr seid noch richtig motiviert? Und aufnahmefähig? Mein Mann schaut mich manchmal etwas besorgt an. Beim gemeinsamen Essen schaue ich meistens an ihm vorbei und grüble. Er hatte ja die Hoffnung, wenn die Kinder nicht da sind, hätten wir vielleicht mal etwas Zeit füreinander. Oder Langeweile…. Tut mir leid. Ich kann jetzt keine Langeweile haben. Meine Zweifel treiben mich an. Ich überlege täglich, ob das ne gute Idee war, das alles über Fernlehrgang zu machen. Es wird sich am Ende zeigen. Dann versuche ich ganz schnell wieder positiv zu denken und mich daran zu erinnern, dass es auch genug Leute gibt, die es trotz Präsenzkurs nicht geschafft haben. Das Klausuren schreiben soll ja das wichtigste sein, oder? Ich werde am Ende wohl so bei 45 geschriebenen 6stündigen Klausuren rauskommen und hoffe, dass das reicht. Es sind weniger als geplant. Aber mehr, als ich im Präsenzkurs geschrieben hätte. Eigentlich will ich mir alle mit Lösung nochmal durchlesen, ich weiß nur noch nicht, wann. Vielleicht mal nachts. Naja, sind ja noch ein paar Wochen, da geht schon noch was rein ins Hirn… Ich schreib jetzt mal die nächste Klausur, mit sinkender Motivation.

Viele Grüße aus dem Turm, Eure Mandy

Die schwarzen Löcher

Kennt ihr das Lied „Major Tom“ von Peter Schilling? So fühle ich mich gerade. Wie Major Tom, alleine im Raumschiff, ob der Kurs stimmt, wer weiß das schon…

Gründlich durchgecheckt steht sie da
und wartet auf den Start – alles klar!
Experten streiten sich um ein paar Daten
die Crew hat da noch ein paar Fragen
doch der Countdown läuft
Effektivität bestimmt das Handeln
man verlässt sich blind auf den ander’n
jeder weiß genau, was von ihm abhängt
jeder ist im Stress, doch Major Tom
macht einen Scherz
dann hebt er ab und
Völlig losgelöst
von der Erde
schwebt das Raumschiff
völlig schwerelos

Im Kontrollzentrum, da wird man panisch
der Kurs der Kapsel, der stimmt ja gar nicht
„Hallo Major Tom, können Sie hören
woll’n Sie das Projekt denn so zerstören?“
doch er kann nichts hör’n
er schwebt weiter

Mal fühle ich mich voll fokussiert und denke, ich mach’s genau richtig, dann fange ich wieder an zu zweifeln. Bin ich auf dem richtigen Kurs?

Ich versuche momentan neben dem Klausuren schreiben noch meine Lücken zu schließen. Eins meiner schwarzen Löcher war die KSt-liche Organschaft. Ich hab mich schon ne Weile gefragt, wann die denn mal in einer Klausur dran kommt und immer gedacht, oh mann, das musst du dir unbedingt noch anschauen. Da es bisher in keiner Klausur kam, habe ich mir dann Dienstag doch den Lehrbrief geschnappt und durchgearbeitet. Mittwoch ziehe ich die EST-Klausur aus dem Umschlag und was lacht mich an? Tadaaaa! KSt-liche Organschaft…. Zufall ?!

Tja, da hab ich mir was abgewürgt. Ein sehr komplexer Fall. Mit vor- und organschaftszeitlichen Mehr- und Minderabführungen, Ausgleichzahlungen durch den OT etc. pp. Aus dem Lehrbrief konnte ich die komplett richtige Lösung leider nicht ableiten. Einiges schon, aber gewisse Dinge eben nicht. Die Lösung habe ich komplett durchgearbeitet. Aber ob das reicht? Vielleicht sollte ich den Fall nochmal lösen? Oder drauf hoffen, dass es in einer der nächsten Klausuren nochmal kommt…

Genauso unruhig macht mich IntStR. Da fehlt mir auch noch der rote Faden. Ich bin gerade dabei, die Lehrbriefe nochmal durchzuarbeiten, obwohl es ja allerseits heißt, das macht jetzt keinen Sinn mehr. Lieber Klausuren schreiben. Aber der richtige Aha-Effekt, wann ich was anwenden muss, der steht noch aus. Und in den vergangenen Klausuren war es noch nicht oft dran. Ein paar Fälle dazu hab ich in der Fallsammlung. Die werde ich noch durcharbeiten. Aber ob das reicht, im Ernstfall die richtigen Vorschriften anzuwenden…

Wie macht ihr das mit den schwarzen Löchern? Wie stopft ihr die?

Viele Grüße aus dem unendlichen Steuer-Universum… Und bleibt auf Kurs!

Endspurt mit Bauchgrummeln

Hallo ihr lieben. Wieder mal ein Lebenszeichen von mir. Der Urlaub ist vorbei. Ich habe die letzten Tage wie angekündigt nichts gelernt, gelesen oder geschrieben, nur gefaulenzt, gebadet, gesonnt. Und es hat sooo gut getan. Endlich hatte ich mal wieder bessere Laune, was sich auf die Stimmung meiner Mitreisenden sehr positiv auswirkte 😉

Freitag mittag landeten wir in Berlin. Schrecklicher Flughafen ✈. Ich hatte kurz überlegt, einfach auf Malle zu bleiben, mich dort zu verstecken und ganz neu anzufangen als „Coconut, Melona, Ananas!!!“ – Verkäuferin tagtäglich den Strand auf und ab zu laufen. Mein Mann hätte die Schubkarre ziehen können und ich hätte mit all meinen nichtsteuerlichen Kompetenzen die Früchte an die Urlauber gebracht 🍉🍍🍌🥥. Naja, ich hab mich dann doch zum Heimflug entschieden. Freitag und Samstag Magen Probleme inclusive, ich tippe mal auf Angst vor der Prüfung? Vielleicht auch zu viel Aioli…

Der gute Vorsatz sah Sonntag schon wieder Schreibtisch vor. Deshalb Freitag nachmittag gleich die Koffer ausgepackt (war natürlich viel zu viel), abends und über Nacht hingen dann schon 2 Waschmaschinenladungen auf der Leine. Samstag wollte ich mit der Wäsche fertig sein. Samstag morgen erwachte ich durch rauschenden Regen. Prima, soviel zum Plan. Den Rest des Tages räumte ich die Wäsche von der Wäschespinne auf transportable Wäscheständer und die dann gefühlt stündlich rein und raus, weil es immer wieder regnete. Nachmittags waren wir noch „schnell“ Schulzeug kaufen. Dann endete der Versuch, meine Tochter zum auf- und wegräumen zu bewegen wieder in allgemein schlechter Laune. Sonntag vormittag Schulzeug verteilt, (aus) – sortiert, beschriftet und verräumt. Schweißausbrüche und Genervtheit inclusive. Mann und Sohn kümmerten sich um Rasen und Hof. Dann Mittagessen mit Familie wegen Geburtstag. Zog sich dann doch bis 15.30 Uhr. Danach hab ich mich dann mit 2 der, während meiner Abwesenheit eingeflogenen Ao Klausuren in den Garten verzogen und nachgearbeitet. Abends noch den Garten etwas in Ordnung gebracht, Tomaten hochbinden, ausgeizen, Wucherungen beseitigen, Zucchini ernten, Äpfel aufsammeln…. Mit guten Vorsätzen Sonntag ins Bett. Man könnte Montag ja zeitig aufstehen, joggen und dann ran an die Klausur. OK. Das joggen hab ich weggelassen. War zu müde. Schlecht geschlafen. Hab komische Sachen von der Arbeit geträumt und die Gedanken kreisten beim einschlafen wieder um das, was noch zu lernen ist…

Heute morgen (fast) pünktlich 8 Uhr mit Kaffee an den Schreibtisch. Wieder AO. Wieder soviel Info. Trotz Notizen, Zeitstrahl etc fällt es mir schwer zu strukturieren. Wieder ne andere Fragestellung. Letztendlich geht es ja fast immer um die Änderbarkeit, Festsetzungsfrist, Korrekturmöglichkeit, Zulässigkeit Einspruch. Ehm, wie ging das nochmal? 🤔 Wie fange ich an? Steuerstrafrecht? What? OK. Klausuren Leitfaden raus, nachgeschaut, losgelegt. Das ist so mühselig. Werde ich es jemals schneller hinbekommen? USt fange ich hochmotiviert an, bis ich feststelle, dass ich Sachen aus 2018 beurteile, obwohl in den Hinweisen steht „Kalenderjahre bis einschließlich 2018 sind bestandskräftig veranlagt. die steuerliche Beurteilung war jeweils zutreffend.“ Ah. Dussel. Also nur 2019 beurteilen. Kurze Zeit später lese ich nochmal die Aufgabe: „Beurteilen Sie die folgenden SVe …in den Besteuerungszeiträumen 2018 und 2018!“ Verflixt. Was ist denn nur los mit mir? Eine Woche nichts tun und ich bin raus. Zu viel Sonne auf meinen Kopf?

Und das mit der gesunden Ernährung ist sch…. Ich hab es ernsthaft versucht. Der kleine Hunger zwischendurch wurde mit gesunden „leichten“ Gummibären besänftigt. Leider habe ich erst nach der halben Tüte den Warnhinweis gelesen:

smacap_Bright

Verdammt. Da will man sich gesund ernähren und dann so was! Wer bitte isst denn nur 5 Gummibären?! 😂 Also Pfefferminztee für den empörten Magen-Darm Trakt gekocht, ordentlich Honig rein, dann gibt er vielleicht Ruhe. Wieder ne Stunde verloren. So klappt das nie mit dem Zeitplan…

Mein Fazit für heute: lieber Zuckerbären und joggen, als Süßstoffe, die den Zeitplan durcheinander bringen. Ich muss mir doch was zu essen vorbereiten und auf den Schreibtisch stellen. Und konzentrieren musst du dich, Mandy!

Wie läuft es bei euch so? Panik? Entspannt? Was machen die Präsenzkursbesucher? Erfolgserlebnisse? Ich hätte gern mal welche. Dafür muss ich jetzt aber loslegen…

Viele Grüße!

Jetzt reicht es.

Die 3. Klausur im Urlaub ist geschrieben. Ich habe echt keine Lust mehr. Vielleicht hätte ich doch zu Hause bleiben sollen. Es ist kompliziert. Ein großer Tisch im Wohnzimmer, in dem alle immer mal wieder auftauchen, während ich schreibe. Das Fernsehen kann ich den mitbewohnenden Kindern auch schlecht verbieten. Ich bin genervt, weil gefühlt alle auf mich warten, dass ich fertig werde. Oder Rücksicht nehmen. Mein Mann ist genervt von meiner Klausurlaune und dass ich nicht mit an den Strand komme und abends nicht mit essen komme, weil ich die Klausur noch fertig schreiben will. Kein Wunder, wenn ich erst mittags anfangen kann, wenn endlich Ruhe eingekehrt ist. Ich kann ja nicht früh 8 Uhr alle aus dem Haus schicken. Irgendwie alles verkorkst. Davon bin ich genervt. Und davon, dass ich hier von mittags 12 Uhr bis abends 21. 30 Uhr mit 2 Pausen im und am Pool schwitzend mit meinem neuen Freund, dem Ventilator im Wohnzimmer sitze, statt am Strand oder nur am Pool zu liegen. Dann sind die wlw Klausuren auch noch so ungewohnt. Anderer Aufgaben – und Lösungsstil, anders als Knoll. Aber auch anspruchsvoll. Bäh! Alles doof. Ich will, dass es vorbei ist. Aber euch in D geht’s bestimmt nicht anders…

Deshalb lasse ich es jetzt dabei. Ich schreibe hier keine Klausur mehr. Basta. Die nächsten 6 Tage werde ich Urlaub machen. Vielleicht noch Richtlinien lesen. Mehr aber nicht. Dann muss ich eben danach täglich Klausuren schreiben, um alle zu schaffen.

Liebe Grüße an alle!

Nebenwirkungen Urlaub

Urlaub kann Medizin sein, hat aber auch so seine Nebenwirkungen. Faulheit, Sonnenbrand, Eis im Übermaß. Heute ist Sonntag und damit Tag 3 nach der Ankunft. Ich habe regelrecht aufgeatmet, als wir in der Finca ankamen, die wir uns mit Freunden teilen. Es war eine gute Entscheidung, mal weg zu kommen von dem mittlerweile verhassten Schreibtisch zu Hause. Meine Kinder und mein Mann freuen sich, mal wieder mehr von mir zu sehen und mit mir was zu unternehmen. Mama ist irgendwie wieder mehr „anwesend“.

So ganz kann ich natürlich nicht aus meiner Haut. Urlaubs-Klausur Nr. 1 ist geschrieben. Es war eine gemischte Klausur und nachdem mir am Freitag, als ich damit begonnen habe schon nach 2 Stunden durch die Hitze und das Sitzen die Beine angeschwollen sind, hab ich sie auf 3 Tage aufgeteilt, jeden Tag ein Teil. Danach / davor hab ich dann Urlaub genossen. Ich glaube, das ist eine ganz gute Möglichkeit der Einteilung. Auch wenn ich dadurch wieder nicht 6 Stunden am Stück schreibe, aber dass kann ich hinterher auch noch und auf Elefantenfüße habe ich gerade keine Lust… Alle sind ganz rücksichtsvoll, wenn ich arbeite. Nur mein Mann schaut immer mal mit strengem Blick herein und erinnert mich an die Zeit…

Die Klausuren, die ich jetzt schreibe, sind von WLW. Interessant einen anderen Anbieter zu sehen. WLW hat z.T. einen anderen Lösungsaufbau, gerade in ErbSt. Dort wird mit der Bewertung der einzelnen Sachen gestartet und der ganze allgemeine Kram zur persönlichen Steuerpflicht, Steuerklasse, Freibetrag etc. kommt erst danach. Ich halte es aber weiter wie bei Knoll gelernt und schreibe erst den allg. Teil runter und handle die Bewertung dann innerhalb der Ermittlung des Vermögensanfalls ab. Wie machen/empfehlen das die anderen Anbieter eigentlich? Ansonsten finde ich dort die Lösungen etwas übersichtlicher als bei Knoll, weniger Text, etwas knapper. Die Video-Besprechungen finde ich auch gut.

Was neues war auch noch dabei, die Bewertung eines Erbbaurechts. Ist mir so bei Knoll in ErbSt noch nicht untergekommen, käme aber vielleicht noch. Dann ist endlich auch die Erkenntnis in meinem Kopf angekommen, dass eigentlich alle Berechnungsschemen in den Richtlinien mit Beispiel vorhanden sind und ich davor gar keine Angst mehr haben muss, dass ich es aus dem Gesetz heraus nicht in der richtigen Reihenfolge hinbekomme, z.B die Freistellung von BV 😉

Wir haben momentan übrigens „nur“ 34 Grad, zu Hause soll es ja ähnlich bzw. noch mehr sein. Also kühlt euch auch mal ab, genießt trotzdem den Sommer ein bißchen und haltet die Ohren steif!
So, ich verziehe mich dann mal zurück an den Pool…

Die durchschnittliche Frau

packt fast doppelt so viel in ihren Koffer, als sie eigentlich braucht. Eine Studie mit über 2000 Frauen zeigte, dass sie durchschnittlich 34 Kleidungsstücke für einen Wochentrip benötigen , aber 60 einpacken – für den Fall der Fälle.

Diesen Artikel hat mir mein Mann geschickt, als es daran ging, die Koffer zu packen. Vielleicht als Warnung. Oder kleine Erinnerung daran, dass ich immer zu viel einpacke. Ich kann nichts dafür, oder? Die gute durchschnittliche Ehefrau und Mutter ist für alle Fälle gerüstet. Mein Mann fährt mit 1 paar Schuhen, 4 kurzen Hosen, 6 T-shirts, 3 Badehosen und 1 paar Badelatschen für 2 Wochen in den Urlaub. Das passt quasi in ne Aldi Tüte. Minimalistischer geht’s fast nicht. Nicht mal ein Hemd für Abends zum Essen gehen wollte er mitnehmen. Spaßeshalber müsste ich es mal genauso machen. Mein Sohn packt seine Sachen noch nicht selbst. Aber ich bin mir sicher, er würde nur je 2 Badehosen, T-Shirts und kurze Hosen mitnehmen 🥴

Wahrscheinlich liegt unser Bedürfnis, für alle Fälle gerüstet zu sein, an der Geschlechterrolle und an der Erziehung. Wir Mädchen mussten doch immer hübsch aussehen, ordentlich, passend gekleidet. Ansonsten fällt man ja schon als kleines Mädchen negativ auf. Wir können gar nichts dafür, das wir mindestens 5 Bikinis (verschiedene Farben, Schnitte für verschiedene Launen,) , 2 Paar FlipFlops (ein paar für den Strand und ein paar schickere), 1 paar Turnschuhe und Sportsachen (falls das Wetter schlecht ist und wir wandern gehen oder wir joggen gehen, wie wir uns jedes Jahr für den Urlaub vornehmen und jedes Jahr wieder nicht machen. Aber vielleicht dieses Jahr), 1 paar Sandalen für abends, mindestens 6 Outfits für abends (wir KÖNNEN nicht immer dasselbe anziehen! Und wir wissen doch vorher gar nicht, worauf wir Lust haben.), 5 Strandoutfits (auch hier geht das nicht, stellt euch vor, wir sind 2 mal am selben Strand und treffen zufällig die selben Leute, wenn die sehen, dass wir das gleiche anhaben…). Und das mal 2, ich hab ja ne pubertierende Tochter. Naja, die Massen an Sonnenmlch, Shampoo, Bodylotion, Nagellack, Parfum, Deo, Mückenschutz brauchen ja auch nur wir Mädchen. Dem echten Mann reicht ja ein Stück Kernseife. Nicht die gut sortierte Notfallapotheke zu vergessen. Braucht der Mann auch nicht, ein Indianer kennt keinen Schmerz. Luftmatratze, Schnorchel, Taucherbrille, Flossen, Spielzeug, Bücher für jedes Kind, braucht der Mann nicht. Der liest nicht, schwimmt nur kurz, zum Lesen und Spielen hat er ja das Handy. Wenn ich es mir recht überlege, eine ganz schön preiswerte Sache, so ein Mann. Die leidenschaftliche Gärtnerin packt natürlich auch noch die neueste Zucchini-Ernte ein, „Schatz, die können wir doch auf den Grill hauen, es wäre doch schade drum.“ sind doch nur 5 Stück… 😂

Na und dann dieses Jahr noch Laptop, die Gesetze, ein paar Klausuren, Blöcke, Federmappe. Das Klausuren schreiben muss ja weiter gehen. Die Fallsammlung und 3x Steuer und Studium als Literatur für den Strand. Das alleine sind schon 13 kg. Das waren noch Zeiten, als ich nur mit dem kindle in den Urlaub gefahren bin.

Mein Fazit: Urlaub ist Stress. Fängt mit dem wochenlangen Überlegungen an, was ich mitnehme. Geht weiter mit der plötzlichen Erkenntnis so ca zwei Wochen vorher „Wo ist eigentlich meine Strand Figur vom Vorjahr hin? Aggressive 2 Wochen Diät und (fast) tägliche sportliche Einheiten mit Jillian enden in der selbstbewussten Erkenntnis „Perfekt aussehen muss nur, wer sonst nichts kann.“ Also Thema Traumfigur mal wieder abgehakt. Noch mal zum Friseur? Keine Zeit. Der Garten muss schließlich auch noch in Ordnung gebracht werden, nach Monaten minimalem Einsatz ein Klacks. Da werden die Haaransätze eben in einer verwurschtelten Strand Frisur versteckt.

So, völlig „fertigt“ sitze ich neben meinem Mann im Auto auf dem Weg zum Flughafen Berlin und frage mich mal wieder „Warum fahren wir noch mal in den Urlaub?“ Ab heute ist wieder bestes Malle – Wetter für die Region Leipzig angesagt. Den ganzen Stress hätte man sich sparen können. Mal sehen wie es wird, mit dem Klausuren schreiben und so. Bin gespannt, wieviel ich tatsächlich schreibe und welche Outfits ich dazu trage 😂

Spaß beiseite, ich freue mich natürlich trotzdem auf den Urlaub und bin dankbar, dass ich noch mal durchatmen kann. Ich werde mich auch bemühen, zwischen den Klausuren zu entspannen. Vielleicht trägt ja die Aussicht auf Pool und Strand dazu bei, dass ich annähernd die 6 Stunden einhalte. Schauen wir mal. Ich werde berichten und melde mich wieder von der schönsten Insel Deutschlands… Liebe Grüße

Knoll Examio online Probleme

Ich noch mal… Nutzt von euch jemand die Knoll Examio online Plattform, speziell die Video-Besprechungen zum Klausuren Fernlehrgang?

Obwohl wir mittlerweile eine Glasfaserkabel Leitung mit einem Download von ca 140.000 MBit haben, brechen die Videos andauernd ab und laden nicht komplett. Kennt noch jemand das Problem??? Das nervt richtig.

Hab gerade an Knoll geschrieben, mal schauen, was die sagen.

Danke….

Und täglich grüßt das Murmeltier

Ich könnte ein Murmeltier sein. Die schlafen doch viel, oder? Ich brauchte schon immer mindestens 8 Stunden Schlaf, 10 sind noch besser.. Ich werde mir wohl wieder den Wecker stellen müssen, damit ich mich nicht erst nach 8 Uhr aus dem Bett quäle, sonst schlaf ich irgendwann bis Mittag.

Meine Kinder sind diese Woche ja bei Oma bzw. der von unserem Religionslehrer und Orchesterleiter organisierten Mädchenfreizeit gut untergebracht. Das heißt, es ist ruhig zu Hause, SEHR ruhig… Mein Mann hat Frühschicht, er kommt also kurz vor 15 Uhr die Treppe zum Dachkämmerlein hochgeschlichen und schaut vorsichtig fragend um die Ecke, meistens mit den ersten Worten „Na, wie ist die Laune, frustriert?“ Ich muss schon immer lachen, er hat’s schon nicht leicht… Ansonsten habe ich gerade das Gefühl, ich werde seltsam. Ich führe Selbstgespräche. Und ich laufe täglich ungeschminkt, in Jogginghosen und mit zusammen gewurschtelten Haaren herum. Sieht mich ja keiner hier, außer die Katzen. Und die schmusen immerhin noch mit mir, also kann ich zumindest noch nicht vermodert riechen… Wie lange dauert es eigentlich, bis man verwahrlost?!

Ansonsten sieht mein Plan derzeit vor, aller 2 Tage eine Klausur zu schreiben und am Tag dazwischen wieder nachzuarbeiten. Pläne haben es an sich, nicht aufzugehen. Vor allem, wenn man mehr als einen Tag für eine Klausur braucht. Ich weiß, Dauerthema… Da muss sich was ändern. Mein Kalender hat auch dazu einen netten Spruch: “ Abenteuer beginnen da, wo Pläne enden.“ Auch WLW schreibt, die Klausuren unbedingt zu Ende bearbeiten. Mach ich doch. Aber die Zeitüberschreitung kommt von den Unsicherheiten. Ich hänge mich an Sachverhalten auf, die ich noch nicht souverän alleine hinbekomme. Da fehlt mir dann der Mut zur Lücke. Aber letztendlich müsste ich es in der Nacharbeit ja dann sowieso noch lösen, sonst lerne ich es ja nie. Also verlagere ich quasi Nacharbeitszeit in die Klausurzeit. (Das klingt jetzt selbst für mich wirr) Gestern war es in einer Klausur von WLW der ErbSt Teil mit Sachwertverfahren. Da war die Aufgabenstellung und die Angaben schon ein wenig anders als bei Knoll, das hat mich etwas durcheinander gebracht. Naja, nach dem 3. oder 4. Mal wird es hoffentlich schneller gehen. Gibt es hier jemanden, der die Klausuren in der Vorbereitung auch bis kurz vor der Prüfung mit Zeitüberschreitung gelöst hat und trotzdem bestanden hat? Ein bisschen Hoffnung hab ich ja noch… Spätestens im Präsenzkurs muss ich mich „ausklosen“ oder „ausmehren“, wie der Sachse so schön sagt. Da muss ich dann abliefern.

Ich hab mir im Kalender notiert, wann ich welche Klausur bis Ende August schreiben will. Wenn ich das einhalte, komme ich mit dem Präsenzkurs auf insgesamt 52 geschriebene Klausuren. Was ja für ein ziemlich sicheres Bestehen reichen soll, angeblich. Ne Garantie gibt’s natürlich nicht. Aber wahrscheinlich habe ich dann nicht alle nachgearbeitet. Was auch wieder nicht sinnvoll ist. Knoll sagt ja auch ausdrücklich, Nacharbeit ist genauso wichtig, wie Klausur schreiben. Also Planänderung? oder 1. zukünftig an der Schnelligkeit arbeiten (jaja ich weiß, Dauerthema) und 2., wenn es nicht anders geht, weniger Klausuren schreiben und dafür mehr nacharbeiten. Mein Kalender hat noch einen Spruch dafür:

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Heute steht damit erstmal die Nacharbeit der zwei letzten Klausuren auf dem Plan. Morgen das Schreiben einer gemischten von Knoll, pünktlich 15 Uhr muss ich aber mein Töchterlein abholen, das heißt, 6 Uhr aufstehen (ich höre gerade meinen Mann schallend lachen) und richtig schnell schreiben, wenn ich fertig werden will…. Haha, da muss ich selber lachen. Aber: AUFGEBEN ist nicht! Keep going difficult roads…

seid lieb gegrüßt vom Murmeltier