Themenübersicht der mündlichen Prüfungen 2017/2018

So langsam dürften in den ersten Bundesländern wie z.B. Hamburg und Thüringen und Niedersachsen die mündlichen Prüfungen starten.

Ich habe für mich selber vor, dass ich jeweils die 3 vorgeschlagenen Themen für den Kurzvortrag notieren werde, wenn ich irgendwas hier im Blog oder bei Facebook oder von persönlichen Kontakten höre bzw. lese. Da das Interesse im Freundes- und Bekanntenkreis an dieser Liste jetzt schon groß ist, kann ich es auch direkt hier öffentlich machen.

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Also liebe Prüfungsteilnehmer,

wenn ihr es dieses Jahr in die zweite Runde geschafft habt und an der mündlichen Prüfung teilnehmt, bitte ich euch, mir hier im Kommentar die 3 Kurzvortrags-Themen zu nennen und aus welchem Bundesland ihr kommt. Ich arbeite das dann in die unten angeführte Liste ein.

—–> Hier geht’s zur Übersicht aller Vortragsthemen (klick) <—–
(Bisher habe ich drei Rückmeldungen)

Allen Teilnehmern an den mündlichen Prüfungen wünsche ich viel Erfolg!

Die Krux mit dem Einschreiben

Das Jahr 2018 wird spannend starten.

Rheinland-Pfalz (mein Bundesland) gehört neben NRW traditionell zu den letzten Kammern, die die Ergebnisse der schriftlichen Steuerberaterprüfung veröffentlichen. Das ist ja schon recht gemein. Doch es wird noch schlimmer.

In NRW steht der Veröffentlichungstermin bereits fest. Am Mittwoch, den 24.01.2018 werden die Ergebnisse postalisch versendet und parallel erfolgt die Onlinebekanntgabe durch PDF-Listen. Natürlich ist es nicht schön, so lange warten zu müssen aber zumindest hat man ein festes Datum, zu dem man aufgeregt sein darf. Außerdem finde ich es human, PDF-Listen und “normale Briefe” zu versenden. So ist das Öffnen des PDF’s bzw. des Briefumschlags wie mit Schrödingers Katze. Man hat gleichzeitig bestanden und nicht bestanden, bis man das Dokument öffnet.

In Rheinland-Pfalz ist das anders – gemeiner, sadistischer, bösartiger. Hier gibt es keinen festen Termin. Die Ergebnisse wurden in den letzten Jahren zwischen dem 14.01 und dem 28.01 bekanntgegeben; meist jeweils in der zweiten Wochenhälfte. Das heißt man wühlt jeden Morgen aufgeregt durch die Post; je weiter der Monat fortschreitet, desto größer die Aufregung.

Allerdings haben sich die Damen und Herren der Steuerberaterkammer eine weitere Gemeinheit ausgedacht, die aus der Feder des Teufels persönlich stammen könnte:
Die Besteher bekommen einen normalen Brief und die Durchfaller ein Einschreiben, das zu unterschreiben ist.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Normalerweise wirft der Postbote Briefe ganz still und heimlich in den Briefkasten. Wenn es allerdings morgens an der Tür klingelt, dann muss man hoffen und beten, dass die Zeugen Jehovas, die Schwiegermutter oder der Vorwerk-Vertreter vor der Tür stehen und nicht der Postbote. Denn wenn der klingelt und ein Einschreiben unterschrieben haben will, dann ist Schrödingers Katze schon mausetot.

Dazu kommt bei mir ganz persönlich noch, dass meine Freunde das offensichtlich so witzig finden, dass sie mir schon angekündigt haben, mir ab Mitte Januar täglich ein Einschreiben zu schicken. Ja, das habe ich verdient, bei deren Prüfungen habe ich ähnliches gemacht. Aber ich werde am Ende des Monats vermutlich trotzdem ein nervliches Wrack sein und bei jedem Klingeln an der Tür zusammenzucken.

„Der Dezember im Steuerbüro“ – ein Weihnachtsgedicht

Zum Weihnachtsfest mein besinnliches Weihnachtsgedicht mit dem Titel:

“Der Dezember im Steuerbüro”

Früh am morgen, Sechs Uhr Dreißig,
und der Wecker bimmelt fleißig.
Schlechte Laune, Kaffee rein!
Wie schlimm kann der Tag schon sein?

Der Nachbar ist schon Schnee am Schaufeln,
bei Glätte schnell zum Auto laufen,
Es ist dunkel wie die Sau,
Die halbe Zeit steh’ ich im Stau.

Auf der Arbeit angekommen
wird das Übel wahrgenommen:
Siebzig neue Mails im Fach
die Ordner stapeln bis zum Dach.

Brief gedruckt, Beleg kopiert,
die Rückstellung wird passiviert,
Für alles ist die Zeit zu knapp.
“Oh Nein! Oh Nein!” die Frist läuft ab.

Im Akkord Bericht gebunden,
heut’ schon wieder Überstunden,
Alle Leute sind gestresst,
vor dem nahen Weihnachtsfest.

Jetzt noch schnell Geschenke kaufen,
durch die vollen Läden laufen.
Wär ich doch im Bett geblieben,
heute Morgen um halb sieben.

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Frohe Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2018 – in dem viele von uns hoffentlich Berater werden!

Was gibt’s neues aus Berlin, Thüringen und Co?

Heute ist für mich ein interessanter Tag!

Zwar habe ich nicht in Berlin geschrieben, aber ich bin trotzdem auf die Rückmeldungen gespannt.

Bei einem Examen mit Kleinunternehmer, Nichtselbständiger Arbeit, Renten etc. bin ich gespannt, wie es den Teilnehmern der Big4 erging.

Kamt ihr damit zurecht? Wie sieht’s aus? Was gibt’s neues?

Die ersten Ergebnisse sind da!

Kurz notiert:

Gestern sind bereits die ersten Ergebnisse in Mecklenburg Vorpommern eingetroffen.

Damit ist die spannende Phase nun endgültig eingeläutet.
Nächste Woche dürfte es dann mit Thürigen, Niedersachsen und gfl. Hamburg und Bremen weitergehen.

Gratulation an alle, die die schriftliche Hürde gepackt haben.

Ich würde mich freuen, wenn diejenigen mit Ergebnissen hier kurz Berichten würden.

Habt ihr den Postboten auf der Straße abgefangen? Wie groß war eure Aufregung beim Öffnen das Briefes? War das Ergebnis wie erwartet? Ich bin auf Eure Geschichten gespannt…

Meine Vorbereitung auf die mündliche Prüfung in Eigenregie

Nachdem ich mich zur Vorbereitung auf die schriftliche Prüfung schon gegen eine Freistellung entschieden habe, verzichte ich jetzt auch noch auf Kurse zur mündlichen Prüfungsvorbereitung.
Leben am Limit sozusagen.
Das mache ich diesmal aber nicht aus Zeitgründen oder aus Geiz, sondern einfach, weil sich mir der Sinn solcher Kurse nicht erschließt.

Das große Thema “Steuerrecht” hat mich ein Jahr harte Arbeit gekostet, bis ich es halbwegs klausurfähig beherrscht habe. Hier helfen ein paar wenige Stunden Fortbildung nun sicher nicht.
Für die aktuellen Änderungen/BFH-Urteile etc. belege ich ohnehin sehr regelmäßig Seminare bzw. Fortbildungen, bei denen ich jetzt im Hinblick auf die mündliche Prüfung ein ganz offenes Ohr habe. Die wöchentlichen Zeitungen “der Betrieb”, NWB und DStR lese ich schon seit Jahren.

Für das Aufbessern der Allgemeinbildung dienen Prüfungsvorbereitungsseminare meiner Meinung nach sowieso nicht. Die tägliche Tagesschau und der Blick in Zeitungen ist hier sicher nicht schlecht. Für 3 Monate kann man ja mal die Bild-Zeitung gegen FAZ und Handelsblatt tauschen. Dann riskiere ich zwar Wissenslücken bei Themen wie Pietro und Sarah Lobardi und der Hochzeit von Prinz Harry, aber mit dem Risiko muss ich wohl leben.

Prüfungsangst und Nervosität bei Vorträgen habe ich eigentlich nicht, wenn ich mich entsprechend vorbereitet fühle. Ich werde dazu sicherlich ein paar Vorträge zu Hause üben. Natürlich werfe ich mich dafür wie bei der richtigen Prüfung in Schale. Mal gespannt, ob mir der Kommunionsanzug noch passt…

Meine “Bauchschmerzen-Themen” sind BWL/VWL/Berufsrecht (incl. Europarecht, Finanzierung, Wirtschaftsrecht etc.; also alles aus dem “Nicht-Steuer-Bereich”). Hier sehe ich bei mir deutlichen Nachholbedarf. Ich habe mir diesbezüglich tonnenweise Skripte und 2 Bücher sowie in Summe ca. 30 Protokolle der letzten paar Jahre besorgt. Die Unterlagen habe ich jetzt in 50 Häppchen verteilt, die ich mir in der Mittagspause oder als Gute-Nacht-Lektüre einverleiben will. Der Vorteil in Rheinland-Pfalz ist ja, dass die bis Ende Januar mit der Korrektur brauchen und ich noch bequem Zeit habe.

Sollte mein Ergebnis dann mit 4,5 ausfallen und/oder ich merken, dass ich ohne Unterricht nicht weiterkomme, dann denke ich nochmal über Notfall-Seminare nach. Ansonsten bleibe ich dabei, alles in Eigenregie zu machen.

Wie läuft Eure mündliche Vorbereitung? Wer verzichtet noch auf Unterricht für die mündliche Prüfung?

Übrigens: Hinter meinem ersten Advents-Türchen steckt heute ein Kurzskript zu volkswirtschaftlichen Grundlagen. Na dann frohe Weihnachten an mich selbst.

Ohne Gerüchte ist ja auch langweilig

Früher habe ich immer die Augen verdreht, als meine Eltern so Floskeln wie “Wahnsinn, wie lange das schon her ist” oder “wie schnell die Zeit vergeht” verwendet haben.

Jetzt, einige Jahre später (und viele viele Haare weniger auf dem Kopf), gucke ich auf den Kalender und denke mir “Wahnsinn, dass die Steuerberaterprüfung schon so lange her ist”

Sechs ganze Wochen sind schon vergangen und bald trudeln die ersten Ergebnisse ein. Wie schnell die Zeit vergeht…

Die Kollegen von SteuerExtra führen seit Jahren Statistiken zum Eingang der schriftlichen Ergebnisse. Mecklenburg-Vorpommern ist da immer das “schnellste Land”; dicht gefolgt von Thüringen, Niedersachsen, Hamburg und Bremen.
Das frühste Ergebnis, das in den letzten 8 Jahren raus ging, kam am 26. November 2010 bei einem Prüfling an.

So langsam startet also für viele von uns die spannende Phase.

Die quälende Zeit der Unsicherheit bis zum Eingang der Ergebnisse kann man natürlich mit Gerüchten zum aktuellen Korrekturstand und der Punkteverteilung überbrücken.
Eigentlich haben mich ja die ganzen Gerüchte über potentielle Themen vor der schriftlichen Prüfung genervt. Im Nachhinein muss man auch feststellen, dass alles Quatsch war und das, was getroffen wurde, höchstwahrscheinlich Zufallstreffer in der Flut von Gerüchten waren.

… aber ganz ohne Gerüchte ist ja auch langweilig.

Ich mache mal den Anfang:

1. Punkteverteilung Tag 2: 60/32/8
2. AO soll wohl überdurchschnittlich schlecht ausgefallen sein
3. Nordkorea ist angeblich erfolgreich auf der Sonne gelandet (ups, falscher Blog).

Wenn ihr auch ein gutes Gerücht aus einer vermeintlich sicheren Quelle habt, dann immer her damit.

Übrigens: Mein Bundesland – Rheinland-Pfalz – ist leider traditionell das Schlusslicht, sodass ihr bis zuletzt mit mir mitleiden dürft.

Auf Wiedersehen, Urlaub!

Genau einen Monat ist die Prüfung heute her.
Wahnsinn! Es kommt mir schon wie eine kleine Ewigkeit vor.
Wäre ich heute Morgen aufgewacht und hätte die Prüfung schreiben müssen, dann wäre wahrscheinlich nur Quatsch bei rausgekommen. Ich habe das Gefühl, dass der meiste Stoff schon wieder vergessen ist…

Seit gestern bin ich wieder aus dem Urlaub zurück.
Vorgestern um die Zeit lag ich noch am Strand auf Mauritius mit einem Cocktail in der Hand und habe an alles gedacht – nur nicht an das deutsche Steuerrecht.
Normalerweise passiert viel in meinen Urlauben: Da gibt es Sightseeing, es werden fremde Städte entdeckt, fremdes Essen probiert und sich mit Händen und Füßen durch die Verkehrsnetze zu den Sightseeing-Highlights durchgewuselt.
Aber dieser Urlaub war mal ganz anders. Alles war auf Erholung programmiert und die einzige Entscheidung, die ich treffen musste war, ob ich am Strand oder am Pool liege.
Sorry für’s Angeben aber so viel Zeit muss sein.

Jetzt geht es in die nächste Etappe: Die mündliche Prüfung.

In meinem Handgepäcks-Koffer für die 12 Stunden-Flugstrecke lag natürlich auch mein noch eingeschweißtes, nagelneues Vorbereitungsbuch für die mündliche Prüfung… und natürlich habe ich es gestern genauso eingeschweißt und ungelesen auch wieder ausgepackt.

Wenn mein Urlaub am Montag gänzlich vorbei ist, fange ich etwas intensiver mit meiner Vorbereitung an und lese das Buch auch mal statt es nur mit mir rumzuschleppen.

Endlich wieder Fensterputzen

Mein Schreibtisch auf der Arbeit quillt über und an die Prüfung denke ich inzwischen nur noch selten. Der Alltag hat mich schneller eingeholt, als ich dachte.

Vor einer Woche sah die Welt noch ganz anders aus. Da war an Alltag noch nicht zu denken.
Vor einer Woche hatte unser türkischer Freund die teuerste Steuerberatung seines Lebens.
Ca. 5.000 Steuerberater-Anwärter haben sich jeweils 3-4 Stunden mit seinem Fall beschäftigt.
Bei einem durchschnittlichen Stundensatz von 70€ pro Person kommt man auf stolze 1.225.000 Euro Honorar. Ich bin gespannt, wie er das von seinem Versorgungsbezug und seinen zwei Renten zahlen will…

Unmittelbar nach den drei Prüfungstagen hätte ich erwartet, dass eine “große Last” von mir abfallen würde. Das war aber nicht so. Der Inhalt der Prüfung wollte mich nicht loslassen und an die neu gewonnene Freizeit musste ich mich erst wieder gewöhnen.
Samstag Morgens bin ich in der Wohnung ziel- und planlos rumgelaufen wie Falschgeld. Ich habe eigentlich nur im Weg gestanden und wusste nichts mit meiner Zeit anzufangen. Es hat sich einfach so falsch angefühlt, nicht lernen zu müssen.

Irgendwann ist mir dann aufgefallen, wie schlimm mein Büro aussah. Die Wände hängen voll mit selbstgemalten Übersichten. Der Boden stand voll mit 29 Aktenordnern. Überall haben sich unsortierte Unterlagen und Fallskizzen gestapelt.
Zum Glück hatte ich ja Zeit und daher durfte ich mich endlich mal wieder einer meiner Lieblings-Freizeitbeschäftigungen widmen: Haushalt. Das ist ernst gemeint! Ich mag Aufräumen, Staubsaugen und Putzen… Musik an – Kopf aus und man sieht Erfolge.

Das war ein befreiendes Gefühl. Und nach dem Aufräumen noch Fensterputzen. Ich liebe Fensterputzen. Danach war der Knoten geplatzt und die Prüfung hat mich losgelassen.

Jetzt genieße ich die Zeit, bevor es in ein paar Wochen mit der mündlichen Prüfungsvorbereitung weiter geht. Endlich wieder Freizeit, endlich kein schlechtes Gewissen mehr….. endlich wieder Fensterputzen!

Wie geht es Euch denn nach der Prüfung? Wartet ihr nervös auf die Ergebnisse oder stürzt ihr euch direkt wieder in die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung? Ich arbeite jetzt 2 Wochen, danach fliegen wir für eine Woche in den Urlaub und ab dann geht es bei mir langsam weiter mit der Vorbereitung auf die Mündliche.

Themen Tag 3: Bilanzsteuerrecht

Abschließend meine Zusammenfassung vom finalen Tag 3. Heute etwas kürzer, weil ich jetzt schnell heim will ;)
Wie immer ist es möglich, dass ich Punkte vergessen oder Probleme oder Themen nicht richtig erkannt habe.
Gestern habe ich auch schon an der Kommentar-Flut gesehen, dass ihr wohl einiges anders gesehen habt. Ihr dürft mich gerne weiter korrigieren.

Sachverhalt 1
Themen: Bewertung eines IWG, Bewertung von Waren, Fremdwährungsverbindlichkeiten, Rückstellungen wegen Schadenersatzverpflichtungen.

Einzelunternehmer A stellt PC Software her.
A wünscht hohes Eigenkapital handelsrechtlich und niedrigen Gewinn steuerrechtlich.
Der vorl. Gewinn ist angegeben und der endgültige Gewinn soll ermittelt werden nach handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Gesichtspunkten.
Es gibt 3 Buchungskreise: Alle Bereiche, nur HR, nur StR.

Tz. 1a:
A stellt PC Software her. Entwicklungskosten 180.000€. Die Software hält 3 Jahre.
Um bei der Bank besser dazustehen, aktiviert er die 180.000€ in beiden Bereichen als RAP.

Es lag ein selbst entwickeltes IWG vor. Das steuerrechtliche Aktivierungsgebot war zu beachten.

Tz. 1b:
Er presst die Software auf DVD und hat dafür diverse Kosten pro Charge.
Es sind die Einkaufspreise zu verschiedenen Daten und Stückzahlen angegeben.

Es ging um die Aktivierung als Umlaufvermögen. Handelsrechtlich möglichst hoch (vergleich Fifo, Lifo, Durchschnitt) und steuerrechtlich geht nur LiFo.

Tz. 2:

A nimmt ein verzinstes Darlehen in US-Dollar mit einer Festlaufzeit von 5 Jahren auf.
Ein Disagio in Höhe von umgerechnet 15.000€ wird gezahlt aber als Kosten aktiviert.

Der Kurs wird schlechter zum Bilanzstichtag (d.H. die Verbindlichkeit wird größer).

Handelsrechtlich Devisenkassamittelkurs und die Währungsnachteile waren als Kosten zu aktivieren.
Steuerrechtlich lag keine dauernde Wertminderung vor weil es sich um übliche Währungsschwankungen handelt. Es war kein Kredit des laufenden Geschäftsverkehrs.

Bei den Zinsen gilt handelsrechtlich dasselbe. Steuerrechtlich liegt nun eine Verbindlichkeit des üblichen Geschäftsverkehrs vor und da die Kursverschlechterung anhielt, durfte nunmehr nach dem BMF-Schreiben eine TW-AfA gemacht werden.

Tz. 3:
A bekam 2015 ein Schreiben eines Anwalts wegen Urheberrechtsverletzung über Schadenersatz 100.000€.
Er hatte aber ohnehin so einen niedrigen Gewinn, dass er einen Buchhalter anwies, keine RSt zu buchen.

2016 wurde nunmehr der Gerichtsprozess eröffnet und der Schadenersatz erhöhte sich um 20.000€ auf 120.000€.

A buchte nun 500.000€ RSt, weil man ja in den USA auch immer auf so hohe Summen verklagt wird.

2017 endet der Gerichtsprozess mit Urteil 125.000 Schadenersatz.

In 2016 und 2017 entstanden Gerichts- und Anwaltskosten, die abzugrenzen waren.

Hier geht es um Nachholungsverbot der Rückstellung über 100.000€ wegen bewusster Manipulation (nur die 20.000€ sind nachzuschieben) und um Text-Begründungen, wann mit Eintritt des Schadens ernstlich zu rechnen ist.

Sachverhalt 2
Themen: Gesellschafterwechsel, Sonderbilanzen, Ergänzungsbilanzen, TW-AfA auf Beteiligungen, Unterschiedliche Behandlung Handelsrecht und Steuerrecht.

Die Bilanz der CD-OHG zum 30.06.2016 ist angegeben.
Es gibt 3 Buchungskreise: Alle Bereiche, nur HR, nur StR.

Tz. 1:
D ist zu 10% beteiligt und verkauft seinen Anteil mit BW 70.000€ für 100.000€ an E.

Die Ergänzungsbilanz ist aufzustellen. In nur einem einzigen WG (Gebäude) liegen stille Reserven. Ein Firmenwert liegt nicht vor. Die Ergänzungsbilanz ist fortzuentwickeln mit 2 AfA-Reihen, weil 4% AfA beim Gebäude in der Gesamthand zulässig war.

Tz. 2:
Zur Finanzierung nimmt E ein Darlehen über 100.000€ auf.
Das hat er in seinem eigenen Einzelunternehmen bilanziert.

Hier ging es meiner Meinung nach um Bilanzierungskonkurrenzen und die Überfühung der Verbindlichkeit ins SBV, die Sonderbilanz war aufzustellen und fortzuentwickeln.

Tz. 3:
Der ausgeschiedene D hatte in seiner Sonderbilanz Grubo mit BW 200.000. Er verkauft den GruBo der OHG für 300.000.
Auf § 16 war nicht einzugehen.

Das wurde natürlich falsch gebucht, ein Gewinn war anzugeben in Höhe von 100.000

Tz. 4:
Der neue Gesellschafter E gab der OHG ein Darlehen in Höhe von 50.000€.
Auch das Darlehen bilanzierte er in seinem Einzelunternehmen.

Meiner Meinung nach auch SBV aber keine Ahnung was die da wirklich wollten.

Tz. 5:
Dar Darlehen aus Tz. 4 war zutreffend zu 20% im Wert gemindert. E macht eine Sonderabschreibung in Höhe von 20%.

Tz. 6:
Nun war das Einzelunternehmen des neuen Gesellschafters E zu bewerten und die dort zutreffend bilanzierte Beteiligung.

Handelsrechtlich liegt hier ein WG vor, das zutreffend einzeln bewertet werden kann und eine TW-AfA um 20% ist zulässig.
Steuerlich Spiegelbildtheorie, keine TW-AfA sondern Buchungen über Beteiligung.

Ich habe hier noch die Überführung der Forderung und der Verbindlichkeit aus Tz. 2 und 4. nach § 6 Abs. 5 EStG in das SBV des E gemacht, aber was die da wirklich von mir wollten weiß ich nicht so recht.

Sachverhalt 3
Themen: Abweichungen HR/StR mit latenten Steuern, Betriebsabrechnungsbogen, vGA, Gebäude-HK, Firmenwert, R6.6-Rücklage.

Eine mittelgroße GmbH erbringt Bauleistungen.
X ist einziger Gesellschafter und hält 100%.
Ziel war möglichst hohes handelsrechtliches EK und möglichst niedriger Gewinn.
Auf latente Steuern war einzugehen.
Ein vorläufiger Gewinn war angegeben, in dem die nachfolgenden drei Sachverhalte noch nicht berücksichtigt waren.

Es gibt 3 Buchungskreise: Alle Bereiche, nur HR, nur StR.

Tz. 1:
X baut sich selber ein Betriebsgebäude auf schon lange bilanziertem GruBo.

Ein Betriebsabrechnungsbogen über alle Materialkosten, Fertigungskosten, Verwaltungskosten, Vertriebskosten und entsprechende Gemeinkosten wird vorgelegt.
Der BAB hat zwei Spalten. Einmal einen mit kalkulatorischen Kosten und AfA und einer für Zwecke der Ermittlung der Herstellungskosten.

Die Quote der Gesamtkosten zu den Gebäude-Kosten wird angegeben.

Das Gebäude selber wird zu zwei Zwecken genutzt:
2/5 soll B unentgeltlich übertragen bekommen zu eigenen Wohnzwecken und 3/5 werden betrieblich genutzt.
Es werden Unmengen an Angaben zu Umsatzsteuer und Preisaufschlägen etc. gemacht.

Das Ziel war es, aus dem Gesamt-BAB die HK des Gebäudes zu ermitteln und dann quotal aufzuteilen.
Der eigenbetriebliche Teil war möglichst hoch darzustellen.
Der Teil zu Wohnzwecken war eine vGA und ist mit dem gemeinen Wert anzusetzen (also incl. USt und Preisaufschlägen und kalkulatorischen Kosten etc.)

Auf die unterschiedliche steuerrechtliche und handelsrechtliche Beurteilung war einzugehen. Latente Steuern waren anzugeben.

Tz. 2:
Ein Einzelunternehmen mit BW 100.000 wird wegen des guten Rufes für 500.000€ gekauft.
Es war auf den Firmenwert und deren handelsrechtliche und steuerrechtliche Zugangs- und Folgebewertung einzugehen.

Wegen der unterschiedlichen AfA gab es auch hier latente Steuern.

Tz. 3:
Ein Kran wird gestohlen. Die Versicherung erstattet 15.000€ mehr als den Buchwert. Die Aufdeckung der stillen Reserven sollte mit einer R6.6-Rücklage vermieden werden. Eine Ersatzanschaffung war für 2017 geplant.

Auch hier gab es latente Steuern.

Gesamt-Fazit
Das war machbar!
Viele kleine Fälle, bei denen man schön Punkte holen konnte. Ich habe keinen Haken gefunden. Der Gesellschafterwechsel war klar und strukturiert. Kein Vergleich zum § 24 UmwStG letztes Jahr.

Und jetzt geht es feiern!!!