Bei den Klausuren gilt „Fertig werden!“ :(

Hallo Leute,

hier mal wieder meine aktuelle „Wasserstandsmeldung“:

habe ich gestern Abend

(nach dem ganzen Samstag Umwandlungssteuerrecht)

doch mal einmal eine kleine Auszeit genossen

und mit ein paar alten Freunden ein zwei Gläschen Bier genossen

– geht es jetzt natürlich fleißig weiter und ich arbeite gerade noch eine Umwandlungs-Klausur nach!

Fünf Wochen Intensivlehrgang (3 Wochen Wiederholung und 2 Wochen Klausuren) liegen hinter mit – das kann ich jedem total ans Herz legen.

Das Wissen, das irgendwo in den Schubladen im Kopf vom Jahreskursus versteckt ist, wird in den „intensivsten Wochen“ (Zitat des Lehrgangsanbieters) wieder raugeholt!

Oft denkt man – Mensch, habe ich das schon mal gehört? Und dann ist es aber sogar im Erlass markiert – wie peinlich!

Ich warte gerade noch auf meine letzten Klausuren – obwohl ich Noten-Technisch noch nicht so selbstbewusst darstehe (siehe mein letzter Blogeintrag und auch die Einträge der anderen bezüglich des Themas – „Sind die Probeklausuren nun doch schwerer oder länger?“ (Laut Studienwerk zum Teil auf jeden Fall!))

War ich beim Klausuren-Schreiben in der zweiten Woche zwar fachlich selbstbewusster,

kam ich bei drei von sechs Klausuren wieder mit der Zeit total schlecht aus – so wurde ich in einer Ertragssteuerklausur wirklich gar nicht fertig.

So landete ich noch lange nicht bei der gewünschten 4,0!

(Die Eine gab es bereits zurück!) 🙁

Wäre ich im Echtfall – und kommen Spezialthemen an die Reihe – wird das bei weitem natürlich nicht ausreichen. Ich weiß!

Denke, ich werde vielleicht das Risiko eingehen, fast alles in Stichpunkten zu schreiben. Das kann zwar keinesfalls die komplette Punktzahl geben, aber bevor ich nochmal davor sitze und zeitlich gar nicht zum Ende komme – ist das für mich persönlich der sichere Weg!

Ich habe mehr Angst vor dem Zeitdruck als vor dem natürlich auch fachlich sehr starken Druck! Habe ich sieben Stunden für eine Klausur Zeit, ist doch alles ganz gut machbar – ist aber eben nicht so!

Uns weiterhin starke Nerven, noch gute Wiederholung und vor allem viel Erfolg!

Gruß Euer Martin

36 Gedanken zu „Bei den Klausuren gilt „Fertig werden!“ :(

  1. Sehr gute Einstellung!

    Ich drücke Dir die Daumen und hoffe, dass dein Plan auf geht… aber nicht vergessen, zuerst die Aufgaben zu machen, die man gut kann… Ansonsten kann man es sehr schnell bereuen…

    Viel Glück!

  2. Hallo Mo – Danke für Deinen schnellen und netten Kommentar!

    Ja, das ist so – zunächst die „Lieblings-Themen“ – dann die „Hass – Themen“

    – wir geben alles und hoffen, dass es für die 4,0 am Ende reicht!

    Wie gesagt – uns weiterhin viel Erfolg!

  3. Hallo,
    ich habe letztes Jahr geschrieben. Bin weder in der Gemischten, noch in der Ertragssteuerklausur fertig geworden und habe trotzdem bestanden. Die Klausuren sind ja fast ausschließlich so ausgelegt, dass man nicht fertig wird.
    Uns haben einige Dozenten vom Stichwortstil abgeraten, da es Korrektoren gibt, die das nicht wollen. Ich habe ausformuliert und bin damit gut gefahren.
    Mo hat total Recht, erst die Aufgaben, die man kann, dann den anderen Rest. Und immer dran denken: Kämpfen bis zum Ende. (auch wenn man denkt es geht nichts mehr, irgendwas geht immer noch)
    Noch ein guter Ratschlag nach den Klausuren. Versucht nicht, mit anderen über die „vermeintlichen“ Lösungen zu sprechen, das verunsichert nur. Ich habe es konsequent abgewehrt. Manche haben die Lösungen auch hier in den Blog geschrieben, nicht durchlesen, es hilft echt bei gar nichts:)
    Ich drücke die Daumen für die 3 Tage

  4. Hallo Martin, ich bin bisher auch bei keiner einzigen Klausur im Präsenzkurs fertig geworden. Mein Motto ist aber eigentlich auch „In der Ruhe liegt die Kraft“ und „Husch husch ist Pfusch“ 🙂 Bei 4 SVen in ErtrSt und BilSt hab ich den 4. meist nur geradeso angefangen, aber dafür die 3 anderen so gründlich wie möglich (und auch nicht hektisch sondern zwar zügig aber noch ruhig und konzentriert) abgearbeitet. Und in der Gemischten habe ich z.B. immer mit AO angefangen und da auch etwas mehr Zeit investiert, weil dort auf jeden Fall ganze Sätze den besseren Eindruck machen, damit immer 2 Std und mind. 15 min gebraucht. In den ersten 2 gemischten Klausuren habe ich nach AO mit USt in Stichpunkten weiter gemacht und erst dann die letzte halbe bis ganze Stunde ErbSt, womit ich natürlich bei weitem nicht fertig geworden bin. Die Ergebnisse dort waren 4,5 und 4,0. Das kann also durchaus auch ohne fertig zu werden reichen. Ich hab aber ab der 3. gemischten meine Strategie geändert, weil ich, obwohl ich ein gutes Gefühl hatte, bei USt doch ziemlich viele Fehler hatte. Also habe ich ab der 3. gemischten mit ErbSt nach AO weitergemacht, weil es dort m.E. mehr Folgefehlerpunkte geben kann, damit hatte ich z.T. für USt nur noch eine halbe Stunde Zeit. Die Ergebnisse hab ich zwar noch nicht, gefühlt habe ich aber so mehr Punkte gesammelt. Schauen wir mal. Schau wo deine Stärken liegen, ich stimme den anderen absolut zu, erstmal das zu machen, was man gut kann. Die Kunst ist nur manchmal, das auch zu erkennen und sich nicht zu verzetteln.
    Ich glaube am wichtigsten ist, nicht in Panik zu geraten. Die Klausuren, wo ich wirklich panisch wurde und am liebsten geheult hätte, liefen am schlechtesten. Die, wo ich mit Selbstvertrauen ran gegangen bin und mir still gut zugeredet habe „Los, du bekommst das hin. Schön ruhig bleiben.“ liefen bisher am besten. Außer in AO schreibe ich viel / fast alles in Stichpunkten. Liebe Grüße und behalt die Nerven!

  5. Hallo Someone’s lucky und Hallo Mandy,

    Danke für Euren Rat und Euren Kommentar!
    Sicher habt Ihr Recht, zuerst die Themen, die einem am Besten liegen und am Besten ganz in Ruhe in ganzen Sätzen!

    Stichwort-Stil ist auf keinen Fall gut, aber er führt in Bilanz, Einkommensteuer und Umsatzsteuer oft dazu, dass ich überhaupt fertig werde (so auch meine Erfahrungen aus meinem Fachwirt).

    Demnach muss ich wohl erst in ganzen Sätzen anfangen (so Eurer Rat) und (meiner Meinung nach) später zum Stichwort – Stil übergehen

    – anders habe ich wirklich schlechte Chancen!

    Ich habe sehr viele Probearbeiten geschrieben, die mir fachlich noch sehr menschlich wirkten, wo ich aber gerade in Bilanz durch das Weglassen mehrerer Teilziffern dann doch nicht die 50 Punkte geschafft habe

    – da das was ich geschrieben habe, manchmal natürlich auch längst noch nicht super war (Fehler in der Berechnung bei der degressiven Auflösung des RAP, Fehler bei der aufgestellten „umgewandelten , einzubringenden “ Bilanz, Fehler bei der Formelmethode nach R6.8 EStR, …. – dafür wenn alles bearbeitet und doch noch knapp eine 4,0)!

    Ich denk über Eure Ratschläge nach ….

    Es kann natürlich so wie im letzten Jahr sein und die Bilanz-Klausur ist – so meine Arbeitskollegen – zeitlich noch human, dann ist es eh machbar – aber verlassen wird sich da natürlich keiner drauf!

  6. Hi,
    Ich habe letztes Jahr geschrieben und an Tag 1 erst Erbst dann ust dann ao.
    Erbst und ust sowieso von Anfang an in Stichpunkten. Gerade in ust wiederholt sich das Schema immer wieder. Einmal im Text schreiben danach nur noch als Abkürzung mit Paragraphen. Gelegentlich kommen eh kurze Passagen die man nur im Blocktext beantworten kann. Als letztes ao. Da kann man dann seitenweise vor sich hinsülzen oder einfach ein paar Fristen berechnen. In ao wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit als nicht Finanzamt stämmiger eh fast keine Punkte bekommen. Wenn du Zeitprobleme hast erst Recht nicht. Also hol die Punkte da wo du bessere Chancen hast.
    An Tag 2 ertragsteuer, lös es wie du es vielleicht in der Fachangestellten Ausbildung gelernt hast. Auf einer Seite rechnen, daneben kommentieren mit Paragraphen. Kommentar in Stichworten. Einleitungen im Fliesstext. Es heisst durchkommen an Tag 2 und alles bearbeiten. Schriftbild , Fliesstext etc interessiert dann kein xxxx. Was bringt dir der schönste Eindruck wenn du nicht alles bearbeitet hast und der Prüfer damit nichtmal eine Möglichkeit hat dir Gnadenpunkte zu geben.
    Tag 3 ist so ein Kuddelmuddel mit viel Text aber auch da möglichst kürzen.

  7. nur mal so aus meiner Erfahrung…

    ich habe alle drei Klausuren ausschließlich mit §§ und Stichwörtern geschrieben

    Ja liebe Kollegen – auch in AO! Dort habe ich maximal Halbsätze geschrieben bis auf den Einleitungssatz. Versetzt euch in die Lage des Korrektors – der hat keine Lust 100x die gleichen Sätze zu lesen in denen dann sowieso nur 30% richtig ist. Die schauen meines Erachtens nach nur auf den § und die Highlight-Wörter. In AO kann man auch super ein Schema anwenden, da in jeder AO Klausur der letzten Jahre 80 % der Punkte durch das Einspruchsverfahren zu holen waren. Also hier einfach nummerieren und Stichwörter machen:

    1. Auslegung der Aussagen als Einspruch AEAO zu § 364 AO oder so
    2. Einspruch hat Aussicht auf Erfolg wenn zulässig und begründet § 367 II AO
    3. Zulässigkeit gegeben wenn:
    a) Statthaft, § XX gegeben da Steuerbescheid ein VA ist § 118 AO
    b) Frist => Berechnung und §§ kurz aufschreiben (hier kommt oft § 110 AO mit rein)
    c) Form § 352 AO oder so gegeben, Anbringungsbehörde = Behörde die Bescheid erlassen hat
    d) Beschwer § 350 AO gegeben da Steuerfestsetzung >0

    ==> Einspruch statthaft

    4. Begründet wenn Bescheid hätte nicht ergehen dürfen (je nach Sachverhalt); FA hätte ändern dürfen wenn Korrekturvorschrift vorlag und FF nicht abgelaufen
    a.) Korrekturvorschrift 1 prüfen z.B. §164 AO, FF prüfen (hier oft dann Ablaufhemmungen wie z.B. Außenprüfung, Steuerhinterziehung,…. usw.)
    b.) Korrekturvorschrift 2 prüfen z.B. § 171 AO, FF prüfen,
    … usw.
    x) dann kommt immer § 177 AO am Ende da der Stpfl. irgendwas hervorbringt

    Man muss es mir nicht glauben, aber damit bin ich an jedem Tag in 2018 vorher fertig geworden und konnte jeden Sachverhalt lösen. Tag 1 und 2 war ich nach 5h fertig; Tag 3 nach 4h.

    Natürlich habe ich trotzdem keine super Noten geschrieben. Das liegt aber nicht am Schreibstil sondern eher am Wissen ;). So konnte ich aber zumindest alles probieren. Im Schnitt hatte ich so eine 4,3 über alle Klausuren.

    Aber wie auch immer ihr es macht – verändert BITTE nicht erst ein paar Tage vor dem Examen euren Schreibstil.

  8. Hey Kandidatn 2018 und Entaro,

    Danke für Euren guten Ratschlag

    – so wie Kandidatn 2018 die Sachverhalte beschreibt, erklärt einer unserer Dozenten uns immer das internationale Steuerrecht und auch er prädigt dabei immer von Leuten, die fachlich kompetent wirken, aber zeitlich nicht fertig werden!

    Also zur Not, doch die kurze Version!

    Wünscht mir / uns viel Erfolg!

  9. Guten Morgen,

    da ich 2007 / 2008 meine Prüfungen hatte, ist es jetzt schon 11 Jahre her.
    Aber mir kommen beim Verfolgen des Blogs immer wieder die gefühle hoch, die ich damals hatte.
    Und die entsprechen genau Euren.

    Es ist eine harte Prüfung in zwei Wochen. Ihr bereitet Euch vor und gebt alles.
    Ihr macht Euch Gedanken und Sorgen, das sit gut so und mehr kann man nicht tun.
    An den drei Tagen kommt es zu:

    1/3 auf Wissen
    1/3 auf Glück
    1/3 auf Gesundheit

    an.

    Ich drücke alle Daumen!!!

  10. Bei meinem ersten Versuch hatte ich mich total verzettelt in Erbst und Bilanzierung. Es kamen Ergebnisse raus, die mich so verunsichert haben, dass ich minutenlang drüber nachgedacht habe und letzendlich kaum noch Zeit hatte, für Folgesachen, die ich gewüsst hätte.

    Beim 2. Mal war ich schlauer: Hatte mich in Erbsteuer auch in Bewertung eines Grundstücks verhädert und statt da jetzt minuten zu verschwenden, habe ich einfach eine Summe zusammengerechnet und dann schon mal alle fortlaufenden Punkte abgehakt, was danach noch gekommen wäre an Erbstsatz, Vorerwerb etc. Genauso in Bilanzierung. Meine Bilanz machte nicht das was ich wollte, also Strich drunter: Aktiva und Passiva die gleiche Zahl hingeschrieben mit einem Vermerk, dass ich weiß dass die Summe nicht stimmen kann, habe dann aber weitermachen können mit Folgebilanz und Sonderbilanzen – zwar den Fehler weitergeführt, aber letzendlich gibt es mehr Punkte, als auf Sonderbilanzen, Übertragung § 6b z.b. nicht einzugehen, weil man stdlang über einen Fehler hockt.

    Nicht aus der Ruhe bringen lassen – alles hinschreiben was man weiß. Fehler passieren, nicht nicht Nerven verlieren.

    In Ust hatte ich noch ganz wenig Zeit für einen Fall, den ich gar nicht verstanden habe, habe dann meine Gedankengänge niedergeschrieben.

    Es hat dann locker gereicht.

  11. @Attila: Als Steuerberater mit 11 Jahren Berufserfahrung bist du ein gefundenes Fressen für dieses Forum:)) Darf ich fragen mit welchem Gehalt man als Steuerberater mit 5 J. Berufserfahrung (als StB) so rechnen kann, und wo der Peak dann wirklich ist? Klar, kommt auf Region, Größe, Selbständig oder nicht etc an, aber ich denke mit 11 Jahren Berufserfahrung ist dein Erfahrungswert allein schon Gold Wert.
    Vielen Dank!

  12. Netti,
    ich empfehle die Juve 01/2019 Ausgabe ober die aktuelle Unfrage der BStBk. Hier bekommst du ziemlich genaue Zahlen geclustert nach Branchen. Ein einzelnes Gehalt wäre für mich nicht repräsentativ.

  13. kann meinem Vorredner nur zustimmen,

    hab mich letztes Jahr in Erbst auch total verheddert bei der Bewertung und bin dann dazu übergegangen egal Hauptsache ein Ergebnis damit man weiter machen kann, am Ende vom Tage zählt das man fertig wird, besonderes in Erbst bekommt man hintern raus die Punkte hinterher geworfen.

    Ganze Aufgabenteile von Anfang an in Stichpunkten zu schreiben würde ich aber von abraten unterm Stich verschafft ihr euch damit einen unfairen Vorteil gegenüber denjenigen die Ausformulieren und dass ist den Prüfern durchaus bewusst und wir auch dementsprechend bewertet. Die Leute die letztes Jahr an Bilanzierung so ran gegangen sind, sind damit sicherlich reihenweise auf die Fresse geflogen da die Klausur eh schon verhältnismäßig kurz war.

    Wenn ihr euch die Schemata einprägt ist insbesondere Ust und Bilanzierung auch schnell runter geschrieben einfach die §§ mit paar Füllwörtern verbinden und schon habt ihr Fließtext ohne dass ihr wirklich zeit verliert. Zeitkritisch ist meist eh nur die Mischklausur, hier muss jeder seinen eigenen Rhythmus finden.

    Ich hab immer Ust zuerst geschrieben, ist meiner Meinung nach der Teil den man am leichtesten runter schreiben kann und wo man keine Zeit verliert, entweder Ergebnis ist richtig oder falsch aber man schreibt nicht 30 Minuten in irgend einen Irrweg. Danach Erbst wie oben geschrieben zählt hier nur fertig werden und danach alles was an Zeit übrig bleibt in AO da hier nach meinem Empfinden am ehesten noch Punkte für ausführliche Erklärungen drin sind d.h. wenn man noch viel Zeit hat schweift man bissel aus ansonsten halt nur das wesentliche schreiben

  14. @Netti:
    Da schließe ich mich hans an. Schaue in die Umfrage der StBK.
    Meine Werte sind nicht repräsentativ. Es kommt in der Tat auf die Region, die Größe der Kanzlei, ob Du angestellt oder selbständig bist und wieviel Du arbeiten willst an.

    Ich war bis zu meinem Ausscheiden in einer kleinen Kanzlei in einer Kleinstadt beschäftigt. Ich habe darauf geachtet, max. 40 h die Woche zu arbeiten, da ich meinen Sohn aufwachsen sehen und nicht nur arbeiten wollte; ferner war für mich mein Hobby weit mehr wert, als zu arbeiten.
    Mir watr und ist es wichtig, mein Leben, wie ich es möchte, zu führen. Ich habe materialistisch sehr geringe Ansprüche. Mir geht es um die Lebensqualität, wie ich sie definiere.
    Arbeiten zu einem für meine Verhältnisse ausreichendem Gehalt, gemessen an meinem Arbeitseinsatz. Freizeit für das Schöne im Leben, wie Kinder, Hobbies, Freunde.

    Aus diesem Grunde bin ich vor einigen Jahren in den öffentlichen Dienst gewechselt. Da habe ich 39 h, flexible Arbeitszeit, Freizeitausgleich für geleistete Mehrarbeit, sicheres, ausreichende Gehalt, 30 Tage Urlaub und wenn ich krank bin, bin ich krank.
    Wenn ich mithin um 06:00 uhr morgens anfange, kann ich um 14:18 Uhr nach Hause gehen.

    Ja, als freiberuflicher Steuerberater oder angestellter StB in einer großen Kanzlei hätte ich mehr Geld, für einen für mich zu hohen Preis.

    Was ich sagen will:
    Jeder muss im Leben finden, was ihm wichtig ist. Das unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.

  15. Ich bin weder in den Probeklausuren noch in den Echt-Prüfungen auch nur ansatzweise fertig geworden. In der Mischklausur habe ich z.B. USt nur die Hälfte der Sachverhalte geschafft. Und an den anderen beiden Tagen wurde ich auch nicht fertig. War mir aber vorher klar. Aber das was ich nicht geschafft habe, waren dann immer die Sachverhalte, die mir eh nicht gut lagen. Insgesamt hat es für ne 3,8 gereicht. Also lasst euch nicht verrückt machen. Man kann auch bestehen, wenn man nicht alles löst. Genauso kann man durchfallen wenn man zu allem was geschrieben hat.

  16. @Hans @Attila: VIELEN Dank für den sehr tiefen Einblick, das ist doch großartig! Gut, das ich gefragt habe und so eine detaillierte Antwort bekommen habe!

    Besten Dank!

  17. Hallo liebe Mitleidenden,

    ich befinde mich momentan auch in der Endphase der Vorbereitung zum Examen 2019.
    Habe mich klassisch mit 15 W Kurs bei Haas und Klausurenkursen bei Haas voll gepumpt mit Wissen von Basics über abgedrehte Sonderfälle in jeder Variante.

    Momentan hinke ich bei jeder Klausur mit Punkten zwischen 31 Pkt. und 39 Pkt. rum.
    Teils durch sinnlose Lesefehler Problem nicht erkannt oder falsches Bewertungsverfahren beim Grundstück angewendet usw.. Ich kenne den Frust bis dato nur zu Gut.

    Ich baue in der gemischten Klausur Lösung wie folgt auf:
    UStG, ErbSt und am Ende AO zum Pkt füllen.

    In UStG immer kurze knappe Sätze:

    A liefert an G Gegenstand (Auto) gegen Entgelt, § 3 Abs. 1 UStG.
    Ort in München, Wo Lieferung der Beförderung oder Versendung beginnt (Beginn Bef./Vers. d. Lieferung) nach § 3 Abs. 6 S. 1 UStG.
    Somit steuerbar(stbar.) n. §1 Abs. 1 Nr. 1 UStG, und mangels Befreiung(m. Befr.) gemäß § 4 UStG steuerpflichtig (stpfl.)
    Bemessungsgrundlage (BMG) n. § 10 Abs. 1 S. 1, S.2 UStG wie folgt:
    1. Wert der Gegenleistung (W.d.G.) = 1.000 Euro
    2. 19 % USt., § 12 Abs. 1 UStG = 1.000 Euro x 0,19 = 190 Euro
    Entstehung n. § 13 Abs. 1 Nr. 1 lit a Satz 1 UStG m. A. d. VAZ (mit Ablauf des Voranmeldezeitraums) in dem die Leistung entstanden ist 01/2019.
    Steuerschuldner (St.Schu.) n. § 13a Abs. 1 Nr. 1 UStG der A.

    Sollte selber Fall nochmal kommen sieht es wie folgt aus:

    Z liefert an Y Gegenstand (Vase) gegen Entgelt, § 3 Abs. 1 UStG.
    Ort n. § 3 Abs. 6 S, 1 UStG, Beginn Bef. / Vers. d. Lieferung, in Alzenau.
    BMG n. § 10 Abs. 1 S.1, S. 2 UStG:
    1. W.d.G. = X
    2. 19 % USt, § 12 Abs.1 UStG = X * 0,19
    Entstehung § 13 Abs. 1 Nr. 1 lit a S. 1 UStG, m . A. d. VAZ 01/2019.
    St.Schu. n. § 13a Abs. 1 Nr. 1 UStG Z.

    ErbStG genau das selbe Schema, die Bewertungseinleitungssätze muss man leider auswendig lernen. Schema Grundstück auswendig lernen und links Bezeichnung, §§, Berechnung.
    Standard Satz nach § 198 BewG hin klieren fertig.
    Einleitung muss sitzen, Abpspann muss sitzen, schreib ich meistens 1 Blatt Vorspann, 1 Blatt Berechnung nach § 10 ErbStG:
    – TZ 1
    – TZ 2
    = Summe Vermögensanfall n. Steuerwerten
    – TZ 4, § 10 Abs. 5 Nr. 1 ErbStG
    – TZ 3, § 10 Abs. 5 Nr. 3 S. 2 ErbStG
    = abzugsfähige Nachlassverbindlichkeiten
    = Bereicherung Erwerber X
    + Hinzurechnung § 14 ErbStG
    – Freibetrag § 16 ErbStG
    – b. Versorgungsfreibetrag § 17 ErbStG
    = steuerpflichtiger Erwerb, abrunden nach § 10 Abs. 1 S. 6 ErbStG

    Nach § 19 Abs. 1 ErbStG beträgt die ErbSt XX % von stpfl. Erwerb XXX Euro = ……..
    Kein Härteausgleich nach § 19 Abs. 3 ErbStG.

    Die ErtrStR Klausur und BilStr Klausur ähnlicher Aufbau.

    Wenn KStG oder GewSt dran kommt direkt erstmal das Herleiten der Stpfl. mit allen Standardsätzen, egal ob gefragt oder nicht. Meist gibt es 1 Pkt drauf.

    Und immer genau lesen was der Auftrag ist.
    Bin da selbst oft genug falsch los gerannt und habe dann zuviel unnötige gemacht was extrem viel Zeit kostet.

    Und das wichtigste: Nerven behalten, raus suchen was man direkt bearbeiten kann, wenn es zuschwierig wird (Huch doch ne Realteilung oder BAS nach R 15.7 Abs. 4 EStR) abrechen und andere Aufgabe lösen.
    Man zeigt im Examen nicht was man alles könnte sondern muss klar Punkte orientiert vorgehen.
    Habe ich gestern bei BilStr Klausur auch wieder vernachlässigt, Realteilung sinnlos hergeleitet und 45 min verballert obwohl ich in SV 3 mehr und einfachere Punkte hätte holen können.

    Bleibt dran und gebt nicht auf.

    Und ich mache ab dem 6. Okt 2019 nichts mehr ausser Koffer packen und auf Hotel vorbereiten.
    Wenn man die Hose vergisst wird’s auch blöd am 08.10.2019 9:00 Uhr.

    Verwirrte Grüße

  18. @Robert: Das ist beruhigend, dass ich nicht der Einzige bin, dem es so geht!

    Ich hatte im Klausurenkurs einmal das Problem bei einer gemischten Klausur, bei der ich eigentlich im 2-Stunden-Takt immer zuerst AO, dann Erbschaftsteuer und dann Umsatzsteuer mache, mich total verzettelt zu haben!

    Nach 2,5 Stunden war ich erst mit AO fertig, dann habe ich ausnahmsweise doch mal erst USt gemacht und als das dann doch auch nochmal 2,5 Stunden gedauert hat, wurde ich natürlich bei Erbschaftsteuer mit dem berühmten „VEREINFACHTEN ERTRAGSWERTVERFAHREN“ + Grundstücksbewertung nicht mehr fertig.

    Unter dem Strich war AO und USt dann nur so bescheiden ausgepunktet, dass es doch wieder an der 4,0 vorbei ging – übrigens auch an der 4,5 vorbei …………. aber egal, das nächste Mal weiß ich dann dass ich wirklich nach 2 Stunden zum nächsten Fach gehe!

    Uns allen weiterhin viel Erfolg und starke Nerven auf den letzten Metern!

    Gruß Martin

  19. Vielleicht nochmal als kurze Ermunterung: ich habe in der Vorbereitung in Ertragsteuer nicht eine Klausur besser als 5,0 geschrieben, in Bilanz und Gemischt war hin und wieder mal eine 4,5 dabei, die allerletzte Gemischte vor dem Examen kam mit einer 5,5 wieder – und am Ende hat es für 3 x 4,0 gereicht. Lasst euch von den Klausurenkursen nicht runter ziehen 🙂

  20. Danke liebe Mia!
    Genau nach so einem Kommentar habe ich heute gesucht, nachdem im Klausurenkurs ausschließlich 5en vor dem Komma zurück gekommen sind.
    Schön zu lesen, dass doch noch eine Chance besteht.

  21. Guten Morgen,

    ich weiß nicht, wie es bei Huttegger in Kiel heute gehandhabt wird, aber als ich mich auf meine SteB-Prüfung (2007/2008) vorbereitet habe, gab es für die Klausuren keinerlei Noten.
    Huttegger hat die (für mich genau richtige) Philosophie vertreten, dass Noten nur nervös machen und die Kandidaten verunsichern.

    Wenn ich den verschiedenen Chats folge und meine Interpretationen daraus ziehe, ist die Notenvergabe in der StB – Vorbereitung nicht nur nicht sinnvoll, sondern auch extrem verunsichernd.

    Wofür sind die Noten gut?
    Damit man sich selbst einschätzen kann? Wohl nicht, denn dann wären diese nicht auf einem höheren Niveau als die Echtklausuren. Wie kann es sein, dass ich in den Vorbereitungen nur Fünfer geschrieben habe, dann aber in der Prüdfung bestehe?

  22. Danke Mia! Mich hat dieser Klausurenkurs auch total verunsichert, vor allem Ertragsteuer. Aber mit dem Tipp, sich mal lieber die Echtklausuren anzuschauen, geht es mir jetzt schon viel besser. Auch wenn ich von diesen Spezialthemen längst noch nicht alles kann.

  23. Naja, die Anbieter wollen sich natürlich über die anspruchsvollen Sachverhalte in den Probeklausuren und die strenge Bewertung absichern, wären die Klausuren einfacher und die Benotung besser würden sich ja alle Kandidaten „in Sicherheit“ wiegen und das Schrecken wäre dann groß wenn das Examen dann strenger bewertet würde. Aber ich muss dir Recht geben, gerade die letzte Runde im Klausurenkurs wurde bei uns extrem schlecht bewertet, da wäre es für die Motivation deutlich besser gewesen die ersten Klausuren strenger zu bewerten, und bei der letzten Runde ein bisschen Milde walten zu lassen damit die Prüflinge nicht vollends demotiviert antreten, denn gerade die positive Einstellung kann nochmal viel zum Ergebnis beitragen. Wenn bei euch gar keine Noten vergeben wurden, wie wurde dann korrigiert? Wurden euch Punkte gegeben? (Durch die man dann ja wieder auf die Noten schließen könnte?). Ich finde Noten/Punkte schon wichtig, aber eher um sich mit dem Umfeld vergleichen zu können: Liegt man bei den besseren? Im Mittelfeld? Ist man eher am Ende der Notenskala? DAS ist für mich das Indiz, ob meine Vorbereitung passt oder ob ich nochmal Gas geben muss. Nicht ob die Note jetzt 4,5 oder 5,0 lautet. Haben 80% des Kurses eine 5,5 und schlechter (war bei uns öfter so) bin ich doch mit einer 5,0 ganz gut dabei;-)

  24. Ich habe mir nach den ersten 3-4 korrigierten Klausuren die Noten nicht mehr angeschaut. Der Entschluss das Examen abzulegen stand bereits fest, zurücktreten wenn man schlechtes Gefühl hat kann man immer noch.

    Es ist egal, ob alle im Kurs ne schlechte Note haben. Wäre das so im Echtexamen, dann würden eben alle durchfallen. Ich glaube man versucht sich an Noten festzuhalten oder wünscht sich etwas Sicherheit in dieser von Unsicherheit geprägten Vorbereitung.

    Ich bleibe bei meiner Überzeugung, nur die 3 Noten im Oktober zählen. Die Motivation kommt bei 90% der Teilnehmer bestimmt nicht aus überragenden Noten aus den Klausurenkursen sondern durch Willen und durch Überzeugung. Diziplin ist m.E. eh das A&O.
    Hasde im Vorfeld 10mal bei Umwandlungssteuerrecht versagt und im Examen kommt kein Umwandlungssteuerrecht dran….

    Generell gilt. Die Klausurenkurse sollen in erster Linie sämtliche Stoffgebiete abdecken, wiederholen und vertiefen. Da kommt dann eben auchmal ein Sonderfall nach dem anderen.
    Das ist gut, das ist Wichtig, aber das entspricht nicht dem Echtfall. Weiterhin muss man sich Gedanken machen wer die Klausuren korrigiert. Das sind z.T ehemalige Kursteilnehmer die vor oder nach ihrer eigentlichen Arbeit einen Stapel Klausuren korrigieren oder andere die für kleines Geld sich die Schablone schnappen und in ihrer Freizeit versuchen irgendwo was sinnvolles zu entdecken. Bei mir war alles dabei, von „Schrift unleserlich und 3 Seiten bei Berechnung ErbSt nicht benotbar (was 0,5-1 Note Unterschied war)“ bis zu „gutes Schriftbild“. Was bitte hat dies für eine Aussagekraft? Im Echtexamen sitzen Korrektoren die genau wissen, was geprüft wird und vorallem einen überschaubaren Haufen Klausuren zum korrigieren haben.

    Es zählt was man im Oktober aufs Blatt bringt. Die Klausurenkurse haben weniger die Aufgabe eine realistische Einschätzung zu ermöglichen als vielmehr Stoff konzentriert in zu wiederholen und aufzuzeigen. Die Korrektoren im Echtexamen sind andere.

    Viel Erfolg, jetzt ists ja bald geschafft.

  25. Hey spannende Frage hinsichtlich der Benotung.

    Ich muss zugeben, dass mir die Noten sowie die Bepunktung schon immer wichtig sind, um einerseits wie Mia schrieb sich selbst im Vergleich zum Kurs einschätzen zu können und andererseits grade bei Themenbereichen in den Klausuren die einem nicht so lagen oder wo man auf unbekanntem Terrain ins Blaue geschossen hat zu sehen wieviele Punkte man so doch holen kann.

    Natürlich habe ich leicht reden, da mir die extrem demotivierenden Ergebnisse glücklicherweise im Klausurencrashkurs erspart geblieben sind.

    Kann auch verstehen, dass das Ganze enorm demotivierend ist wenn man jedes mal alles gibt und dann doch nur ne schlechte Note zurück bekommt. Grade die Themen die in den Klausuren der letzten Woche so dran waren haben mich zum Teil auch extrem verzweifeln lassen. Da war dann die Ganze Klausur voll mit Sonderfällen statt mal ein zwei Sachverhalte, wie es sonst die Regel ist.

    Aber dafür habe ich grade in diesen Klausuren und den damit verbundenen Nachbesprechungen extrem viel mitnehmen können und denke bei ähnlichen Themen in der Prüfung dann nicht mehr komplett nackig da zu stehen und irgendwas Punktebringendes schreiben zu können.

    Klar die ganzen Standardfälle waren jetzt nicht mehr enthalten. Aber die haben wir in der Regel ja ohnehin schon ausführlich immer wieder in Klausuren und Übungen besprochen.

    Ich wünsche euch allen viel Erfolg bei den Prüfungen 🙂

  26. @Mia:

    bei uns wurden gar keine Korrekturen durchgeführt, daher keine Noten und Punkte.
    Wir haben die Klausuren geschrieben, dann wurden sie besprochen und wir haben nachgearbeitet.

    Mir persönlich war es extrem unwichtig, wo ich im Vergleich zum Umfeld stand. Ich habe von Anfang bis Ende Gas gegeben. Vielleicht liegt da auch ein Schlüssel:
    Da ich nicht (notentechnisch) weiß, wo ich stehe, gebe ich bis zum Ende Gas.
    Irgendwann hat man während des Klausurenschreibens ja schon ein Gefühl dafür, was man gut kann und was nicht.
    Dafür braucht man dann keine Noten oder Punkte.

    Davon abgesehen mag es sein, dass diese Art der Vorbereitung nicht für jeden was ist.
    du fühlst Dich ggf mit Noten besser und kannst Dich besser einschätzen, andere eher nicht.

    Wie bei allem in der Vorbereitung; ein Patentrezept, das auf jeden passt, gibt es nicht. Es gibt kein richtig oder falsch in der Vorbereitung, nur die eigene Einschätzung und Erfahrung, wie man selbst am besten lernt.

    Mein ehemaliger Chef war auch immer der Meinung, ich würde mich total falsch vorbereiten.
    Ich habe dann beim ersten Mal bestanden. 🙂

  27. Das macht einem ja Hoffnung. Wir wurden so dermaßen zerrissen im Klausurenkurs von Endriss.
    Es war ein Spezialthema nach dem anderen dran.

  28. Hallo Janusz,

    meinst du den Intensiv-Klausurenkurs 1 oder Intensiv-Klausurenkurs 2 ?
    Ich dachte eigentlich, dass Endriss sich grds. auf Fußgängerpunkte fokussiert, natürlich klar dass das ein oder andere (abwechslungsreiche) Spezialthema drankommt, ist ja immerhin auch ein Intensiv- Klausurenkurs…

  29. Hallo Salva und hallo an alle Anderen,

    Fußgängerpunkte sind ein gutes Stichwort – mein aktuell wohl größtes Problem. Ich lese häufig in den Lösungen beim Nachbearbeiten der Klausuren Negativabgrenzungen in AO, Einordnungen (BV/AV/ unbeweglich…) oder das Aufführen von zutreffend behandelte Sachverhalte. Jedes Mal könnte ich mich schwarz ärgern, wenn ich wieder solche Punkte liegen gelassen habe, weil das auch unbestritten sinnvoll ist, diese Angaben zu machen.
    Allerdings habe ich das Problem, beim Bearbeiten der Klausur mich sofort auf das „eigentliche“ Problem im Sachverhalt stürzen zu wollen und selbst wenn ich mir vornehme, eine Klausur mit vornehmlichen Augenmerk auf dieses Problem zu lösen, wieder spätestens nach 1/3 der Klausur in meine typische Bearbeitung zu verfallen…

    Also meine Frage an Euch: habt ihr dieses Problem auch (gehabt) und wie geht ihr damit um? Habt ihr eine Methode, diese Punkte immer zunächst abzugrasen?

    LG, vielen Dank und weiterhin gutes Gelingen 🙂

  30. Hi Salva,

    ich meine lediglich den ersten Intensivkurs.

    M.E. und auch durch viele mit denen ich gesprochen habe, wurden relativ wenig
    Fußgängerpunkte und Standards besprochen im Vergleich zum Vorjahreskurs wie ich es so durch andere Teilnehmer mitbekommen habe. Der Notendurchschnitt war unfassbar schlecht.
    Man wird es nach der Klausur sehen, in wieweit einem der Kurs etwas genützt hat jedoch wurde einem m.E. sehr umfassend aufgezeigt, dass sehr große Lücken bestehen, da relativ wenig der Klausurthemen so vollumfänglich in den Vorbereitungskursen besprochen wurden.

    Ich möchte natürlich keinen Anbieter schlecht machen, habe auch keinen Vergleich von einem Intensivkurs, da Erstprüfung. Jedoch war es schon sehr deprimierend wenn man ein Jahr am Ball bleibt und auf den letzten Metern aufgezeigt bekommt, wie schlecht es laufen kann.
    Es kann sich natürlich auch gelohnt haben, falls dieses Jahr endlich mal wieder Vereinsbesteuerung drankommt etc.
    Allerdings muss ich zugeben, dass dies lediglich beim Ertragsteuer und Bilanzierung so war. Im Gemischten Teil waren relativ wenig Spezialthemen oder Sonderbereiche.

    VG

  31. @ Attila

    Ich bin auch ein Hutti-Girl und mich persönlich hat es überhaupt nicht gestört, dass es keine Noten gab. Mir hat die Nachbesprechung der Klausuren am meisten geholfen und in den Lösungsbeispielen hab ich mir dann die Formulierungen rausgesucht, die am meisten Fußgängerpunkte abgegrast haben.

    Aber jeder ist anders und der Tag der Prüfung ist ja dann eh nochmal was ganz anderes. Ich hatte mit Bilanzierung nie Probleme bei den Klausuren und letzendlich war das mein schlechtester Tag mit Abstand. Weil ich mich so im Kreis drehte und die Nerven dann leider blank lagen. Gelangt hat es trotzdem.

    Noch ein Tip jetzt zum Schluß kurz vorher: ich weiss, ihr habt das Gefühl, ihr könnt gar nichts. Aber lernt nicht bis zur letzten Minute ! Macht euch ein paar schöne Tage mit Ablenkung, vielleicht Freunde, die nicht gerade aus dem Bereich kommen, oder ein Wellnesstag einlegen, Schuhe oder Handtaschen shoppen soll auch helfen 😉

    Ich drücke Euch allen die Daumen – vergesst das Atmen nicht an den 3 Tagen !

  32. Hallo Janusz,

    soweit mir bekannt ist gibt es beim Intensiv-Klausurenkurs 1 bei Endriss auch keine Benotung, oder doch?

    Wenn nein, dann wird den diesjährigen Teilnehmern zumindest diesen Frust erspart, nur 5en und schlechter zu kassieren…

  33. Hallo zusammen,

    ich habe 2016 mein schriftliches Examen abgelegt und möchte nun auch ein bisschen was zu diesem Blog beitragen.

    Sämtliche der im Rahmen der Vorbereitung geschriebenen Klausuren wurden bei meinem Lehrgangsanbieter benotet. Und das fand ich auch gut so. Mir hat es durchaus geholfen zu sehen, wie eine unabhängige dritte Person meine Arbeit bewertet und ich habe meinem Lehrgangsanbieter auch dahingehend vertraut, dass die Bewertung und Benotung nach Examensmaßstaben erfolgt. Die Noten waren sicherlich hier und da auch mal etwas deprimierend, gerade in AO. In den anderen Rechtsgebieten wiederum spiegelten die Noten, was mich betrifft, durchaus den Lernfortschritt wieder (USt 1,5-2,0; ErBst 3,0-4,0; ESt 3,5-4,0; BilSt 2,0-2,5). Insgesamt war ich mit dem System der Benotung und vor allem auch den Klausurbesprechungen bei meinem Lehrgangsanbieter sehr zufrieden.

    Das Problem mit den Fußgängerpunkten kennt glaube ich jeder. „Wann muss negativ abgegrenzt werden?“, „Wo muss ich anfangen? – Bei Adam und Eva oder…?“ etc. Auch hier habe ich mir damals gesagt mit auf das Wesentliche zu beschränken. Dennoch habe ich alles hingeschrieben was ich mir beim Durchlesen der Aufgabe und Überlegen des Lösungswegs gedacht habe. Ganz nach dem Motto „Wie würde ich das jemandem erklären, der davon nichts weiß bzw. einem Mandanten?“

    Zum Thema „Ich weiß gar nichts“:
    Dieses Gefühl ist doch auch ganz normal. Mein richtet sein ganzen Leben für 1,5 Jahre nur an der Examensvorbereitung aus, es gibt keine Vorgaben über den prüfungsrelevanten Stoff und man kann einfach nicht das gesamte deutsche Steuerrecht (und es ist nun mal das gesamte deutsche Steuerrecht prüfungsrelevant) lernen/kenn und anwenden. Bereits in der Vorbereitung konzentriert man sich doch auf „Dauerbrenner“ und, ja, sicherlich auch auf die ein oder andere Spezialität. Ich dachte mir auch kurz vor den schriftlichen Prüfungen doch eigentlich nichts zu wissen und noch viel zu viele Lücken zu haben. Im Ergebnis war es so, dass es beim 1. Tag im Vergleich zur Vorbereitung, also auf was man sich konzentriert hat, gemischt war (z. B. USt erstmals ohne 15a, was verwirrend war während des Examens und ErbSt ohne Grundstücke, dafür viel GrESt). Am 2. Tag, naja… (keine Gewinneinkünfte, sondern nur LSt, BauAbzSt, KapSt, QSt etc.; KSt/GewSt war mehr oder weniger wie erwartet). Der 3. Tag war dafür so wie vorbereitet. Ihr könnt mir glauben, dass – auch wenn keine vorbereiteten Themen drankommen – man mit dem Wissen auch an unbekannte Sachverhalte ran kann. Am Ende des Tages hat es zu einer 4,0 – 3,5 – 2,0 (Schn. 3,16) gereicht.

    Letzter Tipp:
    Wenn man 1,5 Jahre regelmäßig und viel gelernt hat, Klausuren geschrieben und nachgearbeitet hat etc. ist es genug an Vorbereitung. In den letzten Tagen solltet ihr Euch ein wenig Entspannung gönnen (Wichtig!).

    Ich drücke Euch für nächste Woche ganz fest die Daumen.

    Viele Grüße

  34. @Mira und alle anderen:

    „Ich drücke Euch allen die Daumen – vergesst das Atmen nicht an den 3 Tagen !“

    Das ist ein super Tip, Mira, das atmen nicht vergessen.

    In meinen Trainings sage ich auch immer zu meinen Leuten:

    „Das Atmen nicht vergessen und das Lächeln nicht vergessen!“ Haltet es bei der Prüfung auch so…

    Ihr seid jetzt auf dem höchsten Stand Eures Wissens, mehr geht nicht und mehr ist in den paar letzten Tagen auch nicht mehr zu reissen!

    Entspannt Euch am Wochenende, packt Eure Sachen schon mal (Trinken, Bananen und Schokolade nicht vergessen), lenkt Euch ab, geht essen, ins Kino, in die Sauna, wo auch immer hin, wo Ihr Euch wohlfühlt und laßt die drei Tage kommen…

    Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute, mögt Ihr das bekommen, worauf Ihr Euch vorbereitet habt!!!

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