Der Tag danach

Hallo,

auch ich habe es überstanden und abgegeben.

Ich muss sagen, dass ich vor Tag 1 und an Tag 1 ziemlich aufgeregt war. Ob es am zweiten Versuch lag? Ich hatte einfach auch das Gefühl ziemlich ausgebrannt zu sein und in gleichem Zug hatte ich keine Lust alles noch einmal durchzumachen.

Der letzte Urlaub war im Februar und bis auf den Intensivklausurenkurs in Berlin habe ich die Zeit zu Hause verbracht. Alles ziemlich grenzwertig.

Wie die Klausuren im Einzelnen verliefen, wurde hier ja schon ausführlich diskutiert. Bei mir sah es so aus:

Tag 1 verlief leider nicht optimal. Irgendwie wurde ich nicht mit ErbSt fertig und dann wurde es eng mit Umsatzsteuer. Jeder, der schon mal Zeitprobleme in der Klausur hatte, kennt das Gefühl, dass sich dann automatisch Hektik einstellt und man kaum einen klaren Gedanken in Ruhe fassen kann. Sehr schade, da ich finde, dass die Klausur inhaltlich wirklich machbar war.

Ich war nach Tag 1 also ziemlich enttäuscht von mir und wollte einfach nur noch abschalten, deshalb gab’s von mir auch keine Zusammenfassungen. Aber ihr habt das toll aufgearbeitet!

Tag 2 fand ich (bis auf den KSt-Teil) richtig schwer.  Im Intensivklausurenkurs hatten wir viel auf internationales Steuerrecht gesetzt und dies war auch in meiner Vorbereitung ein Schwerpunkt. Wie wir alle wissen, war nix mit IStR.

Bei SV 2 habe ich den Einstieg nicht sofort gefunden. Ich habe ihn dann beiseite gelegt und weitergemacht. Sachverhalt 3 auch grob bearbeitet. Der KSt-Teil schien sehr umfangreich und ich hatte dafür 3 Stunden eingeplant. Dann lieber das bearbeiten, was auf den ersten Blick machbar scheint. Bei der dritten vE habe ich aber auch kurz gestutzt. Da Tag 2 also auch nicht besser lief, hatte ich überlegt an Tag 3 zurückzutreten. Rein rechnerisch müsste ja an diesem Tag mind. eine 3,5 rauskommen um überhaupt noch eine Chance zu haben. Das schien mir aber unmöglich.

An Tag 3 saß ich wieder auf meinem Platz und dachte, anschauen kann ich die Klausur ja. Zurücktreten kann ich ja immer noch.

Und ich muss sagen, auch wenn ich da ganz schön durchgerast bin, auch mal falsch abgebogen und hier und da nicht umfassend gelöst, so hat die Klausur doch zumindest ein gutes Gefühl zum Abschluss geliefert.

Und ich habe bemerkt, es gibt da eine Sache in der ich richtig schlecht bin und nichts dagegen tun kann: AUFGEBEN.

Ich dachte nur, wenn ich jetzt zurücktrete, war der ganze verlorene Sommer umsonst. Dieses Gefühl wollte ich lieber nicht jetzt sofort haben.

Ich bin jetzt einfach nur glücklich, dass die Klausuren geschrieben sind. Heute war mein erster Tag im Büro. Ich habe mich sehr gefreut, die Kollegen wiederzusehen und freue mich auf die nächsten Wochen.

Übrigens wach ich nachts noch auf und denke “Mist! Wieso hast du das nicht hingeschrieben?!” . Mit genügend Abstand erscheint alles leichter.

Ich wünsche allen, die auch geschrieben haben jetzt erst einmal gute Erholung. Lasst uns versuchen nicht soviel darüber nachzudenken. Jetzt heißt es warten.

Da es nicht optimal gelaufen ist und wir meist die ersten sind, die Ergebnisse bekommen, werde ich zunächst noch keine Vorbereitung für die Mündliche beginnen. Anfang Dezember weiß ich mehr.

Wie sieht es bei euch aus? Macht ihr Urlaub. Hat die Arbeit euch wieder? Wann beginnt ihr mit der Vorbereitung auf die Mündliche?

Liebe Grüße und ein schönes lernfreies Wochenende! :-)

53 Gedanken zu “Der Tag danach

  1. @klugschmeisser: Womit begründest du das?

    Ich verweise auf § 25 DVStB

    § 25 Ergebnis der schriftlichen Prüfung, Ausschluß von der mündlichen Prüfung
    (1) Für die schriftliche Prüfung wird eine Gesamtnote gebildet.
    (2) Der Bewerber ist von der mündlichen Prüfung ausgeschlossen, wenn die Gesamtnote für die schriftliche
    Prüfung die Zahl 4,5 übersteigt; er hat die Prüfung nicht bestanden.
    (3) Die für die Finanzverwaltung zuständige oberste Landesbehörde, vertreten durch die zuständige
    Steuerberaterkammer, hat Bewerber, die die Prüfung nach Absatz 2 nicht bestanden haben, schriftlich zu
    bescheiden.

  2. @klugschmeisser: Quatsch, so war das beim Abi und in der Uni, in der Prüfungsordnung für Steuerberater und Steuerbevollmächtigte gibt es eine solche Regelung nicht.

  3. klugschmeisser ist eine typische Person, die immer die Hälfte mitbekommt und dann Leute mit Gerüchten verrückt macht.
    Sofern eine einzige Klausur nicht abgegeben wird, ist man durchgefallen. Das heißt, erste beide Tage 1,0, am letzten Tag nicht erschienen bedeutet durchgefallen. Wenn alle Klausuren jedoch abgegeben werden zählt nur der Gesamtschnitt von 4,5 oder besser zum bestehen.
    Nächstes mal besser aufpassen klugschmeisser und lieber nicht reden, wenn du dir nicht sicher bist, dass du recht hast.

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