Dieser Tag könnte Spuren von müssen enthalten

So, die Schonzeit ist vorbei. Der 3. November ist schneller gekommen, als mir lieb ist, aber es hilft ja nichts. Die Zeit bis zum 23. Januar kommt mir einerseits ewig vor, anderseits wüsste ich am liebsten jetzt schon, ob es gereicht hat. Ich habe mich sehr über die Tipps von euch gefreut und mir daraufhin einen Lernplan zusammen geschustert, den ich jetzt vier Wochen ausprobieren werde.

Verkürzt sieht er wie folgt aus:

  • 5 Kurzvorträge aus dem Buch „Der optimale Kurzvortrag“ pro Woche vorbereiten
    Ich gehe davon aus, dabei eine Stunde zu brauchen.
    30 Minuten Vorbereitungszeit
    10 Minuten Vortag (erstmal für mich per Videoaufnahme, später vor Kollegen)
    10 Minuten Analyse
    10 Minuten Aufbereitungsvorschläge des Buches bearbeiten
  • täglich 30 Minuten Karteikarten querbeet nach Zufallsprinzip  und die 100 Fragen aus dem Steuer + Studium Heft abarbeiten
  • am Wochenende mich nochmal in die Nicht-Steuerfächer einarbeiten und die Neuigkeiten aus den abonnierten Newslettern durcharbeiten

Sollte ich tatsächlich bestanden haben, überlege ich noch an einem Simulationskurs.

Im Moment habe ich aber eher das Gefühl, ich sollte lieber die nächste Klausur schreiben als mich auf die mündliche Prüfung vorzubereiten.  Rede mir aber dann ein, dass mich das Lernen für die mündliche Prüfung bestimmt auch für die schriftliche Prüfung weiterbringen könnte- oder so.

Habt ihr schon wieder mit dem Lernen angefangen?

16 Gedanken zu “Dieser Tag könnte Spuren von müssen enthalten

  1. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es passiert wenn es passiert und klappt wenn es klappt.
    Ich bin auch so vorgegangen (und habe letztenendes bestanden), habe mir aber kein Zeitlimit gesetzt, das hätte so nicht funktioniert. Hier ist aber jeder anders.
    Klausurenschreiben ist rum, jetzt würde ich mich nur noch mit den Themen der mündlichen Prüfung sowie aktuellen Themen rumschlagen und eben das was du beschrieben hast.
    Den Simulationskurs würde ich empfehlen.

    VG

  2. Hallo miteinander!
    Ich kämpfe gerade mit der Organisation des Lernpensums für die mündliche Prüfung.
    WLW bietet u.a. Karten mit 250 ausgearbeiteten Vortragsthemen an… Ich finde WLW ja sehr gut, aber wann soll man die, neben der Arbeit, denn ordentlich abarbeiten können!? Dann noch die Lernerei der anderen Themen (BWL,VWL …)!
    Bei Haas werden Skripte mit so etwa 50 Vortragsthemen ausgegeben! … Vielleicht ist weniger mehr!?
    Wie geht ihr denn so vor??
    Und kann jemand über Erfahrungen mit Vorbereitung auf mündliche Prüfung bei Endriss berichten?
    Die habe ich nämlich auch noch im Auge.. speziell den Simulationskurs!

  3. Ich denke weniger ist mehr.. wenn man, weil man 100 kurzvortrag-Beispiele vor sich hat, schnell schnell macht um eben alle 100 durch zu machen und am Ende keinen so WIRKLICH drauf hat, ist die Zeit doch fast verschwendet oder? Dann lieber weniger und die dann intensiv? Wie auch immer man sich entscheidet, ich glaube es ist sinnvoll sich davor einen realistischen (!) Plan zu machen, der auch freie Abende und evtl „kein Bock“-Tage berücksichtigt..

  4. Kommt ja drauf an, wo das Defizit ist:

    Habt ihr Angst vor Leuten zu sprechen und Vorträge zu halten? Dann sind mehr Vorträge – egal zu welchem Thema und egal wie tiefgehend – sicher sinnvoll.

    Habt ihr Probleme, euch unter Druck schnell in neue Themen einzuarbeiten? Dann ist es sicherlich sinnvoll, viele Vorträge auswendig zu lernen und auf Glück zu setzen, dass etwas davon rankommt?

    Wenn beides ganz gut klappt, dann ist sicherlich weniger mehr. 30 Minuten ist echt wenig Zeit. Das muss man üben, wie man an die Themen rangeht.

  5. Den Endriss-Simultionskurs kann ich nur empfehlen. Ich war in Köln gewesen und habe sehr viel mitgenommen. Tatsächlich war die echte Prüfung nicht so schlimm, wie die Simulation. Meines Erachtens ist es auch sinnvoll, sich im Voraus mit der Situation zu beschäftigen. Ich bin froh, dass ich die Prüfungssituation vorher simuliert hatte.

    Die Karten von WLW hatte ich auch. Ich habe mir am Wochenende mehrfach drei Themen raussuchen lassen, diese dann vorbereitet und vorgetragen. Am Ende konnte ich meinen Vortrag mit den Karten vergleichen. So wiederholt man auch sehr viel Stoff.
    Wichtig ist nur, dass die Themen von wem anders ausgesucht werden. Ansonsten scheut man sich vor schwereren Themen.

  6. Moin,

    bei der Vorbereitung zur mündlichen Prüfung ist es ganz schwierig zu sagen, welche Vorbereitung die beste ist.

    Ich habe seinerzeit nicht einen Vortrag geübt. Mir liegt das Vortragen vor einer Gruppe aber auch. 10 Minuten Vortrag sind 10 DIN A 4 – Seiten normal beschrieben – so als Richtschnur.
    Auf die Themen hat man sowieso keinen Einfluß… Die können gut sein oder eben nicht…

    Mir hat die Prüfungssimulation recht viel geholfen…

    Da ich BWL er bin habe ich ggf Vorteile gehabt, mich hier nicht vorbereiten zu müssen…

    Im übrigen:

    Es gibt keine freien Abende oder “kein Bock – Tage” in der Prüfungsvorbereitung, es gibt nur harte Arbeit, Freizeit oder keinen Bock gibt es hinterher nach der Prüfung!

  7. Meine Erfahrung aus letztem Jahr:

    Im Endeffekt haben mir als 4,5-Kandidaten drei Vorträge im Rahmen eines Simulationstages gereicht. Und das obwohl die Themen in der echten Prüfung dermaßen bescheiden waren, dass ich nach 5 von 30 Minuten nochmal das Thema gewechselt hatte. Da ging die Düse.

    Die ersten drei Runden müssen sitzen, für die übrigen Randgebiete reichen mE die Karteikarten von WLW völlig aus. Das gepaart mit gutem und sicheren (!) Auftreten und etwas Glück bei der Themenauswahl der Fragerunden und das Ding gehört Euch.

    Für die Softskills habe Ich mir noch das Webinar “Wackelkandidaten in der mündl StB-Prüfung” von Steuerextra für € 80,00 dazu gebucht, war ein echter Mehrwert hinsichtlich Verhalten als 4,33/4,5er.

    Nicht allzu verrückt machen.

  8. Ich wußte gar nicht, daß es so ein Webinar gibt… Aber wenn es was bringt, sind die 80 Euro wohl gut investiert…

    Ich hatte damals auch eine schlechte Vornote (4,5).
    Der Vortrag lief dann richtig gut (Glück gehabt, weil mir das Thema lag) und in den ersten Runden der Fragestunde(n) wurde ich richtig gegrillt. Die wollten halt gucken, ob ich wirklich zu doof für den StB bin oder ob die 4,5 ein Ausrutscher waren.
    Als ich mich dann gut geschlagen hatte, waren wir drei Kandidaten alle gleich oft dran und die Atmosphäre lockerte sich merkbar.

    Also:

    Man kann mit 4,5 Vornote bestehen, nur muß man dann auch liefern in der mündlichen Prüfung! Man kann auch mit einer besseren Vornote durchfallen im übrigen…

    Ihr seid jetzt alle im Endspurt, also gebt Gas, arbeitet hart und gebt nie auf!!!

  9. Das Üble ist jedoch, dass die Prüfer der Mündlichen teilweise auch die Korrektoren der Schriftlichen sind und dann eventuell noch den ein oder anderen Fehler im Hinterkopf haben, also zumindest in ein paar Bundesländern und das ist dann echt gemein.

  10. Hallo Annika,
    auch wenn die mündliche Prüfung nicht zu unterschätzen ist und vor allem der Kurzvortrag von allen Seiten als wichtig erachtet wird, gehört in der mündlichen und in der Vorbereitung darauf, vor allem die notwendige Ruhe dazu. Zu viel Panik und zu viel Stress in der Vorbereitung helfen da nicht oder anders gesagt Aktionismus ist hier falsch am Platz. Am Ball bleiben und in einer Kleingruppe Vorträge üben hilft ungemein.
    Viel Erfolg noch in deiner Vorbereitung.

  11. @ Vito: bin ich durch Zufall drauf gestoßen, ging 1h und konnte das ein oder andere auch anwenden (Fragen aktiv holen etc.)

    Dass man mit 4,5 ca. 50

  12. Ich habe keinen einzigen Vortrag geprobt, sondern mich lieber auf die Fragerunden vorbereitet. Neuste Urteile, BMF-schreiben etc. gelesen um zu den aktuellen Fragethemen etwas sagen zu können.
    Im Nachhinein war ich froh, dass ich keine Vorträge geübt habe. Ich hatte drei schreckliche Themen zur Auswahl. Mein Vortragsthema war dann “Aufgaben, Rechte und Pflichten von Aufsichtsrat, Verwaltungsrat und Beirat”. Aber auch zu diesem Thema fiel einem dann doch etwas ein. Also wenn man Vorträge übt, sollte man auf jeden Fall eher solche Themen auswählen, die einem nicht liegen. Denn zu einfachen Themen fällt einem immer sehr viel ein und das dann zu üben, wäre nur Zeitverschwendung. Lieber üben auch zu unangenehmen Vortragsthemen die 10 Minuten erzählen zu können.

  13. Hallo zusammen,

    ich bin letztes Jahr auch mit einer 4,5 rein gegangen. Ich habe den Kurzvortrag absolut versaut und damit meine ich wirklich versaut ;)
    Aber es hat trotzdem gereicht. Ich habe auch die Kurzvorträge nicht geübt. Dass ich den Vortrag versaut habe, lag aber am Thema und nicht daran, dass ich es schlecht rüber gebracht habe.
    Zu den Fragerunden: Mir haben die WLW Karteikarten zu den nicht Steuerfächern wirklich sehr geholfen, da dort kurz und knapp alles zusammengefasst ist. Damit konnte ich mir in kurzer Zeit diese Themen selber erarbeiten. Ich habe erst am Tag der Bekanntgabe angefangen zu lernen. Vorher hatte ich keinen Kopf dazu. Ich habe allerdings noch den Simulationskurs von Dr. Endriss besucht. Der war Gold wert!!!!! Da ist mir vieles erst mal bewusst geworden!

    Ihr schafft das! Viel Glück an alle!!!! :)

  14. Am besten auch erwähnen in welchem Bundesland man die mündliche Prüfung gemacht hat. Die Durchfallquoten liegen je nach Kammer zwischen 4 und 20%. Die Unterschiede sind enorm!

  15. Ich hatte die Prüfung in NRW gemacht :)

    Und ich hatte das Problem, dass mein Termin schon Mitte Februar war. Ich hatte genau 3 Wochen. Ich habe so durchgepowert in den drei Wochen! Aber am Ende lohnt es sich immer. Ich weiß man liest hier immer: Immer kämpfen, nicht aufgeben etc. Aber es ist wirklich so. Nach dem Vortag wollte ich schon aufgeben! Aber ich hab wirklich versucht jede Frage so lange wie möglich bei mir zu behalten! und dann hat es geklappt! Und ich bin mir sicher ihr schafft das auch!
    Auch ohne gefühlte 300 Vorträge zu üben und ähnliches. Wenn ihr sicher seid, dass ihr gut vortragen könnt, dann würd ich die Zeit nicht damit verbringen das zu üben. Man kann sich Standardthemen natürlich mal anschauen, was da so zu gesagt wird. Aber das reine üben vorm Spiegeln etc würde ich dann lassen.
    Toi Toi Toi :)

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