Es geht weiter…

Hallo liebe Mitstreiter,

das Beste zuerst: Ich habe bestanden !!!

Ich bin immer noch ganz durcheinander und kann das gar nicht fassen, aber von Anfang an:

Als Herr Schell gepostet hatte, dass in MV die Ergebnisse raus sind wurde ich ganz nervös. Da ich in Niedersachsen geschrieben hatte, sollten hier erfahrungsgemäß die nächsten Ergebnisse bekannt werden. Jedenfalls war ich am Donnerstag mit Arbeitskollegen auf dem Weihnachtsmarkt als mich die Nachricht erreichte, dass eine Freundin (auch Niedersachsen) ihr Ergebnis schon hatte und bestanden hatte. Tja, jetzt war ich nicht zuhause und wurde zunehmend nervöser. Da keiner zuhause war, lag mein Einschreiben nun bei der Post und ich konnte es erst heute ab 10 Uhr abholen. Pünktlich um 9.58 Uhr stand ich in der Post und habe meinen Brief in den Händen gehalten. Noch auf dem Weg zum Auto habe ich den Brief aufgerissen und konnte gar nicht glauben dass ich bestanden hatte. Als erstes musste ich noch an Ort und Stelle meinen Mann anrufen der wahrscheinlich vor lauter Geheule gar nicht verstanden hat was ich ihm sagen will.

Jedenfalls konnte ich mich auf dem Weg zur Arbeit kaum beruhigen und natürlich waren meine Kollegen auch gespannt ob sie gratulieren oder trösten sollen. Ich konnte nur noch sagen „bestanden“ und mein Geheule ging weiter. Die ganze Anspannung der letzten Monate fiel von mir ab.

Leider hat mein Bestanden auch einen bitteren Beigeschmack. Eine weitere Freundin hat leider nicht bestanden und unsere Ivonne auch. Fühlt euch umarmt und macht unbedingt weiter. Ihr schafft das !

So, jetzt werde ich mit meinem Mann anstoßen.

Jeder der sich diese Prüfung antut, verdient den größten Respekt, Hut ab. Auch wenn es nicht gereicht hat, macht weiter, ihr schafft das !

Eure Susann

370 Gedanken zu „Es geht weiter…

  1. 1. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass in einigen Bundesländern der Schnitt nicht positiv zum Vj abweicht. Auch die Gewichtung der Noten soll nicht außergewöhnlich sein.
    2. Es gibt vermutlich Bundesländer, in denen deutlich mehr Teilnehmer bestanden haben und auch bessere Noten im Vergleich zum VJ erzielt haben. Hierzu zählt nach unserer Analyse im Vorbereitungskurs Hamburg und insbesondere Niedersachsen. Aber selbst in Niedersachsen sind in den ersten Runden genügend 4,3 er oder 4,5 er durchgekommen.
    Weshalb es zu so gravierenden Unterschieden in den einzelnen Bundesländern kam, kann sich jeder selbst beantworten. Hier gibt es sicherlich verschieden Möglichkeiten.

  2. Jetzt muss ich mich auch mal zu Wort melden, da anscheinend so viele davon ausgehen, dass das Jahr 2018/19 so viel leichter gewesen ist als sonst. Ich habe aus verschiedenen Quellen (Lehrgangsanbieter für die Mündliche, Arbeitgeber und andere Prüflinge) gehört, dass dieses Jahr definitiv nicht leichter war, sondern einfach nur der normale Standard, wie auch vor 2016 und 2017. Da in den beiden Jahren einige nicht bestanden haben und so dieses Jahr viele im Zweit- oder Drittversuch sind, ist die Teilnehmerzahl zum schriftlichen Examen anscheinend deutlich höher gewesen als in Vorjahren und daher logischerweise haben es auch Mehrere in die Mündliche Prüfung geschafft. Somit ist klar, warum viele das Gefühl haben, es hätten so viele bestanden. Es war ein normales Prüfungsjahr vom Niveau her in Langzeitdurchschnitt, in dem einfach nur mehrere Prüflinge teilgenommen haben und nicht ein „leichtes Jahr“.

  3. @MnG87

    als Diskreditierung habe ich es auch nicht verstanden, erkläre mir nur so diese teilweise extrem voneinander abweichenden „Bekanntenkreis-Quoten“. Merke ja selber bei mir, dass man sich fast ausschließlich oder überwiegend mit Leuten austauscht, die einen ähnlichen Hintergrund haben und auch noch fast den gleichen Vorbereitungsweg gehen bzw. gegangen sind. Dass deren Noten weniger variieren als es in der Gesamtbetrachtung der Fall ist, ist statistisch logisch.

  4. Hallo Zusammen!

    Also ich war bei Bannas München in der mündlichen Simulation unter de rLeitung von Hr. Bähr. In Bayern haben 5% mehr bestanden als im Durchschnitt. Aber völlig normal! In 2013/2014 haben z.B. 11% mehr bestanden!
    Dieses Jahr haben auch viel mehr geschrieben als in den Vorjahren!
    Und, laut seiner Aussage war AO dieses Jahr gut machbar, somit gab es bessere Noten.

    An alle Münchner: ein Prüfer(Hr. Costa) soll in München letzte Woche BWL geprüft haben!!!!

  5. An alle diejenigen, die 2018 geschrieben haben: schaut euch doch einfach mal die Klausuren an von den Vorjahren.
    Tag 1: Da in ErbSt der ganze 13a,13b-Rechenkram dabei war, fand ich diese in 18 sogar noch sportlicher als in den Vorjahren. Sonst erinnerte mich die Aufgabe teilweise an 17, da musste auch der Substanzwert eines Betriebes berechnet werden. USt und AO waren eigentlich wie immer.
    Tag 2:Ertragsteuer: Gewerbesteuer 2017 war im Gegensatz zu 18 geschenkt, das war ein Standarddurchlauf. Einkommensteuer war 2017 wie 16 recht lohnsteuerlastig, in 18 hatten wir endlich unsere 15,16,17er-Einkünfte wieder, s. 2015 und abwärts. Körperschaftsteuer war eigentlich wie immer.
    Tag 3: in 2018 machbar, in 2017 machbar, in 2016 machbar…..
    Ich fand die Klausur eigentlich vergleichbar.

  6. Warten wir mal die Statistik ab und dann reden wir weiter, ob die 18er Prüfung vergleichbar war.

  7. Moinsen, hier ist die Keule, ihr erinnert Euch ? Der 4,5 er! Bin gestern Berater geworden. Es war nicht einfach, aber ich habe schon schwierigere Situation in meinem Leben erlebt. Ich denke, es kommt viel auf den Auftritt an. Ihr müsst vor allem mit Persönlichkeit überzeugen. Zum Fachlichen :
    Es waren tw komplexe Sachverhalte zu bearbeiten. Wirklich protokollfest war niemand, das hatte uns doch sehr überrascht.
    Insgesamt sollte man auch als 4,5 er das Wissen haben, zu bestehen. Am Ende kommt natürlich die Portion Glück hinzu! Allen Prüflingen noch viel Erfolg!

  8. Die offizielle Statistik für 2018/2019 ist da.

    Und oh Wunder: Es war eine geschenkte Prüfung (wie bereits von einigen vermutet).

    Gesamte Bestehensquote: 57,5%
    (Vergleich zu 16/17: 41,6%)

    Also fast 16% Unterschied!

    Herzlichen Glückwunsch an alle, die 2018 angetreten sind.
    Mein Beileid an alle, die 2016 geschrieben haben und sich leider nicht als StB bezeichnen dürfen.

  9. @Prüfling 16/17: alleine die Aussage „geschenkte Prüfung“ finde ich im Hinblick auf die Schwierigkeit der Prüfung eine Frechheit! Rechne alle, die zurückgetreten sind heraus, dann bist Du sicher wieder unter 50% – und da ist dann „geschenkt“ wohl nicht der richtige Ausdruck!

  10. die übrigen 42,5 % (bzw besser die 45% die durch die schriftliche Prüfung gefallen sind) haben (mind) 1.200€ ausgegeben und eine geschenkte Prüfung dankend abgelehnt…

    2008/2009 haben 57% bestanden, 2013/2014 haben 59,3% bestanden

  11. @ Markus:

    Da hast du vollkommen recht. Wenn ich die Rücktritte einrechne, bin ich bei 50,68%.
    Wenn ich das aber bei der 16/17 er Prüfung auch mache, kommt eine Bestehensquote von 36,91% raus. Es bleibt also ein krasser Unterschied!
    Also zeigt das deutlich, wie unterschiedlich die Prüfungen hinsichtlich der Schwierigkeit waren.

    Ich kenne persönlich jemanden, der 2016 teilgenommen hat und knapp gescheitert ist. Leider hatte er nur einmal die Chance mitzuschreiben (persönliche Gründe).
    Der hat sich genauso vorbereitet, wie die Leute, die sich auf die 2018er vorbereitet haben.
    Der einzige Unterschied: 2018 hätte er wohl sicher bestanden.

  12. @Prüfling 16/17:

    Das mit dem sicher bestehen würde ich mir nochmal überlegen – ich hatte Leute im Kurs, die bei weitem besser waren in den Probeklausuren als ich und haben es dann nicht geschafft…. es kommt viel auf die Tagesform an, und ob einem die Themen liegen. Ich habe die schriftliche heuer mit 3,5 bestanden – und ich schäme mich nicht dafür!

  13. @ Hansi:
    Ein paar sind immer dabei. Ich wär auch gern Pilot, aber meine Augen sind zu schlecht.
    Interessant. Anscheinend gibt’s alle fünf Jahre ne leichte Prüfung. Würde also allen raten 2023/2024 mitzuschreiben.

    @ Markus:
    Das mit den Themen ist ein gutes Argument. 2018/2018 wurden demnach einfachere bzw „normalere“ Themen abgefragt.

  14. @Prüfling 16/17: Vielleicht waren wir in diesem Jahr auch einfach nur klüger als unsere Vorgänger des Jahresganges 2016/2017?!

  15. @ Prüfling 16/17: Ich gehöre zu denen die in 2016/17 ihre Prüfung geschrieben haben.

    Ich war zu der Zeit im Bereich M&A Tax in einer Big4 Gesellschaft beschäftigt. Um es ganz klar zu sagen, Lohnsteuer ist mir während meiner beruflichen Laufbahn niemals begegnet. Das Gleiche gilt selbstverständlich auch für die Bauabzugsteuer. Als ich die Aufgaben gesehen habe, hätte ich kotzen können (sorry für die klare Ausdrucksweise).

    Am Ende, das muss ich klar sagen, hatten aber alle die gleiche Chance diese Prüfung zu bestehen. Bei mir hat es geklappt. Der Ausfall an Tag 2 ließ sich kompensieren und es kam sogar ein beruhigendes Polster für die mündliche dabei heraus.

    Worauf ich hinaus will ist Folgendes: Ich finde es schade und sehr unangebracht Berufskollegen zu unterstellen sie hätten etwas geschenkt bekommen. Am Ende bekommt niemand etwas geschenkt (und solltest du die Prüfung tatsächlich selbst einmal geschrieben haben weißt du das auch)! Alle gehen durch das Stahlbad der Vorbereitung mit sehr vielen Entbehrungen.

    Es gibt natürlich Schwankungen in den Statistiken. Das kann unterschiedlichste Gründe haben. Es trifft aber keine ausreichende Aussage darüber, ob die Prüfung leichter war oder nicht. => Korrelationen ist nicht mit Kausalität gleichzusetzen!

    Ich gratuliere allen die letztes Jahr bestanden haben. Herzlich willkommen im Berufsstand! Und ich empfinde ernsthaftes Bedauern für diejenigen die persönliche Niederlagen nicht überwinden können. Das ist aber keine Ausrede andere mit Schmutz zu bewerfen.

  16. Guten Morgen,

    entschuldigt, es ist sehr nervtötend, immer wieder von idR denjenigen, die nicht bestanden haben, zu hören, dass die eine oder andere Prüfung einfacher, geschenkt oder was auch immer war.

    Natürlich ist die eigene Prüfung immer die schwierigste gewesen… und hätte man ein Jahr vorher oder ein Jahr später geschrieben, dann hätte man zu 100% bestanden…

    Jeder, der die Prüfung abgelegt hat weiß:

    – Die Vorbereitung ist sehr harte Arbeit (der Begriff „Stahlbad“ trifft es)…
    – An den Tagen de Prüfung kommt es auf Wissen, Glück und Gesundheit an…
    – Geschenkt hat noch niemand was bekommen, der Berater werden wollte…

    Auf deutsch:

    Arbeitet hart in den Vorbereitungen, steht die Prüfung durch, seid froh, wenn es geklappt hat, leckt einige Zeit die Wunden, wenn es nicht gereicht hat und gebt wieder Gas für´s nächste Mal, aber bleibt gleichwohl selbstreflektiert und werdet nicht zur neidischen Dreckschleuder!!!

    Am Ende entscheidet der Wille!

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