FB Karriere

Hallo Ihr Lieben,

lasst uns über so profane Dinge wie Geld, Karriere, Kinder, Work-Live-Balance und die Ungerechtigkeit dieser Welt reden.

Bevor wir das Thema Mann / Frau aufmachen, einige Gedanken hierzu:

1. Der Mann als solches ist nicht schuld daran, dass der MANN aufgrund einer genetischen Besonderheit mit Namen fehlendes 2. X-Chromosom, keine Kinder gebären kann.
2. Der Mann als solches ist auch nicht schuld daran, dass FRAU idR dazu neigt sich unter Wert zu verkaufen.
3. Der Mann als solches ist schon gar nicht schuld daran, dass FRAU idR keinen Bock darauf hat sich zu versklaven und 60 Stunden + zu arbeiten.

Also ihr lieben Weggefärtinnen, wenn ihr Lust auf Karriere habt, dann vertraut auf euch, eure Kenntnisse, Fähigkeiten und Möglichkeiten. Und hört verdammt noch mal auf, das devote fleißige Bienchen zu sein …

Grundsätzliches für unsere Berufseinsteiger:
Wenn in einem Arbeitsvertrag steht, dass 20 Überstunden pro Woche mit dem Gehalt abgegolten sind, bedeutet das selbstverständlich, dass ihr faktisch eine 60 Stundenwoche habt und dieses von euch erwartet wird!
Ganz im Vertrauen, jetzt gewinnen die Grundrechenarten wieder an Bedeutung, den das macht komische Sachen mit dem Stundenlohn …

Ich denke, jetzt ist erst einmal alles gesagt und wir können loslegen. Unser lieber TaxKnecht (TK) hatte einen schönen Vorschlag für die Struktur:

I. Ausbildung
TK: Master BWL

II. Berufserfahrung vor StB-Prüfung
TK: 5 Jahre Big Four M&A Tax

III. Gehalt vor Prüfung
TK: 65.000 €uro

IV. Angebot nach Examen
TK: Law Firm 110.000 €uro Raum HH

Bitte gebt unbedingt das Bundesland an.
Selbstverständlich werden in München und Hamburg andere Gehälter bezahlt als in Leipzig oder Berlin. Schön wäre auch das ungefähre Alter: Ü 25, Ü 30, Ü35 … Ü 50

Es wäre natürlich ein Traum, wenn uns auch die Ehemaligen der letzten Jahre ihre Karriere-Erfahrungen schildern würden. Was steht hinter einem Angebot von 110.000€ p.a.? Wieviel Wochenstunden werden erwartet? Macht es Spaß? Sind die Themen und Aufgabengebiete so Spannend wie erhofft? Gibt es jenseits der 100T überhaupt eine faire Entlohnung oder ist es reines Schmerzensgeld? Ist Work-Live-Balance ein Thema oder kurz vorm Burnout?

Ich wünsche jedem von euch den absoluten Traumjob

LG aus Berlin
Beate

P.S. Es folgt ein FB Selbständigkeit …

29 Gedanken zu „FB Karriere

  1. I. Ausbildung
    Master Wirtschaftswissenschaften

    II. Berufserfahrung vor StB-Prüfung
    4 Jahre Big Four Audit Corporate

    III. Gehalt vor Prüfung
    55.000 €uro

    IV. Gehalt nach Prüfung
    55.000 €uro

  2. Hamburg

    I. Ausbildung
    Master Taxation

    II. Berufserfahrung vor StB-Prüfung
    2 Jahre kleine Klitsche (<5 AN), 2 Jahre mittelständische MDP-Kanzlei

    III. Gehalt vor Prüfung
    42k

    IV. Gehalt nach Prüfung
    55k + variabel (nach erzieltem Umsatz realischerweise 6-12k p.a.) auf 40h Basis, Überstunden sind abgegolten, es werden aber auch nicht mehr als 40h erwartet. Spannende Arbeit so lala, viel Brot und Butter und Oma Piepenbrink

  3. Schleswig-Holstein

    I. Ausbildung
    Diplom-Kaufmann

    II. Berufserfahrung vor StB-Prüfung
    2 Jahre in einer Feld-Wald-und-Wiesen-Kanzlei (1 Berater, 5 Angestellte) – Familienkanzlei, ich war designierter Nachfolger

    III. Gehalt vor Prüfung
    36k

    IV. Gehalt nach Prüfung
    36k plus eigene Mandanten (selbständig geworben und abgerechnet)
    Genau zwei Monate lang, bis mein Büropartner/ Arbeitgeber mich betrogen hat. Dann nichts mehr.

    Wechsel in den öD, jetzt ca. 75k

  4. Baden-Württemberg

    I. Ausbildung
    Duales Studium Steuern und Prüfungswesen (Bachelor)

    II. Berufserfahrung vor StB-Prüfung
    3 Jahre in einer recht kleinen Kanzlei (2 Berater, ca. 8 Angestellte). Themenfelder: von Lohn und Buchhaltung über StE und Abschlüsse bis zur Beratung alles mit dabei

    III. Gehalt vor Prüfung
    39k + jährlicher Bonus bis zu einem Monatsgehalt

    IV. Gehalt nach Prüfung
    45k + jährlicher Bonus ab Bestehen der schriftlichen Prüfung, Gehalt nach Bestellung ist noch in Verhandlung (habe vor weiter als Angestellter in meiner bisherigen Kanzlei zu bleiben, geplant sind fixes Grundgehalt + Umsatz/Leistungsabhängiger Bonus)

  5. Wenn ich mir das durchlese, wird mir schlecht.
    Ich arbeite in der „freien Wirtschaft“ als Kreditorenbuchhalter und liege bei 50k€/p.a.
    40 Std./Woche, keine Abschlüsse, nix mit Steuern!
    Kann manche Leute nicht verstehen, wie man sich so dermaßen unter Wert verkaufen kann.

  6. Ich schreibe dieses Jahr das StB-Examen und weiß schon, was ich als StB verdienen werde. Daher nachstehender Eintrag:

    I. Ausbildung
    LL.M., keine Dipl.-Finwin

    II. Berufserfahrung vor StB-Prüfung
    1 1/2 Jahre SB in der Finanzverwaltung
    3 Jahre Kanzlei

    III. Gehalt vor Prüfung
    50k

    IV. Gehalt nach Prüfung
    65k + Bonus

  7. Lieber STB,
    viele der frischen Berater sind nach der Prüfung ja nicht auf Dauer in der kleinen Klitsche, es ist gerade die Startposition.

    Ich komme auch aus der freien Wirtschaft. Arbeite in einem großen Unternehmen und Dein Gehalt ist für einen Kreditorenbuchhalter schon ordentlich. Du bist vermutlich im Stammhaus beschäftigt und nicht in einer der ausgelagerten Tochtergesellschaften für die Buchhaltung. Als Kreditorenbuchhalter wirst du vermutlich nie 80k verdienen, denn du bist weitengehend auf deine Position gefesselt. Du könntest Gruppenleiter werden, aber ohne zusätzliche Qualifikation vermutlich schwierig. So kenne ich es zumindest. Aber 50k ist für Deine Qualifikation und Arbeit ein wirklich gutes Gehalt. Bleibt zu hoffen, dass Du diese Position bis zur Rente innehast.

    Ein Großteil der Leute, die sich hier deiner Ansicht nach unter Wert verkaufen, werden in einigen Jahren sportlich an Dir vorbeigezogen sein und dir auf der Überholspur zuwinken, nicht nur mit ihrer Lohnabrechnung, sondern auch mit ihren Rentenbescheid . Denn das Versorgungswerk zahlt nicht so schlecht.
    Zu mir, ich verdiene 60k bei 35 Stunden, bin kein Berater, hoffe aber einer zu werden. Ich werde nicht in die Beratung zurückgehen, weil man hier tatsächlich härter für sein Geld arbeiten muss. Die Beratung ist anders als die Industrie. Man muss die Art von Arbeit, die die Industrie fordert, auch mögen. Ein Teil des Gehaltes ist Schmerzensgeld. Als Mitglied der Steuerabteilung bist du immer der nervende Part, der im Zweifel am Ende das Ganze noch einmal torpediert und zerstört. Wenn der Rechtsabteilung am Ende des Tages einfällt, dass die Steuerabteilung auch nochmal zu einem Deal ihren Senf dazugeben sollte (steht so auf ihrer Checkliste) und du kommst dann mit Quellensteuer und machst mit DEINEN nervigen Bedenken ALLES kaputt! “Nein, der Deal geht die Woche nicht durch, weil die Steuerabteilung…“ Was nicht heißt, dass sie dich beim nächsten Deal von vornherein hinzuziehen, denn „Frage die Steuerabteilung“ steht am Ende ihrer Checkliste….Jegliche Bemühungen im Rang nach oben zu rutschen, sind selbstredend gescheitert, da das compliance Team, die Rücksprache mit der Steuerabteilung, schließlich auf diese letzte Stelle in der Checkliste gesetzt hat.
    Buchhalter sehen dich am liebsten von hinten, denn wenn du auftauchst, dann nur, weil sie etwas falsch gemacht haben. Mir sagte irgendwann mal jemand, dass er immer die Luft abhielt, wenn ich an sein Büro vorbei lief und hoffte, ich will nicht zu ihm.
    Ich bin/ war größtenteils für die Umsatzsteuer zuständig und es hat mich sehr viel Nerven gekostet, den Kreditorenbuchhaltern in ihren Hamsterrad, den Unterschied zwischen einer Lieferung und sonstigen Leistung verständlich zu machen, die Feinheiten der Steuerschlüssel zu erklären und den Stand der Erkenntnis aufrecht zu halten. Eine sonstige Leistung aus dem Ausland wurde regelmäßig zu einem innergemeinschaftlichen Erwerb/Einfuhr und das Feld mit den Warenweg, wurde bei der Erfassung dann halt weggeklickt, denn der Warenweg, stand nicht auf der Rechnung…
    Wenn meine Freunde aus der Buchhaltung etwas nicht konnten oder wussten, wurde sehr gerne NST verwendet. Steht keine Steuer drauf, dann ist NST immer gut, denn bei Anwendung des Steuerschlüsselst nicht Steuerbar, steht am Ende keine Steuer im Buchungssatz… (Ziel erreicht) Das war wie ein Krieg, die haben mich gehasst. Gegen die Sturheit eines alten Kreditorenbuchhalters kommt man schwer an. Da darf man sich schon mal sagen lassen: Da steht doch Null in der Buchung und auf der Rechnung steht keine Steuer, also habe ich alles richtig gemacht. Das ist kein Witz, so lief es.
    Kurz um, es ist wie im Kindergarten!
    Und wenn es spannend wird, kommen die externen Berater. Wegen der Haftung… EY/ PWC/KPMG. Aus diesem Grund habe ich in den zehn Jahren auch viele Kollegen schnell wieder von hinten gesehen. Es war nicht spannend genug.
    Kurz um, das Niveau ist in der freien Wirtschaft deutlich geringer, das Gehalt leichter verdienst. Die Frage ist, was man im Leben noch vor hat…

    Gruß
    MARIE

  8. … es wurde ja noch nach der Qualifikation gefragt. Entschuldigung

    Ausbildung Steuerfachangestellete / Dipl. BW fachbereich Steuern (nebenher 20 St/Woche beim WP) / Tätigkeit im Bereich Wirtsschaftspürfung und Beratung (4 Jahre) / seit 2012 in der freinen Wirtschaft / Industrie

    Einstieg nach dem Studium mit 40k vollzeit im Jahr 2008

    Heute 60k bei 35 Stunden/ Woche.

  9. @Attila
    Wie hast du es geschafft im öffentlichen Dienst ein so hohes Gehalt zu bekommen. Ich finde die Ausschreibung von Unternehmen/ Gemeinden im öffentlichen Dienst oft wenig lukrativ, da die Stellenanzeigen unheimlich viele Anforderungen haben (gefühlt Qualifikation Berater), die Tarifgruppe aber echt Mau ist. Meist irgendetwas mit 50k und das ist schon hoch.

    Wie bist du an solch eine Stelle gekommen? Wird das offiziell ausgeschrieben? Kann man das Gehalt verhandeln? Du sagtest mal, dass für Deine Arbeit der Beratertietel keine Voraussetzung war. Das wäre ja theoretisch eine super Option, wenn man bei der Prüfung scheitert.

    Danke für Deine Offenheit.
    LG
    MARIE

  10. Wow bei den Gehältern wird mir ehrlich gesagt auch etwas mulmig.

    Kurz zu mir:

    Sachsen

    Ausbildung:
    Jura Ll.B., WiWi M.Sc
    seit Februar bestandenes Beraterexamen
    momentan am promovieren, werde bald fertig

    Gehalt vor dem Examen:

    Aufgrund von Stipendium und kleiner Teilzeitanstellung 2.150 netto pro Monat (kann man jetzt schlecht vergleichen).

    Ich erhoffe mir eigentlich ein Gehalt nach abgeschlossener Promotion von 60k aufwärts (Vollzeit) und möchte dann aber nur 30 h arbeiten.

    Für mich ist es sehr schwer einzuschätzen, wie viel eine Promotion wert ist, mit welchen Gehaltssteigerungen man in den ersten Jahren rechnen sollte usw.

    Aber ich würde schon gern mehr raus haben als vor dem Berater und Doktor… sonst hätte sich das gefühlt alles gar nicht gelohnt. Wie sind eure Strategien?

  11. @MARIE:
    Als Leitung und mit akademischem Abschluss sind solche Gehälter auch im öD drin. Selten, da stimme ich Dir zu, aber möglich.
    Die Stelle, die ich besetze, ist nun sehr selten im öD, vll hat jede größere Kommune eine solche. Kleinere Kommunen eher nicht.

    Verhandeln kann man im öD kaum. Ich konnte bei der Erfahrungsstufe verhandeln, aber das war es.

    Stellen im öD müssen ausgeschrieben werden; mit Glück findet man sie und mit noch mehr Glück bekommt man sie.

    Ein Beratertitel war für meine Stelle nicht Voraussetzung, aber eben gerne genommen. Kollegen, die ich auf ähnliche Stellen kenne, waren auch Berater.

    Ich hatte einfach Glück gehabt. Da ich, wie oben beschrieben, betrogen wurde und mehrere Monate ohne Einkommen war, habe ich durch Zufall die Ausschreibung gelesen und mich beworben und wurde genommen.

    Ok, ich sehe auch sehr gut aus *Gelächter*…

  12. Oh da habe ich wohl den falschen Job….
    SteuFa, Dipl.-Oek, 12 J Berufserfahrung im steuerl. Bereich, mittelständige Kanzlei in SH, JA Bereich +Steuern
    Vorher: 45 p.a
    Nachher: 60 p.a
    Ich persönlich mag fachliche Herausforderungen und komplizierte Mandate das ist auch einer der Gründe die StB Prüfung zu schaffen…immer nur die selbe Tätigkeit wird mir auf Dauer zu langweilig…..
    @Marie
    Vom Gehalt her betrachtet hört sich Industrie ja gut an….aber was Du sonst so erzählst oh je da fehlt mir ja Geduld und Verständnis….und wo waren die Experten von Ey eigentlich bei wirecard…..

  13. Liebe Marie,
    vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag.
    Ich arbeite bei einem sehr kleinen Mittelständler (weniger als 30 Mitarbeiter), also jenseits eines Stammhauses einer großen Gesellschaft. Es ist zutreffend, dass man als Kreditorenbuchhalter recht „schmalspurirg“ unterwegs ist. Aber für mein Tätigkeitsanforderungsprofil reicht es allemal. Ich bin ein einfacher Sachbearbeiter, habe eine nur sehr begrenzte Verantwortung. Mit Weihnachtsgeld bei ca 55k€/p.a. zu liegen, ist schon sehr gut für mich.. Ich kenne die steuerberatende Branche, weiß, welche fachlichen und arbeitszeitorganisatorischen Anforderungen an das Personal gestellt werden. Eben weil ich über diese Anforderungen im Bilde bin, will ich besonders betonen, dass man das Ganze zu einem wesentlich höheren Kurs in der freien Wirtschaft haben kann – ohne den ungeheuren Druck und den ausufernden Arbeitszeiten.
    Weiterbilden kann ich mich jederzeit, d.h. bei vorhandenem Wunsch, der bei mir aber nicht besteht, könnte ich jederzeit den nächsten Schritt tun.
    Mich regt auf, wie junge Leute in dieser Branche verheizt werden. Natürlich muss das jeder für sich selbst entscheiden, aber klar ist, dass hier ein eklatantes Missverhältnis zwischen Anforderungs- und Entlohnungswirklichkeit besteht.
    Und leider ist es so, dass nicht jeder den Titel erlangt, der sich auf die Reise macht.

  14. @cool Down
    Die Frage beim Titel ist vermutlich auch, was man daraus macht. In den vier Jahren, in dem ich in der Beratung war (kanzlei 80 Mitarbeiter, kleine und mittlere Gesellschaften ), hätte der Titel wenig gebracht.

    Du musst eigentlich in eine große Gesellschaft. Sonst ist der Titel nicht genutzt. In der Insolvenz ist so ein Titel auch gern gesehen.

    Aber die 60k sind vermutlich allemal drinnen. Nur mit den Titel hättest du das Potential 120k drauß zu machen.

    Musst du Teilzeit arbeiten (Kinder…)? Sonst könntest doch richtig loslegen.

  15. Hallo zusammen, also laut den Kommentaren sieht es ja düster aus, für uns StB ;). Die Unterschiede zwischen kleineren Kanzleien und größeren sind zwar vorhanden, aber im Kern ist ein Beratertitel einiges wert.

    1. Ausbildung: Masterabschluss in Wiwi

    2. Berufserfahrung: 3 Jahre in einer kleinen Mittelstandskanzlei in HH Zentrum (5 Partner, 20 MA), 3 Jahre in einer größeren Verbundkanzlei in HH Zentrum (7 Partner, 60 MA)

    3. Gehalt vor dem Berater: 52.000 EUR auf 13. Gehälter fix

    4. Gehalt nach dem Berater: 69.000 EUR auf 13 Gehälter fix

    Ab Juli gehts für mich in die freie Wirtschaft als Steuerreferent/Syndikussteuerberater für 84.000 EUR fix.

    Und eines vorweg, der gute Mittelstand zahlt oft besser als die vermeintlichen Big4. Hierzu habe ich einige Referenzwerte von Bekannten.

    Ich kenne einige Headhunter persönlich aus meinem Freundeskreis, welche auf TAX und WP spezialisiert sind. Alle sagen: egal wo man als StB in DE anfängt, unter 60 TEUR sollte sich niemand verkaufe, das wäre grob fahrlässig, da der Markt an fähigen StB leer gefegt ist.

    Ihr könnt euch ja selbst bei Headhunter/Personaler informieren, so sollte die Realität aussehen.

    Gruß

  16. @cooldown m.E. bringt eine Promotion so 500-1k brutto im Monat. (Später) als Partner gibt es bei diversen Vergütungsmodellen (idR nach Scoringpunkten) für das Prestige was ein Doktortitel mit sich bringt einen Schnaps extra bei der Gewinnverteilung. Bei den Einstiegsgehältern darf man auch nicht vergessen, dass es bei entsprechender Spezialisierung (z.B. Unternehmensnachfolge, M&A oder IStR) auch schnell mal mehr gibt. So eine Spezialisierung bringt man aber in den wenigsten Fällen direkt nach dem Examen mit. In Großkanzleien bekommt man öfter auch mal 120k+, dann muss man aber auch mit (deutlich) über 45h Workload rechnen und einem wird auch fachlich einiges abverlangt. // So ist das eben, wenn man in der Champions League mitspielen will, da ist aber auch die Konkurrenz entsprechend gut drauf.

    Gerade in den ersten Jahren als StB, wo man kaum Berufserfahrung mitbringt und ggf. auch noch nicht in der Lage ist Mandate alleine zu betreuen (u.a. weil von vielen Mandanten eine gewisse Seniorität erwartet wird) pendelt es sich (zumindest in meinem Bekanntenkreis) immer so bei 55-70k ein. Wer bereit ist mehr zu arbeiten, bekommt natürlich auch mehr. Auf einen 40h Job heruntergerechnet ist das in den ersten Jahren dann aber oft auch nicht deutlich mehr, als die obigen 55-70k.

    Eine Formel, die sich unter StB etabliert hat, ist folgende: Das Gehalt was man dem AN zahlen muss + 20% SV x Faktor 2,5-3. Das ist der Umsatz der erbracht werden muss, damit es für den Inhaber oder die Partner der Kanzlei „Spaß macht“. Es hängt also auch im Wesentlichen von der Kanzlei- und Mandantenstruktur ab, wie viel man als angestellter Berufsträger verdienen kann. Als angestellter Stb muss man eben oft auch das Gehalt der Partner und des Verwaltungsapparates mitverdienen, weil diese oft nicht mehr fachlich mitarbeiten und eigenen Umsatz generieren, sondern die Bälle in der Luft halten und Mandate akquirieren.

    Wenn man sich allerdings vor Augen hält, dass aktuell akuter Mangel an Nachwuchs vorhanden ist und in der Verzweiflung der AG auch häufig bis zu 5-stellige Provisionen an Headhunter bezahlt werden, könnte man schon auf die Idee kommen, dass Berufsanfänger in Kanzleien sich unter Wert verkaufen und über den Tisch ziehen lassen. Deswegen sollte man auch hart verhandeln und sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Im Zweifel findet man schon jemanden, der evtl. bereit wäre seinen Gehaltsvorstellungen nachzukommen.

  17. Wenn ich das so lese, ist man in der Anstellung finanziell ja anscheinend deutlich besser aufgehoben als in der Selbstständigkeit…zumindest wenn man sich nicht teuer in eine große Sozietät einkaufen kann/will. Frage mich, wie man als Einzelkämpfer evt mit 1-2 Angestellten überhaupt auf 70-100k kommen kann, weil man in der Größe ja eher nicht die Großmandate akquiriert?

    Zu mir: 1. Ausbildung: Dipl-Kff, LL.M.

    2. Berufserfahrung: Quereinsteiger, nach ca 10 J. u.a. auch in beratender Tätigkeit umgesattelt, jetzt 4 Jahre im Bereich Steuern, Abschlüsse. Kleinkanzlei 5 MA.

    3. Gehalt vor Prüfung: Achtung, nicht weinen! Knapp 28k bei 30h. Kindbedingt aber zt auch deutlich weniger bzw sehr flexibel arbeiten können. Das war auch hilfreich bei der Prüfungsvorbereitung.
    Früher im anderen Job 55k verdient bei 40h.

    4. Nach der Prüfung: nichts geändert. Da ich demnächst aber wieder in Mutterschutz gehe, ist ein Wechsel schlecht. Sonst würde ich mich jetzt woanders bewerben. Danach ist es mit 2 kleinen Kindern ja auch eher der Karrierekiller, daher plane ich die Selbstständigkeit nächstes Jahr, natürlich keine großen Sprünge zu erwarten, aber zeitliche Flexibilität.
    In ein paar Jahren läuft das hoffentlich, oder ich kann irgendwo Vollzeit einsteigen.

    Es ist extrem frustrierend zu sehen wie gerade alle gehaltsmäßig vorbeiziehen, aber ich sehe gerade keine andere Lösung…

  18. Wer ist ein seriöser Personalvermittler im Bereich Steuerrecht fuer Hamburg?

    Besten Dank!

  19. Region: Augsburg/ München

    Ausbildung: Steuerfachangestellte, Steuerfachwirt, nun frisch gebackene Steuerberaterin

    Berufserfahrung: 5 Jahre als Steuerfachangestellte, danach 13 Jahre als Steuerfachwirtin

    Gehalt vor Prüfung: rund 60.000 € jährlich

    Gehalt nach Prüfung: 78.000 € jährlich

    Ich arbeite zwar nur in Teilzeit, habe mein Gehalt aber auf eine 40 Std. Woche umgerechnet.
    Ich hatte im letzten Monat mehrere Vorstellungsgespräche und überall diese Gehaltsvorstellung genannt. Wirklich jede Kanzlei hatte diesen Betrag zugesagt. Die Kanzleien waren im Münchner Westen/ Augsburg und immer Max. 2 Partner 10-15 Angestellte.
    Verkauft Euch bitte nicht unter Wert, das würde die Gehälter kaputt machen.
    Bei mir hat evtl. auch noch die vergleichsweise lange Berufserfahrung von insgesamt 18 Jahren und die breiten Kenntnisse ( u. a. Lohn, Sozialversicherung, Datev rauf und runter ,…) „gezogen“.

    LG

  20. (Berlin)

    2012: Einstieg mit ~ 20.000brutto als Steuerfachangestellter

    bis Ende 2017: ca. 43.000€ brutto,
    Kleinstkanzlei mit 5 Angestellten

    2018/2019/2020: unter ferner liefen, Steuerfachwirt und Steuerberater geschafft + eigene Kanzlei gegründet (etwa 40k im Schnitt wegen Freistellung etc)

    2021: wird auf 80.000-90.000 brutto hinauslaufen, als Gesellschafter-GF

    2022 : 120.000+ geplant, ist machbar wenn alles gut läuft

  21. Baden-Württemberg:

    I. Ausbildung
    B.A. BWL, M.A. Tax

    II. Berufserfahrung vor StB-Prüfung
    4,5 Jahre duale Studien, 3 Jahre mittelständische Kanzlei

    III. Gehalt vor Prüfung
    45k €

    IV. Angebot nach Examen
    58k € + Boni

  22. Weiß einer wie hoch das Einstiegsgehalt in Rheinland-Pfalz ist? (klassische mittelständige Kanzlei)

    Berufserfahrung vorhanden

  23. Bayern, Niederbayern
    I. Ausbildung: StFa, B.A, M.A.
    II. Berufserfahrung vor StB-Prüfung: 14 Jahre (mit Ausbildung und Studienzeit = 8 Jahre)
    III. Gehalt vor Prüfung: 45.000 € bzw. nach schriftl. Examen 50.700 € bei mittelständische Kanzlei
    IV. Angebot nach Examen: 65.000 € fix

  24. Saarland
    I. Ausbildung: Steuerfachangestellte, nach 3 Jahren BiBu

    II. Berufserfahrung vor StB-Prüfung: 7 Jahre Minimum für die Anmeldung

    III. Gehalt vor Prüfung: 43.000 € + Boni

    IV. Angebot nach Examen: 54.000 € + Boni + Variabel nach überschreiten des Umsatzziels

    Mittelständige Kanzlei

  25. BaWü
    I. Ausbildung: Steuerfachangestellte, Bachelor

    II. Berufserfahrung vor StB-Prüfung: 4 Jahre (ohne Ausbildung und Studium)

    III. Gehalt vor Prüfung: 53.300 € + Boni (max. 2 Monatsgehälter)

    IV. Angebot nach Examen: 65.000 € + Boni (5.000 €)

    Mittelständige Kanzlei

  26. Baden-Württemberg, Alter: 26 Jahre

    1. WiWi Bachelor, Tax Master
    2. Berufserfahrung bis Examen: 4 Jahre in kleiner/mittelgroßer Kanzlei
    3. Gehalt vor Examen: alte Kanzlei 41k (nach langen Diskussionen)/neue Kanzlei 45k
    4. nach Examen 60k

  27. Süddeutschland, 32 Jahre

    1. WiWi Master
    2. Berufserfahrung vor Examen: 2 Jahre Big Four, 2 Jahre mittelgroße Kanzlei
    3. Gehalt vor Examen: bei Wechsel in mittelgroße Kanzlei zunächst 47k, nach einem Jahr 52k
    4. Gehalt nach Examen: 62k fix + ca. 6-9k Bonus (Abteilung Internationales Steuerrecht)

    Dabei sehr humane Arbeitszeiten (meist 40-42h; maximal 45h; alle Überstunden per Gleitzeit abfeierbar), tolle Kollegen und top Chefin. Bin mega zufrieden und habe daher „bessere“ Angebote von Mandanten aus der Industrie dankend abgelehnt.

  28. 1. BWL Bacheor
    2. Berufserfahrung bis Examen: 4 Jahre in kleiner/mittelgroßer Kanzlei
    3. Gehalt vor Examen: vorheriger Arbeitgeber, 44k fix.
    4. Gehalt nach StB-Examen: neuer Arbeitgeber, Einstieg 60k fix
    5. Gehalt nach WP-Examen (1,5 Jahre nach Bestellung StB): gleicher Arbeitgeber, Einstieg 82k fix

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