Keep going…

Hallo mein lieben Mitleidenden und Mitlesenden. Die BilSt-Klausur am WE war irgendwie gar nicht so schlimm. Ich habe natürlich länger gebraucht als 6 Stunden, aber es hat sogar ein bißchen Spaß gemacht. Bin ich krank? Nein, wahrscheinlich liegt es daran, dass sich eben jetzt doch die ersten Lernerfolge einstellen. Ich habe nicht mehr solche Angst vor den Klausuren und den unbekannten Themen. So langsam komm ich klar mit der Abarbeitung und weiß ungefähr, wie und wo ich suchen muss. Liegt vielleicht daran, dass ich BilSt als Bilanzbuchhalterin am meisten mag. Kann also bei der nächsten Klausur schon wieder anders aussehen… Vielleicht ist es auch die geänderte innere Einstellung. Ich hatte nach der letzten Depri-Phase voller Zweifel und folgender Erkältung beschlossen, jetzt nur noch positiv zu denken und Zweifel und Ängste nicht mehr Oberhand gewinnen zu lassen. Also schiebe ich die ganz schnell wieder weg, wenn sie auftauchen und denke und glaube ganz fest „Du schaffst das!“ Macht mich viel entspannter…

Ich habe mich auch bei den Gesetzen umorientiert. Vielleicht erinnert ihr euch daran, dass hier schon mal die BMF-Handbücher zur Sprache kamen. Ich hatte mir als erstes das ESt-Handbuch bestellt, um es mir mal anzuschauen. Und ich fands gut. Mittlerweile arbeite ich außerdem noch mit dem AO-Handbuch und dem USt-Handbuch. Die Vorteile für mich: größere Schrift, festeres Papier, DV und Richtlinie direkt hinter dem §, bei längeren § sind diese sogar unterteilt und unter jedem Absatz oder der jeweiligen Nummer steht schon die relevante Richtlinie (siehe Foto zu § 3) und an den Richtlinien stehen noch die Verweise zu den Erlassen als Anhang, die ebenfalls direkt hinten im Handbuch drin sind. Im ESt-Handbuch ist auch ein Auszug des HGB’s (der relevante Teil für BilSt) sowie das UmwStG und der UmwSt – Erlass drin. Ich finds total praktisch! Und komme gut klar damit.

Ich habe bei der StB-Kammer Sachsen nachgefragt, sie sind in der schriftlichen Prüfung erlaubt, in der mündlichen nicht, da dort nur Gesetze erlaubt sind. Deshalb und weil ErbSt, KSt und LSt nicht mehr aufgelegt werden, sortiere und markiere ich weiterhin brav die roten Klötze ein, die ich dann ebenfalls benutzen werde.

Ansonsten habe ich mir zu Hause etwas Luft verschafft, indem ich einen Haushaltsplan erstellt habe, der meine Kinder in Haus und Garten stärker mit einbindet. Tägliche und wöchentliche Aufgaben für jeden, die täglich abgehakt werden dürfen. Mit 10 und bald 14 Jahren kann man schon so einiges erledigen. Und es klappt bisher prima. Sie geben sich beide große Mühe und mich und meinen Mann entlastet es.

Dann wünsche ich euch mal eine schöne (bei uns heiße) Woche und denkt daran:

smacap_Bright

17 Gedanken zu „Keep going…

  1. Guten Morgen,

    ich mag Deine Beiträge, da sie menschlich sind. Probleme, die jeder von uns während der Vorbereitung hatte, werden angesprochen und dürfen diskutiert werden.

    Ich denke, Du bist auf einem guten Weg, weil Du Dir Gedanken machst, arbeitest und Deine Einstellung irgendwie nicht den Anschein des allein gültigen Wissen, wie man zu lernen hat, hat.

    Am Ende entscheidet der Wille!
    – Facit Omnia Voluntas –

  2. Danke ❤️
    Bringt ja nichts, irgend jemanden etwas vorzumachen… Und ich muss so lernen /Klausuren schreiben, wie es sich für mich gut anfühlt. Am Ende werde ich sehen, ob es so richtig war oder ich doch auf die anderen hätte hören sollen.

  3. Die Handbücher (zumindest das ESt) habe ich beim Fachwirt auch benutzt.

    Ich weiß nur nicht ob es bei der StB-Prüfung praktikabel ist. In Sachen Aktualität könnte es bei ESt noch passen, bei USt und AO wäre ich mir schon nicht mehr so sicher … und man würde noch mehr Bücher „mit schleppen“ was mich logistisch nun schon bei den Backsteinen an den Rand des Wahnsinns treibt … ich habe noch bei Oktober 2020 Zeit …

    Gibt es da Erfahrungswerte mit den Handbüchern???

    Dein Blog finde ich super, immer schön nahe an der Realität … versuch Dich nicht zu sehr auszupowern … ist ein langer Weg [versuche ich mir auch immer einzureden 🙂 ].

    Lg
    Marcus

  4. Es ist richtig, wie Du es machst!

    Klar ist es möglich, zu scheitern, gleichwohl dürfte die Wahrscheinlichkeit geringer sein, wenn Du Dich so vorbereitest, wie Du es für richtig hältst und Dich wohlfühlst.

    Wir, unsere Leben und deren Umstände sind verschieden und somit auch die Art zu Lernen.

    Ich sehe es gerade bei meinem Sohn, der jetzt Abitur gemacht hat. wie er durch die Schule gegangen ist (locker), wie er sich auf das Abi vorbereitet hat (mal ein wenig gelesen)… ich hätte es auf jeden Fall anders gemacht…
    Und er? Er hat es auf die ihm eigene Art gemacht und mit Bravour bestanden. Der Erfolg hat ihm recht gegeben.

    Was ich sagen will, höre auf Dich. Fühlst Du Dich wohl mit Deiner Vorbereitung?
    Wenn nein, ändere sie, wenn ja, gehe weiter auf Deinem Weg.

    Wichtig finde ich nur, dass man, sollte man denn doch verlieren, sich keine Selbstvorwürfe machen muss, man hätte nicht genug getan.

  5. Es freut mich, daß Du den BMF-Handbüchern eine Chance gegeben hast 🙂
    Für mich waren sie ideal in der Steuerberaterprüfung!

    Wie Du ja aus meinem Erfahrungsbericht zur Steuerberaterprüfung weißt, habe ich bei AO, USt, ESt und LSt nur die BMF-Handbücher benutzt und bin gut damit gefahren (ich hatte auch die KSt- und GewSt-Handbücher, aber die sind inzwischen total vergriffen).

    Schon eigenartig, daß das Lohnsteuer-Handbuch 2019 schon vergriffen ist, aber bei Amazon gibt es noch ein paar gebrauchte Exemplare, eines davon „Gebraucht – wie neu“

  6. @Attila, herzlichen Glückwunsch für deinen Sohn! Ich hoffe, meiner bekommt das auch irgendwann hin, zumindest arbeitet er auch nach dem Motto „geringster Einsatz bei halbwegs ausreichendem Ergebnis“ 😉

    @Marcus Danke! Die Handbücher sind sehr aktuell. Ao ist zb März 2019, in Ust ist auch das Ust Gesetz 2019 mit drin, ich habe sie ja erst seit April. Ich denke schon, das alles notwendige drin ist.

    @Münchner Kindl: Danke nochmal für deinen Erfahrungsbericht. Lst habe ich mir jetzt als kleine dtv Beck Ausgabe geholt, ich hoffe doch, das kommt nicht dran. Kst und Gewst hab ich auch als dtv Ausgabe. Zumindest für den Urlaub, damit ich die roten Klötze nicht in den Koffer stopfen muss. Hab Angst, dass sie mir auseinander fallen oder der Koffer verloren geht. Das wäre der worst-case… Also lass ich die zu Hause und nehme Handbücher und die kleinen mit. Die Erlasse zu Kst muss ich dann eben online lesen. Das einzige, was es gerade weder als Handbuch noch als dtv gibt, ist ErbSt… 😬

  7. Ich habe die 24. Auflage von dtv „Erbschaftsteuerrecht“, Stand 1.1.2018.
    Die 25. Auflage dtv „Erbschaftsteuerrecht“, Stand 1. Mai 2019 soll im August 2019 erscheinen, schau mal nach ISBN 9783423055475 bei Schweitzer-Online.de

    Es wäre natürlich gut, wenn Du es schon vorher zum Üben hättest, deswegen einen Vorschlag:
    Ich weiß nicht, ob Du hier bei NWB meine E-Mail Adresse siehst, falls nicht, schicke mir einfach im Forum Fernuni-Hilfe.de eine „private Nachricht“ mit Deiner Adresse und ich schicke Dir meine 24. Auflage, natürlich kostenlos 🙂
    Ist zwar 1 Jahr alt, aber bei ErbSt hat sich zwischen 2018 und 2019 kaum was geändert.
    Markiert habe ich sehr dezent, nach dem Motto „weniger ist mehr“, keine Sorge 😉

  8. Du bist ein Schatz, Münchner Kindl… Email ist raus!

    Es muss Bestimmung gewesen sein, dass ich in diesem Blog gelandet bin. Ich habe hier schon so viele gute Tips und Infos heraus gezogen, danke an alle 😘

  9. Bedenke dennoch das deine Chance zu bestehen laut Statistik nicht all zu hoch ist. Mit der Vorbildung als bibu wird das eine harte nuss

  10. @Mandy: Danke für Deine Karte mit KEEP GOING im Blog – der Spruch ist super

    und passt hoffentlich zu unserem Weg!

    Weiterhin viel Erfolg und starke Nerven!

  11. Ich würde hier nicht so viel auf Statistiken geben. Jeder gibt für sich das beste und wenn ich nachher durchfalle dann denk ich nicht unbedingt wegen der Vorbildung sondern weil ich es in dem Fall einfach nicht gut genug gemacht hat. Gibt genug studierte die dennoch in allen drei Versuchen scheitern und Bilanzbuchhalter die es im ersten schaffen.

    Ich denke solche Kommentare sind hier kontraproduktiv. Mandy scheint ihren weg gefunden zu haben und ich wünsche dir hier auf jeden Fall viel Erfolg für die weitere Vorbereitung und das Examen.

    Ich werde selbst im Oktober schreiben und hoffe das Beste. Hab leider erst ab Anfang September dann frei. Das ist statistisch gesehen wahrscheinlich auch sehr wenig Zeit. Ich bin aber dennoch frohen Mutes noch 🙂

  12. Aber als Sächsin sind die Chancen umso höher!
    Ich hatte eine Kollegin aus Sachsen im Vorbereitungskurs auf die mündliche Prüfung, die ebenfalls Kinder hatte und auch in etwa in Deiner Altersgruppe war, und die hatte auch den berufspraktischen Weg beschritten, und sie hatte in der schriftlichen Prüfung eine 3,5!

    Nur um das mal in Relation zu setzen, ich habe die Statistiken der Prüfung 2017 ausgewertet (2018 gibt’s noch nicht) und mit 3,5 ist sie in den Top 5-10% aller Teilnehmer!
    Habe meinen Erfahrungsbericht zur schriftlichen Prüfung um die Balkendiagramme dazu ergänzt.

    Vor allem in der Bilanzklausur hat sie eine Glanzleistung hingelegt – da sieht man all die Jahre praktische Erfahrung 🙂

    Und durch die mündliche Prüfung ist sie natürlich auch mit Bravour gekommen, da haben die Praktiker eben immer den klaren Vorteil, daß sie wissen, von was sie da sprechen 😉

    @Janine, falls Du noch mitliest, erzähl mal bitte von Deinen Erfahrungen mit der Steuerberaterprüfung!

    Diese Prüfung ist wahrhaft keine Hexerei, das Ergebnis ist direkt proportional zu der Anzahl der Aufgaben, die man geübt hat.
    Eben halt wie überall anders auch.

    Natürlich kann man mal Glück oder Pech haben in der Prüfung, aber wenn man in der Vorbereitung fleißig war, besteht man auch, wenn einem die Aufgaben an den Tagen nicht so liegen.
    Denn eines hat man durch diese knochenharte Vorbereitung gelernt: nicht das Handtuch zu werfen!

  13. Nürnberger hat m.E. Recht. Ergänzend muss man nur sagen, dass es eben alle schwer haben. Studierte, Praktiker, jung oder alt. Ich kenn einen promovierten Wirtschaftswissenschaftler der mit 4,5 in die Mündliche gegangen ist. Studierte im Drittversuch, Zweitversuch.

    Letztlich hat jeder den Lernstoff zur Verfügung, Klausurmöglichkeiten und 24h pro Tag. Der eine kämpft sich durch, der andere nicht. Meine Meinung.

  14. Ich bin mir der Statistik bewusst. Ich habe aber beschlossen, mich deswegen jetzt nicht verrückt zu machen. Das hilft mir nicht. Dieser dezente Hinweis hat mir gestern Abend schon wieder ein paar Stunden Schlaf geraubt, nein danke… Eine Garantie gibt es nicht, aber ich kann es schaffen, wenn die Art und Intensität der Vorbereitung, für die ich mich entschieden habe, ausreichend ist. Ich tue was ich kann und wenn es nicht reicht, gehe ich mit mehr Erfahrung und einem Wissensvorsprung in das nächste Jahr Vorbereitung. Es gibt genügend Steuerfachwirte, Betriebswirte, Bachelors, sogar Juristen, die es beim ersten Mal auch nicht schaffen. Es fallen ja nicht nur die Bibus durch. Die Vorbildung ist m. E. nicht der entscheidende Faktor, Art und Weise, Intensität der Vorbereitung, das sind meine „Stell – Schrauben“ 😉

    @Arne ich drück dir auch die Daumen und wünsch dir ganz viel Glück und Erfolg!

    Allen anderen, die dieses Jahr schreiben, natürlich auch…

  15. Ich war auch „nur Bilanzbuchhalter“ und habe es dieses Jahr beim ersten Versuch geschafft
    (und ich hatte nicht mal eine richtige Freistellung, zudem hatte ich noch weitere unglückliche Umstände, die fast noch dazu geführt hätten, dass ich die Schriftliche hätte sausen lassen müssen) Es war also ziemlich turbolent, überhaupt keine optimale Vorbereitung, viele Tiefen, ABER wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
    Somit ist der Kommi von Nürnberger total überflüssig.
    Man kann alles schaffen….

  16. Wow, großartig wie toxisch einige Leute hier schon wieder sind …

    Mal ehrlich, sch… auf Statistik … ich habe studierte Leute und 1er Abiturienten durchrasseln sehen weil Sie auf das falsche Streichthema gesetzt haben, einfach zu langsam geschrieben haben oder nicht fit waren … dafür sind „einfache“ (ist keine Abwertung!) Steuerfachangestellte mit Realschulabschluss durchgekommen weil sie fit waren, perfekt auf Erfahrung aufgebaut haben, Glück mit den Streichthemen hatten und schnell im schreiben waren.

    Es ist nicht nur Wissen und Vorbildung, Glück und geistige/körperliche Fitness sind genau so wichtig …

    @Mandy hör nicht auf toxische Menschen die anderen nur den Mut rauben wollen … zieh es in Deinem Style durch, dann rockst Du das! Positives Denken bringt Dich schon mal ganz weit nach vorne!

    Lg
    Marcus

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