Mündliche Prüfungen und verzögerter Endspurt

In Hessen haben in der letzten Woche die mündlichen Prüfungen begonnen, jetzt wird es nochmal ernst und es heißt „Endspurt, alles geben – das große Ziel vor Augen!“ Ich drücke allen Kandidaten für die nächsten Wochen ganz fest die Daumen und „fiebere“ jeden Tag mit.

Ich würde mich freuen wenn hier bereits geprüfte Kandidaten Ihre Erfahrungen mit uns teilen um vielleicht noch den ein oder anderen Tipp zu geben oder einfach die Aufregung vor der Prüfung ein ganz klein wenig zu nehmen ;-)

Es tut mir leid, dass ich noch nicht früher schreiben konnte, aber mich hat Dienstag letzte Woche die Grippewelle voll erfasst. Seitdem habe ich erstmal streng das Bett gehütet in der Hoffnung wieder möglichst schnell lern-/arbeitsfähig zu sein… Bei mir folgte mit der Einladung zur mündlichen Prüfung auf die Aufregung  und Freude erstmal Ernüchterung, bin ich, hier in Hessen, mit einem Prüfungstermin gegen Mitte März doch eher am Schluss dran. Ursprünglich hatte ich sehr gehofft einen Termin Anfang/ Mitte Februar zu bekommen, damit der ganze Wahnsinn in absehbarer Zeit ein Ende findet. Aber mit der blöden Grippe jetzt, bin ich doch heilfroh, dass ich erst  einen späten Termin habe. Ich hoffe ihr schafft es besser als ich euch fit und gesund zu halten!

13 Gedanken zu “Mündliche Prüfungen und verzögerter Endspurt

  1. Danke jana du sprichst mir aus der seele
    Ich würde auch gern mehr erfahren über bereits erlebte mündliche prüfungen

  2. Themen heute in Hessen:

    – echter Zuschuss in der Umsatzsteuer

    – 8b KStG mit Schwerpunkt Streubesitz

    – Haftung des Steuerberaters.

    Alle bestanden (Vornoten: 4,16; 4,33; 4,33; 4,5)

    jetzt wird gefeiert. Cheers!

  3. @Comply or explain

    Waren das die drei Vortragsthemen oder Themen in der Fragerunde?

  4. Hatte bereits letzte Woche mündliche Prüfung in Hessen und kann gerne berichten:

    Zum Ablauf:

    Geprüft wurden jeweils (morgens und nachmittags) zwei Gruppen parallel. Die Atmosphäre war sehr freundlich, insb. auch von den Mitarbeitern der Steuerberaterkammer. Nach kurzem Zusammensitzen im Warteraum, bei dem sich die Gruppen untereinander über die Reihenfolge der mündlichen Vorträge einigen mussten (traditionell wohl nach Noten, von höchster Vornote zu Niedrigster), ging es auch schon los, relativ genau im Zehn-Minutentakt.

    Themen der Aktenvorträge: USt in der Insolvenz (0x genommen), Ausländische Einkünfte inländischer Kapitalgesellschaften (2x), und die Möglichkeiten gemeinsamer Betätigung von Steuerberatern (2x).

    Ablauf der Fragerunden:
    Vornoten 3.8 (ich); 4,1; 4.5; 4.5.

    In der ersten Fragenrunde kamen alle mehr oder weniger noch gleichmäßig der Reihen ach dran, wobei der 4,1er und ich eher Stichpunkte geliefert haben und die 4,5 ausführlicher reden mussten. Ab der zweiten Runde wurde es für uns beide noch merklich weniger, bis in der letzten Runde fast ausschließlich die 4.5er geprüft wurden. Kann (neben Vornoten) aber auch davon abhängig gewesen sein, dass der Kandiat mit 4.1 und ich als Rechtsanwälte mutmaßlich weniger intensiv geprüft wurden (da bereits Berufsträger).

    Am Ende sind alle durchgekommen (wie auch in den anderen drei Prüfungen), wenn auch einer der 4.5 wohl relativ knapp, was die Vorsitzende hat durchblicken lassen.

    Die einzelnen Themen der Fragenrunden will ich nicht auflisten (bringen eh nichts und sind Prüferabhängig). Es war aber schon auffällig, dass nicht in die Tiefe geprüft wurde sondern fast nur Grundlagenkenntnisse abgeprüft wurden. In einer halben Stunde Prüfung pro Prüfer ist aber auch wirklich nicht mehr drin.

  5. Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn ich mir die Protokolle der mdl. Prüfungen ansehe, dann wird mir echt übel. Hab am 18.02. und kann deshalb nachts schon nicht mehr schlafen.

  6. @Heiner85:

    Aus meiner Erfahrung von der mündlichen Prüfung letzte Woche kann ich Dir sagen, mach Dich nicht verrückt. Du hast auch mit 4,5 gute Chancen zu bestehen. Mit mir war auch eine Kandidatin an der schriftlichen Bestehensgrenze in der Prüfung. Sie wurde intensiver befragt, hat die Fragerunden aber gut gemeistert und hat bestanden.

    Prüfungsprotokolle sind so ne Sache. Das sind alles Gedächtnisprotokolle und stellen den tatsächlichen Ablauf der Prüfung häufig nur sehr verkürzt dar. Ich hab irgendwann beschlossen, diese nicht mehr anzuschauen, da sie mich nur verunsichert haben und die Fragen halt doch sehr davon abhängig sind, wer Dich prüft, der Nutzen der Durchsicht daher begrenzt ist und es sinnvoller ist, die Vorbereitungszeit mit sinnvolleren Maßnahmen auszufüllen. Generell kommt es In der Mündlichen in den Fragerunden darauf an, den Prüfern darzustellen, dass Du die Grundlagen draufhast und Dir Sachverhalte anhand des Gesetzes systematisch erschließen kannst. In meiner Prüfung haben wir gemeinsam mehrere FG-Urteile aus dem letzten Jahr hergeleitet. In der Gruppe funktioniert das erstaunlich gut, hätte ich vorher auch nicht gedacht. Mit diesem Wissen lesen sich die Prüfungsprotokolle dann auch viiiieeeeelllll weniger furchteinflößend … Wenn Du Deine Prüfung hinter Dir hast, wirst Du verstehen, was ich meine ;-)

    Außerdem ist Vortragspraxis wichtig und aktuelle Rechtsänderungen. Bei Vorträgen übst Du auch Stoff, der angesichts der vergangenen Zeit seit der schriftlichen Prüfung nicht mehr ganz so präsent ist und schlägst damit zwei Fliegen mit einer Klappe. Ein guter Vortrag ist die halbe Miete. Und wenn der Vortrag gut läuft, gehst Du auch entspannter in die Fragerunden rein.

    Also mach Dich nicht verrückt. Das blockiert Dich nur und damit schaffst Du dann tatsächliche keine guten Ausgangsbedingungen für Dich!

    Ich drücke Dir die Daumen!

  7. Ich hatte mir seinerzeit kein einziges Protokoll angesehen. Einzig diese Fragen und Antworten im Steuer und Studium. Es hängt nunmal ab, wer alles in der Kommission sitzt. Bei uns in NRW sind ja mehrere mündliche Prüfungen gleichzeitig und alle Teilnehmer kommen (sofern die Pausen ähnlich sind) alle in einem Raum, während sich die jeweilige Kommission berät, wie unterschiedlich doch da gefragt wurde ist enorm. Von daher halte ich das alles etwas sinnbefreit. Vorträge, Vorträge, Vorträge, ein gutes Basiswissen und aktuelles gehört zur Vorbereitung.

  8. Ich hatte diese Woche in Hessen mündliche Prüfung und kann euch sagen: Macht euch nicht verrückt!

    Ich war im zweiten Versuch in der mündlichen Prüfung was ein erhöhtes Stress-Level bedeutet :) Die Kommission unter Herrn Finger ist wirklich fair und prüft auf Bestehen! Entspannt euch – atmet vor dem Kurzvortrag tief durch – wichtig ist, dass ihr den Vortrag bewusst haltet und nicht vor lauter Panik runterrattert! Im Vortrag zeigt man, dass man dem Mandanten auch einen Sachverhalt erklären könnte.

    Bei uns liefen die Prüfungsrunden keineswegs perfekt – es war teilweise schleppend, manche Fragen waren total komisch und nicht direkt ersichtlich worauf die Prüfer hinaus wollten. Aber sie haben geholfen, die Fragen umformuliert, sind auch auf andere Themen eingegangen, wenn wir versucht haben, auf ein anderes Thema zu lenken. Es wurde abwechselnd gefragt, keiner wirklich gelöchert. Die Prüfer haben Tipps gegeben und die gesamte Gruppe wirklich zur Lösung geführt. Am Ende haben alle bestanden!

    Ich glaube, dass das Ergebnis ganz stark von der Kommission und deren Stimmung abhängig ist.

    Allen, die die mündliche Prüfung noch vor sich haben, wünsche ich viel Erfolg und Glück mit der Kommission!

    Ich habe noch die beiden Bücher zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung. Da ich jetzt endlich fertig bin, würde ich die gerne jemandem zur Vorbereitung gegen einen geringen Betrag überlassen. Hätte jemand Interesse?

  9. @Jetzt_Nerven_behalten:
    woher weiß man, ob der Vortrag gut gelaufen ist? Meinst Du das eigene Gefühl?

  10. Hallo, ist morgen jemand bei der Simulation in Köln beim studienwerk, ich hab meine anfahrtsskizze auf der Arbeit gelassen und komme an die E-Mail nicht dran. Schon einmal vielen Dank

  11. Gude ihr Hessen,

    könnt ihr mir sagen, was für die Vorbereitung für den Kurzvortrag zugelassen war? Nur das nackte Gesetz, richtig?

  12. @Alex: Wir durften in Frankfurt eigene Gesetze Richtlinien Erlasse und eigenes Papier zum vorbereiten des Kurzvortrags benutzen

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