Neuer Negativ-Rekord

Klausur BilSt 06 von Knoll, insgesamt Klausur Nr. 18 (von 27 ! Das klingt schlimm, nur noch 9 Klausuren…), Schwierigkeitsgrad 110 %, Neuer Negativrekord: 44 geschriebene Seiten an 2 Tage á jeweils ca 5-6 Stunden. Fazit: Ich bin so eine Bummelliese…

Ok, ich bin dafür bekannt, dass mich nichts so leicht aus der Ruhe bringt. Und dass ich gründlich bin, perfektionistisch, genau, pingelig…. Ich fände noch mehr Adjektive. Vielleicht bin ich dadurch etwas langsam. Ich gebe auch nicht auf. Ich boxe mich durch die kniffligsten Sachverhalte und versuche sie komplett zu lösen, damit ich lerne wie es geht. Ich lese die Erlasse, natürlich gründlich. Noch bin ich nicht in der Lage, irgendwas hinzuschreiben, von dem ich nicht überzeugt bin. Damit brauche ich allerdings gefühlt viel zu lange. Das ist der derzeitige Stand. Ich kann nur hoffen, dass sich das in 93 Tagen und weiteren vielen Klausuren so weit relativiert hat, dass ich halbwegs klar komme mit der Zeit… Aber ich merke schon, dass ich die (meisten) Probleme sofort erkenne. Und ich muss die Standardsachen nicht mehr nachschlagen. Da hat sich schon viel getan. Am Ende bleibt mir in der Prüfung nichts anderes übrig, als mich zu beeilen.

Ansonsten war die vergangene Woche etwas ungewohnt. Zu Hause sein, nicht unter Zeitdruck stehen, tat gut. Ich hab hier und da nachgearbeitet, Karteikarten geschrieben (ob ich mir die je wieder anschaue?), nochmal Klausurtechnik Lehrbriefe durchgelesen, aber gefühlt nicht richtig viel geschafft. Deswegen habe ich dann gestern mit der nächsten Klausur angefangen, weil ich festgestellt habe, dass ich nur dann das Gefühl habe, was getan zu haben. Also werde ich die nächsten Wochen Klausuren schreiben. Bis ich keine mehr habe 🙂 oder bis mir die Hand abfällt.

Nach Nina’s Berichten habe ich kurz wieder an meinem Plan gezweifelt und gedacht „Leidest du eigentlich an Selbstüberschätzung, dass du denkst, dir das alles selbst erarbeiten zu können?“ Ich hab nochmal kurz nach Unterkünften in Bamberg und Berlin geschaut, um vielleicht doch noch einen längeren Präsenzkurs mitzumachen. Aber dann hab ich den Gedanken schnell wieder beiseite geschoben und mir gesagt, das schaffst du schon. Klausuren schreiben ist das A und O. Und das mache ich ja. Noch eine ganze Weile und noch eine ganze Menge. Die 4 Wochen Bamberg ab Ende August kommen ja auch noch. Ist von euch auch jemand dabei?

Und übrigens: Endlich Sommerferien!!! In Sachsen zumindest. Für die Kinder. Nicht für mich. Trotzdem erleichternd, dass ich nicht mehr 5.45 Uhr zum Wecken aufstehen muss. Und mich nicht um schulische Belange kümmern muss. Nur den neuen Schulbedarf muss ich dann irgendwann besorgen. Pünktlich dazu wird das Wetter schlechter. Na immerhin lockt mich dann die Sonne nicht nach draußen. Hoffentlich regnets dann auch mal wieder. Immer wieder Feldbrände und der Brunnen hat auch einen niedrigen Spiegel.

Nächste Woche bin ich kinderlos. Das wird ganz schön ruhig hier. Aber ich werde die Zeit gut nutzen. Jetzt lasse ich alles stehen und liegen und gehe raus!

Liebe Grüße

10 Gedanken zu „Neuer Negativ-Rekord

  1. Hallo Mandy,

    Ich habe im letzten Jahr das Examen erfolgreich abgelegt. Denke bitte nur unbedingt dran irgendwann auf die Zeit zu achten und Klausuren in 6 Stunden zu schreiben.
    Lasse unklare Sachverhalte vielleicht erstmal weg und hole dir dort nur die ersten paar Fußgängerpunkte. Zeitmanagement und Klausurtechnik werden im Oktober viel ausmachen.
    Ich habe in der Vorbereitung die Klausuren immer in 6 Stunden geschrieben und dann lieber intensiv nachgearbeitet. Auf die Noten kommt es in der Vorbereitung ja zum Glück nicht an.
    Dir auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg und siehe es als gut gemeinten Tipp an!

  2. Hallo Niedersachse! Danke für den gut gemeinten Rat. Ich weiß, dass ich anfangen muss, in 6 Stunden zu schreiben. Momentan versuche ich mir noch einiges an Inhalten zu erarbeiten. Gerade diese Umwandlungen… Das war nun ausgerechnet wieder so eine Klausur, die voll von Umwandlung und Spezialitäten war. Knoll macht gern so Themenklausuren. Das wird sicher in der echten Klausur nicht so sein. Es ist ja auch nichts wirklich unklar gewesen, nur an ein paar Punkten denke ich eben noch zu lange nach und grübel hin und her. Ich merk mir dadurch aber am Ende auch sehr viel. Das war jetzt der zweite Realteilungsfall in den Klausuren. Beim ersten hatte ich null Plan. Diesmal wusste ich schon, wo der Hase langläuft. Ich sehe Fortschritte 😉

  3. Hallo liebe Mandy,
    Ich bin auch in Bamberg, allerdings nur für eine Intensivwoche Klausurenkurs im September. Ich hab mir eine Unterkunft gemietet und freue mich schon richtig auf die „familienfreie“ Zeit um mich nur um meine Klausuren und mich kümmern zu müssen.
    Ich weiß nicht, wie das bei anderen so ist, aber bei mir sind von irgendeiner Seite immer irgendwelche Befindlichkeiten, sobald ich mich zum Lernen zurückziehe. Nach dem Motto: „nie hast du Zeit!“
    Da ist es für mich wie Urlaub, das traute Heim zu verlassen, selbst nur zum Klausuren schreiben.

    Und ja, das Zeitmanagement in sechs Stunden ist schwierig. Komischerweise bei einem Anbieter mehr, als dem Anderen. Obwohl beide vorgeben, examensnahe Klausuren zu machen.
    Es sind gottseidank noch ganze drei Monate. Also noch einige Zeit zum Üben!

  4. Oh schön Geli, da sehen wir uns! Ich „gönne“ mir den Intensivkurs und 2 Wochen Klausurenkurs. Und ja, ich kenne das mit den Befindlichkeiten… Ich denke auch, bis dahin tut sich noch einiges und auch dort werden noch jede Menge Groschen fallen. Ich bin erstmal froh, dass ich kommende Woche und dann auch die letzte Ferienwoche ohne Kinder ganz mein Ding machen kann. Liebe Grüße!

  5. Hi Mandy!

    Nochmal Respekt, dass Du die Familie und Deinen Job so neben dem Steuerberater schmeißt

    – das macht Dir nicht jeder nach! Bestimmt nicht!

    Ich drücke Dir für die Klausurenkurse die Daumen – habe selbst auch welche gebucht und hoffe auf viel Effektivität beim Lernen!

    Bei den 6 Stunden als Zeitrahmen kann ich mich den anderen nur anschließen – aber ich selbst kenne das Gefühl super gut, in 6 Stunden kaum fertig zu werden

    – gerade in der Misch – Klausur mit UST ist das wohl Standart!

    Dir weiterhin starke Nerven, viel Erfog und Hut ab vor Deiner Leistung!

  6. Ach naja, ob ich das jetzt wirklich „schmeiße“, wird sich noch herausstellen. Das sehen wir im Januar spätestens. Und Respekt muss man eigentlich den Kindern und Partnern zollen, die das mitmachen und aushalten… Die haben es auch nicht einfach. Aber es gibt ja relativ viele, die es mit Familie versuchen und auch meistern. Manchmal entscheidet man sich eben später oder es kommt früher etwas dazwischen, so ist das Leben…

  7. Seid froh, dass ihr immer was hinschreiben könnt und nicht fertig werdet!
    Ich hatte heute eine Bilanzklausur wo ich einfach nichts Passendes als Antwort fand. In keinem der roten Schmöker und im HGB schon gar nicht. Ich kam bei einer Aufgabe einfach auf keinen Ansatz. Das ist mal ein blödes Gefühl! Es fühlt sich an, als wenn man der größte Idiot wäre.. .
    Da werde ich lieber nicht fertig!

    Und ja, Mandy hat Recht: der größte Respekt gilt Mann und Kind. Dafür dass sie diesen Wahnsinn mitmachen und immer wieder emotionale Aufbauarbeit leisten, sowie ständig Ihre Zeit alleine verbringen und sogar noch Haushalt und Garten übernehmen. Danke meine Lieben!

  8. Hallo Mandy,

    ich werde auch am Klausurenkurs l und ll in Bamberg teilnehmen. Ich bin mal gespannt wie ich mich nach den zwei Wochen dann fühle… Zumindest dürften mir die 3 Tage im Oktober dann hoffentlich leichter fallen, vor allem zwecks der Nervosität.

  9. Ah super, ich dachte schon, ich sitz mit Geli allein im Kurs… Na immerhin sind wir jetzt zu dritt 🙂 Wir sehen uns!

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