Osterfeeling mal anders?!

Hallo zusammen,
die letzten Tage waren etwas turbulent, dennoch sollten wir alle fokussiert nach vorne blicken.

Ich habe ein paar Klausuren geschrieben, teilweise erfolglos, teilweise motivierend. Ich werde die Ostertage ein paar Aufgaben separat erledigen und ein paar Themen nach arbeiten.

Das Zeitmanagement fällt mir ehrlich gesagt nicht schwer, ich bin relativ pünktlich fertig, was sich aber leider auch (teilweise) in meinen Punkten niederschlägt, vielleicht ist die Routine vom Fachwirt noch erhalten.
Ich habe dennoch versucht meine Vorgehensweise etwas anzupassen.
Skizzen finde ich sehr hilfreich um ein paar Eckdaten festzuhalten, ich versuche jede Aufgabe step by step abzuarbeiten und ein gewisses Schema der Zitate einzuhalten. Falls ich bei ein paar Themen unsicher bin suche ich in den Richtlinien und in den Erlassen ein paar Hinweise – 6 Stunden sind schon heftig nach 4,5 lässt die Konzentration deutlich nach. Habt ihr Tipps wie ich mein Zeitmanagement strecken kann? Oder habt ihr andere Vorgehensweisen um die Klausur gut abzuarbeiten?

Das schöne Wetter und die Ostertage sind doch recht verlockend, ich habe beschloßen definitiv zu lernen und evtl. die Online Videos von Endriss nach zu arbeiten aber dennoch möchte ich mir eine wohlverdiente kleine Pause zum durchatmen gönnen.

Habt ein paar außergewöhnliche Ostertage. Wer kann schon in ein paar Jahren sagen, „Hey an Ostern 2020 stand meine Welt Kopf, gelernt für mein großes Ziel trotz Corona-Krise und wunderschönem Frühling“

Eure Nadine

34 Gedanken zu „Osterfeeling mal anders?!

  1. Hallo Nadine,

    aus meiner Sicht ist es sinnvoll, maximal 6 Stunden zu schreiben. Nicht nur, um sich daran zu gewöhnen, sondern vor allem weil eine saubere Nacharbeit ohnehin erforderlich ist.
    Es geht ja darum, begrenzte Zeit sinnvoll zu nutzen. Also nicht 10 h an einer Klausur sitzen, es sei denn Du kannst zu 100 % sicherstellen, dass Du Dir so das richtige sehr gut erarbeitest. Sonst lieber auf die Nachbereitung setzen als hier ewig rumzumachen.

    Ich bin letztes Jahr so vorgegangen (keine Freistellung, im Sommer aber 1-2 Monate weitgehend die Möglichkeit für die Vorbereitung an je ca. 4 von 7 Tagen pro Woche)
    1. Skripte (Knoll) bis März bearbeiten als Basis
    2. Ab April nur noch Klausuren, punktuell mal im Skript nacharbeiten
    3. Klausur immer (!) 6 h, ohne Lösung. Abends dann auch mal SteuerStud Klausuren direkt mit Lösung durchgearbeitet (1-2h)
    4. Klausur nachbereiten: Lösungsskizze intensiv durcharbeiten und Video schauen (in Summe ca. 3 h)
    5. Klausur nachdem sie korrigiert kam nochmal anhand Lösungsbogen kurz nachbereiten (ca. 1h)
    6. Intensivkurs 2 Wochen bei Knoll, 10 Klausuren, sonst keine Präsenz
    7. Jede bisher gelöste Klausur 2. mal anskizzieren (je ca. 1,5h) & nachbereiten (je ca.1h)
    8. Alle Skripte kurz(!) durchgehen, um in der Breite nochmal wissen zu vertiefen

    => Schlussfolgerung ist: Um Zeit zu haben, genug Klausuren zu machen, diese intensiv nachzubereiten (inkl. Video), und auch Skripte oder andere generelle Inhalte nochmal kurz für die Breite durchzugehen , braucht es ein gutes Zeitmanagement. Aus meiner Sicht ist daher super, wenn Du nach 6 Stunden fertig bist. Mit guter Nachbereitung wird die Substanz, die Du in 6 h hinbekommst sicher laufend besser. Gerade in der frühen Phase fand ich es nicht zielführend, ewig rumzusuchen, wenn ich nicht weiter wusste. Gerade die m.E. vergleichsweise kürzeren ESt/ Bilanzklausuren habe ich auch schon mal nach 5 Stunden beendet.
    Die Simulation des Echtexamens, das kämpfen bis zur letzten Minute auch wenn man keinen Zugriff zur Aufgabe kriegt kann man ja im Sommerkurs nochmal üben, im April war für mich damals die eine Stunde mehr für Nachbereitung wertvoller.

    Viele Grüße

    Verleihnix

  2. Verleihnix,

    danke fuer deinen Beitrag.

    Eine Frage:

    Wuerdest du grds von einem Kurs zur Stoffvermittlung im Sommer abraten?

    BG und Danke

  3. @ Taxknecht: hatte gestern eigentlich ausführlich geantwortet, scheint irgendwie technisch nicht durchgedrungen zu sein ins Forum, warum auch immer.
    Daher meine Einschätzung nochmal etwas knapper:
    – Präsenzkurse zur Stoffvermittlung sind ziemlich teuer
    – Sie sind auch sehr zeitaufwendig, also i.S. Input – Output-Ratio, Zeit mit Sicherheit ineffizienter eingesetzt als bei einem Fernklausurenkurs.
    => Grds. also meine Empfehlung: Lieber ein Fernklausurenkurs mehr buchen und intensiv bearbeiten, zusätzlich vielleicht auch paar Klausuren aus Vorjahreskursen (kann hier vielleicht auch noch weiterhelfen 😉 ) oder SteuerStudium durchgehen.
    – Videobesprechungen zu Klausuren geben auch nochmal anderen Input (Hören, Visualisieren,…) und das zielgerichtet
    – Stoffkurse gehen ja über alle wichtigen Themen. Du hast aber vielleicht nur bei der Hälfte der Themen wirklich Bedarf.
    => Meine Empfehlung: Je nach Lerntyp also entweder ganz verzichten, einen möglichst kurzen Stoffkurs nehmen oder gar modular nach Themen (z.B. nur VerfR,…).
    Ich hab jedenfalls so einen Kurs überhaupt nicht vermisst. Die Musterlösungen und Videos zu Klausuren einiger Anbieter (etwa Knoll, WLW) sind ja auch sehr gut und geben wertvolle Hinweise auch abseits der konkreten Aufgabe (bei Knoll z.B. in Videos von Dr. Becker oder Ronny)

  4. Ich kann auch nur von Stoffvermittlungen abraten, sowohl zu Beginn der Vorbereitung im Jahr davor als auch im Sommerkurs vorm Examen. Das wird am Ende nicht viel bringen, Themen vorgekaut zu bekommen. Es kommt drauf an, ein 6stündiges Examen zu schreiben und damit fertig zu werden, d.h. man muss an der Klausurtechnik üben und ein gewisses Zeitmanagement innehaben. Es bringt nix, die Betriebsaufspaltung zu kennen, ohne sie in der Klausur zur erkennen. Mir persönlich hat es enorm viel gebracht, beim Knoll jeden Samstag die 6stündigen Klausuren vor Ort zu schreiben und sich jedesmal durchzuquälen bis zum Ende. Daher: So viele Klausuren wie möglich schreiben, ausgiebig nacharbeiten und ca. 1 Monat vor dem Examen alle geschriebenen Klausuren nochmals nach arbeiten, vor allem diejenigen, bei denen man Probleme hatte. Auch würde ich jetzt schon versuchen, die Klausuren innerhalb von 6 Stunden zu lösen, auch wenn die meisten Anbieter sagen, dass das noch nicht erforderlich ist.

  5. Vielen Dank für die ausführliche Info, ich werde mal sehen was sich umsetzen lässt. Wobei ich mich für die Präsenzkurse angemeldet habe, ich hoffe unsere Pläne und Vorhaben werden nicht zu sehr überstrapaziert.

  6. Ich sehe das ganze was differenzierter. Ein Kurs, wo man den ganzen Stoff vermittelt bekommt, ist in meinen Augen ein absolutes Muss.
    Warum? Im vergangenen Jahr kam in Bilanz z.B. Leasing dran. Und im Kurs (Bannas) haben wir 5 unterschiedliche kleine Fälle zum Leasing gemacht. Wenn man die nachgearbeitet hat, war man bestens aufgestellt. Dazu kam Leasing auch im Klausurenkurs (Endriss) dran, aber natürlich am großen Fall. Und auch nur in 2 von den glaube ich 4 Bilanzklausuren. Die Chance, dass man alleine durchs Klausuren schreiben die unterschiedlichen Fallgestaltungen lernt, sehe ich für mich persönlich nicht.

    Ich kann mich insoweit aber den Vorrednern anschließen: selbstverständlich ist auch Klausuren schreiben ein absolutes Muss. Ich habe einen Vollzeitkurs (Bannas) ab Ende Mai besucht, bei dem jeden Samstag eine Klausur angeboten worden ist. Die habe ich auch geschrieben. Dazu habe ich einen Klausurenkurs gemacht (Endriss).
    Ich kann beides uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Korrektur der Klausuren war bei Endriss allerdings deutlich besser bzw. aufmerksamer als bei Bannas.

    Bestanden habe ich mit einer 3,5 schriftlich .

  7. Den von Hansi beschriebenen Effekt hat man z.B. auch mit der WLW Fallsammlung. Deutlich günstiger als ein Präsenzkurs zur Stoffvermittlung, dafür sieht man so viele Fälle in mehreren Abwandlungen, wie man es in einem Klausurenkurs natürlich nicht in dem Umfang hat.

    Sage ja auch nicht, dass das schlecht ist, einen solchen Stoffkurs zu besuchen, aber dass die Zeit effizient eingesetzt ist, da habe ich große Zweifel. Jeden Samstag 1 Klausur ab Mai finde ich einfach zu wenig. Kann mir jetzt nicht vorstellen dass 5 Tage entspannt berieseln lassen mehr bringt als 3-4 Klausuren pro Woche.

    Habe mit 3,3 bestanden ohne Präsenzkurs, aber mal ehrlich: eine Note ex ante in einem Einzelfall ist absolut kein Argument dafür, ob irgendein Weg richtig oder falsch war.
    Das Argument effizienter Zeiteinsatz das gegen Stoffkurse spricht konnte m.E. noch keiner widerlegen.

  8. Moin,

    interessant, wie die Meinungen auseinandergehen.
    Zum Teil wird ganz von einem „Stoffvermittlungskurs“ ab- und nur zu Klausurenkursen geraten.
    Weiß ich nicht… mutig… vielleicht leichtsinnig…

    Ich hätte mich das seinerzeit nicht getraut.

    Ich hatte berufsbegleitend Stoffvermittlungskurse und Klausurenkurse. Während der Klausurenkurse konnte ixh recht gut anhand der Scripte aus der Stoffvermittlung nacharbeiten und Themen vertiefen.
    Darüber hinaus habe ich dann im Sommer jedoch nicht den Intensivkurs (in dem noch mal Theorie vermittelt wurde) besucht, sondern einen Klausurenkurs über sechs Wochen.
    Diese Mischung war für mich genau richtig.
    Ich hatte Glück und beim ersten Mal bestanden.

    Ein anderer Aspekt:
    Hätte ich nur die Klausuren geschrieben und wäre durchgefallen, hätte ich mir wahrscheinlich Vorwürfe gemacht, nicht alles gegeben zu haben; was ja dann auch gestimmt hätte.

    Meine Taktik war: Volle Pulle arbeiten und lernen, kaum Freizeit; alles geben.

    Aber das ist nur meine Wahrheit. Eure kann natürlich anders aussehen.

    ich war damals bei Huttegger in Kiel.

  9. @ Attila: Ich glaube, meine Überlegung ist gar nicht so groß im Widerspruch zu Deiner wie es auf den ersten Blick scheint. Denn: es spricht natürlich nichts gegen einen berufsbegleitenden Stoffkurs.
    Bleibe dabei, dass man vielleicht hier und da für den Ertrag etwas viel Zeit aufwendet – es ist m.E. nicht so effizient – aber es kommt ja am Ende auf den Erfolg an, nicht auf den effizienten Zeiteinsatz! Wer jetzt aber noch nicht so weit in der Vorbereitung ist, sollte vielleicht doch gerade an effizienten Zeiteinsatz denken 😉

    Denn: meine Thesen sollen den jetzigen Bloggern und Prüflingen bisschen Denkanstöße geben. Der Zug berufsbegleitender Kurs seit September ist ja abgefahren. Insofern bezieht sich meine Meinung insbesondere auf Kurse im Juni-September. Da spricht aus meiner Sicht eher mehr dagegen als dafür.

    Am Ende übrigens noch eine These: es kommt nicht auf den absoluten Zeiteinsatz an, sondern die Intensität. Die ist bei der Bearbeitung von Klausuren unter Echtbedingungen hoch, wer bitte will behaupten dass die im Stoffvermittlungskurs ebenso hoch sei.

    Wichtig auch zur Klarstellung: immer auch über Steuer Studium oder Skripte o.Ä. auch links und rechts Themen im Blick haben, die nicht oder sehr selten in Fernklausuren sind (Stichwort Aufgabe GmbH Gründung im Examen 2019: war fast geschenkt, in Fernklausuren kam das aber nicht vor; habe die Knoll Skripte aber wie oben beschrieben im September vor Examen nochmal durchgeflippt, war sehr hilfreich).
    Wie oben dargestellt ist die Breite aus meiner Sicht auch wichtig, meine Überlegungen sind also gerade nicht konform mit dem z.T. auch verbreitete „klausuren only“ Argument.

  10. @Verleihnix:

    Du hast in der Tat recht mit der Effizienz und Intensität, gerade, wenn man unter starkem (Zeit-) druck steht.
    Ich hatte seinerzeit tatsächlich keine Corona-Krise oder anderen Mist (außer Frau und Kind 😉 ) an der Hacke.

  11. Hallo zusammen 🙂
    es passt nicht so ganz zum Thema von Nadine aber ich fange ab 06/2020 mit der Vorbereitung auf die Prüfung 2021/2022 an (ja, mit berufsbegleitendem Kurs zur Stoffvermittlung 😉 ) und bin aktuell dabei mir sämtliche Materialien zu beschaffen und mich schon vorzubereiten, man hat aktuell ja genügen Zeit hierfür.

    Nun stellt sich mir die Frage: Dürckheim Register MIT oder OHNE Stichworte?? Für meine Steuerfachwirtprüfung in 2016/2017 hatte ich die Griffregister ohne und kam damit gut klar. Bin mir nun aber unsicher ob mir die mit Stichworten für das StB.-Examen noch besser weiter helfen? Würde mich sehr über eure Erfahrungen hierzu freuen. Viele Grüße

  12. @verleihnix:

    vielen dank fuwr deine ausfuehrlichen tipps.

    hast du die gesamte wlw fallsammlung durchgearbeitet?

    welche klausurenkurse hast du absolviert?

  13. Hallo Zusammen,

    ich würde mich nicht zu sehr auf Stoffvermittlung und Theorie fokussieren, da man in der schriftlichen Prüfung nie Theoriewissen (zB: nennen Sie xy… )abgefragt wird sondern man aktiv Aufgabenstellungen lösen muss und dort seine Klausurtechnik benötigt. Selbst wenn man einmal etwas nicht weiß, kommt man mit der Technik gut voran. Stoffvermittlung und Theorie würde ich mir dann für die Mündliche Prüfung aufsparen.

    Wichtig sind die Klausurenkurse die kurz vor der Prüfung laufen. ich hatte zwei Klausurenkurse (insgesamt 6 Wochen), wo jeden Tag unter Prüfungsniveau und Bedingungen Klausuren geschrieben wurden (Endriss). Irgendwann wird es dann normal eine 6 Stunden Prüfung zu schreiben.

    Aus meiner Sicht bringt es nichts sich zu früh verrückt zu machen, auch wenn alle anderen schon lernen und sich gegenseitig Angst und schlechtes Gewissen machen. Fängt man zu früh an, ist man mE nach hinten zu ausgepowert und da kommt es eben darauf an. Mai ist aus meiner Sicht eine gute Zeit um zu beginnen, da man sich sowieso darüber im Klaren sein muss, dass man am Ende sowieso nicht alles können wird und aufjedenfall auch Glück bei den Themen dazugehört.

    In diesem Sinne, es ist machbar und lasst Euch von dem Umkreis, den Kursanbietern und wem noch sonst KEINE ANGST machen.

    VG und schöne Ostern.

  14. @ taxknecht:
    Ja, gesamte WLW Fallsammlung durchgearbeitet, je nach Themen aber mit unterschiedlicher Intensität, da es echt unfassbar viel Stoff ist; auch zu exotischen Gebieten ist einiges enthalten. Hier habe ich dann schon Schwerpunkte gesetzt zur intensiven Bearbeitung, einen Teil auch nur anskizziert und durchgelesen. Hilfreich ist, dass man fast immer mehrere Varianten hat und die unmittelbar nacheinander bearbeitet (klassisches Bsp wäre Bp für KapG, PerG, EU).
    nach Knoll Skripten habe ich Fernklausurenkurs Knoll gemacht, dazu hatte ich einen Fernklausurenkurs von WLW und einige Klausuren von Bannas beigemischt (Knoll top, gerade Lösungen; WLW: auch top, Lösungen minimal schlechter als bei Knoll aufbereitet, aber dafür sehr gute Abdeckung in der Breite; Bannas: Lösungen nicht so gut wie WLW/Knoll, aber extrem gute Trefferquote fürs Echtexamen!)
    Danach habe ich den Intensivkurs bei Knoll noch gemacht als einzige Präsenzveranstaltung, sprich 10 Tage mit 10 Klausuren vor Ort und anschließender Besprechung.
    Das war dann eigentlich auch schon mein gesamtes Vorbereitungsprogramm 🙂

  15. @verleihnix. danke für deine Ausführungen. Also die Fallsammlung von WLW habe ich ebenfalls Zuhause. Mit der werde ich jetzt am WE beginnen, allerdings da es meine 2. Runde ist mit Schwerpunkten Ertrag u. Bilanzsteuerrecht. Dazu schreibe ich die WLW Fernkursklausuren (jedes WE eine). Außerdem kommen noch hin und wieder die NWB Steuer u Studium Kurzklausuren dazu, die finde ich gut und pragmatisch. Im Sommer dann noch 2 Wochen Klausuren beim Studienwerk d StB, sowie drei Wochen Crashkurs mit Übungsaufgaben beim Studienwerk. Alles weitere wird dann in Eigenregie gemacht, da ich aus dem Vorjahr noch den Knollfernklausurenkrus habe, wird mir sicherlich nicht langweilig. Hoffe, dass es so im 2. Anlauf was wird mit dem Rest der gefehlt hat letztes Jahr. Frohe Ostern an alle!

  16. Hallo zusammen,
    mich würde interessieren, mit welchen Vorkenntnissen bzw. Vorbildung ihr in die Prüfung gegangen seid (Uni, BiBu, Steuerfachwirt…)? Davon hängt ggf. auch die verschiedene Herangehensweise bei der Vorbereitung ab?

  17. @ Ailuj

    Da hast du natürlich recht. Ich habe Jura studiert vorher.
    Hatte aber kaum was von den Inhalten bisher an der Uni gemacht.

    Die Diplom-Finanzwirte vom Finanzamt gehen glaube ich (gefühlt) ganz ohne Kurs zur Prüfung. Steuerfachwirte haben, so wie ich es gehört habe, ebenfalls schon einiges mal vorher gemacht.

  18. @Hansi

    Ja das mag sein. Deshalb hätte mich vor allem die Vorbildung derer interessiert, die der Meinung sind, ein Präsenzkurs ist nicht notwendig bzw. man kann die Zeit intensiver zu Hause nutzen.

    Ich plane nächstes Jahr in die Prüfung zu gehen, wenn alles klappt. Ich hoffe, in den Präsenzkursen nehme ich viel an Wissen und Fallbeispielen mit und denke, diese sind auch wichtig für mich. Ich bin aber „nur“ Steuerfachangestellte und hinke da an der Vorbildung sicher den meisten etwas hinterher.

  19. @ Ailuj

    Ob du hinterher hinkst, kann ich nicht beurteilen.
    Ich kann nur für mich sagen, dass ich enorm hinterher gehunken habe. Ich konnte in Bilanz keinen einzigen Buchungssatz (woher auch, in der Praxis mache ich nur Steuerstrafrecht, beim Studium im Schwerpunkt beschäftigt man sich im Schwerpunkt Steuerrecht mit der Verfassungswidrigkeit der ErbSt oder einem Verstoß von 8c gegen Unionsrecht). Buchen zu können ist aber sowohl für Bilanz, Kö, UmwSt und GewSt unerlässlich.
    Dafür habe ich mich im Gegenzug in AO von Anfang an gelangweilt.
    Den BWL’ern aus meinem Kurs ging es genau andersrum…

    Ich glaube, dass alle (außer die Diplom-Finanzwirte) hinterherhinken. Von daher, mach dir mal keinen Kopf, mit einem Kurs zur Stoffvermittlung und genug Klausuren wird das schon laufen, zumal da genug andere sitzen, die in der Breite deutlich schlechter aufgestellt sind als Steuerfachangestellte, ich zB. Viel Erfolg!

  20. @ Ailuj: habe Präsenzkurse sehr kritisch gesehen (auch weiterhin) und auch keinen besucht.

    Zur Einordnung: Wirtschaftswissenschaftliches Studium, v.a Finanzwissenschaft und VWL, kein Tax. Beruflich ebenso so gut wie keine Berührungspunkte zu prüfungsrelevanten Themengebieten.

  21. @Ailuj: Warum machst Du nicht zuvor den Steuerfachwirt? Ich habe den Weg auch über den Steuerfachwirt gemacht und mag behaupten, dort erst ein Systemverständnis für das Steuerrecht bekommen zu haben, auf welches ich mit dem Berater weiter aufbauen kann.
    Ich habe den Steuerfachangestellten damals mit 1,6 also einer Spitzennote abgeschlossen. Aber an den Beratertitel hätte ich mich alleine damit nicht ran getraut.

  22. @Verleihnix: Ok danke dir. Letztlich ist ja jeder ein anderer Lerntyp.

    @Geli: Das hatte ich in Betracht gezogen. Ich möchte den Stoff des Hauptkurses zum StB mitnehmen und so mein Wissen tiefer aufbauen als es beim Steuerfachwirt der Fall ist. Tatsächlich ist mein Plan, beide Prüfungen in 2021 zu schreiben, sodass ich einen „Trostpreis“ habe, wenn das mit dem StB nicht auf Anhieb klappt.

  23. @Hansi, soweit ich es verfolgt habe hast du hautpsächlich mit Steuerstrafrecht zu tun, sehr interessantes Thema. Ich habe vor 3 Jahren mein Fachwirt gemacht und jetzt versuche ich mich an meinem Steuerberater, ist ein „Quereinstieg“ in Richtung Steuerstrafrecht möglich? Ich gehe davon aus das ein Jurastudium zwingend notwendig ist, wobei ich eigentlich nach dem Berater erstmal fertig sein möchte!

    @Ailuji, ich kann aus Erfahrung sagen das beim Steuerfachwirt andere Zitate ausgearbeitet werden als bei den Lösungen für den Berater. Im Fachwirtkurs werden eindeutig mehr Richtlinien auch ausgepunktet, im Beraterkurs wird auf die Gesetze mehr wert gelegt.

  24. Mein chef hat wiwi studiert und beraet in Steuerstrafrecht. Wenn Staatsanwaltscjaft ermittelt zusammen mit Strafrechtler.

    BG

  25. Taxknecht hat es bereits gesagt: wenn die StA dabei ist, muss ein Anwalt dabei sein sein, 392 AO.
    Aber durchaus eine Alternative, da Berater im Steuerstrafrecht immer gesucht werden, da ein Anwalt alleine das materiell rechtlich gar nicht hinbekommt. Aus diesem Grund habe ich ja dann selbst noch den Berater gemacht.

  26. Hallo zusammen,

    @verleihnix: ich würde gern nochmal auf die Klausurenkurse zurückkommen, die Du geschrieben hast. Knoll mache ich gerade und finde es gut, hatte aber auch schon einen Block vom WLW Fernkurs, den ich auch sehr gut fande und sogar schwerer als Knoll.

    Bannas hatte eine gute Trefferquote sagst Du – bezieht sich das auf alle 3 Tage oder nur vereinzelt? Und wie fandest Du demgegenüber Knoll und WLW? Gar keine Treffer? Zumindest von Knoll habe ich von einigen gehört, dass denen der Ruf vorauseilt, etwas an der „Prüfungsrealität“ vorbei zu schreiben.
    Dafür sind die Referenten wirklich gut finde ich.

    Danke für Dein Feedback!

  27. @ Herr F.:
    Trefferquote würde ich verstehen als Menge an Problemen/ Fragestellungen, die
    1. nicht sowieso jedes Jahr kommen (gerade in USt und Erbst sind ja bestimmte §§ immer dran, mal für mehr, mal für weniger Punkte),
    2. explizit im entsprechenden (Fern-)Klausurenkurs behandelt wurden und
    3. im Examen im Oktober 2019 auch drankamen.

    Habe in einer Hand voll Bannas Klausuren mehr „Treffer“ gehabt als in dutzenden von v.a. Knoll/ WLW zusammen.
    Gleichwohl war von der Art der Klausur, der Lösungsaufbereitung, dem Lerneffekt etc. Knoll für mich die Nr.1, WLW fast genauso gut (m.E. übrigens eher noch schwerer als Knoll). Bannas war auch wegen der Trefferquote eine sehr gute Beimischung.
    Bsp: So viele Knoll-Klausuren, keine einzige PersG in Erbst. Dank der Bannas-Klausur war das aber kein großes Problem. USt bei Knoll super vermittelt, auch die Videos, die Kommissionsfälle kamen bei Bannas aber deutlich näher an den Examensfall. Gibt noch weitere Beispiele für eine ungewöhnlich hohe Trefferquote letztes Jahr, besonders auffällig an Tag 1, aber teils auch bei Tag 2 und 3.
    Sehr prüfungsnah war der Knoll Intensivkurs (2 Wochen – 10 Klausuren). Wenig ganz konkrete „Treffer“, aber die Art und Weise war eine sehr gute Vorbereitung auf das Examen. Der Knoll-Klausurenfernkurs ist m.E. übrigens auch nicht so unfassbar schwer/ übertrieben wie immer behauptet wird. Der ist aus didaktischen Gründen natürlich manchmal auf einzelne Themen stärker fokussiert als das Echtexamen, das meist doch relativ breit ist (vgl 2018, 2019 und die Examen vor 2015). Es gibt im ESt-Bereich ein, zwei „Ausrutscher“, wo die Examen wirklich als übertrieben angesehen werden können. Ansonsten: Das ist halt ungefähr Examensniveau, sowohl Schwierigkeitsgrad als auch Länge.
    Also insgesamt würde ich nicht zu sehr auf die Trefferquote achten, weil es vielleicht auch einfach mal Glück war. Vom Aufbau, der Qualität der Klausuren, der Korrektur, der Videos, der Lösungen etc. ist Knoll einfach klar besser als Bannas (dafür glaube ich auch teurer). Bannas als Beimischung kann ich aber empfehlen, da kann man auch gut ein, zwei Klausurenblocks einigermaßen günstig buchen.

  28. Danke für Dein Feedback!

    Ich habe auch von jemandem gehört, der bei Bannas mal im Präsenzkurs saß und der AO Referent dort eine Frage gestellt hat, die genauso in der Prüfung dann vorkam.
    Knoll ist gut, wenn man ein Verständnis gewinnen will – das wird in den Klausurbesprechungen auch so gelebt. Da hält man sich oft nicht am Sachverhalt fest, sondern erläutert die Problemstellungen auch mal in der Breite.
    Ich mache im Sommer noch Endriss Kurs in München – bis dahin hat sich die Virus Krise hoffentlich etwas beruhigt. Bis dahin überlege ich halt auch noch was ich mache. Klausuren vom Knoll nochmal nacharbeiten oder paar alte Übungsaufgaben vom Huttegger nacharbeiten oder halt neuen Fernkurs zubuchen. 2015er WLW Übungsfälle hab ich auch noch da liegen. Aber was kann man davon noch nehmen?
    Der Bannas wäre da wirklich günstig. Hast Du was von den mittleren Kursen bei Bannas gebucht oder eher zum Ende? Wie waren die denn vom Schwierigkeitsgrad?

  29. @ Verleihnix

    Bezüglich Knoll kann ich dir zustimmen!
    Ich war bei Bannas und Endriss und war mit beidem sehr zufrieden, hatte aber auch einen Klausurenkurs von Knoll.

    Bezüglich Examenstreffer waren Bannas und Endriss überragend!!!

    Bannas hatte die PersG in ErbSt und auch die Kommission in USt so identisch gemacht. Auch AO bei Bähr war vom Aufbau ähnlich, außer das die spezielle Ablaufhemmung nicht gemacht worden ist.

    Endriss hatte das Investmentsteuergesetz 1:1 so gemacht bei Wiegmann, der Umwandlungsfall mit § 27 KStG lief 1:1 so bei Breier, der Fall im internationalen Teil mit § 6 AStG und 2 Absatz 7 EStG lief identisch bei Nöthen.

    Das war wirklich unfassbar schön in der Klausur. 🙂

    Bilanz war allerdings gar kein Treffer dabei, war auch meine schwächste Klausur, konnte aber bis zu Beginn des Kurses auch keinen einzigen Buchungssatz…

  30. Kann mir vorstellen, wie schön das ist, solche Treffer in der Klausur zu haben 👌

    Hast Du Endriss auch in München gemacht? Ich kenne sonst niemanden, der hier in München den Endriss macht – vielleicht liegt’s am Preis… knapp 2000 für 18 Klausuren, wovon nur die ersten 6 korrigiert werden… das ist schon sportlich.
    Aber wenn die Qualität passt, dann ist das auch vertretbar.

  31. Nein, in Frankfurt.

    Die Korrekturen bringen auch nichts, das kann ich theoretisch auch selbst machen, wenn ich kritisch genug mit mir bin.
    Aber der Preis wars trotzdem wert, einfach von der Vermittlung her.

  32. Hallo Herr F.,

    Ich habe letzten Sommer den Endriss Intensivklausurenkurs in München gemacht. Den Kurs kann ich wirklich nur empfehlen. Die Klausuren waren m.E. auf ca. gleichem Level wie das richtige Examen, es wurden viele Themen abgedeckt (bspw. auch Vereinsbesteuerung, kann mich nicht erinnern, dass das mal in einer Knoll Fernkursklausur drin war), dennoch wurden inbesondere Klassiker auch mehrmals drangebracht. Damit geht der Kurs mMn sowohl ausreichend in die Breite als auch an den richtigen Stellen in die Tiefe.

    Klar der Preis ist schon happig, aber es lohnt sich definitiv. Letzten Sommer war der Kurs in München übrigens ausgebucht. Und wie Hansi schon sagt, korrigieren kann man die Klausur auch selbst wenn man ehrlich zu sich selbst ist.

    Die Trefferquote von Endriss war wie Hansi sagt wirklich gut letztes Jahr. Das muss dieses Jahr nicht zwingend wieder so sein. Aber auch wenn die Trefferquote nicht gut gewesen wäre, würde ich den Kurs weiterempfehlen.

    Ich kenne einige, die den Kurs in München dieses Jahr machen möchten bzw. teilweise auch schon gebucht hatten. Ich hoffe, dass die Corona-Lage das dann auch zulässt. Sofern möglich, ist es empfehlenswert mindestens einen Präsenzklausurenkurs zu besuchen. Es ist mMn ein riesiger Unterschied ob man Klausuren alleine zuhause schreibt oder in einem Raum mit vielen anderen.

    Bis dahin alles Gute und viel Erfolg!

  33. @TanTan und Hansi:
    Danke für Euer Feedback. Dann freue ich mich schon mal auf den Kurs – so er denn auch als Präsenzveranstaltung stattfindet. Das fehlt mir momentan schon irgendwie am meisten – der direkte Austausch mit Referenten und Leidensgenossen. Das kann ein Online Chat nicht ersetzen.

    Schönen Abend noch! Ich klinke mich mal wieder bei der Knoll Besprechung ein 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*