Und es geht schon wieder los …

Gefühlt gestern noch für die schriftliche Prüfung gelernt, trudeln schon wieder neue Lehrbriefe wöchentlich bei uns zuhause ein.

„Geht das schon wieder los?“ Die Reaktion meines Freundes. Ja, es geht schon wieder los. Eine neue Runde, eine neue Wahnsinns Fahrt.

Bis Mitte November werden die Lehrbriefe aber erstmal schön gestapelt und ins Arbeitszimmer verfrachtet, welches ich übrigens seit 2 Wochen konsequent meide. Ich kann diesen Raum einfach nicht mehr sehen.
Einen Tag nach der schriftlichen Prüfung habe ich (demotiviert und der festen Überzeugung nächstes Jahr noch einmal anzutreten) alle Unterlagen sortiert und in Ordnern fein säuberlich abgelegt. Ich brauche das schließlich alles nochmal… nächstes Jahr.
Danach habe ich diesen Raum nicht mehr betreten und mir graut es schon davor, bald wieder viel Zeit dort zu verbringen.
Meine persönliche „Kammer des Schreckens“.
Ich denke, ich muss da einfach mal ein bisschen umdekorieren und vielleicht den Schreibtisch von links nach rechts stellen, dann geht es vielleicht wieder.

Vielen Dank für die Beiträge meines letztes Blogeintrags. Eure Beiträge haben mich wirklich aufgebaut und Mut gemacht.
Trotz der Selbstzweifel schiebe ich das „nicht bestehen“ bis Januar erstmal zur Seite und konzentriere mich auf die Vorbereitung auf die mündliche.

Stay focused!

Nina

3 Gedanken zu „Und es geht schon wieder los …

  1. Nicht aufgeben oder den Mut verlieren, auch wenn das häufig schwierig sein mag. Vielleicht motiviert euch meine Geschichte:

    ich bin 2017 in die mündliche mit einer 4.5 Vorbenotung, hätte nie gedacht, dass es überhaupt zum Recall gereicht hat. Ich hatte viel gelernt aber nur 3 Vorklausuren geschrieben, das war zugegeben keine gute Idee. Jeder hat mir gesagt, mit der Vorbereitung brauche ich gar nicht antreten. Dann habe ich auch noch den mündlichen Vortrag, was mir eigentlich liegt, vermasselt. Eigentlich hätte das der Todesstoß sein müssen aber dann überkam mich, ähnlich wie in der schriftlichen, die Scheiß-Egal-Einstellung. Mein Selbstbewusstsein kehrte zurück, ich hab die Prüfunsangst komplett abgelegt und war auf ein Mal voll in meinem Elemet, als wäre ich auf der Arbeit. So konnte ich die Kommission in den Fragerunden von mir überzeugen. In der schriftlichen war es ähnlich, ich hab mit Sicherheit unzählige formale Punkte liegen gelassen aber die Aufgaben versucht praxisorientiert zu lösen, vielleicht war das am Ende der entscheidende Punkt, zwischen Bestanden und Durchgefallen, vielleicht hat der Prüfer gemerkt, dass ich mein Handwerk beherrsche und sich erbarmt, vielleicht war es aber auch nur Glück und ich war einen Tacken besser als 50 % meiner Mitstreiter. Bestanden Im ersten Versuch, mit 4.5 Vornote und beschissenem Vortrag. Heute bin ich selbstständig mit eigener Kanzlei und über 10 Angestellten, Tendenz steigend. Lasst Euch nicht entmutigen. Diese Prüfung ist so unberechenbar, da ist immer alles drin und auch Glück, Zufall, der Herrgott oder woran man sonst glauben mag spielen eine große Rolle. Einen kühlen Kopf bewahren ist, denke ich, mit das Wichtigste.

    Ich fieber auch heute noch mit Euch mit. Viel Glück.

  2. @ Matth ES: das ist ein hammer Erfahrungsbericht mit einer vorbildlichen Entwicklung deinerseits! Wärst du bereit bilateral mal über deine Entwicklungsphase in der eigenen Kanzlei zu sprechen?

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