Wer wird Steuerberater 2020 ?

Heute Nacht hatte ich einen komischen Traum.

Ich habe geträumt, ich sitze bei einem „Wer wird Millionär- Special“ zum Thema Steuerrecht. Bei der 500,- € Frage habe ich nicht mehr alle Voraussetzungen der umsatzsteuerlichen Organschaft auf die Kette bekommen. Schweißgebadet bin ich um 6 Uhr aufgewacht und habe mich super geärgert, dass ich einfach nicht auf die organisatorische Eingliederung gekommen bin. Es dauerte ein paar Minuten bis ich realisiert habe, dass es hier nicht um die große Million geht, sondern dass mich mein Lehrplan jetzt auch noch nachts quält.

Da ich an diesem schönen freien Feiertag nun schon so früh wach war, habe ich mir einen Kaffee gemacht und mich direkt in mein Arbeitszimmer verzogen. So habe ich schon morgens um 10 Uhr meinen ersten Lernblock fertig (Wiederholung zu BilStR).

Nun geht es für mich an die Nacharbeitung der Knoll-Klausuren.

Ab dem 01.07.2019 geht es endlich zum Intensivlehrgang nach Düsseldorf und in die Freistellung. Ich freue mich einfach auf die Zeit, ohne die Dreifachbelastung der Arbeit und der FOM. Voll Konzentration auf eine Sache. Dann müsste es doch eigentlich klappen, oder?

Momentan habe ich das Gefühl mein Kopf ist voll von Wissen. Ehr eine Art „Halbwissen von allem“. Selten erlebe ich Überraschungen in den Klausuren. Also damit meine ich, dass es um Themen geht von denen ich noch nie etwas gehört habe. Öfter merke ich, dass ich schon irgendwo mal etwas gelesen habe und ich mich noch erinnere um was es so ging aber ich weiß nicht wie ich die Dinge zu Papier bringen soll.

Letzten Sonntag habe ich eine Stunde eine Klausur zur UmwSt angestarrt und wusste einfach nicht, wie ich starten sollte. Ich nahm die Lösung zu Hand und ärgerte mich tierisch. „Mensch Nina, wie oft noch!“

Aber es wird…

Wie verbringt ihr den Feiertag bzw. das (hoffentlich) lange Wochenende?

Bei mir ist (abgesehen davon, dass ich mich morgen kurz auf einem Geburtstag einer Freundin sehen lasse) mal nur lernen angesagt.

Liebe Grüße

Nina

5 Gedanken zu „Wer wird Steuerberater 2020 ?

  1. Was Du beschreibst kenne ich nur zu gut.. dieses „mal irgendwo gelesen haben“, so um Weihnachten herum vielleicht? Jedenfalls zu lange her, um etwas strukturiertes auf Papier zu bringen, geschweige denn in angemessener Zeit. Ich werde das lange Wochenende dennoch auch dazu nutzen, um bewusst einen Ausflug mit meiner Frau zu machen. Denn gerade diese Mehrfachbelastung führt dazu, dass ich keine Gelegenheit finde das Gelernte mal Sacken zu lassen und zu sortieren. Viel Erfolg beim lernen!

  2. Zum Glück habe ich keine weiteren Albträume gehabt, seitdem ich beschlossen habe, mich nicht mehr so verrückt zu machen. Momentan lebe ich nach dem Motto: Füttere die Zuversicht, nicht die Angst. Und vergiss die Pausen nicht. Einfach mal abends essen gehen mit Freunden oder 2 Stündchen am See zur Belohnung wirken wunder. Belohne dich.
    Dass mit dem „Wie bringe ich’s aufs Papier, wie fange ich an“ kenne ich aber auch. Manchmal hilft einfach los schreiben, aus den Erlassen heraus zitieren, damit deine Gedanken entwickeln. Auch wenn’s anfangs wirr klingt, meist kommt man dann rein.

  3. Hallo Johannes, gut dass Du darauf aufmerksam machst dass sich gelerntes Wissen auch festigen muss um dauerhaft abrufbar im „Arbeitsspeicher“ zur Verfügung zu stehen.
    Ich habe mich erst nach meiner Studienzeit mit dieser ganzen Thematik beschäftigt. Leider. Man sollte auf viele Dinge achten, wenn man das Erlernte auch behalten möchte. Z.B. sollte man sich vor dem Schlafengehen auch keine Horrorstreifen mehr ansehen. Die Aufregung hat einen negativen Einfluss auf das sich Verfestigen von aufgenommenen Informationen.
    Gerade als angehender Steuerberater muss man sich ganz schön viel zwischen die Ohren quetschen.
    LG
    Stef

  4. @ stefan

    Um in der Computerterminologie zu bleiben: Wenn dein Wissen nur im Arbeitsspeicher ist, ist das Wissen weg, sobald der Computer runtergefahren wird.

    Du musst das Wissen vom Arbeitsspeicher auf die Festplatte kriegen.

    Die „Schleuse“ vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis muss überwunden werden und das ist gar nicht so einfach. Es helfen beispielsweise Emotionen, die mit Wissen verbunden werden oder stetige Wiederholungen.

  5. Ich sehe das ehrlich gesagt etwas anders mit dem Langzeitgedächtnis.
    Es ist wie bei allen Prüfungen: Das Wichtigste ist es an dem einen Tag aufs Papier zu bringen. Dafür ist es egal, ob es aus dem Langzeitgedächtnis kommt oder aus dem Ultrakurzzeitgedächtnis. Es gibt immer gleich viel Punkte.
    Später in der Praxis, nicht in der Prüfungssituation, muss man die Probleme „nur“ erkennen und kann dann in aller Ruhe, wenn es sein muss 2 Wochen über die Lösung nachdenken, Kommentare, Fachzeitschriften, Google und Experten hinzuziehen. Keiner erwartet dann auswendig die Lösung so komplexer Sachverhalte in den ersten 10 min. Daher ist das meines Erachtens null vergleichbar.

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