Klausurtechnik und die Fußgängerpunkte

die Klausurtechnik ist das A und O für das erfolgreiche bestehen des Examens. Doch wie schaut die aus? Was sind sind die Fußgängerpunkte? Woher bekomme ich die?

Ich persönlich tue mir auch noch verdammt schwer mit dieser Klausurtechnik, obwohl ich bereits zwei solche Kurse besucht habe. In den Klausurtechnikkursen wurden uns Bausteine mit auf den Weg gegeben. Sätze die sich immer wiederholen. z.B in AO bei der Zulässigkeit des Einspruchs oder in Erbschaftssteuer. Desweiteren wurden uns Lösungswege aufgezeigt, wie wir die Sachverhalte aufteilen und nicht nur die große Maße sehen. Wie wir mit Farben arbeiten. Was sich hinter den Hinweisen versteckt, was wichtig und unwichtig ist.

Wie eignet Ihr Euch die genau diese Punkte an? Lernt Ihr über die WLW Karten oder schreibt ihr die Fußgängerpunkte aus den Lösungen raus? Lernt Ihr die auswendig? Oder habt Ihr einen Klausurtechnikkurs besucht? Wie sind Eure Erfahrungen?

Ich freue mich auf Eure Anworten.

Liebe Grüße aus den stürmischen Baden-Württemberg

Nicole

9 Gedanken zu „Klausurtechnik und die Fußgängerpunkte

  1. Hallo Nicole, spannendes Thema 🙂
    Aber irgendwie finde ich es schwierig hier einen Anfang zu finden. Was sind denn die wichtigsten Erkenntnisse, die du aus den zwei Technikkursen mitgenommen hast?

  2. „Habt ihr Lust, die Fußgängerpunkte ( Bausteine ) mit mir hier zum sammeln?“

    Wo willst du da anfangen und wo soll das enden? Wie du schon sagst, steht doch sehr viel auf den WLW-Karten. Das hier nochmal (und in der Fülle!) auszuführen, was versprichst du dir davon?
    Worauf willst du hinaus?

    Mich interessiert auch, was du aus den Klausurtechnikkursen mitgenommen hast. Konntest du schon etwas umsetzen?

  3. Hallo Milan,
    damit hast du sicherlich soweit Recht, es sollte eine Hilfestellung für die Leute sein, die keinen Klausurtechnikkurs besucht haben und auch nicht die Karten von WLW haben und Schwierigkeiten mit der herangehensweise der Klausuren haben . Ich habe die Karten von WLW kann mit denen aber leider überhaupt nichts anfangen.

    Ich habe aus den beiden Kursen gelernt wie ich an eine Klausur rangehe, welche Bausteine ich benutze und was wichtig und unwichtig ist.

    Ich lese jetzt erst die Aufgabe, dann die Hinweise und dann erst den Sachverhalt. Den Sachverhalt teile ich in Absätzen auf und notiere mir schon meinen Gedanken. Dann fange ich Absatz für Absatz mit der Lösung an. Früher habe ich weder die Hinweise noch die Aufgabe richtig gelesen sondern bin gleich auf den Sachverhalt gestürzt und habe mit der Lösung angefangen, was auch oft schief gegangen ist, da ich den Überblick verloren habe oder in die falsche Richtung abgebogen bin.
    Hast du einen Klausurkurs besucht? Und was hast du daraus mitgenommen?
    Grüße
    Nicole

  4. Hallo Nicole,
    welche Karten von WLW hast du denn? Ich finde die nämlich klasse, ich kann mich da schon gut bei vielen Sachverhalten dran entlanghangeln. Auch, wie man z.B. Berechnungen übersichtlich und effizient aufs Papier bringt. Die Formulierungsvorschläge kann man tatsächlich auch einfach so auswendig lernen.
    Ich habe einen Klausurtechnikkurs besucht. Was für mich da hauptsächlich rüberkam: Problem(e) überhaupt erkennen, passende Lösungsschemata abrufen können und konsequent und vor allem lückenlos abarbeiten. Und das zügig, nicht zu lange über etwas Nachgrübeln, versuchen, alles zu bearbeiten.

  5. Hi,
    Ich habe solch einen Kurs bisher nicht gebucht. Es ist schon ein Betrag und ich bin mir nicht sicher, ob sich das Konzept einer Klausur nicht vielleicht aus den onlineklausurenkurs ergibt.

    Ich bin bei Haas, ich habe das Gefühl , dass die Dozenten in den onlineseminaren sehr gut die Herangehensweise darlegen. Die Prüfschrotte, die themenbezogen abzuprüfen sind, dazu Gesetz/Richtlinien/Erlasse.

    Fußgängerpunkte….Ich nenne es Grundlagenwissen. Ich glaube das kommt automatisch, wenn man den Schnitt geschafft hat, dass man in den Vorschriften eine Logik erkennt. Und das ist such der Grund , warum ich mit den Karteikarten nicht zurecht komme. Ich kann nicht gut auswendig lernen. Die ganzen Themenkomplexe bauen auf ein Grundlahenwissen auf, ich glaube das muss man sich irgendwie erschließen. Mir bringt es nichts, in der theorie zu lernen wie Abbruchkosten zu behandeln sind, wenn es doch in den Richtlinien steht.
    Ich weiß, dass viele diese Karteikarten feiern, aber ich sehe für mich darin keinen Mehrwert. Ich muss es verstehen.

    Ich fühle mich mit dem Onlinekurs bisher gut vorbereitet und bin gespannt, wie ich es in Klausuren umsetze.

    Schön, dass wieder gebloggt wird. Das freut mich
    @Milan: Warum so unentspannt?

    Liebe Grüße
    Marie

  6. Wir hatten vor den ersten Klausuren im Abendkurs jeweils Klausurtechnik gehabt. Ich denke, dass mir das reicht. Ich probiere ein bisschen rum bei den Übungsklausuren und versuche verschiedene Herangehensweisen, so lerne ich am besten für mich, wie ich zurecht komme denk ich 🙂 mal einfach hintereinander weg, mal erst das Lieblingsthema, mal streng nach der Zeit (zB genau 2 Stunden pro Teil in der gemischten, keine Minute in einem Fach länger). Diese Karten von WLW kenne ich nicht, aber könnte mir vorstellen, dass das für den ein oder anderen schon hilfreich ist. Aber am wichtigsten ist meiner Meinung nach, selbst auszuprobieren, was für einen persönlich am effektivsten ist

  7. Hallo zusammen,

    wie habt Ihr denn die Karten benutzt? Tatsächlich versucht die auswendig zu lernen oder diese Karten beim Schreiben der Klausuren zur Hand gehabt und Euch bei der Lösung am Aufbau in den Karten orientiert?

    Vielen Dank vorab und allen viel Erfolg!
    Karo

  8. Ich finde, die Fußgängerpunkte muss man sich nicht mühsam in Lehrgängen erarbeiten. Klar, kann man machen muss man aber nicht. Schau einfach mal die Musterlösung eines Klausurenkurses an. Die immer gleiche „Einleitung“ für den entsprechenden Sachverhalt, welcher bepunktet wird… die Stichworte merkt man sich und schreibt das in der Echt-Klausur aufs Papier.

    Bei ErbSt, bei USt, bei ESt und Bilanzierung kommen dann die ersten Punkte von selbst aufs Scoreboard.

  9. Hallo zusammen,
    ich weiß nicht, warum mein erster Kommentar nicht gepostet wurde, aber ich versuche es noch einmal 🙂

    Im vergangenen Jahr habe ich die Steuerberaterprüfung erfolgreich absolviert und kann aus dieser Erfahrung heraus nur mitteilen, dass ich meine selbstgeschriebenen Karten tatsächlich auswendig gelernt habe. Ich habe bei Knoll den Vorbereitungsklausuren- und den Fernklausurenkurs gemacht und aus den Lösungen heraus für die „Standardprobleme“ selbst Karteikarten gemacht. Einen Klausurentechnikkurs habe ich nicht besucht.
    Mir persönlich hat das sehr geholfen, dass ich meine Standardbausteine bspw. zum Thema Einspruch in der AO oder Gebäudebewertung in der ErbSt hatte, um so sicher in den Klausuren zu starten. In anderen Steuergebieten (insb. Ertragsteuer) ist das natürlich etwas schwieriger mit den Standardsätzen, aber auch da habe ich mir zu wiederkehrenden Themen (bspw. Betriebsaufspaltung) Bausteine zurecht gelegt.

    Ich denke, dass man mit auswendig gelernte Bausteine gerade am ersten Tag, der ja zeitlich bei den meisten am engsten ist (wegen drei verschiedenen Teilen, drei unterschiedlichen Klausurstellern usw.), mehr Zeit hat, sich im Anschluss mit den komplizierten Themen auseinanderzusetzen.

    Haltet durch 🙂

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