Danach ist bekanntlich davor…

Liebe Community,

die Tage der schriftlichen Steuerberaterprüfung liegt hinter uns Teilnehmern.
Es ist kaum zu glauben, dass das Lernen für die Schriftliche nun vorüber ist.
Ich für mich, schließe mit einem eigentlich guten Gefühl die letzten 3 Tage ab.
Ob sich dieses bestätigt, sieht man aber ja leider erst Ende Januar.

Über die Inhalte der Klausuren oder etwaige Lösungen möchte ich nicht sprechen.

Ich habe für mich selbst beschlossen, mit niemandem darüber zu reden und mir schon gar nicht irgendwelche Mutmaßungen über die Musterlösungen anzusehen. Ich behalte mein Gefühl und warte einfach auf die Dinge (Schreiben) die dann im Januar kommen.

Mein Blog soll sich daher bis zur mündlichen Prüfung einfach mit Allgemeinem und natürlich der mündlichen Prüfungsvorbereitung beschäftigen.

Wie handhabt Ihr es? Fangt Ihr bereits bald mit der Vorbereitung zur Mündlichen an oder beginnt Ihr erst kurz vor knapp?

Für mich habe ich den Plan, dass ich in 14 Tagen anfangen werde mit der „lockeren“ Vorbereitung, sofern ich mich bis dahin für einen Fernkursanbieter (Lehrbriefe) entschieden habe, wovon ich aber derzeit ausgehe. Das Durcharbeiten der Lehrbriefe wird für mich die Vorbereitung bis Dezember darstellen und natürlich das Verfolgen der aktuellen Steuerrechtsprechung. Ich liebäugle zudem mit einem Kursbesuch bei der Steuerfachschule Tillmann & Partner in Sundern, welche auf mit dem 9- Tages-Klausurenkurs für die Schriftliche wirklich klasse war. Ab Januar geht es dann an das Üben von Vorträgen.

So, nun war es das erstmal von meiner Seite. Erstmal sind die nächsten beiden Wochen Herbstferien und ich werde zur Abwechslung mal kein Fachbuch in die Hand nehmen 🙂

Ich wünsche Euch alles Gute und freue mich von Euch zu hören.

Liebe Grüße

Lea

36 Gedanken zu „Danach ist bekanntlich davor…

  1. Mir hat vor Jahren mal ein Dozent gesagt: „Wer ein gutes Gefühl hat, hat die Hälfte nicht gesehen“.

    Ich hoffe, dass das für dich nicht zutrifft.

    Viel Erfolg bei der Vorbereitung auf die mündliche Prüfung.

  2. Ich möchte auch demnächst mit der Vorbereitung auf die mündliche starten und suche nach Prüfungsprotokollen aus den letzten Jahren am besten für NRW, seit ihr im Internet schon fündig geworden?

  3. Liebe Lea,
    schön, dass du es gut überstanden hast und wieder die Zeit findest deine Gedanken mit uns zu teilen.
    Viel Kraft und Zeit zum Lernen
    LG Beate

  4. Hallo Lea,

    ich hoffe du hast gestern ordentlich gefeiert, unabhängig vom Gefühl. Das was jeder einzelne in den letzten Monaten geleistet und geopfert hat ist aller Ehren wert!! Ich persönlich habe letztes Jahr im Erstversuch geschrieben und bestanden. Deshalb weis ich genau was Ihr alle durchgemacht habt.

    Mein Tipp für dich und alle anderen, übt die Vorträge!!! Das ist zwar nur 1/7 der mündlichen aber eure Visitenkarte die Ihr gegenüber den Prüfern abgibt. Und glaubt mir, am Ende kommt es darauf an. Ich persönlich habe bestimmt 50 Stück geübt um mich an alles zu gewöhnen und einzustellen und am Ende ist es doch alles anders als gedacht.

    Als Kurse habe ich den Knoll Intensivlehrgang in Düsseldorf und den Kurs bei der Akademie in Köln gemacht. Am ende war es bestimmt to much aber ich war echt verunsichert weil ich auch nicht wusste welche Note ich erzielt habe.

    Aber erstmal 2 Wochen entspannen und nochmal LEBEN, danach gehts dann weiter.

  5. Liebe Lea,
    schön, dass es auch mal jemandem gut gegangen ist. Es freut mich für Dich. Und sehr schön, daß der Blog wieder mit einer weiteren Bloggerin lebendig wird. Danke für den Beitrag!

    Ich bin ja bereits im zweiten Versuch und hatte letztes Jahr das Gefühl, es könnte knapp gereicht haben. Deswegen hab ich mich gleich wieder auf die Vorbereitung zur Mündlichen gestützt, Kurs besucht (viel Geld dafür ausgeben) Skripten gelesen und auch im Dezember schon Vorträge geübt. Leider hatte ich 4,6 und alles war umsonst.
    Dieses Jahr habe ich das Gefühl, es hat knapp nicht gereicht und ich werde definitiv keinen Kurs mehr besuchen. Vielleicht lese ich mir noch ein bisschen die Unterlagen vom letzten Jahr durch, falls mich die Laune überkommt.
    Vermutlich wäre das aber Zeitverschwendung….

    Umso mehr würde es mich freuen, wenn ich das Glück hätte, doch noch irgendwie durchgekommen zu sein. Dann werde ich täglich 10 Vorträge ausarbeiten und Tag und Nacht lernen.

    LG

  6. Ich war vor 2 Jahren ja bereits schon einmal in der Prüfung und denke schon, dass man die Situation für einen selbst ganz gut einschätzen kann. Ohne Dir da zu nahe treten zu wollen. Und wenn man bei dieser Prüfung von einem „guten Gefühl“ spricht, dann ja nur in soweit, als dass man hofft, zur Mündlichen geladen zu werden!

  7. Hallo Lea,
    schön, dass du dich gemeldet hast und dass es dir soweit ganz gut ergangen ist.
    Ich kam sowohl mit der Zeit als mit den Themen besser zurecht, als mit den Klausuren von WLW oder Intensivklausurenkurs von Knoll. Ich bin an allen 3 Tagen fertig geworden und konnte zu jedem SV was schreiben, ich habe zumindest versucht bei jedem SV die Fußgängerpunkte mitzunehmen. Ob es gereicht hat, wie du es schreibst, wird man es sehen.
    Ich teile die Auffassung von Börni nicht, man hat viele Klausuren geschrieben und ich denke, man kann einigermaßen einschätzen, ob man zumindest die Fußgängerpunkte mitgenommen hat oder nicht.
    Mein Fernkurs von WLW beginnt Ende Oktober, bis dorthin schaue ich mir die NWB Zeitschrift an.
    LG

  8. Liebe Lea,

    das ist das, was ich im anderen Blog schon geschrieben habe:

    Wenn man die anderen Diskussionen über Lösungen liest macht man sich nicht nur verrückt, man wird es.

    Es ist doch so, alle Diskussionen sind eben solche, niemand weiß die richtige Lösung und man slebst ja auch nicht, mehr genau, was man geschrieben hat und ob es nicht doch einige Punkte wert war.
    Davon abgesehen ist es jetzt vorbei und nicht mehr zu ändern.

    Ich habe seinerzeit recht zeitnah mit der Vorbereitung zur mündlichen Prüfung angefangen.
    Vorträge habe ich nicht so geübt, weil es mir immer schon leichtgefallen ist.
    Wichtig ist der Vortrag, weil es der erste Eindruck ist, den man macht.

    Was mir sehr geholfen hat ua war die Prüfungssimulation meines Anbieters.

    Ich wünsche Dir und jedem, dass es gereicht hat.

  9. @Attila
    Prüfungssimulation bei Hutti in Kiel….
    kannst Du mehr berichten…..
    Einzelheiten….wie läuft das ab….
    LG

  10. @MKI:

    Jipp, bei Hutti. Ist schon etwas her, aber …

    Nun ja, wie läuft das ab?

    Es ist, so würde ich sagen, schlimmer als die mündliche Prüfung selbst.
    Ihr sitzt zu viert vor dem Plenum mit mehreren Prüfern (wie bei der Prüfung später auch). Und vor all Euren Mitstreitern im Rücken.
    Jeder Prüfer hat sein Fachgebiet und befragt Euch. Nacheinander, durcheinander; ausruhen oder mit den Gedanken abschweifen ist keine Option.
    Soweit findet auch die richtige Prüfung statt.

    Was das Ganze psychologisch schwerer macht, so habe ich das empfunden, ist, dass Euch alle zugucken und die Prüfer bei der Simulation nicht so „nett“ sind, wie die Prüfer später in der richtigen Prüfung mutmaßlich sein werden.

    Beispiele aus meiner Zeit:
    Es wurde mit dem Kopf geschüttelt, es wurden Augen verdreht, es wurde die eine oder andere nicht so schöne Bemerkung gemacht.
    Das verunsichert enorm, wenn man vorne sitzt.

    Ich habe das seinerzeit allerdings als hilfreich empfunden, da der Streßpegel sehr hoch ist und man gleichwohl sehen kann, was man unter Stress alles abrufen kann.

  11. @Attila
    Danke Dir das hört sich nach guter Vorbereitung an….Huttegger selbst ist ja ein „schreiendes hüpfendes Rumpelstilzchen“….und Frau Paulsen hat es in AO wirklich drauf….die Anderen kenne ich nicht….schauen wir mal ob schriftlich geklappt hat….
    LG

  12. @MKI:
    Stimmt beides; aber ich finde Huttegger kann irrsinnig gut motivieren und auch Angst nehmen.
    Durch seinen Humor werden die Vorlesungen immer super aufgefrischt…

    Daneben bekommt man dann auch Bekleidungstipps für die Prüfung…

    Herren im Anzug (gedeckte Farben), geputzte schwarze Schuhe, Krawatte (nicht die mit Schweinchen Dick), dezente Uhr, maximal Ehering als Schmuck.

    Damen im Kleid, ggf noch Hosenanzug in gedeckten Farben. Wenig Schminke (also nicht aufgedonnert), wenig Schmuck (etwas mahr als bei den Herren ist erlaubt).

    Ansonsten gepflegtes Äußeres.

    Jetzt werden einige die Augen verdrehen und schmunzeln.
    Aber ehrlich; Ihr sitzt einem stockkonservativen Prüfungskomitee gegenüber. Da wird noch Wert auf standesgemäße Kleidung gelegt.
    Ihr habt es in der Hand; verwirklicht Euch selbst und lasst Euch nichts vorschreiben oder gebt dem Affen den Zucker, den er will (Zitat Huttegger) und verkleidet Euch.
    Wenn Ihr es in die mündliche Prüfung geschafft hat, überlasst nicht mehr als nötig dem Zufall.

  13. Es ist wie bei den Lehrgängen: alles sieht man natürlich nie. Aber ein gutes Gefühl trügt selten, das kennt man bereits aus der Vorbereitung. Im Ernstfall traf es bei mir ebenfalls zu. Also Lea, behalte deinen Optimismus bei, der ist auch viel wert in der weiteren Vorbereitung. Ich hatte eine ähnliche Methode: bis einschließlich Dezember Lehrbriefe lesen, ab Januar Vorträge sprechen und viel aus der Rechtsprechung mitnehmen. Viel Erfolg!

  14. Man darf sich sein gutes Gefühl nicht kaputt machen lassen, ich war bisher sehr optimistisch, aber je mehr ich lese, desto mehr Fehler und Lücken entdecke ich bei mir. Ich hoffe es reicht.
    Ich werde im November eine Prüfungssimulation bei Haas machen, im Dezember noch einen Kurs, ansonsten die WLW Vortragskarten holen und bei NWB lesen.
    Hoffe, das reicht.
    Benötigt man denn unbedingt zusätzlich nochmal neue Lehrbriefe?

  15. @Steuerfuchs
    Das kommt drauf an…….es kommt in der Vorbereitung zur mündlichen z.B. noch BWL, VWL, Berufsrecht, GrEwSt, BGB, Europarecht und aktuelle Themen, dazu Kurzvorträge bei denen man aus 3 vorgegebenen Themen 1 auswählt da kann Alles drankommen……was man braucht hängt von der Vorbildung und Berufspraxis ab…..
    LG

  16. @steuerfuchs
    Ich glaube, dass geht jedem hier, aber vielleicht machen die vergessenen Sachen nur wenige Punkte aus und man zerbricht sich umsonst den Kopf. Ich muss aber ständig hier lesen, ich kann es einfach nicht lassen 😒
    Bzgl. mündlicher Prüfung kommt es auf deine Vorbildung drauf an. Von WLW kommen als erstes die Lehrbriefe BWL, Insolvenzrecht, VWL, BGB etc. Ich bin da gar nicht fitt und brauche diese Lehrbriefe.

  17. Welche Vorbereitungsweise für die schriftliche Prüfung würdet ihr im Nachhinein empfehlen? Was hat euch geholfen? Was hat euch zurückgeworfen?

  18. @Daniel
    Klausuren Klausuren Klausuren. ….
    Der Rest hängt vom „background“ ab….
    Ausbildung / Studium / Berufserfahrung / Wissensstand / Lerntyp / verfügbare Zeit / Geld etc.
    LG

  19. @Daniel: Ich hätte definitiv mehr NWB Steuer und Studium lesen sollen, die haben gute Zusammenfassungen.
    Ansonsten Klausuren, Klausuren,….
    Die WLW Klausurtechnikkarten fand ich hilfreich.
    @Rotenburger: Ich habe BWL und Jura studiert und bin zwar eigentlich fit, aber ob das alles so ist, wie die es hören wollen? Hm…
    Ja, ansonsten hatte ich an Tag 3, SV 2 irgendwie den Totalausfall, anfangs beim lesen war noch klar, Zwischenwert und Anpassen über Ergänzungsbilanz. Aber aus irgendeinem Grund hab ich mich dann verzettelt und den Ansatz zum gemeinen Wert gemacht und bin gar nicht mehr auf die neg ErgB eingegangen und habe mich DANN noch gewundert warum jemand zum gW ansetzen würde…was soll ich dazu jetzt sagen….hatte das ganz zum Schluss gemacht und war nur noch „durch“. Aber das ärgert einen natürlich enorm, denn in den Übungsklausuren ging das gut.

  20. Hallo Daniel,
    ich würde einen Fernklausuren Lehrgang machen, diese schreiben und mehr Zeit auf deren Nacharbeit verwenden. Beim Schreiben würde ich mir gleich notieren, in welchem Sachverhalt sich für mich welche Fragen aufwerfen und diese Dan intensiv mit der Lösung vergleichen. USt und ErbSt würde ich soweit wie möglich auswendig lernen.

    Hoffe dir geholfen zu haben.

    Lg

  21. Hi,
    also ich plane den Präsenz-Samstags Lehrgang für die mündlich bei Endriss in Frankfurt zu machen.
    Zudem habe ich noch alte Knoll Fernkurs Unterlagen vom letzten Jahr von einem Freund der bestanden hat.
    Vorträge kann ich gut, da steige ich erst mit ein wenn ich weiß das ich in die mündliche komme. Wirklich einschätzen kann ich es nicht, vor allem weiß man nicht worauf die Punkte geben. Ich habe einiges getroffen was die Kollegen im anderen Kapitel schreiben, aber niemand weiß ob wir da richtig liegen.

    Werde aber jetzt erstmal 1 Monat nichts machen um Kraft zu schöpfen und wieder normales Leben zu leben.

  22. Hallo, Danke für eure interessanten Beiträge.
    Was hättet ihr im Nachhinein bei eurer Vorbereitung anders machen? Habt ihr grundlegende Tipps für die, die jetzt mit der Vorbereitung starten?

    Danke euch.

  23. Guten Morgen zusammen,
    ich habe eine ähnliche Frage wie Tobias und Daniel: Gibt es etwas was ihr anders machen würdet, wenn ihr euch nochmal vorbereiten würdet? Ich mache zurzeit einen Fernkurs. Würdet ihr empfehlen, die Lehrbriefe zu überfliegen, um schneller mit Klausurenschreiben anfangen zu können?

    Danke euch.

  24. Ich war dieses Jahr in Zweitversuch. Letztes Jahr hatten in jeder Prüfung 3–5 Punkte gefehlt. Nach dem dritten Tag dieses Jahr habe ich mich so schlecht gefühlt, da ich mir nicht vorstellen kann, dass ich Bilanz bestanden habe. Der erste Teil lief ganz gut, wobei ich mi Festes schon mal die verdeckte Einlage, TEV und die 2 AfA-Reihen nicht gesehen habe. Bei dem PersGes-Teil habe ich nicht gecheckt, dass die GmbH nur die zwei WG einbrachte und bin da fälschlicherweise von einer Verschmelzung ausgegangen. Zwischenwert habe ich ebenfalls nicht, sondern Buchwert. Bei der BP habe ich sicher einige gelöst, aber auxh definitiv nicht so wie es sein muss. Ich glaube schon, dass man (ich) ganz gut einschätzen kann, ob es gereicht haben könnte oder nicht. Tag 1 könnte ich mir gut vorstellen, dass es geklappt hat, Tag 2 vielleicht knapp, aber Tag 3? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Und dass vielleicht am ersten Tag ne 4,0 rausspringt zum „ausgleichen“ ist für mich auch zu viel des Guten. Ich habe es innerlich irgendwie schon abgehakt und denke darüber nach, ob und wie ich nächstes Jahr wieder angreifen kann, das dritte mal am infolge. Es würde nicht leichter, da ich im April heiraten werde und wir ebenfalls im April ein Kind erwarten. Ich war mir unsicher, ob ich wirklich über ein drittes Mal nachdenken würde. Allerdings ist mein Ehrgeiz einfach recht groß. Und so kurz vor dem maximal möglichen Aufwand (drei Versuche) würde ich vermutlich doch auch noch diesen letzten Versuch wagen. Denn danach kann man es nicht mehr ändern, und sicher auch eher mit dem Thema abschließen. Auch wenn ich denke, dass die Selbstzweifel dann sehr groß wären und das Ego sehr belastet wird, wenn man es endgültig nicht geschafft hat, so wäre das Gefühl sicher nicht besser, nach dem zweiten Versuch, und somit nach 2/3 des maximal möglichen Aufwands, einfach aufzugeben und sich später zu fragen: warum hast du es nicht noch mal probiert… zumal meine Verlobte mich für den Drittversuch unterstützen würde.

    Es ist eine wahnsinnig anspruchsvolle lange Zeit. Ich bin wirklich froh, wenn ich dieses Kapital nach quälenden 3, mindestens 2 Jahren abschließen kann. Ja, ein Fünkchen Hoffnung besteht noch für dieses Jahr. Wohl denen, die es beim ersten Mal geschafft haben.

    Ich werde definitiv nicht anfangen zu lernen, bevor ich das Ergebnis habe (in Thüringen Mitte Dezember), die Kraft habe ich nicht und will ich jetzt nicht aufbringen.

    Viel Glück und Erfolg allen!

  25. @Marc, Tobias und Daniel
    Ich weiß zwar nicht, ob ich bestanden habe, aber ich würde folgendes immer wieder machen:

    Ich habe erstmal die Themenschwerpunkte der letzten 10 Jahre in Erfahrung gebracht (gibt es z.B. bei Youtube von Knoll). Beim Bearbeiten der Lehrhefte habe ich die Themen, die jährlich bzw. regelmäßig dran kommen ausführlicher bearbeitet, die anderen Themen, wenn überhaupt Zeit war, höchstens durchgeblättert, wenn dazu Erlasse gibt, diese überflogen und Markierungen gemacht.
    Ich habe schon im September 19 mit Klausuren von Knoll (Klausurenvorbereitungskurs) angefangen. Ganz hilfreich fand ich die Klausurtechnikkarten von WLW, die Fallsammlung von WLW und die Klausuren von nwb Steuer und Studium (insbesondere bzgl. der Themen für den 2. Tag). Ich würde nie zwei Klausurenkurse gleichzeitig machen, man unterschätzt wieviel Zeit die Nacharbeit in Anspruch nimmt. Außerdem habe ich die o.g. Klausurtechnikkarten um meine eigenen Karteikarten bzgl. der Themen, die einfach nicht in mein Kopf wollten, ergänzt. So habe ich in den letzten Wochen vor der Prüfung bestimmte Karteikarten immer wieder angeschaut. Auch habe ich die Klausuren nie auf Zeit geschrieben, erst im September. Hier sind die Meinungen unterschiedlich, aber in der echten Prüfung bin ich an allen 3 Tagen fertiggewerden. Um breiter zu streuen habe ich 2 Klausuranbieter gehabt (aber wie ich schon oben geschreiebn habe, nicht zweitgleich). Ab September 19 Klausurenvorbereitungskurs Knoll, ganz gut um Klausurtechnik zu erlernen. Danach WLW Modul A-D und dann im September Knoll Intensivkurs, alle Klausuren zu Hause geschieben. Für den Tag 1 wird man am Besten von WLW vorbereitet (alles was am 1 Tag dran kam, hatte man in Klauren mehrmals gesehen, d.h. diesbezüglich gab es keine Überraschungen), für Tag 2 Mischung aus beiden, wobei bzgl. internationalem Steuerrecht Knoll ganz klar die Nase vorn hat, WLW bezüglich EÜR, Wechsel der Gewinnermittlungsart, Sonderausgaben, Renten, agB. Tag 3 ganz klar Knoll, sehr viele Themen, die in dem Intensivkurs dran waren, waren auch in der echten Prüfung, insbesondere § 24 UmwStG.

  26. Hi Rotenburger, danke für deine Antwort, das hilft mir auf jeden Fall weiter. Von welchem Anbieter hast du den Fernkurs gemacht? War es dein erster Versuch und wie viel Freistellungszeit hattest du?

    Danke nochmal.

  27. Ich war auch zur Prüfungssimulation bei Hutti….

    Ich hätte selbst nie im Leben soviel an Stoff wiederholen können wie in diesen 3 Tagen und ja – die Prüfungssimulation war schlimmer als nachher in der Realität (Rückblickend natürlich betrachtet :D), weil halt alle Prüflinge einem auch noch zusätzlich zuschauen. So mancher Mitstreiter hatte dann gerne auch noch mal nen doofen Spruch übrig, der allerdings sofort von Huttegger einkasiert wurde: wenn hier jemand einen fertig macht, bin ich das ! Was er allerdings nie tat und ich bin echt ein Wrack was mündliche Prüfungen betrifft.

    Ich war die erste damals in SH dran – es war ein Montag und schneite und als ich aber um 14 Uhr bei Frau Paulsen anrief um ihr mitzuteilen, dass ich bestanden habe und ihr die Themen zu sagen für die Rundmail – hat sie sich so unsagbar für einen mitgefreut, dass ich kurz Tinnitus hatte.

  28. @ Marc und Tobi,

    Ich kann mich da Rotenburger nur anschließen. Ich hatte auch den Klausurenvorbereitungskurs von Knoll. Diesen würde ich am Anfang immer wieder machen, er hat mir für den Einstieg und die Klausurtechnik sehr geholfen. Von Vorteil fand ich auch, dass ich mich vom zeitlichen Umfang her langsam steigern konnte und nicht sofort mit den sechstündigen Klausuren loslegen musste. Zudem bietet Knoll super Videobesprechungen an, in denen auch noch einige Tipps zur Klausurtaktik gegeben werden.

    Weitergemacht habe ich mit WLW Modul B-D. Modul B als Fernkurs und Modul C und D in Bamberg. Auch diese Kurse würde ich so wieder buchen, da sie schon viele Themen vom Echtexamen abgedeckt haben. Für mich kommt allerdings für das Ernstfalltraining nur ein Präsenzkurs in Frage, da ich Zuhause die Disziplin nicht hätte 6 Stunden am Stück dran zu bleiben. In Bamberg hat das dagegen super geklappt.

    Zudem hatte ich noch den Intensivkurs in Bamberg. Dieser wiederholt klausurelevante Fälle und gibt einem den letzten „Schliff“. Der Kurs hat mir meines Erachtens am Meisten gebracht, da man hier die Zusammenhänge so richtig nochmal erklärt bekommt. Das besprechen einiger Abwandlungen und Auswirkungen der Abwandlungen war echt Gold wert.

    Ebenfalls empfehlenswert ist das rote Buch Klausurtechnik und Klausurtaktik von Thomas Fränznik. Der Autor gibt gute und hilfreiche Tipps, sowie eine Übersicht der letzten Jahre über die Themen der Echtexamen. Das würde ich mir wieder definitiv wieder kaufen.

    Ich würde auch wieder alles über einen Anbieter machen, da ich nur so sicher sein kann, dass alle Themen abgedeckt sind.

    WLW kann ich dafür nur ausdrücklich empfehlen. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Dozenten spitze, die nette Betreuung vor Ort und die Räumlichkeiten haben den Aufenthalt so angenehm wie möglich gemacht. Außerdem waren die Klausuren anspruchsvoll und haben meines Erachtens alle Themen gut abgedeckt. Der Korrekturbogen für die Nacharbeit zeigt einem perfekt auf, wieviel vom Umfang her geschrieben werden muss und die Korrekturen waren (ausser in Bilanz) auch fair und hilfreich.

    Sollte ich es dieses Jahr nicht schaffen, würde ich die Vorbereitung genau so wieder machen.

  29. Entspannt euch mal ein bisschen nach den anstrengenden letzten Monaten!

    Ich würde nicht dazu raten jetzt oder in 2 Wochen mit dem lernen zu beginnen. Ich selbst habe letztes Jahr in Berlin geschrieben und bis zu den Ergebnissen kurz vor Weihnachten gar nichts gemacht. Also wirklich null: einfach mal durchatmen und sich über Freizeit freuen, wieder sozialkontakte pflegen, etc. Richtig begonnen habe ich dann im Januar neben der Arbeit sowie 3 Tage Knoll. Dann im Februar noch mal 3 Wochen Urlaub und jeden Tag 6-8 Stunden + 1 Woche Vorbereitung bei Haas. Die Prüfung war Anfang März und für mich habe ich alles unter gebracht. Lief auch entsprechend gut (Vornote 4,33)

    Ich weiß natürlich, dass jeder ein anderer Lerntyp ist, aber niemand erwartet, dass ihr alles auswendig könnt. Die PK will sehen ob ihr die Systematik verstanden habt und ob man euch als Berater auf Mandanten loslassen kann. Ich wünsche allen viel Erfolg!

  30. @Max:

    In Schleswig-Holstein sind die mündlichen Prüfungen idR schon im Januar.
    Da ist es mit dem Entspannen etwas anders.

    Davon abgesehen hast Du recht, dass jeder ein anderer Lerntyp ist.

    Ich würde schon jetzt Gas geben, scheiß auf die paar Wochen Entspannung.
    Wer zur mündlichen zugelassen wird, sollte die Chance auf Erfolg nicht dadurch mindern, dass er jetzt entspannt.
    Es nützt nichts; lernt, lernt, lernt.

    Nichts ist blöder, zur mündlichen Prüfung zu dürfen und es dann zu versauen und sich selbst vorwerfen zu müssen, nicht genug getan zu haben.

    Entspannen könnt Ihr Euch nach der Prüfung, dann ist dafür genug Zeit.

    Am Ende entscheidet der Wille!

  31. Kann jemand ggf. noch zu den Unterlagen der gängigen Anbieter (WLW, Knoll usw.) hinsichtlich der mündlichen Prüfung sagen?
    Bei WLW gibt es Ende Oktober glaube bereits 100 Kurzvorträge – Knoll hat da weniger. Das können doch im Grunde kaum aktuelle Themen sein, oder? Ich würde da einen „Aufguss“ der letzten Jahre erwarten, wie es bei den Klausuren ja auf oft ist (insbesondere bei WLW). Hat da jemand Erfahrungen gemacht?

  32. @carsten
    Ich habe den Fernkurs gebucht bei WLW, d.h. habe noch keine Unterlagen, aber auf der Internetseite steht doch: Ende November kommen 100 Mustervorträge mit aktuellen Themen und im Januar 50 Vorträge
    Ende Oktober sind keine aktuellen Themen, aber Themen, die regelmäßig genommen werden

    Du kannst doch dort auch anrufen.

  33. Nachtrag zu den Kurzvorträgen (wem es hilft):
    – ich habe ca. 45 Vorträge vorbereitet. Heißt: nicht auswendig gelernt.
    – Ich bin wie folgt vorgegangen:

    (i) Durchsehen der Prüfungsprotokolle der letzten Jahre. Die Vortragsthemen heraus geschrieben (fragt wegen der Liste am besten Kollegen aus den Vorjahren. Jeder hat sowas, dann spart ihr euch viel Zeit).

    (ii) Ich habe dann von der Liste ca. 20 am häufigsten vorkommende Vorträge anhand der bekannten Vortragsbücher ausgearbeitet (einen Kurs bei Knoll etc. braucht ihr dazu m.E. nicht. Man hat auch in der Mündlichen am Ende viel zu viel Material). Wenn mir Themen gänzlich unbekannt waren: Wikipedia / smartsteuer.de -> ihr braucht wie gesagt ein Systematisches Verständnis. In Berlin gibt es ja zB keine Gesetze, also umso unwichtiger sind genaue Fundstellen.

    (iii) dazu habe ich dann noch ca. 5 aktuelle Themen vorbereitet (nwb news, DStR usw.). Die restlichen Themen nach Gefühl a la „kann ich noch nicht richtig, könnte dran kommen“. Letztlich lernt ihr viel über die Vorträge!

    (iv) Einmal ausgearbeitet habe ich die Vorträge einmal der Liste entlang über 2-3 Wochen jeweils ca. 2-3 mal morgens erst erneut ausgearbeitet, dann zum Teil gehalten, dann mit der ursprünglichen Ausarbeitung abgeglichen. Das hat für mich gut funktioniert. Klar man vergisst mal was, aber wenn man die Vorträge 3 mal gemacht hat, dann ist man schon sprechfähig genug.

    (v) Aus den Heften zum aktuellen Steuerrecht habe ich mir massig Karteikarten geschrieben. Nicht vollgepackt sondern mit einfachen Fragen oder Strukturthemen (wie sind immaterielle VG zu bilanzieren + Fundstelle?; Grundprinzip 6b RL – kurze Antwort). Die Karteikarten habe ich in drei Kategorien sortiert (gut, mittel, schlecht) und dann jeden Morgen immer erst die schlechten „gelernt“ dann die mittleren. Die guten nur alle paar Tage mal – das geht dann auch schnell. Kleiner Tipp: ich bin auch mal 2 stunden mittags spazieren gegangen und hab dabei die Karten gelernt. So bewegt man sich mal und hat nicht das Gefühl nur am Schreibtisch zu hocken und es macht auch mehr Spaß. Zudem kann man sich damit auch gut von Freunden abfragen lassen.

    **
    Jedenfalls: viel Erfolg euch allen! Ihr werdet sehen: die Mündliche ist dann doch einfacher als gedacht und letztlich kommt meist eh nicht das dran, was man vorbereitet hat. Sollte euch aber nicht abschrecken. Man kann nicht alles vorbereiten/lernen und das sollte auch nicht das Ziel sein. Ihr braucht einfach einen guten Überblick – heißt: oberflächlich lernen und sich nicht in Details verlieren!

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