Bunt und abwechslungsreich

Ich mag die Abgabenordnung. Sie ist schließlich das Steuergrundgesetz und immens wichtig. Schließlich mag man ja gemeinhin auch das Grundgesetz.

Meine Begeisterung für die AO möchte ich mit einem Zitat aus meinem Haas-Lehrheft untermauern. Das Urheberrecht möge gnädig mit mir sein:

“Die Vielfalt im Verfahrensrecht ist damit genauso bunt und abwechslungsreich wie das Leben selbst. [Sie ist] grundsätzlich durchdacht und ausgewogen. Attribute, die leider nicht jedem Einzelsteuergesetz gebühren.”

Damit verabschiede ich mich und versinke wieder in meiner AO-Lektüre.

P.S. Was ist euer Lieblingssteuergesetz?

36 Grad und es wird noch heißer …

… Chris hat ja in seinem letzten Beitrag schon ein paar Tipps zum Umgang mit dem plötzlich ausgebrochenen Sommer gegeben ;-) Ich hoffe, ihr konntet trotz der heißen Temperaturen eure Gedanken auf steuerrechtliche Themen fokussieren und habt fleißig gelernt :-) Ich verbrachte den Großteil meiner Zeit in dieser Woche im Arbeitszimmer und verließ dieses nur für meine Laufrunde / Sporteinheiten und zur Nahrungsaufnahme :-) Das Ergebnis der Woche sind dadurch 4 geschriebene Ertragsteuerklausuren sowie die Nacharbeit von zurück erhaltenen Klausuren. Also insgesamt ein guter Schnitt in dieser Woche, allerdings war es gerade zum Ende hin (heute Abend 20.30 Uhr) echt eine Qual auch noch die letzte Klausur vollständig durchzuziehen… Aber naja, nun ist es geschafft und die Korrektorin freut sich bestimmt riesig über meine Post am Montag ;-) Insgesamt liefen die Klausuren, soweit ich es bisher beurteilen kann, ganz ok. Allerdings habe ich im Bereich der Personengesellschaften gemerkt, dass hier noch Luft noch oben ist und ich mir die Themen dazu nochmal detaillierter anschauen muss.

Wie läuft’s bei euch? Seid ihr schon auf Level? Schaut ihr beim Klausuren schreiben noch in die Skripte oder schreibt ihr die Klausuren in 6 Std. runter?

Weiterhin habe ich heute festgestellt, dass in genau einem Monat!!!! schon mein Klausurenkurs bei Endriss beginnt. Wahnsinn, wie die Zeit rennt. Bis dahin gilt es noch einige Klausuren zu schreiben und Themengebiete zu bearbeiten. Bis zum Klausurenkurs will ich auf einem guten Level sein, damit ich mir dort den letzten Schliff hole.

In der DStR 29/2016 ist heute nochmal eine interessante Auswertung über die Prüfungsergebnisse des StB-Examens nach Strukturdaten erschienen:

Strukturdaten DStR

Fazit: Am besten arbeitet man in der Finanzverwaltung und ist unter 25 J. ;-)

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende! Genießt etwas das gute Wetter und bleibt fleißig!

Da bin ich wieder

Hallo restliche Steuerweltenbummler,

die EM ist vorbei, wir haben mit erhobenem Haupt gegen Frankreich verloren und können uns jetzt alle wieder auf das Wesentliche in unserem Sommer 2016 kümmern. Ich denke, mehr muss ich nicht sagen, oder?

Aktuell versuche ich einige Klausuren zu schreiben. Die Betonung liegt auf versuchen, da ich festgestellt habe, dass mein Defizit in der gemischten Klausur definitiv die Erbschaftsteuer inkl. Bewertung ist, da ich mich da noch nicht intensiv vorbereitet habe und ich nur mit meinem Wissen aus dem Studium die Aufgabe löse. Des Weiteren habe ich bei der letzten Ertragsteuerklausur meine Lücken bei der Bewertung von Leibrenten und der Prüfung von unbekannten DBA (bspw. USA) festgestellt. Wie geht ihr mit euren “Problemkindern” um, damit ihr nicht die Hälfte einer Teilaufgabe unbearbeitet lasst?

Ansonsten habe ich realisiert, dass wir in weniger als 3 Monaten schon unsere Prüfung hinter uns haben. Irgendwie vergeht die Zeit so schnell, wenn man jeden Tag beschäftigt ist. Meine Zeit der Vorbereitung ohne paralleles Arbeiten startet erst Mitte August. Deshalb bin ich gespannt, wie ich nach langen Arbeitstagen mit dem Lernen in der aufgeheizten Dachwohnung zurechtkommen werde. Die erste Stufe besteht aus Ventilator und Gehörschutz. Die zweite Stufe ist die Suche eines kühleren Platzes, bspw. die Uni Bibliothek. Was sind Eure Ideen, wenn es so warm ist? Die Antwort Schwimmbad zählt nicht ;-)

Wahnsinn

Die Zeit vergeht wie im Flug. Leider traf dies auch auf meinen Urlaub zu. Erholt bin ich seit ein paar Tagen wieder zurückgekehrt und finde nun in den täglichen Lernrhythmus. Bis jetzt bin ich echt zufrieden.

Mittlerweile fängt man an sich über die Klausur Gedanken zu machen. Da ich wahrscheinlich in diesem Leben nicht mehr der beste Freund der Umsatzsteuer werde, habe ich mir die gemischten Klausuren der Vorjahre angeschaut und ein paar Gedankenspiele gehabt.

  • In der Erbschaftssteuer kommt ziemlich sicher nur Privatvermögen vor. Nach dem ganzen hin und her kann ich mir BV einfach nicht vorstellen.
  • Es soll auch einmal eine Klausur gegeben haben, wo nur AO und USt drankam. Muss irgendwann vor 2004 gewesen sein.

Gleich werde ich noch die 1.000,00 € an die Steuerberaterkammer überweisen. Also alle dran denken! Diese Woche steht für mich Ertragssteuer auf dem Programm. Vieles aus der Praxis bekannt, leider auch nur wie man es in der Praxis löst. Wie heißt es doch so schön? „ Der Weg ist da Ziel.“

Habt ihr auch irgendwelche Gedankenspiele?

Da es diese Woche ziemlich warm werden soll, was trefft ihr für Vorkehrungen?

Viel Spaß beim lernen

Jan

Und täglich grüßt….

…der Examenskurs. Mittlerweile ist die zweite von insgesamt fünf Wochen Kurs beinahe vorbei und die Zeit scheint immer schneller zu vergehen, je näher die Prüfung rückt. Der gute Eindruck der ersten Woche hat sich bestätigt, ich bin nach wie vor sehr zufrieden mit dem Kurs. Zu bemängeln ist lediglich, dass einige wichtige Themen aufgrund der Kürze der Zeit bzw. wegen Zeitmangel zum Ende fachlichen Teils des Tages etwas stiefmütterlich behandelt werden.

Die ersten ESt-Klausuren der letzten Woche sind besser ausgefallen als beim Durchschauen der Lösungsvorschläge erwartet. Heute haben wir dann allerdings die erste korrigierte Klausur aus dem Bereich Bilanzsteuerrecht zurück erhalten. Der Blick auf den Notenspiegel offenbarte eine recht ungewöhnliche Verteilung, denn: bis auf 6,0 und 5,5 gab es keine “Verteilung”. Aber gut, dass man so Schwachstellen aufgezeigt bekommt, zu denen man dann gezielt nacharbeiten kann.

Wir haben in dieser Woche vom Lehrgangsveranstalter bei einer kurzen Info-Session den Tipp bekommen, nachbearbeitete Klausuren noch einmal zusätzlich auf ein bis zwei Seiten zusammenzufassen. Dies soll zum einen den Lerneffekt steigern und zum anderen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass man sich die Klausurzusammenfassung vor der Prüfung eher noch einmal anschaut (als geschriebene 40 Seiten Klausur). Hierzu würde mich das Feedback von Mitbloggern und Lesern interessieren: wer geht ggf. so vor bzw. ist so vorgegangen? Habt / hattet ihr das Gefühl, dass sich die Sachverhalte der Klausuren besser einprägen? Schaut man sich die Zusammenfassungen vor der Prüfung dann tatsächlich noch einmal an?

Wie Knoll, Endriss, Haas & Co. Steuerberater-Anwärter fürs Examen fit machen wollen

Ein Beitrag aus dem aktuellen SteuerberaterMagazin

Kurse zur Vorbereitung auf das Steuerberaterexamen sind nirgendwo vorgeschrieben, jeder könnte sich auch in Eigenregie auf die Prüfung vorbereiten – doch kaum ein Steuerberater-Aspirant mag bei der Prüfungsvorbereitung auf sie verzichten. Ein Beitrag im aktuellen SteuerberaterMagazin liefert Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Lehrgangsanbieter und ihre Angebote.

> Hier können Sie den Beitrag lesen und eine ausführliche Liste der Anbieter einsehen

Viele Grüße vom NWB Blog-Team

Wie lange noch bis zur Rente?

Diese Frage stellen wir uns sicher in Anbetracht des stetig steigenden Renteneintrittsalters alle.

In der letzten Woche hat mein Gehirn allerdings noch eine ganze Reihe anderer Fragen in Zusammenhang mit “Rente” aufgeworfen. Genau genommen mit Renten und dauernden Lasten sowie Versorgungsleistungen. Da ich mit diesem Thema in der Praxis noch nie zu tun hatte, tue ich mich entsprechend schwer.

Sofort- oder Zuflussbesteuerung, Wahlrecht oder nicht, sonstige Einkünfte oder nachträgliche Betriebseinnahmen sind bislang noch ein undurchschaubares Dickicht. Möge der Knoten bald platzen.

In der Zwischenzeit zähle ich die Tage bis zur Rente – oder bis zum Eintritt ins Versorgungswerk.

Weisheiten

Hallo zusammen,

die deutsche Sprache, die ja unser aller täglich Werkzeug ist, hält eine überragende Vielzahl an eloquenten Ratschlägen bereit. Nachfolgend müsst ihr einige davon lesen, denn “mitgehangen ist mitgefangen”. Wer das langweilig findet, kann ja schlafen gehen. Das ist sowieso besser, denn “der frühe Vogel fängt den Wurm”.
Auch was den Konsum bestimmter Kombinationen angeht, ist der deutsche Volksmund mit Wissen nicht zu knapp bestückt. Er weiß: “Bier auf Wein- das lass ein”, “wer mit Feuer spielt, macht ins Bett” und wenn man zu viele Wassermelonenkerne mit isst, muss der Blinddarm eines Tages raus.

Was der Volksmund wahrscheinlich nicht weiß, jedoch sollte dieser Ratschlag fest in der Gesellschaft verankert werden:

Ein Umzug in der Prüfungsvobereitung ist verdammt stressig.

Der Prüflingsvogel sollte also sein Nest schon fest gebaut haben. Dann kann auch mit den Würmern, Wassermelonenkernen und dem Feierabendbier nichts mehr schief gehen.

Altbewährtes & ein Schlachtfeld auf dem Papier

Aktuell ist mein Kurs “Wissensvermittlung” ja abgeschlossen und es steht fleißig Klausuren schreiben auf dem Programm (wobei sich auch das zum Ende neigt – die Zeit fliegt nur so!). Ich habe mir nun als nächstes vorgenommen, die Altjahre der Steuerberaterprüfung durchzuarbeiten. Hier wurde ich bei GFS fündig und quasi überhäuft mit Material: Aufgaben, Lösungen und Anmerkungen, alles auf den aktuellen Rechtsstand gebracht. Ich werde nicht jede davon voll auf 6 Stunden schreiben, aber speziell den gewünschten Lösungsaufbau durcharbeiten, wo kann man sich die meisten Punkte holen und welche Themen sind “Dauerbrenner”. Durch meine sehr begrenzte Zeit muss ich jetzt einfach Prioritäten setzen und ich halte die Anwendung des Wissens in Form von Klausuraufgaben für wichtiger, als den Stoff “trocken” zu wiederholen. Was wird wo versteckt und wie erkenne ich es. Was nützt mir vielleicht mein Wissen, wenn ich den Knackpunkt übersehe? Ein Datum kann die ganze Aufgabe verändern, aber wem erzähle ich das…

Was mich nur wundert, man bekommt da u. a. auch die Originalprüfungen, die eingescannt wurden – aber es sind kaum Notizen oder was darauf zu sehen. Bei mir schaut eine Klausur im Nachhinein fast aus wie ein Schlachtfeld. Ich markiere, schreibe mir beim ersten Lesen Schlagworte an die Seite und streiche später ab, was ich in meiner Lösung abgearbeitet habe. Oder ich schmiere mir für meine Übersicht einen Zeitstrahl oder die Personenkonstellation irgendwo hin usw. – sind eure Klausurangaben auch so steril?