Kleines Motivationstief

Hallo zusammen,

nachdem ich voller Elan in die Freistellungsphase eingestiegen bin, habe ich gerade so ein kleines Motivationstief.

Trotz der ganzen Lernerei komme ich gefühlt nicht weiter. Ich gehe die Skripte durch, mache Übungsaufgaben und denke „Hey läuft doch.“ Die Klausurenergebnisse sind jedoch sehr ernüchternd. Ich brauche erheblich länger für den Stoff, als ich gehofft habe. Klar sind noch ein paar Tage Zeit. Ich habe noch zwei Klausurenlehrgänge vor mir, aber irgendwie bin ich langsam nur noch froh, wenn die Prüfungen geschrieben sind. Eine Steuerberaterin hat vor ein paar Monaten zu mir gesagt: „ Die Zeit kurz vor dem Examen wird hart. Sie werden noch merken aus der Mut zur Lücke, wird der Mut zu Kratern. Und trotzdem kann man das Examen bestehen. Das ging uns allen so.“ Langsam glaube ich, die Aussage mit den Kratern scheint zu stimmen, die mit dem Bestehen hoffentlich auch.

Ich habe von meiner Patentante zu Weihnachten einen schönen Tageskalender mit Sprüchen geschenkt bekommen. Als ich am Montag den Sonntag abreißen wollte, stand dort: „Du willst aufgeben? Denk daran, warum du angefangen hast.“
Ich bin drei Sekunden in mich gegangen, war kurzeitig frohen Mutes und was steht da am Montag?!  „Auf Sand geschrieben ist, was du im Alter noch erlernst; in Stein graviert, was du in der Jugend gelernt hast.“ :-(
Aha, daran liegt es also- ich bin doch zu alt, die alten Perser haben das schon vor mir gewusst. ;-) Ich setze jetzt voll auf mein morgiges Horoskop im Frühstücksfernsehen!

Herzliche Grüße

Annika

Plan und Realität

Hallo ihr Lieben,

so langsam geht Woche Nr. 2 meiner Freistellung zu Ende. Heiß war es, eigentlich die gesamten 2 Wochen. Sonntag geht‘s nun zum Klausurenintensivkurs  (beginnt Montag) und ich habe leider nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Das Durcharbeiten der Klausuren hat länger gedauert als erwartet. Teilweise musste ich einige Stunden pausieren, da ich bei der Hitze ständig müde wurde (Wird ja nicht am Steuerrecht gelegen haben ? :-) ).

Ich hatte mich entschieden zunächst mit den Klausuren im Bilanzsteuerrecht zu beginnen. Die 2. Woche hatte ich für Ertragssteuerrecht vorgesehen. Zur gemischten Klausur bin ich noch gar nicht gekommen.

Dann muss es eben im Kurs so klappen. Ich hoffe, die Noten werden nicht zu grausig. Es ist ja auch nicht so, dass ich unvorbereitet in den Kurs gehe. Ich wollte nur möglichst viel vorher anhand von Klausuren wiederholen. Letztes Jahr habe ich aus dem Kurs unheimlich viel mitgenommen. Auch wenn es nur 2 Wochen waren, danach hatte ich einen riesigen Schritt bzgl. Routine im Schreiben und Klausurenbearbeitung/Stoff gemacht. Ähnliches erhoffe ich mir jetzt wieder. Danach habe ich ja noch einige Wochen frei. Mehr als im letzten Jahr.

Ich werde jetzt mit gemischten Gefühlen fahren. Einerseits bin ich froh, endlich in den nächsten 2 Wochen ausschließlich Zeit für Klausuren zu haben, andererseits  geht in Woche 2 die Schule wieder los und ich kann beim Start nicht dabei sein. Für meine Tochter ist es ein neuer Abschnitt, sie besucht ab dem neuen Schuljahr das Gymnasium. Sie ist ziemlich aufgeschlossen und selbständig und wird den Start schon meistern.

Der Vorteil vom Schulbeginn ist, ich habe den ganzen Tag Ruhe zu Hause und ich werde somit noch einiges schaffen. Falls es im Kurs also nicht so toll laufen sollte, besteht also noch Aussicht einige Klausuren durchzuarbeiten.

Wie geht‘s euch so? Das Ende wird ja spätestens im September deutlich in Sichtweite rücken.

Fühlt ihr euch schon fit genug für die Prüfung?

Ich habe so langsam das Gefühl, dass ich in diesem Jahr mit mehr Bauchschmerzen in die Prüfung gehe (liegt vielleicht am 2. Versuch).

Liebe Grüße und ich werde euch in den nächsten Wochen auf dem Laufenden halten.

Es ist soweit …

Hallo liebe Mitstreiter,

ich sitze hier vor meiner letzten Klausur meines Klausurenfernkurses. Eigentlich fast ein Selbstläufer, BilStR ist mein Lieblingsfach. Aber ich glaube die Hitze hat meinem Denkvermögen zugesetzt. Man, man, man, ich komme mir vor wie ein Azubi drittes Lehrjahr. Je mehr ich lerne um so mehr habe ich das Gefühl ich weiß nichts mehr. Geht euch das auch so ? Mein Hirn ist wie ein Eimer Wasser, ist jetzt voll und beginnt überzulaufen.

Jedenfalls achte ich im Moment sehr auf meine Ernährung: wenig Schokolade und Chips, viel Trinken (grüner Tee und Wasser), kaum Alkohol, viel Obst und Gemüse, wenig Kohlenhydrate und mehr Eiweiß. Ich bilde mir ein das bringt was. Bananen sollen gut fürs Denken sein, Wasser mit Sprudel auch, zur Nacht nochmal Magnesium zum Auflösen, ach ja Kapseln mit Cranberry und Vitamin C nehme ich auch noch. Meine Familie habe ich schon vorgewarnt. Wenn ich wieder anfange “Mondwasser” zu trinken ist es soweit, ich bin am Limit. Wie letztes Jahr beginne ich so eine innere Unruhe zu verspüren. Zum Glück weiß ich was die Ursache ist. Googeln darf man so was nicht, obwohl: wer sich diese  Vorbereitung antut ist schon etwas gaga. Aber wie sagt mein Vater immer: Das Ziel ist der Weg.

In diesem Sinne, haltet durch, wir schaffen das.

Da haben wir sie, die Hundstage!

Hallo zusammen,

meinen zweiwöchigen Klausurenkurs habe ich gut überstanden. Ich war ja etwas skeptisch wegen den jeweiligen sechsstündigen Klausuren Abgabenordnung, Erbschaft- und Umsatzsteuer. Aber ich muss sagen, dadurch habe ich mich mit dem jeweiligen Problembereich so intensiv am Stück auseinander gesetzt wie noch nie. Jedoch vor der nächsten sechsstündigen Klausur in der AO graut es mir jetzt schon. Leider bin ich ziemlich ausgepowert gestartet, freitags noch Arbeiten und dann direkt montags der Klausurenblock. Zum Ende der zweiten Woche hin ist mir dann auch ziemlich die Puste ausgegangen. Sei es drum. Der zweite Block folgt Ende August/ Anfang September. Wobei ich jetzt doch noch einen zweiten Klausurenkurs bei Dr. Bannas besuchen werde. Da schreibe ich ab dem 14. August im zwei Wochen Rhythmus immer Dienstag, Mittwoch, Donnerstag Klausur und das viermal. Ich erhoffe mir dadurch etwas mehr Routine rein zubekommen. Leider überschneiden sich die beiden Kurse um drei Tage. Somit muss ich die drei Klausuren dann noch alleine nacharbeiten.

Mit letzter Woche Montag hat pünktlich mit den Hundstagen meine Lernzeit begonnen. Ich habe zwar die Möglichkeit im Büro zu Lernen und mir das auch vorgenommen, aber mir war es bisher definitiv zu warm dafür. Außerdem hatte ich in der letzten Woche noch tagsüber sturmfrei von meinen Männern. Im Moment habe ich einen guten Rhythmus für mich gefunden. Ich starte morgens um 7 Uhr und lerne bis 13 Uhr in der Küche. Ich habe mich dort ausgebreitet, weil der Tisch größer als im Arbeitszimmer ist. Dank der Hitze in unserer Dachwohnung wechsel ich nachmittags so etwa 14.30 Uhr in den Garten und arbeite die Fallsammlungen durch.  Ab 17.30 Uhr ist in der Regel aber Schluss mit dem Lernen. Im Garten schaffe ich zwar nicht mehr so viel wie am Morgen, aber ich bin mit meinem Pensum zufrieden. Trotzdem wird es vom Gefühl her knapp mit dem Lernen bis zu den Prüfungen. Die Hitze macht mir im Moment schon zu schaffen, aber im Winter im Dunklen Lernen macht auch nicht wirklich Spaß. Wassereis und Wassermelone stehen bei uns in der Familie im Moment ganz hoch im Kurs.

Garten 2

Wie kommt ihr mit der Hitze klar? Habt ihr noch gute Tipps zum Abkühlen? Kommt ihr mit dem Stoff und den Übungsklausuren gut durch?

Viele Grüße
Annika

Prüfungsgebühr !!!

Hallo liebe Mitstreiter,

ich habe diese Woche meine Prüfungsgebühr bezahlt. Der Teilnahme an der Prüfung steht nun nichts mehr im Weg, außer diese Hitze :-( .

Ich muss noch bis Anfang September arbeiten, dann beginnt mein Intensivkurs. Bei diesen Temperaturen kann ich mich abends einfach nicht mehr konzentrieren. Geht euch das auch so ? Ich habe es allerdings geschafft sämtliche Ergänzungslieferungen einzusortieren. Mir geht es da wie Ivonne, war ganz schön Quälerei nach Arbeit. Aber das hat schon so ein befreiendes Gefühl und gibt einem wieder etwas Motivation.

Momentan muss ich noch drei Klausuren schreiben. Dann will ich einfach nur noch wiederholen und meinen To-Do-Zettel abarbeiten. Wie ist euer Plan für die letzten 71 Tage ?

In diesem Sinne, haltet durch, wir schaffen das.

Endlich Zeit für Steuern :-)

Huhu :-) ,

ist euch auch soooo warm?

Gestern war vorerst mein letzter Arbeitstag bis zur Prüfung. Irgendwie ist es mir noch gar nicht richtig bewusst geworden, dass ich jetzt endlich Zeit für meine Vorbereitung habe.

Ich hatte mir vorgenommen, bis zur Freistellung meinen Schreibtisch aufzuräumen, was insbesondere das Einsortieren der Ergänzungslieferungen betraf.

Was soll ich sagen …Mission soeben erfüllt :-) .

Ich freue mich so. Kurz vorm Ende gab es noch einen kurzen Schreck, als ich feststellte es fehlen ca. 30 Seiten, die ich wohl beim schläfrigen allabendlichen einsortieren entsorgt habe. Wie ein Wunder waren sie plötzlich wieder da :-) . Ich hatte schon fast die Bestellung der fehlenden Seiten rausgeschickt. Ich schieb es mal auf die Hitze hier. Nicht, dass ich etwas gegen Sommer hätte, aber das Lernen verträgt sich schlecht mit diesen Temperaturen.

Geht es euch eigentlich auch so, dass ihr ständig von anderen belächelt werdet, wenn ihr die Ergänzungslieferungen beim sortieren markiert? Irgendwie kann das NIEMAND (Aussenstehende) nachvollziehen. Ich versuche das auch nicht mehr zu erklären. Mir hilft es ungemein durch die Markierungen in der ohnehin schon kurzen Zeit das Wichtigste zu erfassen.

Da mein Schreibtisch jetzt ja sehr einladend aussieht, erstelle ich mir gerade einen Plan für die nächsten 2 Wochen, denn dann beginnt mein Intensivklausurenkurs.

Ich möchte mir besonders Themen anschauen, die ich immer gerne weggeschoben oder halbherzig bearbeitet habe. Nach dem Motto das Unangenehme zuerst.

Wie lernt ihr bei der Hitze?

Da hat man einmal hier im Norden einen Traumsommer und genau dann wünsche ich mir schlechtes Wetter. Da das laut Wetterbericht wohl nicht eintreten wird, arbeite ich an einer Strategie Lernen und Strand zu kombinieren.

Ich wünsche euch weiterhin einen kühlen Kopf!

Der Sprung vom Steuerfachwirtlehrgang zum Steuerberaterlehrgang

Hallo Kadir und natürlich alle andere die dieses Thema interessiert!

Kadir hatte mich unter meinem letzten Blogeintrag gefragt, wie ich den Sprung vom Steuerfachwirtlehrgang zum Steuerberaterlehrgang empfinde. Da ich mir vorstellen kann, dass dies noch andere Leute interessieren könnte, habe ich mich dazu entschlossen,  einen Blogeintrag zu verfassen.

Ich hatte auch Dozenten, die meinten: „Wenn Sie jetzt schon im Stoff des Fachwirtes sind, dann machen Sie am besten den Berater direkt hinterher. Der Sprung ist nicht mehr so groß.“ Worin ich das klar unterstreichen kann, ist bei der Umsatzsteuer. Die Themen sind alle, zumindest bei meinem Dozent, bereits besprochen. Die Berateraufgaben gehen etwas mehr in die Tiefe, aber grundsätzlich sind die Berateraufgaben nicht mehr so viel schwerer. Bei Bilanzsteuer habe ich im Fachwirt Grundstücke rauf und runter gebetet, auch die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten sind kein großes Problem. Dies gilt bis zu dem Punkt, wo die Personengesellschaften mit ins Spiel kommen.  Mit den Themenkreisen Personengesellschaften, internationales Steuerrecht und Umwandlung hatte ich im Fachwirt noch überhaupt keine Berührungspunkte. Da sind die Leute mit Studium vermutlich klar im Vorteil. Leider kamen diese Themen bei uns von Mai bis Juni geballt im Kurs. Ausgerechnet da hatte ich kaum Zeit diese nach zuarbeiten. Das steht bei mir für die kommenden zwei Wochen auf dem Plan.

Ich muss sagen, der Fachwirt hat mir viele Grundlagen gebracht, die sehr hilfreich sind. Aber die Steuerberaterklausuren sind noch einmal eine große Schippe oben drauf. Die Klausuren dauern 6 Stunden, sind sehr umfangreich, es gibt eine Vielfalt an Themenmöglichkeiten und viel komplexere Aufgaben. Bekommt man im Fachwirt die Betriebsaufspaltung geradezu auf dem Silbertablett präsentiert, sieht das bei der Beraterklausur ganz anders aus.  Oder die AO Klausuren mit teilweise fünf Seiten Text und den unendlichen Wendungen bringen mich schon mal an den Rand des Wahnsinns.

Mein Tipp lautet:
Natürlich den Stoff nacharbeiten um die Grundlagen zu wiederholen und erweitern, aber das Hauptaugenmerk lege ich auf das Klausuren schreiben. Aber jeder lernt anders. Ich male mir zum Beispiel immer Bilder zu den Themen, schön bunt. Ich brauche so etwas. Da können manche Leute gar nichts mit anfangen.

Mein Fazit:
Der Steuerfachwirt ist eine gute Grundlage für das Steuerberaterexamen, aber es kommt noch einiges oben drauf. Von daher heißt es von Anfang an ein gutes Zeitmanagement zu haben um den Anschluss nicht zu verlieren. Viel Glück an alle und speziell an Kadir, mit einem  Abschluss von 3,1 im Steuerfachwirt warst du ja schon ein gutes Ergebnis erzielt- von daher gutes Gelingen. Du packst das im nächsten Jahr!

Annika

Jetzt stehen die Sommerferien auch schon so plötzlich vor der Türe, wie sonst Weihnachten!

Hallo Ihr Lieben,

die erste Klausurwoche ist rum. Meine allererste Erkenntnis am Montagmorgen lautete: Ich bin nicht geeignet für den Berufsverkehr, wenn ich Klausur schreiben muss. Ich hatte noch nicht einmal Stau sondern, nur zähfließenden Verkehr, aber ich hätte jeden auf die Seite schieben können der die Spur wechseln wollte oder unverhofft abgebremst hat. Um mich und meine Mitmenschen nicht weiter zu gefährden, bin ich den Rest der Woche auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen. Zwar bin ich nun anstatt 35 Minuten fast 60 Minuten unterwegs, aber meine Nerven sind geschonter und da ich inzwischen eine nette Person aus dem Kurs gefunden habe, die einen Teil mit mir fährt, sind die Fahrten richtig angenehm. Die Woche ist wie im Flug rumgegangen. Ab Mittwoch hat sich eine gewisse Routine eingespielt, die ich dringend benötige. Bisher war  ich in meinem Alltag und habe dann nur sonntags oder feiertags geschrieben und dann ging der Alltag wieder los. Somit waren die Klausurtermine immer etwas drohendes, das ich irgendwie hinter mich bekommen wollte. Ich war überrascht wie viel Wissen ich schon abrufen konnte, gleichzeitig konnte ich bewusst erkennen, wo noch Nachbearbeitungsbedarf besteht. Leider in manchen Fächern mehr als mir lieb ist.

Ja und dann kam die Mittagspause am Mittwoch. Stolz hat mich mein Sohn per WhatsApp über sein Zeugnis informiert. Zeugnis? Warum Zeugnis? Ferien sind doch erst nächste Woche und dann das Zeugnis auch noch mittwochs? Tief durchatmen. Nein, Ferien haben schon diese Woche Freitag begonnen, nur der Klausurenkurs endet nächste Woche Freitag und am Mittwoch gab es eine Zeugniskopie, die am nächsten Tag unterschrieben in die Schule musste- genau wie letztes Jahr! Vor meinem Klausurenkurs waren mir die Termine noch glasklar, aber mit Kursbeginn war ich auf einmal in meiner eigenen kleinen Steuerwelt gefangen. In aller Eile habe ich ihm dann noch eine Wasserpistole für sein Zeugnis besorgt. Das hatte schon fast was von Weihnachten, das auch immer so plötzlich und unerwartet vor der Türe steht.

Am Samstag hat uns meine Kollegin zum Grillen mit Familie eingeladen. Es war schon interessant, was so im Büro in der Woche passiert ist. Aber ich kann merken, dass ich ganz auf die Prüfung fokussiert bin. Der Abend war richtig schön, lecker und gemütlich. Wir sind zum Teil noch zum örtlichen  Parkfest gegangen. Es gab Musik, der ansässige Heißluftballonverein hat ein Ballonglühen veranstaltet und zum Abschluss gab es ein tolles Feuerwerk. Es ist schon ewig her, dass ich an einem Samstagabend nicht hundemüde war und bis nach 24 Uhr aufgeblieben bin. Das hatte wieder was von Leben. :-)

Feuerwerk

Die nächste Klausurenwoche wird ziemlich Ertragssteuer lastig, zweimal Einkommensteuer und einmal Körperschaftsteuer. Nur die Lust auf Mittwoch mit einem ganzen Tag AO ist bei mir gerade mehr als überschaubar.

Ich wünsche euch eine schöne Woche.

Steuerrecht und Urlaub

Hallo liebe Mitstreiter,

Ich sende euch viele liebe Urlaubsgrüße. Das Wetter ist gut, das Essen schmeckt und ich habe schon viele neue Freunde gefunden. Dies war als Kind immer mein Text auf den Urlaubskarten aus dem Ferienlager. Es gibt Dinge die haben sich so ins Gehirn “gebrannt”  die vergisst man wohl nie wieder. Warum geht das mit dem Steuerrecht nicht auch so ? Ich muss immer die gleichen Dinge nachlesen oder nachblättern, dabei kann ich die doch eigentlich im Schlaf. Oder das ist ein Splin von mir. Ich habe festgestellt, dass ich beim Klausurenschreiben immer die Paragraphenketten mit nachblätter, nur zur Sicherheit.

Auf jeden Fall habe ich den heutigen Freitag den 13. unbeschadet überstanden. Und seit einer Woche habe ich das deutsche Steuerrecht fast aus meinen Leben gestrichen, ohne schlechtes Gewissen. Wir sind gerade in Ungarn im Urlaub und so ganz kann ich aber nicht aus meiner Haut. Jede Quittung wird auf Ordnungsmäßigkeit gescannt, das geht ganz automatisch. Ob hier wirklich jeder Imbissbesitzer oder Melonenverkäufer seine Steuern abführt ? Gibt es hier auch Betriebsprüfungen, wie ist das mit Hinzuschätzungen bei den überall üblichen offenen Ladenkassen ? Irre was einem so alles durch den Kopf geht.

Heute haben wir einen Cousin meines Mannes besucht und er hat erzählt er will sich einen Traktor aus Deutschland kaufen. Gleich ratterte es los in meinen Kopf: gebraucht oder neu, für seine Firma oder privat, verzollt und versteuert oder anders ?

Ich glaube ich kann zuversichtlich sein. In meinen Hirn ist schon mehr fest verankert als vermutet.

In diesem Sinne, haltet durch, wir schaffen das.

“Urlaub” ist gebucht

Am Wochenende habe ich nun endlich meine Unterkunft für den Präsenzklausurenkurs im August gebucht. Für die beiden Wochen habe ich Urlaubstage eingereicht. Mir ist aufgefallen, dass das Buchen von 14 Tagen Hotel auch schon mal mehr Spaß gemacht hat :-) .

Toll finde ich auch immer die E-mails des Reiseportals: „Nicht mehr lange bis zu ihrem Urlaub.“  Ähm, ja. Ich freue mich auch schon auf 10 Stunden Steuern am Tag. :-)

Tatsächlich vergeht die Zeit gerade rasend schnell. Meine Ergänzungslieferungen sind immer noch nicht komplett abgearbeitet. Naja, sind ja noch 14 Tage bis zur Freistellung.

Im Büro sind meine Mandate ab August verteilt und ich gewinne langsam die Erkenntnis, dass ich definitiv nicht mehr alles schaffen werde, was ich ursprünglich auf dem Plan hatte. Vielleicht macht man sich auch einfach zuviel Stress. Wichtig ist nur, dass mit dem Tag der Freistellung dann nur noch die Vorbereitung zählt.

Letztens habe ich mich dabei beobachtet, wie ich versucht habe im Ausschlussverfahren mögliche Prüfungsthemen für dieses Jahr herauszubekommen.

Eigentlich mag ich sowas nicht, wir sind ja alle keine Hellseher. Da letztes Jahr jedoch internationales Steuerrecht einen großen Teil in der Ertragsteuerklausur ausmachte, hoffe ich dieses Jahr zumindest in diesem Bereich auf einen geringeren Umfang.

Da das Bestehen der Klausuren nicht von Spezialwissen abhängen soll (hab ich gehört), achte ich besonders darauf, dass mein Basiswissen gefestigt wird und ich werde definitiv nicht auf irgendeine Lücke setzen. Sowas kann schnell böse enden.

Also, naja LuF vielleicht :-) . Obwohl, wenn ich an letztes Jahr denke, als uns kurz vor der Prüfung noch ein Skript LuF gemailt wurde. Da haben einige Anbieter wohl doch Panik bekommen und wollte nichts ausschließen. Der Landwirt war ja zum Glück Argentinier, wenn ich mich richtig erinnere :-) .

Was meine Vorbereitung betrifft, so skizziere ich zur Zeit die Lösungen und schaue mir dann den Lösungsvorschlag an. Ich weiß, dass komplett schreiben die bessere Variante ist, ich schaffe aber im Moment so einfach mehr und etwas Übung habe ich ja auch schon.

Wichtig ist mir auch zu wissen, wofür es Punkte gibt, denn ich habe beim letzten Mal definitiv viele der sog. “Fußgängerpunkte” liegengelassen. Manchmal erscheinen mir Dinge so simple, dass ich gar nicht daran denke, sie aufzuschreiben. Daran muss ich arbeiten.

Wie sieht’s bei euch aus? Hat sich vielleicht jemand von euch ähnlich vorbereitet und war (trotzdem) erfolgreich?

Ich denke, diese Variante bietet sich wahrscheinlich nur im 2. Versuch an.

So, dass war’s für heute. Draussen regnet es. Hab gerade überlegt, was das für ein Geräusch ist…REGEN. Ist man ja gar nicht mehr gewöhnt :-) .

Euch da draussen weiterhin gutes Gelingen und ich schaue mir keinen Countdown an…zu stressig in meinem Alter :-).