Endspurt mit Bauchgrummeln

Hallo ihr lieben. Wieder mal ein Lebenszeichen von mir. Der Urlaub ist vorbei. Ich habe die letzten Tage wie angekündigt nichts gelernt, gelesen oder geschrieben, nur gefaulenzt, gebadet, gesonnt. Und es hat sooo gut getan. Endlich hatte ich mal wieder bessere Laune, was sich auf die Stimmung meiner Mitreisenden sehr positiv auswirkte 😉

Freitag mittag landeten wir in Berlin. Schrecklicher Flughafen ✈. Ich hatte kurz überlegt, einfach auf Malle zu bleiben, mich dort zu verstecken und ganz neu anzufangen als „Coconut, Melona, Ananas!!!“ – Verkäuferin tagtäglich den Strand auf und ab zu laufen. Mein Mann hätte die Schubkarre ziehen können und ich hätte mit all meinen nichtsteuerlichen Kompetenzen die Früchte an die Urlauber gebracht 🍉🍍🍌🥥. Naja, ich hab mich dann doch zum Heimflug entschieden. Freitag und Samstag Magen Probleme inclusive, ich tippe mal auf Angst vor der Prüfung? Vielleicht auch zu viel Aioli…

Der gute Vorsatz sah Sonntag schon wieder Schreibtisch vor. Deshalb Freitag nachmittag gleich die Koffer ausgepackt (war natürlich viel zu viel), abends und über Nacht hingen dann schon 2 Waschmaschinenladungen auf der Leine. Samstag wollte ich mit der Wäsche fertig sein. Samstag morgen erwachte ich durch rauschenden Regen. Prima, soviel zum Plan. Den Rest des Tages räumte ich die Wäsche von der Wäschespinne auf transportable Wäscheständer und die dann gefühlt stündlich rein und raus, weil es immer wieder regnete. Nachmittags waren wir noch „schnell“ Schulzeug kaufen. Dann endete der Versuch, meine Tochter zum auf- und wegräumen zu bewegen wieder in allgemein schlechter Laune. Sonntag vormittag Schulzeug verteilt, (aus) – sortiert, beschriftet und verräumt. Schweißausbrüche und Genervtheit inclusive. Mann und Sohn kümmerten sich um Rasen und Hof. Dann Mittagessen mit Familie wegen Geburtstag. Zog sich dann doch bis 15.30 Uhr. Danach hab ich mich dann mit 2 der, während meiner Abwesenheit eingeflogenen Ao Klausuren in den Garten verzogen und nachgearbeitet. Abends noch den Garten etwas in Ordnung gebracht, Tomaten hochbinden, ausgeizen, Wucherungen beseitigen, Zucchini ernten, Äpfel aufsammeln…. Mit guten Vorsätzen Sonntag ins Bett. Man könnte Montag ja zeitig aufstehen, joggen und dann ran an die Klausur. OK. Das joggen hab ich weggelassen. War zu müde. Schlecht geschlafen. Hab komische Sachen von der Arbeit geträumt und die Gedanken kreisten beim einschlafen wieder um das, was noch zu lernen ist…

Heute morgen (fast) pünktlich 8 Uhr mit Kaffee an den Schreibtisch. Wieder AO. Wieder soviel Info. Trotz Notizen, Zeitstrahl etc fällt es mir schwer zu strukturieren. Wieder ne andere Fragestellung. Letztendlich geht es ja fast immer um die Änderbarkeit, Festsetzungsfrist, Korrekturmöglichkeit, Zulässigkeit Einspruch. Ehm, wie ging das nochmal? 🤔 Wie fange ich an? Steuerstrafrecht? What? OK. Klausuren Leitfaden raus, nachgeschaut, losgelegt. Das ist so mühselig. Werde ich es jemals schneller hinbekommen? USt fange ich hochmotiviert an, bis ich feststelle, dass ich Sachen aus 2018 beurteile, obwohl in den Hinweisen steht „Kalenderjahre bis einschließlich 2018 sind bestandskräftig veranlagt. die steuerliche Beurteilung war jeweils zutreffend.“ Ah. Dussel. Also nur 2019 beurteilen. Kurze Zeit später lese ich nochmal die Aufgabe: „Beurteilen Sie die folgenden SVe …in den Besteuerungszeiträumen 2018 und 2018!“ Verflixt. Was ist denn nur los mit mir? Eine Woche nichts tun und ich bin raus. Zu viel Sonne auf meinen Kopf?

Und das mit der gesunden Ernährung ist sch…. Ich hab es ernsthaft versucht. Der kleine Hunger zwischendurch wurde mit gesunden „leichten“ Gummibären besänftigt. Leider habe ich erst nach der halben Tüte den Warnhinweis gelesen:

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Verdammt. Da will man sich gesund ernähren und dann so was! Wer bitte isst denn nur 5 Gummibären?! 😂 Also Pfefferminztee für den empörten Magen-Darm Trakt gekocht, ordentlich Honig rein, dann gibt er vielleicht Ruhe. Wieder ne Stunde verloren. So klappt das nie mit dem Zeitplan…

Mein Fazit für heute: lieber Zuckerbären und joggen, als Süßstoffe, die den Zeitplan durcheinander bringen. Ich muss mir doch was zu essen vorbereiten und auf den Schreibtisch stellen. Und konzentrieren musst du dich, Mandy!

Wie läuft es bei euch so? Panik? Entspannt? Was machen die Präsenzkursbesucher? Erfolgserlebnisse? Ich hätte gern mal welche. Dafür muss ich jetzt aber loslegen…

Viele Grüße!

4 Gedanken zu „Endspurt mit Bauchgrummeln

  1. Hallo Mandy,

    mein Abendkurs geht langsam seinem Ende entgegen und findet jetzt im August sein Finale mit zwei Wochenenden von Freitag bis Sonntag an denen dann täglich eine sechs Stunden Klausur geschrieben wird. Bin gespannt wie sich die Belastung an drei Tagen hintereinander auf die Leistungsfähigkeit auswirkt. Bisher waren die Klausuren zumindest in wöchentlichen Abständen, sodass die Hand genug Zeit zur Regeneration hatte.

    Ansonsten muss ich zugeben, dass bei mir ab Mitte Juli die Luft etwas raus ist und ich meine Haas Fernlehrgangsklausuren ab diesem Zeitpunkt etwas vernachlässigt habe. Mitte Juli hatte ich mit den Kindern und meiner Freundin auch eine Woche Zelturlaub, den ich nahezu komplett zum Abschalten genutzt habe. Einzig mein Karteikartenkasten von WLW kam mit. Hier habe ich aber lediglich zum Bereich Einkommensteuer 1-200 Karten angeschaut und sonst nichts weiter gemacht.

    Nach dem Urlaub fällt der Wiedereinstieg in die Vorbereitung etwas schwer und ich muss gestehen, dass ich auch gesundheitlich nicht an jeder Präsenzkursveranstaltung teilgenommen habe.

    Dazu kam dann am letzten Woche noch die Einschulung meines Sohnes, die das ganze Wochenende vereinnahmt hat, wodurch ich dann ebenfalls den kompletten Samstag Unterricht verpasst habe und Sonntag die Klausur nicht vor Ort schreiben konnte.

    Zumindest die Klausur habe ich dann gestückelt Donnerstag, Freitag und Sonntag Vormittag bearbeitet und Montag rechtzeitig abgegeben.

    Da ich nun auch nur noch knapp 4 Wochen arbeite, häufen sich hier natürlich ebenfalls die noch notwendigen Tätigkeiten sowie die Planung der Übergabe von laufenden Sachen, die ich aktuell noch selbst betreue. Zum Glück ist die Menge hier schon überschaubar, da ich aufgrund der schon seit einem Jahr wechselnden Aufgabenfelder viele Mandate an Teammitglieder verteilen konnte.

    All diese Faktoren haben dazu geführt, dass meine Motivation etwas zu tun in den letzten Wochen nicht mehr so hoch war. Ich habe das Glück, dass ich jemand bin, dem das Klausurenschreiben selbst leicht fällt und viele Sachverhalte nach einem mal hören einordnen und abspeichern kann. Dadurch habe ich zumindest in den bisher geschriebenen Klausuren immer die magische 40 Punkte Grenze geknackt und in den letzten gemischten und BiWe Klausuren auch meine bisher besten Ergebnisse erzielen können. Hier wäre jetzt mal eine richtig verkorkste Klausur toll, um wieder den Ansporn für die kommenden 2 Monate zu erhalten… Wenn es zu gut läuft ist die Versuchung groß träge zu werden…

    Ich werde ab Ende August dann frei haben und die Zeit vorrangig nutzen, um die bisher nicht bearbeiteten Klausuren kurz durchzulösen und Problemfelder zu identifizieren. 2 Wochen im September folgt dann nochmal ein Klausurencrashkurs und dann werden weiter Problemfelder aufgearbeitet.

    Ich hoffe das ich die Zeit bis zur Prüfung effektiv nutzten kann und die nötige Anspannung wiederfinde, um das Ganze zu einem guten Ende zu bringen.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du die letzten Wochen noch effektiv nutzen kannst und sich dann rechtzeitig auch die Erfolgserlebnisse einstellen.

    Liebe Grüße

  2. Hallo Arne, herzlichen Glückwunsch dem Schulanfänger! Das ist ein großes Ereignis, jetzt wird alles anders ;-). Ich denke, ich bin schon ganz gut wieder im „Flow“. Ich schreibe im Wechsel einen Tag Klausur und arbeite den anderen nach bzw. schaue mir die „schwarzen Löcher“ genauer an. Ein paar Termine wie Einladung zum Schulanfang, der dringend nötige Friseurtermin und Termin beim Osteopathen müssen aber trotzdem sein. Ich werde zusehen, dass ich mir wenigstens Sonntags Zeit für die Familie nehme und um mich nicht ganz auszupowern. Bis zu meinem Intensivkurs sind es jetzt noch 2,5 Wochen, da will ich noch einige Klausuren schreiben. Und dann wird es auch richtig intensiv, 6-Tage Woche, 4 Wochen lang. Bin eigentlich ganz gut motiviert und alle lassen mich brav in Ruhe. Dass du noch so lange arbeiten musst, ist ja nicht so hilfreich. Aber wenn es nicht anders geht. Umso besser, dass du jetzt schon gute Klausurergebnisse hast… Bleib am Ball und vor allem gesund, liebe Grüße!

  3. Hallo Mandy,

    ich schreibe gerade auch immer an einem Tag eine Klausur und bearbeite sie am folgenden Tag nach.

    Gerade bin ich sehr frustriert über eine Ertragsteuerklausur von WLW. Vom Schwierigkeitsgrad her akzeptabel aber viel, viel, viel zu lang (jedenfalls für mich)!

    Kennt ihr das, wenn man anfängt eine Klausur zu schreiben und man ist einfach nur überwältigt von der Masse? Ich hab dann schon gar keine Lust mehr überhaupt anzufangen weil ich weiß, dass ich in 6 Stunden eh viel zu wenig aufs Papier bringen kann als dass es zum Bestehen reicht. Das blockiert mich dann einfach…

    Naja, und beim Nacharbeiten kommt dann der Frust. Irgendwie hab ich schon einiges richtig aber dafür gibt es kaum Punkte weil sich die Punkte auf so viele Aussagen verteilen. Und in der Hektik des Schreibens übersieht man leider auch einige Sachen. Das zieht mich schon ziemlich runter.

    Wenn du vom „Endspurt“ schreibst bekomme ich leichte Panik, Mandy 😀 Das kommt mir noch ein bisschen zu früh vor (wie dass bald schon wieder Lebkuchen in den Supermärkten stehen werden). Ich bin gerade in der zweiten Woche meiner Freistellung und bei mir läuft es jetzt erst richtig an.

    Ich bin gespannt, was du von deinem Intensivkurs berichten wirst.

    Liebe Grüße und weiterhin viel Durchhaltevermögen!

  4. Hallo Katrin,

    tut mir leid, ich wollte niemanden in Panik versetzen, ich mach das nur gern mal mit mir selbst 😉 In den verbleibenden (die Zahl, die nicht genannt werden darf…) Wochen kann man schon noch eine Menge lernen. Ich hab damals beim Bibu gerade 3 Wochen Urlaub vor der Prüfung gehabt, mehr nicht. Hat gut gereicht.

    Ich kenne diesen Frust sehr gut. WLW versteckt auch gern mal Informationen in verschiedenen SV, das kannte ich von Knoll so nicht. Ich muss gestehen, wenn ich so gar keinen Plan habe, ziehe ich die Lösung heran. Auch um nur mal einen kurzen Blick hinein zu werfen, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Steinigt mich, aber für mich ist das der effektivere Weg, als 6 Stunden zu rätseln und nur frustriert zu sein. Ich vollziehe die Lösung schriftlich nach, rechne nach, schlage die Fundstellen nach. Für mich hat das den besseren Lerneffekt, als später die Lösung nachzuarbeiten. Da habe ich schon die Hälfte der Aufgaben wieder vergessen. Aber jeder muss es so machen, wie er es für richtig hält…
    Du hattest aber bestimmt einen Präsenzkurs, oder?

    Liebe Grüße zurück!

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