Der 3. Versuch

Hallo Ihr Lieben,

es war einmal ein NRW‘ler der auszog Steuerberater zu werden.
Sein Name ist Mr. Guinness und nun, nach 4 Rücktritten im 3. Versuch hat er nun, im 5. Anlauf des 3. Versuches, abgegeben und bestanden!
Jetzt, nach insgesamt 7 Versuchen, darf er sich nun in der Mündlichen beweisen …

Was für eine Geschichte!
Gern hätte ich mehr über diesen Ultralangstreckenlauf erfahren, ihr sicherlich auch, oder? Ich habe Mr. Guinness diesbezüglich angeschrieben und ihm angeboten ihn in einem eigenen Blog seine Geschichte erzählen zu lassen …

Natürlich ist es völlig okay, sich dagegen zu entscheiden …

Ich bin gerade in ziemlich krassen Corona-Depressionen.
Im Januar, stand heute, bin ich 108 KM gelaufen, in der Hoffnung die Endorphine würden mir Kraft fürs Lernen geben …

mal sehen wieviel KM ich im Februar Laufen muss um halbwegs klar zu kommen …

Die Zeilen von Mr. Guinness haben mich heute ganz schön aufgerüttelt!

Was macht das mit einem, wenn man weiß, es gibt nur noch diesen einen, letzten Versuch? Zu wissen, wenn ich jetzt abgebe und es hat nicht gereicht, dann ist es vorbei, für immer! Mr. Guinness hatte den Mut 4 mal zurück zu treten, weil er sich nicht sicher war. War es Mut oder Angst, hätte, wen und aber?

Jetzt, beim 5. Versuch hat er abgegeben. Er hat die 1. Hürde genommen und jetzt kommt die Mündliche …

Ich wünsche Mr. Guinness von ganzem Herzen, dass nun sein persönliches Happy End folgt. Wir sind uns wohl alle einig, dass er es sowas von verdient hat …

Im 3.Versuch in der Mündlichen, was für ein unglaublicher Druck? Oder auch nicht?

Wie bereitet man sich nun auf den 3. Versuch vor? Wie mit den Versagensängsten umgehen? Neue Wege gehen? Wenn ja, welche?

Interessant wäre es zu erfahren, was war dieses mal anders für Mr. Guinness, warum hat er abgegeben, war er sich sicher, dass es reichen würde? Geht es im 3. Versuch darum, die Nerven zu behalten und erst abzugeben, wenn man sich sicher fühlt? Was denkt ihr? Was ist der Schlüssel …

Es wäre ganz zauberhaft, wenn 3. Versuchler ihre Erfahrungen einbringen und mit uns teilen würden …

Egal wie lange ihr schon auf dieser Reise seit,
ich wünsche euch ganz viel Kraft zum Lernen

LG aus Berlin
Beate

92 Gedanken zu „Der 3. Versuch

  1. Liebe Beate, danke für diesen Blog!

    Ich war dieses Mal im 2. Versuch und überlege rauf und runter, ob ich es ein drittes Mal angehe oder es einfach lasse..

    Für einen Versuch spricht sicherlich, dass man schon so viel Zeit, Fleiß, Nerven und Geld investiert hat.. jetzt alles wegschmeißen?! Was sind ein paar tausend Euro mehr? Was verpasst man in diesem „wundervollen“ Corona Jahr? Wie lange müssen wir noch mit diesen Einschränkungen leben UND verpassen wir überhaupt etwas, wenn wir es nochmal angehen?

    Lieber ein paar Jahre warten oder direkt nochmal? Auch eine Frage, die mich beschäftigt. Aus dem Umfeld höre ich nur „wenn dann mach es direkt dieses Jahr“. Vorteilhaft wäre, dass es dann 2022 so oder so endlich vorbei wäre.. keine Frage mehr „was wäre wenn?“..

    Dieses Jahr soll es insgesamt schlechter ausgefallen sein, als im Jahr davor.. wäre dieses Jahr dann wieder „machbarer“? Alles nur Gerüchte oder ist vllt doch etwas dran?!

    Eine Frage die mich auch sehr beschäftigt „warum wird diese Prüfung von Leuten bestanden, die keine bis kaum Klausuren im Vorfeld bestanden haben?!“ Wieso falle ich durch, obwohl ich 70-80% der Klausuren bestanden habe und im schlechtesten Fall eine 5,0 hatte? Ich habe über 50 Klausuren geschrieben und wüsste nicht, was ich anders machen sollte..

    Wie sieht die „perfekte“ Vorbereitung aus? Ist Knoll vllt doch der einzig wahre Schlüssel zum Erfolg?

    Wie gehe ich richtig an die Klausuren im
    Echtexamen dran? Nichts berechnen und nur die easy Points abgreifen? Was mache ich falsch?!

    Wie gehe ich am besten mit meiner Nervosität um? In einem 3. Versuch zu sitzen stelle ich mir etwas beängstigend vor…

    Das sind meine Gedanken zu einem möglichen 3. Versuch.. es ist nicht leicht!

    Beste Grüße
    Saskia

  2. An dieser Stelle, liebe Beate, ein paar Gedanken zu den Teilnehmern die durchgefallen sind.

    Leider vermittelt das Forum den Eindruck, dass Noten jenseits von 4,0 „normal“ sind.

    Zwei Bekannte von mir sind zum 3. mal durchgefallen. Einer mit einer 4,6.

    Diese Schicksale gehen bei dieser Prüfung völlig verloren. Alles was bleibt ist ein DIN A4 Blatt auf dem zum 3. mal steht:“durchgefallen“. 3 Jahre harte Arbeit und Verzicht, viel Geld. Alles umsonst?!? Naja, es sollte zumindest kritisch hinterfragt werden, ob Kursanbieter sich an der Willkür dieser Prüfung nicht clever Jahr für Jahr bereichern.

    Ich weiß nicht, ob ich die Steuerberaterprüfung weiterempfehlen kann.

  3. Hallo, ich hatte jetzt meinen 3. Versuch und habe bestanden und auch die mündliche.
    Ich habe nie dran gedacht nicht abzugeben, da die die Strapazen nicht nochmal auf mich nehmen wollte. Ich habe einfach nur gedacht entweder es klappt oder nicht.
    Ich kann alle nur ermutigen auch den 3. Versuch zu machen. Jedoch würde ich jedem raten nach dem 2. Versuch eine Pause einzulegen und nochmal Kraft zu tanken.

  4. @Frank:

    Ob die Steuerberaterprüfung weiterzuempfehlen ist, kann sicher nicht beantwortet werden.
    Jeder weiß, dass idR 50-60% durchfallen und dass, wenn man besteht, idR nicht supergut besteht.
    Wer sich dennoch an die Prüfung traut, weiß, was er macht.

    Jeder hat, wenn er sich in die Prüfung begibt, irgendeinen Traum/ Wunsch. Welcher das ist, ist individuell; manche träumen vom großen Geld, manche vom Ansehen, manche von beidem.
    Ob das Leben als Steuerberater glücklicher ist, kann ebensowenig beantwortet werden, wie alle anderen Fragen das persönliche Glück betreffend.

    Ich hatte diesen Traum auch; Ansehen, viel Geld verdienen…
    Ich habe beim ersten Versuch bestanden, wurde drei Jahre später von meinem Büropartner um sehr viel Geld betrogen.
    Jetzt arbeite ich ohne Titel im öD, verdiene genug und habe sehr viel Freizeit und im Beruf wenig Termindruck und keine Mandantnen.
    Glücklicher kann ich mir mein Berufsleben nicht vorstellen…
    Im übrigen, der StB hilft hier, wäre aber nicht Voraussetzung gewesen.

    Jeder, der die Prüfung nicht schafft, hat eben jenes Schicksal. Ob es den Versuch wert ist, immer wieder zu starten, um den verdammten Titel zu bekommen? Es existiert auch Glück jenseits des Steuerberaters.

  5. Fakt ist es fallen jedes Jahr ca 50% durch, das wird auch in 2020/2021 so sein, da es offensichtlich so gewollt ist, sonst würde man ja die Prüfungsbedingungen mal ändern. Und natürlich wissen wir das es auch uns treffen kann…….
    Hier schreibt ja auch nur ein Bruchteil derer die geschrieben haben, z.B. SH ca. 130 Teilnehmer, ca. 20 Kommentare, das verzerrt das Gesamtbild.
    Dennoch schaffen es viele auch mit guten Noten und es sei Ihnen gegönnt, aber was machen diese anders? Wie sieht eine gute Vorbereitung aus? Was ist das „Geheimnis“? Oder gibt es keins? Hatten 50% nur Glück? Glaube ich eher nicht…..
    Was ist mit den restlichen 50% die Durchfallen? Wo liegt das Problem oder sind es mehrere Probleme? Welche Strategie hatten die die bestanden haben? Was sollte man beim 2. oder 3. Mal ändern? Wie motiviert man sich im Drittversuch? Wie gehe ich um mit der Angst, der Nervosität, dem Stress?
    Und Und Und….
    Ich selbst überlege noch ob ich dieses Jahr in den Drittversuch gehe….erstmal habe ich den Klausurtechnikkurs bei Knoll gebucht und dann schaue ich weiter….ich hatte auch überlegt die wlw Klausurtechnik Karten zu kaufen, aber so ein Berg Karteikarten? Eine Option wäre noch der wlw Videokurs zu den Klausurtechnik Karten….. Bei mir ist das Problem Technik, Taktik, Zeit, Nervosität und Angst….und natürlich das ein oder andere Thema das sich nicht so leicht lernt….keine guten Voraussetzungen oder…..
    LG

  6. Grundsätzlich muss sich jeder Fragen: Will ich den Titel?

    Bei mir:
    2 mal probiert, sei mal verloren.

    3.ten Versuch:
    Wird es erstmal nicht geben.

    Trainiere ich weiter:
    Ja, mache ich.
    Mit Karteikarten und Klausuren von Kollegen welche ggf. nen anderen Rechtsstand haben.
    Wenn mich der Ehrgeiz nochmal Pakt und beide Kinder in der Schule sind kommt Anlauf 3.
    Sofern der Arbeitgeber die Kosten trägt und ne 100 % Freistellung inkludiert ist für 6 Monate.

    Fazit:
    Man lernt viel bei der Vorbereitung was ggf. bei manchen erstmal im Gehirn ankommen muss.
    Bei mir sind Schemata zu Fällen die man nie hatte meist schnell wieder gelöscht weswegen ich direkt jetzt solche Fälle in der Arbeit verlange.
    Wenn nicht: neuer Arbeitgeber.

    An die Klausurenersteller:
    Super Knobelspiel was nichts mit der Praxis im Steuerbüro zu tun hat.
    Man merkt den Amtsstempel 😀

    An alle Antwortsuchenden:
    Es gibt noch das WP Examen, was ziemlich sexy durch die Module geworden ist.
    Oder man gibt sein SM Hobby auf und studiert Jura nebenbei 😀

    Egal wie: das Leben geht weiter, an die nicht Besteher: ihr seit nicht zu blöd für irgendwas sondern konntet diese Abfolge von Antworten in 6 Stunden einfach nicht abarbeiten.
    Fertig ist. Dem Klausurenersteller sind wir schlich völlig egal, der Herr / die Dame / das Etwas geht einfach nur seine Checkliste durch.
    Dem Ministerium als Ersteller ist es auch egal ob wir uns aufregen oder heulen.
    Der Auftrag ist ein Examen zu erstellen was fachlich anspruchsvoll ist und wo die Hälfte bestehen soll. Und wieder in 2020 /2021 ist der Auftrag erfüllt.

  7. Lieber Frank,
    wie ist dein 2. Versuch den gelaufen?

    Natürlich hast du recht, jemand mit einer 3, berichtet hier sehr gern und voller Stolz und Euphorie von seiner vollbrachten Leistung.
    Bei einer 4,5 schwingt sehr viel Angst mit, es in der Mündlichen nicht zu schaffen …

    Diese Prüfung ist sehr speziell …
    Dir viel Kraft
    LG Beate

  8. Liebe Saskia,
    ist die Coronazeit ideal oder eher hinderlich zum Lernen?
    Das empfindet sicher jeder anders …
    Nichts gegen dein Umfeld, aber was DIE meinen ist in gewisser weise unwichtig.
    Es ist sicher zugewandt und nett gemeint, aber DIE müssen die Prüfung nicht schreiben
    und DIE müssen in den nächsten 9 Monaten nicht Arbeiten, Corona ertragen UND Lernen …

    Bist du gerade bereit nochmal 9 Monate voll durch zu ziehen?
    Hast du Lust dazu und die Kraft?
    Macht dir das Lernen noch Spaß?
    Du schmeißt doch nicht alles weg, wenn du dir Zeit lässt und dich mal ein Jahr sammelst.
    Wenn ich mir deine Geschichte so ansehe, wäre ich allerdings auch sehr verunsichert …

    Hast du schon eine Idee, woran es lag?
    Den Ansatz von MKI finde ich gerade sehr spannend, durch die Geschichte von Mr. Guinness bin ich auch nochmal ins grübeln gekommen …
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für deinen Weg
    LG Beate

  9. Liebe Beate,

    Für mich wäre Corona eher ein positiver Effekt, da sich mein AG auf eine vier Tage Woche und Freistellung ab Juli einlassen würde. Da ich keine Kinder habe, habe ich keine zusätzliche Belastung..

    Ein Jahr warten käme für mich nicht in Frage. Würde ich es erst nächstes Jahr machen, dann könnte ich dieses Jahr nicht weiter Klausuren schreiben, um am Ball zu bleiben. Ich würde komplette Ruhe von der StB Prüfung haben wollen und zudem würde mir diese Prüfung unterbewusst sicher dieses Jahr versauen, da es immer im Hinterkopf wäre. Also wenn, dann dieses Jahr, um 2022 so oder so endlich abschließen zu können!

    Woran es gelegen hat? Ich weiß es nicht.. ich muss wohl zugeben, dass ich bei einigen Themen auf Lücke gesetzt habe und davon mehrere dran gekommen sind, bspw. UmwSt und BP.. das würde meine Note vom 3. Tag erklären.. Am 2. Tag habe ich viele dumme Fehler gemacht, könnte an der Nervosität gelegen haben.

    Insgesamt muss ich sagen, dass ich auch einfach an den Klausurtagen absolut durch war. Ich würde mir diesmal mindestens jeden Sonntag komplett frei nehmen und vllt zwischendrin mal für eine Woche Urlaub machen.

    Liebe Grüße
    Saskia

  10. @Roberta:

    Die Kritik, dass es ein Knobelspiel ohne Praxisbezug ist, finde ich zumindest in diesem Jahr eher weniger angebracht. Da fande ich teilweise Fälle aus der Vorbereitung deutlich abgedrehter. Nehmen wir als Beispiel die Ertragsteuerklausur vom zweiten Tag:

    Freiberufler-PersG, aus der jemand aussteigt mit Realteilung, selbst weitermacht und Wechsel der Gewinnermittlungsart. Das ist doch höchst Praxisrelevant und kommt mE im täglichen Alltag häufiger vor.

    Influencerin: damit kommt man doch täglich in Berührung, sei es weil man sich für das Phänomen interessiert, weil man so einen Mandanten hat oder weil man sich einfach nur über diese furchtbare Bubble aufregt. Aber das ist doch omnipräsent.

    Weltumsegler: zugegeben, so jemand wird vermutlich eher selten in deine Praxis marschieren. Aber letztendlich ging es ja nur darum die einzelnen Einkünfte zu prüfen. SonderAfA für Mietwohnungsneubau wird in der Praxis doch auch immer wieder angefragt und gehört zu einer normalen Beratung dazu.

    Erweiterte Grundstückskürzung, Prüfung gewerbliche Prägung einer Personengesellschaft, Kürzungen und hinzurechnungen in der Gewerbesteuer sind mE auch Themen des täglichen Arbeitslebens und völlig realitätsnah.

    Die letzte Aufgabe bestand im Wesentlichen darin, ganz offensichtliche vGA zu erkennen bei einem Gesellschafter-Geschäftsführer. Ich behaupte mal, dass in der Praxis die häufigste Erscheinungsform eben solche bei GmbH anzutreffen sind. Eine AG werden wohl die wenigsten Prüfungsteilnehmer betreuen. Außerdem war noch die Entwicklung des steuerlichen Einlagekontos vorzunehmen. Da freut man sich in der Praxis immer, wenn es einfach 0 ist, aber auch das hat ja Praxisbezug, gehört es doch zu jeder Kst Erklärung.

    Tldr: auch ich finde, dass die Prüfung einige Kritikpunkte bietet, vor allem der zeitliche Umfang und die Tatsache, dass nur wenig Wert auf eine korrekte Lösung gelegt wird sondern eher Punkte sammeln im Fokus steht. Dass es jedoch fernab der Praxis gewesen ist, würde ich zumindest in diesem Jahr keinesfalls behaupten.

  11. @Jackle:
    Tag 2 empfand ich einfach überfrachtet.
    3 Sachverhalte im KStG / GewSt Bereich
    3 Sachverhalte EStG Bereich

    Influencer bekomme ich hier in der Kanzlei nie täglich mit.
    Und die Leute wie Influencer oder Youtuber sind nicht meine Generation.
    Sorry, halte die Typen einfach für ne Phase in der Gesellschaft.

    Und bei der Musterlösung schlackern mir die Ohren wie man was zitieren muss.
    Oder wie der Aufbau ist.

    Und Jackle, es ist mein persönliches Empfinden.
    Aber solche Sachverhalte löst man in der Kanzlei nicht in 6 Stunden.

    Und ja es gibt auch Leute dieses Jahr die bestanden haben, Gratulation für die Leistungen.

    Als ich meinen StB nach der erweiterten Grundstückkürzung im GewSt Bereich gefragt habe kam hier nur die Aussage: hatten wir noch nie.

    Ne Ltd wird hier prinzipiell abgelehnt, ebenso beschränkte Stpfl.

  12. Ich habe drei mal geschrieben. Drei Mal in Folge. Und dann auch recht souverän bestanden.

    Es war eine schlimme Zeit. Aber im Nachhinein war es die richtige Entscheidung. Ich hätte niemals das erreicht, was ich bisher erreicht habe, ohne den Titel.

  13. Lieber Klaas,
    welche Jahre hast du geschrieben?
    Wie hast du dich vorbereitet? Wie hat sich die Vorbereitung in den 3 Anläufen unterschieden.
    Und, die entscheidende Frage: was hast du mit dem Titel erreicht?
    Es wäre schön, wenn du uns etwas mehr erzählen würdest.
    LG Beate

  14. Guten Morgen,
    ich habe vor ein paar Wochen meinen Werdegang geschrieben. Hier noch einmal die Kurzbeschreibung:
    3x bin ich mit einer 4,5 in der mündlichen Prüfung gewesen und bin jedes Mal aussortiert worden.
    Ich wurde im ersten Jahr 40 Jahre alt, komme aus einer sehr kleinen Kanzlei, die ich eigentlich übernehmen sollte, meine Tochter war noch keine 3 Jahre alt.
    Im zweiten Jahr bin ich mit einer 4,66 nicht zum Recall eingeladen worden. 😉
    Im dritten Jahr wurde ich von einem sehr arroganten Prüfungsvorsitzenden so etwas von vorgeführt, dass ich mir dachte, nach dem ich den Zettel „nicht bestanden“ in den Händen hielt, so nicht!
    Ich habe dann Einsicht in meine Prüfung genommen, das Überdenkungsverfahren eingeleitet und gleichzeitig Klage erhoben (natürlich mit Begleitung eines sehr guten RA). Mir wurde dann die Klausuren als Kopie mit der Musterlösung zugesandt (Akteneinsicht) und da sind mein Chef, Rechtsanwalt und ich „hinten rübergekippt“: Teile wurden nicht bepunktet, obwohl sie richtig und der Musterlösung entsprachen. Der Zweitkorrektor hat EXAKT die gleichen Punkte und Anmerkungen gemacht! Was ungewöhnlich ist! Trotzdem wurde meine schriftliche Note nicht korrigiert. Die Begründung war: Ich habe nur 25 Seiten geschrieben (ich schreibe nicht besonders groß), andere Mitbewerber schreiben 30 oder 35 Seiten!
    Das Überdenkungsverfahren wurde also abgeschmettert!
    In der Gerichtsverhandlung, ein Jahr nach der mündlichen Prüfung, wurde mir auf Grund einen Formfehlers eine neue mündliche Prüfung zugesprochen, die ich dann, wieder ein Jahr später, ablegen durfte.
    Trotz intensivster Vorbereitung bin ich wieder durchgefallen.

    Aber in all den Jahren habe ich immer abgegeben, es gab für mich nie den Punkt von der Prüfung zurückzutreten, da ich der Meinung bin, dass man sich sehr schwer bei dieser Prüfung einschätzen kann!

  15. Die größte Hürde waren für mich die Nerven durch den Druck den man sich selber macht im 3. Versuch.

    Die Geschichte von Mr. Guinness würde ich mich auch interessieren.

  16. Ich habe noch die erste Prüfung vor mir und lese hier die Schilderungen und ich werde immer kleiner. Mache Schilderungen sind wie ein Film mit Happy End, ande Geschehnisse, insbesondere die Schilderungen von Tanja, sind einfach nur traurig.
    Ich weiß nicht warum ich bisher dachte, vermutlich reine Naivität, dass die Prüfer in der Mündlichen einen grundsätzlich positiv zugewandt sind.
    Dem scheint ja nicht so!

    Ich bewundere Alle für Ihre Nerven und die innere Stärke diesen Kampf regelmäßig auf sich zu nehmen. Über Jahre! Ich bin seit 6 Monaten dabei und meine Gedanken kreisen um den Stoff. Wenn ich mir diese innerliche Belastung über Jahre vorstelle- eine Qual. Aber vielleicht wächst man hinein. Ihr seid Alle tolle Kämpfer.

    Ich drücke euch weiterhin die Daumen…und mir, dass ich diese Situation nicht durchstehen muss. Ich glaube, das könnte ich nicht.

    Liebe Grüße
    Marie

  17. Liebe Marie,
    lass dich durch diesen Blog nicht verunsichern.
    Natürlich steht die Durchfallquote für sich,
    aber es gibt auch die andere Seite der Medaille …
    Geh konsequent deinen Weg und wenn es dir möglich ist,
    blende alles andere aus und fokussiere dich nur auf das Ziel.
    Dann wird das schon klappen 😉
    Dir viel Kraft und Zeit zum Lernen
    LG Beate

  18. Ich wünschte ich hätte schon vorher recherchiert was diese Prüfung alles abverlangt, dann hätte ich was anderes studiert. Als Student trügt die Durchfallquote von ca. 50 – 60% immer finde ich, da es im Studium auch Prüfungen gibt mit 80% Durchfallquote. Man betrachtet halt nicht den Aspekt, dass es sich bei der Steuerberaterprüfung um Prüflinge geht, die schon seit Jahren mehr oder weniger immer was mit Steuern machen. Wohingegen bei einem Studium der Student irgendwann merkt, es ist eventuell nicht sein Fach.
    Ich wünschte ich könnte 10 Jahre zurück und würde etwas anderes studieren 🙁

  19. Lieber „ich hasse diese prüfung“,
    jetzt bitte nicht verzweifeln 🙁
    Wann ist den deine Mündliche? Wie bereitest du dich gerade vor?
    Was ist im letzten Jahr in der Mündlichen schief gelaufen?
    Machst du Simulationen? Hast du Hilfe bei den Vorträgen?
    Erzähl mal ein wenig von dir …
    Viel Kraft
    LG Beate
    P.S. Eigentlich sind Steuern doch toll und machen super viel Spaß, nur eben nicht in dieser Prüfung!

  20. @ Beate:

    Ich habe 2x einen Präsenzkurs gemacht, beim dritten Anlauf dann nur noch Klausuren.

    Mittlerweile bin ich Partner in einer mittelständischen Kanzlei und wäre dies ohne Titel niemals geworden.

  21. Ach “ ich hasse diese Prüfung“,so geht und ging es uns zwischendurch doch alle mal, außer vielleicht Attila 🤔 Für mich ist es der Drittversuch. Die Prüfung und der Titel lassen mich einfach nicht los. Aber jetzt ganz ehrlich, man kann auch ohne Titel erfolgreich im Steuerbereich tätig sein. Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten und Perspektiven. Kopf hoch. Du schaffst das.

  22. Hallo Tommy,

    so geht es mir auch es lässt einen einfach nicht los.

    Ich wünschte ich wäre wie die Eiskönigin:
    Ich lass jetzt los, las jetzt los. Und ich schlag die Türen zu.

  23. @Marie: die Prüfer sind auch nur Menschen. Jeder Mensch ist anders.
    In meiner mündlichen Prüfung saß auch eine Frau, die im Drittversuch mit 4,5 schriftlich bestanden hatte. Die Prüfer haben erst alle 5 Kandidaten gleichmäßig gefragt, wobei sie am Anfang dran kam und die einfacheren Fragen hatte. Gegen Ende wurde sie vermehrt gefragt. Aber die Prüfer waren nett und haben auf Bestehen geprüft. Aber die Kandidatin war sooo nervös, dass sie nicht mehr wusste, was Abschreibung, GwG bedeutet. Leider ist sie dann durchgefallen.

  24. @Tommy:

    Ich weiß nicht genau, was genau Deine Frage an mich ist oder was ich ggf anders sehe…

    Gedanken hier und da habe ich mir auch gemacht, natürlich.
    Da ich erst sehr spät (mit 31 angefangen) studiert habe, da ich in meinem ersten Beruf krank wurde, ist es BWL geworden (zumindest hinreichend sicher, was die Jobchancen angeht).
    Wäre ich seinerzeit jünger gewesen, hätte ich beispielsweise nie BWL studiert; es war und ist für mich ein Studium, was man nimmt, wenn man nichts anderes weiß, was man soll (#nohate).

    Da ich dann in einer Steuerkanzlei potentieller Nachfolger habe werden sollen, habe ich mich auf die Beraterprüfung vorbereitet (mein Kind war mittlerweile 6 Jahre alt).
    Ich hatte nun keine andere Wahl, als diese zu bestehen (klingt doof, stimmt), von daher habe ich gelernt wie noch nie. Ich wusste von der Schwierigkeit und der Durchfallquote dieser Prüfung.

    Mit 38 habe ich 2007/2008 die Prüfung geschrieben/ abgelegt, einiges gewußt, vieles nicht und dann Glück gehabt.
    Nicht mehr und nicht weniger. Somit habe ich im ersten Versuch bestanden.

    Bin ich jetzt noch Steuerberater? Wie schon des öfteren geschrieben: Nein!
    Ich arbeite im Steuerrecht, habe die Bestellung jedoch zurückgegeben, da ich angestellt bin.
    Mein Leben ist jetzt gut so wie es ist; Glück und Zufriedenheit hängt nicht von einer bestandenen Prüfung und schon gar nicht vom Titel des StB ab.
    Meine Meinung!

  25. Lieber Klaas,
    hast du 2x den Selben/Gleichen Präsenskurs gemacht? Bei welchem Anbieter?
    Dir viel Kraft in dieser Zeit
    LG Beate

  26. Lieber Attila,
    hast du eigentlich Kollegen, die sich auf diese Prüfung vorbereiten?
    Oder ist das in deinem Bereich nicht üblich?
    Bist du im Homeoffice?
    Dir viel Kraft in dieser besonderen Zeit und Danke, dass du mich hier unterstützt.
    LG Beate

  27. @ Attila Ich danke dir für deine ausführliche Antwort. Ich habe aus deinen vorherigen Kommentaren geschlossen, dass es für dich keine andere Wahl gegeben hat, als diese Prüfung zu bestehen und du bist scheinbar daran auch nicht verzweifelt. Gab es denn mal einen Punkt bei dir in der Vorbereitung, wo du alles hinwerfen wolltest?

  28. @Beate:

    Ich unterstütze gerne und freue mich, wenn es hilft/ gefällt oder nicht gefällt und zu Widerspruch anregt; was auch immer.

    Nein, in meinem Bereich wird sich nicht auf die StB-Prüfung vorbereitet, das wäre nicht üblich und ich weiß auch gar nicht, ob wir als relevante Praxiserfahrungsstelle fungieren könnten.

    Die Möglichkeit des Homeoffice nehme ich nicht in Anspruch, denn ich finde die Trennung zwischen privat und Dienst sehr gut und möchte diese nicht aufweichen.
    Zum anderen geniesse ich es, jeden Tag mein „Fahrradtraining“ zum und vom Dienst absolvieren zu können. Das gibt Abstand und macht den Kopf frei.

  29. @Tommy:

    Gerne 🙂

    Nein, ich hatte keine andere Wahl als das Bestehen (was witzig ist, denn hätte ich nicht bestanden, wäre es so gewesen und ich weiss in der Tat nicht, wie ich dann reagiert hätte)…

    Nun ist mein Naturell nicht so auf Verzeiflung ausgelegt … der Wille entscheidet! Ich bin das sehr extrem…

    Nein, es gab keinen Punkt, an dem ich alles hinschmeissen wollte, denn ganz ehrlich hatte ich in meiner Vorbereitungszeit keine Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, weil ich nur gearbeitet und gelernt habe.
    In meiner Vorbereitungszeit (ich denke, so 1,5 Jahre) hatte ich – ohne Scheiß – nicht einen freien Feierabend, nicht einen freien Tag, nicht einen Tag Urlaub, an dem ich nicht gelernt habe (nun gut, ich war mal drei Tage von meinem besten Freund auf einen Kurzurlaub eingeladen worden); also 1,5 Jahre abzgl. 3 Tage… 🙂

    Und bevor wieder hate kommt:
    Das war allein meine Art mich vorzubereiten, und diese Art war für mich erfolgreich!
    Wenn jemand der Meinung ist, es müssten freie Tage und Erholungszeiten eingeplant sein, soll er es machen, so leben und dann den Versuch starten; es kann auch so klappen.

    Das Schlimmste wäre für mich gewesen, durchzufallen und mir dann vorwerfen zu müssen, ich hätte nicht genug getan.

  30. Ich möchte zwar erst in 2023 meinen Drittversuch schreiben, ich würde aber gerne dieses Jahr bereits mit einem Fernkurs starten.

    Ich liebäugel dabei mit Haas oder WLW. Bei WLW habe ich bereits einen Klausurenfernlehrgang belegt und war damit sehr zufrieden. Haas wirkt für mich relativ teuer.

    Wie sind denn eure Erfahrungen mit Fernlehrgängen?

  31. Hallo zusammen,

    immer wieder lese ich hier etwas mit. Will jetzt auch nicht auf einzelne Beiträge direkt Bezug nehmen und auch niemanden direkt ansprechen. Aber ich bin mit einigem, was hier geschrieben wird, nicht so ganz einverstanden.

    Ich habe 2020 im Erstversuch geschrieben und mit 2,66 bestanden. Tag 1+2 3,0 und Tag 3 2,0.
    Wie ich das geschafft habe? Bin ich ein Überflieger, ein Superhirn oder sonst irgendwie intelligenter, als alle anderen hier? Ich glaube nicht. Es ist am einfachsten, zu behaupten, alle anderen wären schlauer als man selbst und deswegen haben die anderen bestanden, man selbst aber nicht.

    Wie hab ich das dann geschafft? Im Prinzip recht einfach: lernen, lernen und nochmal lernen. 1,5 Jahre lang Vollgas geben, Freizeit opfern, Familie&Freunde, Freundin, alles was irgendwie Spaß macht im Leben, hinten anstellen und sich voll und ganz auf die Prüfung konzentrieren. Auf alles verzichten. Ich habe Teilzeit gearbeitet, um mehr Zeit zum Lernen zu haben. Dadurch hab ich auf Geld und ein schönes Leben verzichtet, jeden Cent dreimal rumgedreht, bevor ich Ihn ausgebe. Um weniger Arbeiten zu müssen und mehr lernen zu können. Und was hat es mir gebracht? Etliche schlaflose Nächte vor der Prüfung. Aber eben eine bestandene schriftliche und mit 2,66 wohl hoffentlich eine entspannte Mündliche.

    Wie würde ich es jetzt machen, wenn ich nochmal vor der Vorbereitung stehen würde? Wieder ganz genau so! Die Steuerberaterprüfung muss 1,5 Jahre lang an aller erste Stelle stehen und man muss auf alles andere eben verzichten. Lernen, lernen, lernen und KLausuren schreiben ohne Ende, irgendwann kann man es im Schlaf. WEnn ich durchgefallen wäre, hätte ich wahrscheinlich nicht nochmal geschrieben. Weil ich 1,5 Jahre lang 100% gegeben habe und einfach nicht mehr ging. WEnn ich dann durchgefallen wäre, hätte es wohl an mangelnder Intelligenz gelegen, aber nicht an Faulheit.

    Ich muss sagen, nach meiner Vorbereitung fand ich das Echt-Examen nicht schwer. Knoll Klausuren waren schwer, WLW war schwer, aber das Examen letztes Jahr war absolut fair und machbar. Von vielen Aufgaben nur die Standardfälle (IntStr, GewSt, AO war alles easy). Während meinem Samstagskurs hatte ich oft den EIndruck, dass viele Prüflinge die Vorbereitung schleifen lassen und einfach faul ohne Ende sind. Im Sommer draußen sein ist ja auch schöner, als bei 30 Grad am Schreibtisch sitzen, jeden Tag, Samstag + Sonntag, niemanden treffen wochenlang. Auf wen das zutrifft oder auhc nicht, muss jeder mit sich selbst ausmachen. Das Examen ist aber weder willkürlich, noch zu schwer (nur meine Meinung), sondern die hohen Durchfallquoten sind auch auf die schlecht vorbereiteten Teilnehmer zurückzuführen. Wer will in unserer heutigen Gesellschaft schon auf irgendwas verzichten müssen? Und wenn einem irgendwas nicht direkt zufliegt, ist es unfair und willkürlich.

    Das wird mein einziger Kommentar hier sein, weil jetzt mit Sicherheit das Gehate und der Shitstorm los geht. Für alle, die wirklich Tipps & Ratschläge von mir wollen und einen sachlichen Austausch haben wollen, können mich unter geheim991@gmaill.com kontaktieren.

    @Beate: Will dir nicht zu nahe treten. Jeder Blogger hat kurz vor dem Examen aufgehört, zu posten und sich auf die Prüfung zu konzentrieren. Manche auch schon ab Juni nicht mehr gepostet. Du hast bis kurz davor gepostet und bist hier auch weiterhin auch rege aktiv. Vielleicht hast du einfach die falschen Prioritäten gesegtzt? Mehr lernen und weniger im Internet surfen/posten?

  32. Lieber Marcus,
    Herzlichen Glückwunsch
    Wenn man/frau sich so vorbereitet klappt das auch mit der Prüfung!
    Da gibt es sicher keine zwei Meinungen …
    Unwahrscheinlich, dass diesbezüglich hier ein Sturm über dich herein bricht.
    Du bist herzlich willkommen hier deine Meinung zu schreiben.
    Dir viel Spaß in der Mündlichen
    LG Beate
    P.S. Dir ist schon aufgefallen, dass wir die anderen Blogger in der Coronazeit verloren haben, das war in den letzten Jahren nicht so …

  33. @Roberta

    Auf den Punkt: „Es gibt noch das WP Examen, was ziemlich sexy durch die Module geworden ist.“ möchte ich gerne einmal eingehen. Ich selbst habe den StB im „Lohnsteuer/GrEStG/Bauabzugsteuer“-Jahr 2016/2017 absolviert und jetzt in 2020/2021 den WP im Anschluss.

    Es ist richtig, dass die Modularisierung die Vorbereitung individueller gestaltbarer werden lässt. Ich würde aber niemandem (!) raten statt den 2./3. Versuch im StB-Examen zu nehmen, lieber das WP-Examen in Angriff zu nehmen.

    Warum nicht? M.E. scheitern die Wenigsten (egal ob StB oder WP) aus intelektuellen Gründen an den Examen, sondern deshalb, weil die eigene Vorbereitungszeit nicht optimal abgelaufen ist, falsche Schwerpunkte gesetzt worden sind (Klausurentechnik…), die Art der Vorbereitung nicht zum Lerntyp passt (Selbststudium, Präsenz/Online, 1 1/2 Jahreskurs vs 4-5 Monats Vollzeitkurs) oder vielleicht auch die eigene Leidensfähigkeit nicht zur gewählten Vorbereitungsart gepasst hat.

    Was ich damit sagen möchte, ist, dass die Gründe, weshalb das StB-Examen nicht geschafft wurde, im WP-Examen sehr wahrscheinlich auch zum Scheitern führen werden. Die Stoffmenge im WP ist noch einmal deutlich umfangreicher und die Themen nicht so abgrenzbar, wie im StB-Examen. Und wer alle Module einzeln schreiben will, schreibt die Klausuren wahrscheinlich über mindestens 1 1/2 bis Jahre zzgl. jedes Mal einer mündlichen Prüfung. Abgesehen davon, dass das didaktisch nicht sinnvoll ist, ist das Anspannungslevel noch einmal höher.

    Das klingt jetzt vielleicht gemein, weil ich sage, dass man nur selbst für sein Scheitern verantwortlich ist. Ich will damit aber eigentlich nur das Gegenteil sagen und dafür werben es positiv zu verstehen.

    Wenn es an Einem selbst liegt, dass man es 1x oder 2x nicht geschafft hat, hat man es aber auch selbst in der Hand es beim nächsten Mal zu schaffen! Niemand sonst – man selbst entscheidet, ob man es schafft oder nicht.

  34. Hallo Marcus
    Ich glaube auch, dass die Prüfung sich sogar mit einer guten Note bestreiten lässt und zweifelsohne, ist es vermutlich immer die berühmte Disziplin. Wir könnten auch alle einen Hintern ala Pamela Reif haben…
    Aber was hält uns davon ab? Die Rahmenbedingungen und mitunter die Voraussetzungen.

    Manche sind zum Zeitpunkt der Prüfung halt schon um die 40+ / haben Kinder / Verpflichtungen(Angehörige) …. auch Ehemänner sind mitunter Pflegeintensiv (…und nicht mal absetzbar)

    So ist die Story von Haustür zu Haustür verschieden…unter jedem Dach, ein Ach…

    Und das hier ist der….Ach wie traurig/ schade – chat, mit Motivationstips im Abgang. Und du hast das Thema etwas verfehlt, nicht einmal Fußgängerpunkte gesammelt!

    Insofern ist DEIN Beitrag, ähnlich hilfreich, wie eine Schwarzwälder Kirschtorte beim Pamela Reif- Popo- Projekt!!!!!!!

    Aber vielleicht eröffnet Beate ja mal ein Chat für die ‚ Helden im ersten Versuch mit Auszeichnung‘.

    Aber mal ganz im Ernst, 2,666 ist schon wirklich eine tolle Leistung! Gratulation. Du solltest mit dieser Basis, weniger Zeit in den Chats der zukünftigen Berater verbringen, sondern mehr Zeit in eine zusätzliche Fortbildung investieren:
    Fachberater für internationales Steuerrecht oder den WP

    Marie

  35. Wichtig an dieser Stelle finde ich vorallen, dass man sich sein Leben nicht auf Dauer von dieser Prüfung bestimmen lässt. Das Steuerberaterexamen sollte keine Lebensaufgabe werden.

    Man hat drei Versuche, man versucht sich so gut es geht vorzubereiten (ganz individuell welche Möglichkeiten man familiär etc. hat), man schreibt die Klausuren, und wenn man sich ordentlich vorbereitet hat, dann sollte man sich überhaupt nicht die Möglichkeit innerlich vorbehalten zurückzutreten, solange man nicht heulend vor einer Klausuren gesessen hat, weil man einen totalen Blackout hatte. Ist die Klausur schwer, atypisch, umfangreich, dann geht es den anderen Kandidaten ebenso. Wenn man zu den Klausuren angetreten und dann zurückgetreten ist, dann unverunsichert das einen verständlicherweise, und zwar sowohl in der Vorbereitung als dann auch in den Klausuren im nächsten Durchgang. Die Wahrscheinlichkeit dann erneut zurückzutreten ist zwangsläufig deutlich erhöht.

    Wichtig finde ich nach Möglichkeit keinen Versuch zu verschenken (ich lerne nicht ernsthaft und verbrate den ersten Versuch), sondern sich auf jeden Versuch konsequent vorzubereiten. Wenn man ehrlich ist, dann sind viel mehr als drei ernsthafte Versuche mit der entsprechenden Vorbereitung für die meisten auch nicht durchzustehen. Die Wahrscheinlich zu bestehen wird mit jeden zusätzlichen Anfall sicherlich nicht größer.

    Wenn man sich ernsthaft auf die Klausuren vorbereitet hatte und es nicht gereicht hat, dann macht es für mein Verständnis ungemein Sinn direkt in den nächsten Versuch zu gehen, wenn es nur irgendwie möglich ist (psychisch, Arbeit, Finanzen, Familie). Man hat beim Start in die Vorbereitung ein ganz anderes Ausgangsniveau als beim letzten Versuch, und das Vorhaben 1,5 Jahre durchzulernen, ist für die meisten eher nicht unbedingt zielführend. Man kann als „Dauerläufer“ die Grundlagen erlernen, die Steuerberaterexamen-typischen Anforderungen im Vergleich zu Studium, Fachwirt, erlenen die meisten doch nur durch eine komprimierte, intensive Vorbereitung.

  36. Hallo zusammen,

    ich möchte nicht besserwisserisch rüberkommen, meine Absicht ist wirklich zu helfen.

    Bei der Prüfung geht es nicht darum nur Themen zu lernen, die man mag bzw. die ich für die Praxis brauche, sondern darum, welche Themen kommen jährlich , regelmäßig bzw. hin und wieder dran. Das muss man immer auf dem Schirm haben. Verlasst euch nicht zu sehr auf die Klausurthemen der Anbieter, denn dort fand ich die Themen zu abgedreht und nicht im echten Examen. Wenn sich man im 2. und 3. Versuch befindet, darf man auf keinen Fall auf Lücke setzen.
    Kleinunternehmer war das letzte Mal in 2017, EÜR und Wechsel Gewinnermittlungsart in 2015, beschränkte KapGes ich glaube in 2012, Umwandlung in Bilanz in 2016, BP Anpassung und erweiterte Grundstückskürzung bei GewSt gab es auch Jahre nicht, die Gefahr, dass diese Themen in 2020 dran kommen, war sehr groß.

    Für dieses Jahr muss man schauen, welche Themen waren schon länger nicht mehr dran, wo gab es Rechtsprechungsänderung
    bzw. neue Gesetzesvorschrift.

    Auch Klausurtechnik ist wichtig:
    Auch wenn man über den Klausurersteller schimpft, dennoch war bei der Influencerin klar, egal welche Einkunftsart der Gewinn wird nach 4(3) ermittelt! Wenn man die falsche Einkunftsart hat, dann hat man höchstens 2 Punkte verloren, dann holt man sich den Rest der Punkte. Auch bei dem Weltumsegler konnte man ohne den 2 AustG zu nennen, viele Punkte mit der beschränkten Steuerpflicht holen, denn bei 2 AustG prüft man im ersten Schritt 49 EStG. Das gleiche bei der GewSt.

    Ich werde nächste Woche hier die Themenauswertung der letzten 15 Jahre für die jeweiligen Tage reinschreiben, ihr werdet dann verstehen, was ich meine, denn man sieht dann gut die Regelmäßigkeit.

    LG

  37. @ Tommy
    Ich hatte letztes Jahr von WLW Modul A bis D und Knoll Intensivkurs, alle Fernkurs/Digital.

    Bzgl. Tag 1 ist WLW unschlagbar, bzgl. Tag 2 Kombination WLW/ Knoll und Tag 3 Knoll.

    Wenn man nicht so viel Zeit hat, dann kann ich die Fallsamlungen von WLW empfehlen.

  38. @Marie

    „ Männer sind Pflegeintensiv“ (und noch nicht mal absetzbar)

    😂😂😂

  39. Meiner Meinung nach hat Marcus recht. Natürlich darf man die Umstände dennoch nicht außer Acht lassen.
    Kinder, private Baustellen, Prüfungsangst,… Jeder hat seinen eigenen Rucksack. Sowas wie 2,66 ist meines Erachtens nur möglich, wenn man außer sich nichts hat, worum man sich kümmern muss. Aber diese Note muss auch nicht das Ziel sein. Bestehen ist das Ziel.
    Und das ist, und da hat Marcus recht, mit viel Disziplin und Wille zu erreichen. So setzt man automatisch für sich die richtige Prioritäten.

    Ich hab 3 Kinder, war während des Lernens mitten in der Scheidung und hatte neben Lockdown, Corona und weiterhin normalem Arbeitsleben genug Baustellen. Eine Reduzierung wie Marcus hätte ich mir finanziell nicht leisten können. Ich kann ehrlich sagen, dass es mir von außen schwer gemacht wurde und ich keine einfachen Rahmenbedingungen hatte. Aber ich hatte immer den Fokus im Auge. Ein unabhängiges Leben für meine Kinder und mich.

    Drei Wochen tägliches lernen für die mündliche Prüfung von 4.30uhr bis 23uhr, weil es tagsüber schwer mit den Kids war. Zudem Prüfungssimulationen bei SteuerExtra.
    Das alles mit Lockdown und Schulkindern. Nur die letzte Woche waren sie bei Oma und Opa.

    Es ist keine 2,6 geworden. Aber das muss es auch nicht. Ich habe bestanden, bin mit viel Disziplin und Willen nun Steuerberaterin geworden. Selbst in der mündlichen Prüfung hat man meinen Willen es zu wollen bei der Ergebnisvergabe lobend erwähnt.

    Ihr müsst es wirklich wollen. 1,5 Jahre eurer Leben hinten anstellen und umso mehr, wenn die Rahmenbedingungen nicht so ideal sind.
    Der Rest ergibt sich dann von allein.

    An Anbietern kann ich die Mischung aus Wlw und knoll empfehlen und viele Klausuren. Ich selbst hatte drei Klausurenanbieter, um viele Schreibweisen kennenzulernen.
    Für die mündliche hab ich nur noch wlw genommen und alle Karteikarten durchgearbeitet.

    Euer Wille entscheidet.

  40. Ich hab ehrlicherweise letztes Jahr auch im Erstversuch bestanden. Ich war so heiss auf das Examen, mir hat das lernen eigentlich richtig Bock gemacht. Für mich war es ne challenge um mich selbst zu testen , was ich alles weiß und was noch nicht. Darüber hinaus hab ich den ganzen Stoff aufgesaugt, weil ich mit dem steuerlichen Wissen mehr Geld verdienen kann. Wissen ist Macht. Wie nen Wahnsinniger hab ich gelernt, meine Frau und Kind habe ich 1x die Woche gesehen in der Freistellung, den Rest war ich in ner Unterkunft in der Nähe meines Anbieters untergebracht. Selbst abends nach den Klausuren hab ich noch bis 21:00 Uhr gelernt, morgens ging’s dann wieder um 7:00 Uhr los. Ich fand die Zeit Hammer, es war einfach sie nochmal Student sein. Auf der Arbeit finde ich es jetzt viel stressiger. Sich einfach nur auf das lernen konzentrieren zu können in der Freistellung ist finde ich schon Luxus. Wenn ich so überlege wie stressig mein Job gerade ist, erinnere ich mich gerne an das Examen zurück. Eigentlich würde ich noch super gern den WP hinterher schieben, aber jetzt will ich mich auch erstmal um meinen Sohn kümmern. Mit 31 bin ich auch noch jung, denke mit 34 gehts dann an den WP

  41. Kind/Kinder und Ehemann in der Vorbereitung kaum gesehen, in der Freistellungsphase nur 1x in der Woche

    Solche Aussagen habe ich noch nie von einer Mutter/Frau gehört!

  42. Liebe Rotenburger,
    solche Aussagen werden wir von Frauen wohl auch nicht hören!
    Im Grunde ist es mir sogar egal, ist eine Absprache innerhalb der Partnerschaft.
    Damit hier so zu kokettieren und es zum Maß der Dinge zu machen, soll uns wahrscheinlich nur provozieren.
    Die Selbstverständlichkeit von Homeoffice und parallel Homeschooling hat den Grad der Gleichberechtigung
    und die Stellung der Frau in unserer Gesellschaft deutlich aufgezeigt.

    Allerdings bin ich gerade deshalb so dermaßen beeindruckt von deiner Leistung in diesem Jahr!
    Du hast gezeigt, was alles geht, sich als Frau mit 2 Kindern in der Coronazeit so dermaßen zu disziplinieren.
    Dein Weg interessiert mich. Deswegen bitte ich dich auch immer von deinem Weg zu berichten.
    Das spornt mich an und zeigt mir Wege auf …
    Wie hast du das Zeitlich hinbekommen?
    In welchen Zeitfenstern, neben Arbeiten und Kindern, hast du wie gelernt?
    Dir viel Spaß und ganz viel Zeit für dich
    LG Beate

  43. Liebe Anja,
    auch vor deiner Leistung habe ich den aller größten Respekt.
    Mal unter uns, wen interessiert noch die Note, wenn der Titel da ist?
    Hat was von den Ausführungen der verzweifelten Supermuttis, die noch genau wissen,
    wann ihr Kind das erste mal gelaufen ist oder den Harndrang kontrollieren konnte …

    In welchen Zeitfenstern hast du wie gelernt?
    Hast du Kinderfreie Wochenenden gehabt?
    Wie lief das, wenn deine Kinder da waren, neben Job, Haushalt und Homeschooling?
    Wann hast du gelernt?
    Bitte sei so lieb und berichte etwas genauer von deinem Weg.
    Dir viel Spaß
    LG Beate

  44. Liebe Beate,

    ich werde in den nächsten Wochen berichten, wie ich die Themenschwepunkte anhand der alten Prüfungsjahre gesetzt habe und mich überwiegend auf diese Themen konzentriert habe. Viele Klausuren, auch von mir empfohlenen WLW und Knoll, enthalten Themen, mit denen ich mich nicht zu intensiv beschäftigt habe bzw. nicht zu tief in das Thema eingestiegen bin. Ich bin beim Lernen mehr in die Breite als in die Tiefe gegangen, um so im Falle eines Falles wenigstens wenige Punkte mitzunehmen. Vielleicht war das auch Glück, vielleicht hilft das aber auch Kandidaten, die dieses Jahr und nächstes Jahr antreten wollen.

    Außerdem habe ich sehr früh mir für jedes Thema Prüfschemata, manche WLW Karteikarten habe ich etwas abgeändert oder selber neu erstellt, mit den wichtigsten Paragraphen aufgestellt und diese regelmäßig, insbesondere bei Hausarbeit/Sport angeschaut. M.E. kann man das für jedes Thema erstellen. Das musst du mal ausprobieren, wenn du z.B. für bestimmte Einkunftsart immer wieder die gleiche Reihenfolge einhälst, dann sparst du dir wirklich Zeit und dadurch vergisst du viele Sachen nicht.

    Außerdem habe ich z.B. bei Erb/Schenk nie Grundstückswert ermittelt,sondern den allgemeinen Teil zur Grundstücksermittlung und Ermittlung Bodenwert, dann Grundstückswert geschätzt. So bin ich bei vielen Themen vorgegangen bei denen nur wenige Punkte gab und ich mich immer viel zu lange aufgehalten habe.

    Zwar war mein Ziel jeden Tag zu lernen, das war aber nicht immer möglich. Irgendwann bin ich dazu übergegangen unter der Woche mir wenigstens täglich meine Prüfschemata anzuschauen und an meinem freien Tag und am Wochenende neue Themen zu erarbeiten bzw. Klausuren zu schreiben.

    Aber wie gesagt, ich werde in den nächsten Wochen immer berichten (1. Themenschwerpunkte einschl. Gesetzesneuerungen, 2. Klausurtechnik und 3. Klausurtaktik um mit der Klausur fertig zu werden).

    LG

  45. Moin Rotenburger!

    Hast du Tipps fuer die Vorbereitung auf die mdl. Prfg.

    Habe naechste Woche Pruefung. Vornote 3,66.

    Langsam habe ich ein wenig K*cke in der Unterhose … malaka.

    BG und Vielen Dank

  46. @Tax Knecht
    Ich hatte den Fernkurs von WLW für die mündliche , wie hast du dich vorbereitet?

    Es ist zwar von Kammer zu Kammer unterschiedlich, aber bei deiner Vornote kann ich mir kaum vorstellen, dass du durchfällst.

    Man muss einfach selbstbewusst auftreten, nicht Angst haben und ja nicht still sein, versuchen jede Frage irgendwie zu beantworten.

    Alles Gute

  47. Ich sitze gerade an meiner Steuererklärung. Man oh man. Prüfungen nicht zu bestehen, ist ein teures Hobby 🙄

    Ich wollte nochmal fragen. Wer hat Erfahrungen mit dem Fernlehrgang von WLW oder Haas gemacht und kann mir von seinen Erfahrungen berichten?

  48. @taxknecht: gebe Frau Rotenburger recht. Versuche bei jeder Frage zu antworten, auch wenn die anderen keine Antwort wissen. Ich hab mich immer ganz unauffällig ausgedrückt gemeldet mit Finger an der Wange, so dass es nicht sichtbar war. So wurde es uns gezeigt.
    Es werden oft nur basics abgefragt und offene Fälle, wo viele Antworten möglich und richtig ist. Die Richtung bestimmt ihr dann.
    Übe so viele Vorträge wie möglich. So prägt sich der Inhalt besser ein. Ich hatte einen Vortrag geübt zum § 27 UStG, der dann inhaltlich in den Prüfungsrunden abgefragt wurde.
    Ich hatte noch die wlw Karteikarten und die waren wirklich Gold wert.

    @beate: ich hab ca 1,5 bis zwei jahre vorher angefangen per Fernkurs über knoll. Würde aber eher Haas oder wlw empfehlen. Die klausurkombi knoll und wlw scheint am besten zu funktionieren. Habe abends immer gelernt, sobald die Kids im Bett waren. Hab aber auch mal einen Abend sein lassen, um das soziale nicht außer Acht zu lassen. Aber es hielt sich ehrlich in Grenzen. Aber die Kinder lassen sich halt nicht wegschieben.
    Mein exmann hatte es da schon einfacher. Ich hab ihm damals alles abgenommen, damit er besteht und wir wieder familienzeit miteinander haben. Stattdessen kam dann die Trennung und ich hab sowohl den Bilanzbuchhalter 1,5 Monate nach der Trennung angefangen und dann drei Jahre später mit der Vorbereitung zum Steuerberater.
    Covid mit lockdown war hart. Normale Arbeitszeiten, Lehrerin, Seelsorger, Köchin tagsüber mit den Kids und abends noch die Kraft haben zum lernen. Es hat einem wirklich viel abverlangt zu lockdown Zeiten, so dass es danach fast schon wieder einfach erschien. Zum Ende hin habe ich dann mehr Hilfe von außen bekommen, um zumindest wenigstens einen kurzen Kurs besuchen zu können. Da hab ich dann von morgens 6uhr bis abends 0uhr täglich durchgezogen immer mit dem Ziel im Auge das alles nicht nochmal machen zu müssen.

    Ab März habe ich wöchentlich erst eine Klausur geschrieben und einen ganzen Tag nachgearbeitet. Als ich merkte, dass das nicht reicht, hab ich einen zweiten Klausurenkurs angefangen und am Wochenende zwei Klausuren geschrieben und am Montag nachgearbeitet. Meine normale Arbeitszeit hab ich in vier Tage gedrückt. Das war dann ab Mai. Ab Juli war ich dann in der Freistellung. Somit tagsüber schreiben und am nächsten Tag nacharbeiten. Ich war schon immer der Typ, dass ich eher zuviel als zu wenig mache.
    Ich bin aber ehrlich, dass ich während der schriftlichen Prüfung nachgedacht habe zurück zu treten, da ich es nicht hinbekommen habe, mir internationales Steuerrecht allein beizubringen und dann zwei richtig große Aufgaben dran kamen. Wie ich mittlerweile weiß, haben beide Aufgaben zusammen etwas über 30 Pkt gehabt. Und davon hatte ich außer Bestimmung der Steuerpflicht nichts. Von 2 AStG war ich ganz weit weg.
    Ich hab aber dennoch abgegeben, da der dritte Tag richtig gut lief. Letztendlich hat mich dieser Tag auch gerettet und nun ist alles geschafft und vorbei und meine Kids haben ihre Mutter wieder.

    Wir haben schon ganz viel nachgeholt. Spaziergänge, Zoobesuche, kuscheln,…

    Ich wünsche euch allen weiterhin viel Glück und wünsche euch ehrlich nur das Beste. Aber ohne willen und Disziplin geht es hier nicht.

    LG Anja

  49. Ich habe WLW Fernkurs Lehrbriefe, Kurzklausuren und und auch Module A bis D gemacht. Ich glaube das waren alle Fernkurse die möglich waren. War aus meiner Sicht sein Geld wert.

    Lehrbriefe fand ich gut, man muss sie halt tatsächlich durcharbeiten, das kostet 1 Jahr.

    Zu den Klausurenkursen: Ich habe immer die Korrektur Inanspruch genommen, diese hat mir viel geholfen. Dazu gibt es online Videos in denen die Klausuren durchgesprochen werden. Davon waren manche besser und manche schlechter. Total wichtig waren für mich die Korrekturbögen, diese habe ich intensiv nachgearbeitet. Dort ist kurz und knackig die gesamte Musterlösung enthalten, so kurz man sie auch in 6h schaffen kann. Hierauf wird auch die Korrekturleistung erbracht und notiert wo es wie viele Punkte gab. Hier kann man die Anforderungen an eine korrekte Lösung gut erkennen, also insbesondere wo welche Richtlinien und Gesetztesstellen zu zitieren sind. Daneben gibt es eine Langlösung mit Text, diese habe ich kaum genutzt, da die Korrekturbögen zur Verbesserung der Klausurtechnik wichtiger sind.

    Vom Anspruch fand ich die Module A und B etwas niedriger, die Module C und D dann höher und auf Examensniveau. Die Klausuren, wie sie im Oktober dran kamen, waren für mich damit auch nicht übermäßig schwer, anspruchsvoll aber lösbar. Ich bin dann mit 3,66 rausgegangen.

    Die Vorbereitung für die mündliche habe ich ebenfalls nur per Fernkurs gemacht, dies hat mir persönlich ausgereicht. Ich habe die mündliche auch bestanden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*