Sonnige Grüße von Mallorca

Liebe Leser,

Mein letzter Post hat für wirklich sehr viele verschiedene Meinungen gesorgt. Ich habe mich wirklich über den regen Austausch gefreut, denn dann weiß man, dass man gelesen wird. Und alle irgendwie mitfiebern! Ich danke euch wirklich sehr.
Ich hab alle Kommentare gelesen und mir ein paar Gedanken gemacht. 

Heute ist unser vierter Tag auf Mallorca.
Die Kinder genießen es, dass ihre Mama mit ihnen am Pool oder am Strand ist den ganzen Tag und die Mama genießt es zwischen den kleinen und größeren Zickereien unter Mädels die leuchtenen Augen zu sehen und das herzhafte Lachen zu hören … und es auf sich wirken zu lassen.
Die Zickereien sind auch besser auszuhalten, wenn man  nicht nur am Anschlag ist 😀

Machen wir uns nichts vor. Diese Zeit ist auch nicht spurlos an der Familie vorbei gegangen. Es ist nicht das erste Jahr für uns, es wird im Juli das 3. Jahr Steuerberatervorbereitung.
Und das neben dem härtesten 24/7 – 365 Tage Job, der zwar sehr sehr gut bezahlt wird, aber.. absolut so schon nicht zu unterschätzen ist.

Das ist der Sinn in meinem Leben, den kann mir kein Titel geben ♡ manchmal muss man sich genau DAS in Erinnerung rufen 🙂

So ist es mit dem Steuerberater leider auch. Der Titel wird einem nicht geschenkt.. und nur wenn man erfolgreich ist, wird er „gut bezahlt“.
Aber diese Vorbereitung zerrt extrem an den Nerven und das kriegen manchmal leider auch die Falschen ab.

Nicht nur wir Prüfungsanwärter müssen auf einiges verzichten, und müssen die Zähne zusammenbeißen, denn auch das nähere Umfeld bekommt ordentlich was ab. Bei mir sind es die Kinder, bei anderen vielleicht der Partner?

Aus diesem Grund… lerne ich aus meinen Fehlern. Wäre ja auch ziemlich dumm, genau das gleiche wieder zu machen. Aber ein anderes Ergebnis zu erwarten.
Die letzten 3 Jahre habe ich nie den Kopf ausgeschaltet, mir keine freien Tage gegönnt und nur mal frei gemacht, wenn es absolut nicht mehr ging. Selbst im Krankenhaus habe ich gelernt. Bin nicht zum Arzt, weil ich das Gefühl hatte keine Zeit dafür zu haben.

Es heißt jetzt Kraft tanken, Kraft tanken für die ganze Familie. Denn das erste was ich letztes Jahr bereut habe, war die Zeit die ich nicht mit meinen Kindern verbracht habe. Ich habe nicht gedacht, „hätte ich mal mehr lernen sollen“, im Gegenteil. Ich hab gedacht… vielleicht waren 10 – 12 Std Tage einfach zu viel. Vielleicht hätte der Kopf auch mal eine Pause gebraucht. Denn… ich weiß das ich alles gegeben habe was in unserer Situation möglich war.

Letztlich ist da jeder anders. Jeder hat wenn er scheitert andere Gedanken. Die Ausgangslage letztes Jahr war aber auch viel schlechter als in diesem Jahr.
Bis Mitte Juni hatte die Kita zu für uns wegen Lockdown für Kinder deren Eltern nicht Systemrelevant sind. Ich hatte keine Kinderbetreuung. Lernen war nur nachts möglich. Und dennoch haben letztlich nur 5 Punkte gefehlt.. die zu einer besseren Note gereicht hätten.
Deswegen bin ich damals mit Stolz durchgefallen.

Ich hätte mich ärgern können, aber Wem hätte das was gebracht? Ich hätte gleich aufgeben können, als mir viele gesagt haben „Du bist verrückt, diese Prüfung so zu versuchen“.

Ich war stattdessen auch ein bisschen froh, denn ich hätte dieses Pensum bis zur Mündlichen Prüfung, neben der Arbeit in der Wirtschaftsprüfung, der ständigen Schnupfnasen der Kinder nicht aufrecht erhalten können.
(Dank der Kommentare des letzten Posts, weiß ich das ich da zum Glück nicht alleine bin :-D)

Ich habe aber weiter gelernt. Ich habe weiter gelernt, kontinuierlich. 
Und ich habe für diesen Urlaub vorgearbeitet. Mein Klausurenkurs wäre jetzt bei Klausur Nummer 14. Ich habe bereits die 18. geschrieben.
Ich habe bereits den Examenskurs aus dem Vorjahr anhand der Videoaufzeichnungen wiederholt.

Ich schreibe von Anfang an streng in der Zeit, ich schreibe ohne mich selbst zu betrügen. Ich muss nur noch besser und noch schneller werden.
Wenn man das aber bereits im Mai erreicht hat, dann kann man und darf man auch mal Urlaub machen.

Natürlich habe ich Angst Dinge zu vergessen, natürlich habe ich Angst aus meinen Rhythmus raus zu kommen… aber ich bin ein sehr sehr ehrgeiziger Mensch… wenn ich es geschafft habe, gleich nach der Bekanntgabe der Ergebnisse weiterzumachen. Warum sollte mir ein Urlaub schaden, der mir Kraft geben kann?

Mein größter Schmerz galt meinen Kindern. Ihnen zu sagen das es nicht gereicht hat… das hat so krass wehgetan! Wenn ich heute darüber schreibe, dann kommen mir die Tränen.

Wisst ihr… wenn das Leben zu Ende geht… dann denkt man nicht daran was man gemacht hat, sondern was man nicht gemacht hat. Da ist dann die unerfüllte Liste an Dingen die man gerne getan hätte, aber nie getan hat.
Und bei vielen Eltern steht da nun mal auch drauf, Zeit mit seinen Kindern qualitativ zu verbringen.

Sie sind nur einmal klein, und sie können nicht immer nur warten.
Es sind unsere letzten Ferien außerhalb der Schulferien. Ab Sommer ist unsere große ein Schulkind 🙂 Mama ist irgendwann uncool. Das kommt schneller als man  denkt 😀

In diesem Sinne…
Vielleicht möchten mal ein paar Leute berichten, wie sie das mit ihren Kindern machen?

An die Wiederholer: gibt es Dinge die ihr beim ersten Mal gemacht habt, die ihr beim zweiten Mal auf jeden Fall anders machen wollt?

Viele Grüße
Sarah

11 Gedanken zu „Sonnige Grüße von Mallorca

  1. Sarah, ich bin da absolut bei Dir. Ich denke Dein Handeln kann schwerlich jemand nachvollziehen, der sich nur um sich und die Prüfung kümmern muss. 50% der Teilnehmer sind noch in einem Alter, in dem sie vermutlich Hotel Mama genießen oder Mutti zumindest die Versorgung übernimmt. Sie müssen nur lernen, essen und schlafen. Beneidenswert….

    Der Spagat zwischen egoistischen Lernen und Familie ist enorm. Man hat IMMER ein schlechtes Gewissen. Insbesondere mit kleineren Kindern.

    Ich kann nur empfehlen, in der Zeit nach dem Urlaub jede Hilfe anzunehmen. Bloß kein schlechtes Gewissen!

    Es ist auch kein Marathon, denn dort kommt man als tote leere Hülle ins Ziel. Kann nix, weiß nix, schwankt…fällt… liegt. Total am Ende. Hatte bisher drei Marathons und die Situation ab KM 30 ist nicht erstrebenswert.
    Wir erklimmen den Mount Everest! Schritt für Schritt, vom Lager (ESt) zum Lager (KSt) zum Lager (Banzierung) zum Lager vor dem Gipfel (Umwandlungssteuer). Du wirst, wenn die Tage gekommen sind, voll fokussiert zum finalen Sonnenaufgang aufbrechen. Klar im Kopf, mental stark, körperlich angespannt, aber die Kräfte gut beisammen. Du weißt, du kannst nicht alles, du kannst nur langsam laufen, jeder Schritt ist anstrengend, man hat Angst. Was wird kommen?! Du wirst langsam einen Schritt nach dem Anderen machen, dich beharrlich voran arbeiten (die Aufgabe lesen), Unklarheiten und Unsicherheiten machen dich jetzt nicht mehr nervös. Du möchtest nicht zum Gipfel rennen, du möchtest nur ankommen und den Sonnenaufgang sehen. Und du wirst ankommen! Erschöpft, aber wach! Voller Adrenalin wirst du deine Lösung zu Papier bringen. Zweifel begleiten dich, das ist aber egal, du blendest es aus, denn du willst nicht die 100 Punkte! Du nimmst auch 40 Punkte.
    Die drei Tage sind keine Strafe, sie sind das Ziel deiner beruflichen Laufbahn, das Dach der Welt/ die Krone im Steuerrecht, ist für Dich greifbar.

    Das war mein Mindset! Mein Gedanbild.
    Viele nennen es das 1/3 Glück, aber es ist nicht mehr als der bedingungslose Glaube an sich selbst und die Fähigkeit nicht die Nerven zu verlieren!

    Du hast, wie auch ich, diese blöden Logdowns durchgestanden. Monate zu Hause mit Kindern im homeoffice. Das war viel schlimmer, so empfand ich es. Du wirst zu Hause die Koffer auspacken, waschen, einkaufen und dann nach drei Tagen an den Schreibtisch zurück kehren. Du wirst versuchen in der Woche zwei/drei Klausuren zu schreiben, die Lösung nachvollziehen und dann die Theorie lernen. Theorie nur wenn sie nicht sitzt, spontan. Und lieber eine Klausur weniger, dafür aber sauber nacharbeiten.

    Es sind ab Mitte Juni noch mehr als drei Monate!!!.

    Ich weiß nicht welche Kurse du hast, ich hatte knoll Klausuren im August mit onlinelösung. War super, manche Passagen habe ich fünf x geschaut. Ich habe diese Prüfung mit weniger als 20 Klausuren bestanden. Nicht weil ich total schlau bin, sondern weil ich bei mir geblieben bin.
    Wir haben Kinder bekommen; haben Männer und Schwiegereltern; andere Eltern deren Kinder immer alles besser können und haben Corona- Kita Logdowns (Monate lang über zwei Jahre) überstanden. Glaubst du ernsthaft diese Prüfung war/wird deine größte Leistung bisher? Du hast schon so viel geschafft, dass ist nur ein „netter Lernurlaub“. Oder wie ich immer zu meinen Mann sagte:…ich machte das nur, damit er nach 10 Jahren auch mal das Bad putzen durfte.

    Bewerte diese Prüfung nicht über, entzaubere dieses Spektakel, anstatt dich hochzuziehen. Ich empfand es rückblickend als nicht so schlimm. Bis auf die Nacht vor der mündlichen, da hatte ich das Gefühl ich brauche einen Arzt.

    Vielleicht nutzt du den Urlaub für ein gutes Mindset. Du bist mutig, weil du diese Prüfung wagst!… und mit ZWEI Kitakindern eine Flugreise machst. 70% der neurotischen Mütter die ich kenne, würden dabei einen Nervenzusammenbruch bekommen. Die sind schon am Ende, wenn sie mit den Kids den Tierpark besuchen.

    Ich würde sagen, dein Cocktailsglas ist halb voll bis ganz voll!

  2. Liebe Sarah,
    so wie schreibst, bist du ganz bei dir selbst und stehst hinter deinen Entscheidungen – das ist die richtige Einstellung. Deine Kinder werden dir die gemeinsame Zeit in diesen zwei Wochen danken und es dir nachsehen, wenn du in den nächsten Wochen des Endspurts nochmal weniger Zeit hast.
    Du wirst es schaffen! Genießt euren Urlaub und die Zeit miteinander.

  3. Hallo Marie,
    Das hast du sehr treffend formuliert, mein schlimmster Albtraum wäre wirklich ein erneuter Spielplatz und Kita Lockdown.
    Das war mit Abstand wirklich sehr sehr schlimm.

    Das mit deinem Gedankenbild gefällt mir wirklich gut. Das werde ich mir aufschreiben und mir abends immer in Erinnerung rufen. Die Kraft der Gedanken sollte man wirklich nicht unterschätzen.

    Vielen Dank Ann-Catrin, wir genießen den Urlaub sehr.

    VG

    Sarah

  4. Liebe Sarah,

    oh weh oh weh, ich hatte jetzt endlich mal kurz Zeit, mir deine Einträge und die dazugehörigen Kommentare anschauen. Ich finde es so übergriffig, wenn andere Menschen erklären, warum man dies oder jenes auf keinen Fall tun sollte. Niemand kann in deinen Kopf schauen und sehen, wie es dir mit der Vorbereitung geht, warum ihr den Urlaub als Familie braucht und vor allem – JEDER lernt anders. Familie und Gesundheit geht immer immer immer vor allem anderen (aus meiner Sicht) und es ist so wertvoll, wenn ihr die Möglichkeit habt, gemeinsame Zeit im Urlaub zu genießen.

    Ich habe es hier in Kommentaren und auch eigenen Beiträgen schon öfter gesagt: Ich kann nur den Hut ziehen vor allen Müttern, die sich mit (kleinen) Kindern in diese Vorbereitung wagen. Das ist so ein mutiger Schritt und ich habe den größten Respekt davor. Und trotzdem bleibt diese Zeit mit den Kindern so wertvoll, dass man sie meiner Meinung nach nicht über einen solch langen Zeitraum einfach streichen sollte – nur, um am Ende eine Prüfung VIELLEICHT zu bestehen. Das ist es nicht wert.

    Ich hoffe so sehr, dass ihr euren Urlaub und die Zeit genießt und du mit frischer Energie zurückkommst und dich dann auf das Lernen vielleicht sogar freust 🙂

    Ganz liebe Grüße aus Berlin!

    Anna

  5. Wow Sarah, ich hatte richtig Gänsehaut beim Lesen. Vlt. kann ich dich mit meinem Weg etwas aufmuntern oder wir können auch E-Mail-Adressen austauschen, falls du Fragen hast.

    Ich habe letztes Jahr zum dritten Mal den Versuch gewagt. Habe mich beim ersten Versuch mit einem lokalen Anbieter vorbereitet, muss aber auch sagen, dass ich das Ganze etwas unterschätzt habe, vom Kopf her war ich nicht richtig bei der Sache, es war zu viel Input und ich habe mich nicht mehr auf den Fokus konzentrieren können, sprich Klausuren habe ich nicht mehr nachgearbeitet und es rasselten immer 5en zurück. Also bin ich mit einer glatten 5 im ersten Versuch rausgegangen, nicht abgeben, war nie eine Option.

    Im zweiten Versuch war ich dann bei Haas, in der Sommervorbereitung und habe parallel im Februar mit Knoll angefangen, das sind ja so 27 Klausuren. Aber auch da habe ich nicht so wirklich nachgearbeitet, der Intensivkurs von Haas hat mir die Struktur nochmal so richtig gut aufgezeigt und das hat mir scheinbar an Input schon gereicht, sodass ich mit einer 4,83 im zweiten Versuch nicht bestanden habe.

    Ich bin danach erstmal in ein richtiges Loch gefallen. Habe mein Leben erstmal aufgeräumt, bin in eine andere Stadt gezogen, habe mich von meinem Partner getrennt und mir dann gesagt, dass ich jetzt alles auf eine Karte setzen würde. Gesagt getan, bin ich dann zu WLW gegangen und habe dort Fernkurse gemacht (B und C) und den Intensivkurs. Das war teilweise schon über dem Examensniveau aber AO wurde immer mehr zu meinem Lieblingsfach (hatte im zweiten Versuch fast 20 Punkte, im dritten noch mehr). Ich kann euch sagen: AO ist wirklich viel Struktur und easy, wenn man es zulässt. Ich habe den ersten Tag auch immer in der Reihenfolge AO/USt/ErbSt bearbeitet.

    Letztes Jahr im Oktober habe ich dann am dritten Tag durchgeatmet. Ich habe abgegeben und nun gab es kein zurück mehr. Im Dezember dann der erlösende Brief: 4,5 und ich habe so geweint vor Erleichterung. Für die mündliche Prüfung habe ich mich auch wieder lokal bei uns vorbereitet und bin dann sehr angespannt in die Prüfung gegangen. Der Vortrag lief ok und sonst habe ich immer versucht zu reden, bloß keine Pausen gemacht und den Prüfern gezeigt, dass ich es will und kämpfe. Am Ende habe ich bestanden und bin nun nach drei Jahren Steuerberaterin.

    Ich habe so viel über mich in diesen Jahre gelernt, zu mir selbst gefunden und schätze alles, was sich auf diesem Weg ergeben hat. Menschen wurden aussortiert, die einfach null Verständnis hatten oder mir auch noch Steine in den Weg legen wollten. Ich bin trotz Anstrengung dankbar und wirklich sehr glücklich.

    Als Verdienst bin ich dann dieses Jahr im April drei Wochen mit meinem neuen Partner nach Peru geflogen und erst jetzt kann ich richtig realisieren, dass es geklappt hat.

    Deswegen: du schaffst das, glaub an dich!
    Falls du Fragen hast, melde dich gerne.

    Liebe Grüße
    Anni

  6. Liebe Anni,

    ich hoffe nicht, dass „aufräumen“ die richtige Strategie ist…. Umziehen? Trennung? wäre es mir tatsächlich doch nicht wert. Dann lieber kein Titel, aber dafür meine Familie behalten.

    Ich gehe dieses Jahr in den Erstversuch. Mein Mann hat für den Rest des Jahres Elternzeit genommen und kümmert sich um unsere Tochter (gut 1 Jahr). Meine ganze Familie nimmt für diese Fortbildung sehr viel in Kauf, wir setzen einiges auf diese Karte. Aber wir setzen gemeinsam darauf. Das heißt, das Ziel erreichen wir auch nur gemeinsam.

    Deswegen: Wir schaffen das!

    Grüße und viel Erfolg an alle Mitleser!

    Neele

  7. @Sarah
    Man kann nur immer wieder seinen Respekt zollen für alle Mütter/Väter von kleinen Kindern, die sich dieser Herausforderung stellen. Meinen Respekt habt ich auf jeden Fall alle.

    @Anni
    Respekt auch für deinen Weg. Die Anstrengung drei mal die Vorbereitung auf die Prüfungen machen zu müssen, die Prüfungen zu schreiben und dann auf die Ergebnisse zu warten, stelle ich mir ziemlich heftig vor. Aber Hey, du hast es geschafft und nur das zählt!

  8. @ Anna, Danke Für deine lieben Worte. Du hast sowas von Recht, man kann sowas nicht über mehrere Jahre streichen.

    @ Anni, ich kann es so gut verstehen, ich weiß das ich beim 1. Versuch schon geweint hätte.
    Einfach weil ein Versuch schon so viel Kraft kostet. Aber bei drei Versuchen. HUT AB!

    Welchen Kurs bei Haas hast du denn gebucht?
    Also den Intensivkurs meine ich.
    Ich hab im letzten Jahr mit Fernkursen bei GFS gestartet. Aber das hat nicht ganz so zu mir gepasst.
    Dann bin ich zum Glück auf den Klausurtechnikkurs von Knoll gestoßen, da hab ich danach auch diese 27 Klausuren gemacht, den Examenskurs, Intensivklausuren und Probeexamen.
    Dieses Jahr habe ich wieder die 27 Klausuren gebucht bei Knoll und bin super zufrieden. Also Noten müssen noch besser werden, aber ich hab das Gefühl die versuchen wirklich alles abzudecken.
    Für August könnte ich noch was gebrauchen.

    @Neele super das du den Rückhalt hast! Meine kleine war damals auch gerade ein Jahr alt als ich angefangen habe mit dem Fernkurs. Ich drück dir ganz doll die Daumen! Das wird schon.

  9. Ich werde mal auf die Frage eingehen 🙂
    zu @Neele:

    Die Schritte waren das richtige. Denn durch die Zeit habe ich gemerkt, dass ich von meinem damaligen Partner gar keine Rückendeckung bekommen habe, im Gegenteil, er hatte sogar eine zweite Freundin. Als das Doppelleben dann aufgeflogen ist, wollte ich dann einfach nur weg. Also meine Familie war es dann nicht und darüber bin ich ich im Nachhinein sehr sehr dankbar. Meine Freunde habe ich aber noch, keine Sorge. Es hat sich vlt. radikal angehört aber es bringt auch nichts, meinen Weg in dieser Zeit zu verschönern, es war wirklich teilweise die Hölle. Aber das ist meine persönliche Meinung, auch einfach durch die ganzen Umstände. Ich war dadurch blockiert und habe mich einfach nicht auf das Examen fokussieren können. Erst als ich ‚aufgeräumt habe‘, hatte ich wieder einen klaren Blick.

    @Carlo:

    Danke dir. Ja, es war wirklich hart aber ich bin über jeden Schritt dankbar, es sollte einfach so sein. Das habe ich mir immer wieder gesagt.

    @Sarah:

    Jeder Versuch kostet Kraft aber ich war beim dritten Versuch im Examen, zumindest im Schriftlichen, gar nicht mehr aufgeregt. Ich habe mich eher gefreut, auch einfach durch die Erleichterung, dann endlich abgegeben zu haben und zu wissen, es gibt nie wieder einen Versuch, egal wie es ausgeht.
    GFS fand ich auch nicht so passend und ich hatte außer Endriss ja alles durch. Klausurtechnik ist so wichtig, richtig gut, dass du den Kurs gemacht hast.

    Für August würde ich dir echt WLW empfehlen. Du kannst mir aber gern auch mailen, dann können wir uns austauschen 🙂

    Liebe Grüße!

  10. Ich finde es fraglich, ob man den Urlaub eines Wiederholers so kurz vor dem Examen schönreden sollte.

    Sollte es unglücklicherweise in diesem Jahr nicht klappen, so macht sich der Prüfling wohl noch lange einen Vorwurf.

  11. @ StB21/22 vielen Dank für die Sorge, dass ich mir das ewig vorwerfen könnte.

    Ich denke gerade als Wiederholer muss man selbst einschätzen was dann gut für einen ist.
    Die Zeit in der man dieses Lernpensum bewältigen muss, ist eben nochmal eine ganz andere als bei einem Erstversuch.
    Ich kann es guten Gewissens für mich selbst vertreten, weil ich zuvor nie Urlaub gemacht habe, oder große Lernpausen hatte.
    Ein Burnout würde mir beim Lernen sicherlich auch nicht behilflich sein. Man muss nun mal auch seine psychische und körperliche Gesundheit im Auge behalten.

    Wann wäre denn Urlaub angemessen gewesen?
    Direkt danach? – wenn man noch ne Resthoffnung hat durchgekommen zu sein und vorbildlich wie man ist, gleich in die Vorbereitung für die Mündliche eingestiegen ist?

    Oder aber nach dem Bescheid über das Durchfallen? Aber dann arbeite ich zumindest in der Wirtschaftsprüfung und hab Busy Season. Da bekomme ich aber keinen Urlaub.

    Ich persönlich habe April und Mai viel mehr Zeit in die Vorbereitung stecken können, als es anderen Prüflinge zu der Zeit möglich ist, weil ich nochmal unbezahlt in Elternzeit gegangen bin.

    Dadurch bin ich mir sicher den Preis den ich gerade zahle, der ist bei weitem hoch genug.

    Wenn ich es nicht schaffe ist es mit Sicherheit nicht der Urlaub den ich bereuen werde. Aber das ist etwas, das kann ich nun mal nur für mich ausschließen.
    Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Ich hoffe es lesen mündige, selbstdenkende Erwachsene meinen Blog, die für sich selbst entscheiden. Die sich nicht durch meine Beiträge zum Urlaub machen genötigt fühlen :-D.
    Die noch selbst entscheiden, ob sie das aushalten können.

    Ich finde den Austausch zu dem Thema wirklich sehr interessant. Es scheint nur sehr viel schwarz und weiß zu geben. Nur der eine richtige Weg.

    Ist so ein Blog nicht dafür da, dass man einen Einblick erhält in die Lebenssituation der unterschiedlichen Prüflinge, die sich bereit erklären, genau das mit Euch zu teilen?

    Sonnige Grüße aus Berlin
    Sarah

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