Kurzvorträge

Liebe MitstreiterInnen und ehemalige Prüflinge 🙂

es kamen einige Fragen zu der mündlichen Prüfung auf, insbesondere zu den Kurzvorträgen, hier eine kurze Zusammenfassung:

Sind ausformulierte Kurzvorträge hilfreich? Die meisten Bücher haben komplette Texte. Wie geht man am besten an die Vorbereitung ran?

In den Bundesländern gibt es unterschiedliche Vorgaben, ob Gesetze, Richtlinien etc. genutzt werden können – NRW nur Gesetze, in Berlin gar nichts, Niedersachsen Gesetze, Richtlinien und Erlasse usw. Hat dies Einfluss auf die Themen und die Tiefe der Vorträge? Die vorformulierten Vorträge enthalten Details, die nur mit Gesetzen nicht ansatzweise zu ermitteln sind.

Noch kurz meine eigene Meinung dazu 🙂 ich finde , dass die kompletten Vorträge gut zum Reinkommen sind, am Ende aber schwierig sind, da wir nur Notizen machen können in der kurzen Zeit. Aber auch zum Wiederholen sicher ganz sinnvoll. Vielleicht versucht man selbst, daraus dann Notizen abzuleiten.
Ich werde demnächst im Büro anfangen, immer in der Mittagspause Themen von Kollegen zu bekommen und dann einen Vortrag dazu zu halten. So haben alle was davon 😁 Ich habe das Buch zu Kurzvorträgen von NWB, diese sind bereits in Stichpunkten formuliert.

Ich würde mich sehr über Erfahrungsberichte der vorigen Jahrgänge freuen, wie sicher auch alle anderen, die vor diesem großen neuen Themenblock stehen.

Liebe Grüße

Vanessa

9 Gedanken zu „Kurzvorträge

  1. Hallo Vanessa, ich hatte das Glück dreimal eine mündliche Prüfung zu besuchen dürfen.. letztlich geschafft.
    Ich hatte im ersten Versuch die Unterlagen vom WLW bestellt inkl. Vortragsthemen. Zusätzlich hatte ich noch den 2 Wochenkurs im Januar. Aber das sind echt viele Informationen und man muss auch schon früher als Januar mit der Vorbereitung starten. Mit diesen Unterlagen habe ich in allen 3 Versuchen gelernt. Im letzten Versuch habe ich mich so vorbereitet, als dürfte ich das Gesetz für die Fragerunden (FAQ-Fragen) nicht benutzen. Jeden Tag unzählige Vorträge gehalten vor vielen geduldigen Zuhörern. Da ich kein Jurist bin, habe ich mich zudem von einem befragen lassen.. jede Woche. Dann noch 3 Tage Knoll aktuelles Steuerrecht und noch Vorträge aus einem Aktuellen Buch. NWB Newsletter jeden Tag morgens eine Std. nach dem aufstehen… wie du schon merkst, ich habe mich Vollzeit vorbereitet. VG

  2. Ausformulierte Vorträge zu lesen bringt m.E. viel, da mehr davon hängen bleibt als man denkt. Fast jeder weiß noch was Frau Holle ausschüttelt, wer seine Haare runter ließ etc – und wie lange ist DAS her? Meine ich ganz im Ernst, da bleibt viel hängen! Es gibt Vorträge auch als Hörbuch, das habe ich mir beim Joggen immer aufs Ohr gegeben und kam aus dem Staunen nicht raus was alles zu einem Thema gesagt werden kann. Mehr als lesen bringt aber selber halten, vor allem einfach auch jeden 5. Vortrag mal ganz ohne Vorbereitung – aus dem Stand. Wenn man dann kämpft und sieht dass man alleine mit der persönlichen Vorstellung „Guten Tag meine Damen und Herren (Pause) meine Name ist XXX und mein Vortragsthema lautet XXX (Pause). Ich habe den Vortag wie folgt gegliedert: Zunächst möchte ich kurz auf die Wichtigkeit/Aktualität des Themas eingehen und im Anschluss…. ein bis zwei Minuten füllt WENN man das schön häufiger gemacht hat und ruhig, und mit Pausen redet. Nichts sagen geht niemals – dann lieber das was mann im Kopf hat langsam (!) und mit bedacht aussprechen. Das geht auch Abends im Bett, im Auto, in der Bahn… Einfach mal leise einen Vortrag halten und dann auf die Uhr gucken wo man liegt.
    Von vielen die es geschafft haben hört man hinterher „Was für ein Glück, den gleichen Vortrag wie im Erstfall habe ich kurz vorher erst im Kurs – oder wo auch immer – vorbereitet. Es hilft also so viel wie möglich vorzubereiten. Keine Sorge, es sind immer Themen dabei die man gut bearbeiten kann – dreimal ZONK gibt es m.E. nicht. Wer Angst vor speziellen Themen hat ist gut damit beraten genau diese Themen in einem der schlauen Bücher mal zu suchen und nachzuarbeiten, das bringt Ruhe und Ruhe ist das A und O im Vortrag. Die Prüfer*innen sind gelangweilt wenn zum X. mal die vorweggenommene Erbfolge kommt und achten dann mehr darauf WIE es gelten wird. Souverän und ruhig kommt besser rüber als hecktisch, schnell und mit roter Birne Fakten,Fakten,Fakten runterzubeten und sich dann noch zu verhaspeln. In einem Kurs werdet ihr selbst merken dass die Vorträge die ruhig und „cool“ gehalten werden euch am ehesten beeindrucken werden denke ich.
    Die Ruhe, die man durch das halten vieler Vorträge erreicht, strahlt man auch in den Fragerunden aus und wenn man wie oben bereits angeraten mal ein Thema ganz ohne Vorbereitung hält ist man auch für eine Fragerunde zu der man keine Ahnung hat gut vorbereitet: Reden, reden, reden – bis einer nickt 😉 Ihr schafft das – strahlt das auch aus !!!

  3. Ich hab von komplett ausformulierten Vorträgen nichts gehalten. Ich hatte die ausgearbeiteten WLW Karten mit Strichpunkten, mir ging es nur um die Hard Facts. Freies Reden anhand der Karten kann man ohnehin oder kann man damit zumindest üben. Bei mir kam kein Vortrag dran, den ich kannte. Die wlw Karten waren insofern jedoch vorteilhaft, dass ich etliche Gliederungen gesehen hatte. Die Idee hinter der Einleitung und dem Schluss ist ja doch oft verwertbar auch wenn es ein anderes Thema ist. Und der grundaufbau ist oft auch verwertbar, zb Voraussetzungen/Ausnahmen/rechtsfolgen. Dafür brauche ich keinen fließtext.

    Der einzige Sinn den ich bei Vorträgen mit fließtext erkennen kann, ist ggf. eine bessere Lernbarkeit, wenn das zum eigenen Lerntyp passt.

  4. @Daumendrücker,
    woher hattest du das Hörbuch zu den Kurzvorträgen?
    Grüße
    Nicole

  5. Hallo Carina,

    wow, Respekt, dass du dich dieser Prüfung drei Mal gestellt hast. Richtig toll, dass es dann doch noch geklappt hat! Deine Vorbereitung klingt sehr zeitaufwendig. Ich fange derzeit auch an, mir regelmäßig diverse Themen anzuhören, um reinzukommen in die Materie. Viele Dinge in den Nicht-Steuerfächern kennt man ja irgendwie schon im BGB, aber ob man es dann so abrufen kann… fraglich

    @ Daumendrücker: das würde mich auch interessieren mit den Hörbüchern. Konnte dazu bisher nichts finden. Habe von WLW die FAG als Audio, was ich mir anhöre, aber Vorträge wären ja auch nochmal super. Ich glaube auch, dass vieles über die Routine kommt. Ich muss auch lernen, langsamer zu sprechen. Dann können einem die anderen ja auch besser folgen.

    Ich übe auch lieber mit Stichpunkten, muss aber tatsächlich jeder selber wissen. Bei einem Fließtext muss ich ansonsten noch einmal umdenken, um meine eigenen Worte zu nutzen. Da komme ich durcheinander.

    Vielen Dank für eure Erfahrungsberichte!
    Liebe Grüße
    Vanessa

  6. Ich habe es so gemacht, dass ich mir morgens unter der Dusche ein Thema überlegt habe. Auf der Fahrt ins Büro (ca. 10 Minuten) habe ich dann im Auto einen Vortrag komplett frei und quasi ohne Vorbereitung gehalten. Waren natürlich jetzt keine total abgedrehten Themen, die nicht ohne Vorbereitung funktionieren aber die 10 min Vortragen hat es ganz ordentlich trainiert.

  7. Da auch nach Erfahrungen der Vorgänger gefragt wurde, kann ich auch mal berichten:
    Ich habe dieses Jahr im Frühjahr die mündliche Prüfung in NRW geschafft (Erstversuch) und habe mich mit einem Kurs des Studienwerks, einem Kurs bei Knoll sowie den Karten von WLW vorbereitet.

    Der Kurs vom Studienwerk fand ich insgesamt ganz okay. Die Organisation aufgrund von Corona fand ich nicht so klasse, da wären sicher mehr Präsenzveranstaltungen drin gewesen. Knoll hat bspw. alles wie geplant stattfinden lassen (im Sommer 2020 und auch im Frühjahr 2021). Ich hatte den Kurs gebucht, weil er schon im November begonnen hat und ich somit dran bleiben musste.
    Die Karten von WLW habe ich vor allem genutzt, um Vorträge vor nicht-fachlichem Publikum (Familie, Freunde) zu halten. Da steht aber teilweise sehr viel drauf, was man ohne Richtlinien und Erlasse nicht wissen kann. Fand ich aber gut, so hat man ein Gefühl für die Themen bekommen und hat einige Themen für die Fragerunden wiederholt.
    Der Kurs von Knoll hat mir richtig gut gefallen, da er die Praxis und die Theorie gut vereint hat. Hier hatte jeder auch nochmal die Gelegenheit zu üben (sowohl Vorträge als auch Fragerunden).

    Neben den Kursen habe ich von meinen Kollegen jeden Morgen drei Themen bekommen, wovon ich dann ein Thema auswählen und 30 min. später vortragen musst. Das kann ich absolut weiterempfehlen, da sich so die Routine entwickelt.
    Die Einleitungs- und Schlusssätze konnte ich nachher auswendig. Das hat mir persönlich in der realen Situation wirklich geholfen.

    Ich hatte in der Prüfung dann tatsächlich auch ein Thema, was ich schon mal gehalten habe. Insgesamt war meine Note nachher etwas schlechter als ich mich selbst eingeschätzt hätte, aber es zählt, dass man ein gutes Gefühl hat. Sobald man hört, „sie haben bestanden“ sind die Einzelnoten sowieso egal 🙂

    Viel Erfolg bei der weiteren Prüfung.

  8. Hallo Zusammen,

    wie handhabt Ihr das mit den Ergänzungslieferungen? Sortiert Ihr diese ein oder arbeitet Ihr mit der bis zur schriftlichen Prüfung einsortierten Fassung?

  9. Hallo zusammen,

    ich suche einen aktuellen Lehrbrief zu § 16 EStG, am liebsten vom LW Haas, geht aber auch jeder andere.
    Kann mir jemand da was (auch gegen Entgelt) zur Verfügung stellen?
    LG
    Ben

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