Neu durchstarten

Heute hatte ich einen Abholbenachrichtigung im Briefkasten um ein Paket bei der Post abzuholen. Normalerweise schön, wenn man weiß dass die Schuhbstellung oder ähnliches endlich da ist :-) Heute waren es hingegen die Unterlagen für die Vorbereitung für die mündliche Prüfung. Eigentlich hatte ich nur mit einem etwas breiteren Umschlag gerechnet, stattdessen war es ein ganzer Karton voll Unterlagen. (Das war tatsächlich ein kurzer Schockmoment :-) ).

Ehrlich gesagt hält sich meine Motivation momentan noch in Grenzen diesen ganzen Berg voll neuen Wissen igendwie in meinen Kopf zu bekommen. Am Wochenende werde ich die Unterlagen durchsehen und dann hoffentlich wieder richtig durchstarten. So zumindest mal der Masterplan, ob die Umsatzung auch klappt wird sich zeigen.

Seid ihr schon wieder voll am lernen oder wartet ihr auch noch etwas?

Gerade habe ich mir noch überlegt, was für Zeitungen ich außer den üblichen Nachrichtenapps wie FAZ, FOCUS, Zeit, vielleicht noch lesen oder eventuell abonieren sollte- irgendwelche Tipps?

Zurück im Alltag

Zwei Wochen sind nun schon seit dem Examen vergangen und der Alltag hat mich wieder voll gepackt. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber so ganz erholt hab ich mich noch nicht. Statt zu arbeiten bräuchte man nach der Prüfung echt erstmal 2-3 Wochen Erholungsurlaub um wieder “normal” zu werden.

An die mündliche Prüfung mag ich momentan noch gar nicht so wirklich denken. Schon wieder so viel neuen Stoff zu lernen, sich neu motivieren und das obwohl man gar nicht weiß ob man wirklich zur mündlichen Prüfung darf. Bisher habe ich mich für den Kurs bei der Steuerberaterkammer angemeldet. Allerdings bräuchte ich noch einen Kurs wo ich den ganzen Stoff komprimiert lernen kann. Hat jemand Erfahrungen mit dem Fernkurs von WLW? Da für mich ein Präsenzkurs wegen der Entfernung dort nicht in Frage kommt, wäre das eine Option. Für eure Tipps und Erfahrungen wäre ich dankbar!

Ich wünsche Euch einen schönen Restsonntag :-)

Der Tag danach

Wir haben es tatsächlich geschafft, der schriftliche Teil liegt jetzt hinter uns. Ich kann euch gar nicht sagen wie erleichtert ich bin :-) . Die Prüfungsaufgaben waren meiner Meinung nach sehr fair und durchaus praxisnah (USt-Teil mit Versteuerung nach Vereinbarten Entgelten, Kleinunternehmerregelung, GewSt-Teil, …), die einzelnen Sachverhalte haben Heike und Patrik schon so super dargestellt und erläutert, das muss ich nicht nochmal wiederholen ;-) . Irgendwie hatte ich mit keiner dieser Fragestellungen und Sachverhalten so gerechnet und fair heißt auch nicht, dass ich sie total einfach fand. Ich weiß jetzt schon dass ich einige Fehler gemacht habe und bestimmt manche Problemfelder einfach nicht entdeckt habe, ob es also gereicht hat kann ich absolut nicht einschätzen.

Am liebsten hätte ich direkt nach der Klausur eine Korrekturpunktetabelle gehabt aus der ersichtlich ist, wie die Punkteverteilung war und was genau der Klausurenersteller hören wollte. Dann wäre zumindest mal eine Tendenz möglich. Bei Ertragsteuern hätte ich z.B. ESt mit 40 Punkte und KSt/GewSt 60 Punkte gedacht, andere meinten eher 50:50.

Die drei Tage gingen jedenfalls sehr schnell rum und es war gar nicht so schlimm wie gedacht, selbst das Schreiben im Glaspalast war ok. Der Lärmpegel war ähnlich wie bei den Probeklausuren der Steuerberaterkammer, wo nur 100 Leute anwesend waren- es ging ohne Oropax.
Leider waren um mich herum bereits am 1. Tag einige Plätze frei und es gab wohl auch einige die die Prüfung abgebrochen haben. Wieviele das in Baden-Württemberg waren weiß ich nicht, aber für jeden Einzelnen bestimmt totzdem sehr schlimm.

Abenteuerlich war auch die Hin- und Rückfahrten zum Glaspalast. Da man ohne Smartphone erscheinen sollte, hatte eine Freundin und ich es am 1. Tag im Hotel gelassen und mit dem Taxifahrer ausgemacht, dass er uns mittags wieder abholen sollte- nur leider hat er uns versetzt :-( Dank einer netten Mitschreiberin vom Bodensee, sind wir dann doch noch zum Hotel gekommen -vielen Dank nochmals dafür!

Die nächsten zwei Wochen steht jetzt erstmal entspannen auf dem Programm, ich denke das haben wir uns alle verdient und auch bitter nötig :-)

Ganz viel Erfolg!!

Auch meine Koffer sind jetzt gepackt und gleich werde ich nach Sindelfingen ins Hotel losfahren. Auf geht es jetzt also zur letzten schriftlichen Prüfung meines Lebens (nach Führerschein, Abi, Studium,…. reicht es jetzt einfach mit Prüfungen-egal wie das die nächsten drei Tage laufen wird.)
Ich bin so froh, dass ich mich gleich mit einer Freundin treffe, die auch die Prüfung schreibt – echt super wenn man die Zeit und die Nervosität mit seinen Freunden teilen kann.

An dieser Stelle muss ich jetzt einfach mal DANKE sagen, an meine Familie und Freunde die mich in den letzten Wochen und Monaten so unterstützt haben, ohne sie wäre so eine Zeit überhaupt gar nicht möglich gewesen oder ich schon längst durchgedreht :-).

Ich werde mich wohl erst nach der Prüfung wieder melden, die Spekulationen über mögliche Prüfungsthemen werde ich mir wohl erst nach den drei Tagen antun :-) Bleibt nur zu hoffen, dass alle aus meinem Freundeskreis, die auch in den nächsten Tagen zur Prüfung antreten, keine Whatsapp schicken werden und sämtliche Gruppenchats frei von Steuerthemen sein werden ;-).

Auf jeden Fall wünsche ich allen Mitstreitern für die nächsten drei Tage ganz viel Erfolg, gute Nerven und genug Punkte zum bestehen!! Wir schaffen das!

Lernen eingestellt

Seit letzter Woche habe ich das lernen eingestellt oder sagen wir einstellen müssen. Leider ging es gesundheitlich nicht anders, aber das trifft vielleicht nicht nur mich in so einer Erkältungszeit. Die letzten Tage habe ich ab und zu noch bisschen über einzelne Karteikarten geschaut, aber lernen kann man das nicht mehr nennen – eher das Gewissen beruhigen. Für mich hat jetzt erstmal fit werden und Kräfte sammeln für nächste Woche Priorität.

Mittlerweile denke ich auch, wenn 9 Jahre Steuerrecht und ein Jahr Vorbereitung für diese Prüfung nicht ausreichen, dann wird es auch ohne den Titel weitergehen. Was jetzt nicht heißt, dass ich die Prüfung nach dem ganzen Aufwand nicht bestehen möchte ;-)

Letztens hat aus meiner Familie jemand treffend festgestellt:

“Die Prüfung besteht also der mit den besten Nerven und nicht derjenige, der viel Wissen hat?”

Da ist mit Sicherheit was drann, wenn ich sehe wie verrückt man sich doch macht. Irgendwie hat jeder den Eindruck, dass man zu wenig kann oder das gelernte weg ist und auch die Motivation immer mehr nachlässt.

Ich wünsche Euch für die letzten Tage noch gute Nerven und erholt euch noch ein bisschen!

Endspurt oder Motivationstief?

Langsam gehen die letzten Klausurenkurse zu Ende, morgen ist auch mein letzter Kurstag in diesem Vorbereitungsjahr. Klar wäre es top jetzt nochmal ganz entspannt mit dem jetzigen Wissen im Juli in die Freistellung zu starten. Aber nochmal diese ganzen Hoch und Tiefs mitzumachen und sich jeden Tag neu zu motivieren, wollte ich nicht nochmals drei Monate.

Leider liefen die zwei Klausuren diese Woche nicht mehr ganz so gut wie gehofft. Ich rede mir jetzt einfach ein, dass gegen Ende nochmals die anspruchsvolleren Fälle ausgepackt werden. :-) Gerade in den letzten Wochen vor der Prüfung deprimiert das Gefühl nicht bestanden zu haben schon etwas mehr. Es ist einfach so unberechenbar, ob es zum besehen reicht und richtig gut läuft oder eben nicht. Ein Grund auf jeden Fall im Oktober abzugeben, egal wie es laufen sollte :-)

Mein Plan für die nächsten zwei Wochen ist jetzt nur noch Klausuren nachzuarbeiten, nochmals die Karteikarten durchzusehen, mit Fällen die nicht ganz so gut liefen und typische Fußgängerpunkten die ich immer noch nicht beherrsche. Vielleicht reicht es noch die ein oder andere Klausur aus den Vorjahr zumindest teilweise duchzuarbeiten und vor allem wieder richtig fit werden, um nicht angeschlagen ins Examen zu gehen. Wie sieht Euer Masterplan für die nächsten Wochen aus und wie motiviert ihr euch auf der Zielgeraden?

50 geschriebene Klausuren

Ende August meinte eine Dozentin, wir sollten jetzt hauptsächlich an unserer Klausurtechnik feilen. Ihrer Meinung nach würde der Stoff größtenteils sitzen, wir hätten bis jetzt auch schon 50 Klausuren geschrieben. Also ich weiß nicht wie viele Klausuren ihr geschrieben habt, aber weder im August noch jetzt habe ich 50 Klausuren geschrieben!! (Dafür hätte ich dann doch schon im Juni in Freistellung sein müssen?)

Den Tipp jetzt eher an der Technik zu arbeiten, werde ich definitiv umsetzen. Irgendwie hab ich momentan sowieso den Eindruck, je mehr ich weiß und je mehr Klausuren ich geschrieben habe, desto mehr würfel ich inhaltlich durcheinander und verwirre mich selbst :-(.

Aber was positives gab es letzte Woche noch- ich habe ein Massagegerät bis zur Prüfung ausgeliehen bekommen. Die Stromrechnung wird jetzt zwar enorm steigen, dafür bin ich aber vielleicht etwas entspannter :-)

Kleine Auszeit

Status

Stefanie

Nachdem ich gestern die letzte Klausur von meinem Klausurenfernkurs gerade noch einen Tag vor Abgabeende per Mail verschickt hatte- hab ich mir einen halben Tag Auszeit im Schwarzwald gegönnt.

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Mummelsee

 

Einfach mal abschalten am Mummelsee und die Sonne, ein Stück Schwarzwälder und die schöne Aussicht im Schwarzwald genießen, war auch mal echt schön.

Daheim im Ländle ist es doch auch schön, wenn es schon für einen Urlaub am Meer oder in den Bergen dieses Jahr nicht reicht.

Wie steht es um eure Motivation? Bereit für die nächsten 10-20 Klausuren oder geht es euch wie mir, dass ihr langsam am Limit seid und die Motivation immer mehr schwindet?

Blick über den Schwarzwald

Blick über den Schwarzwald

1. Klausurenkurs überstanden

Gestern waren die letzten Besprechungen für den Klausurenkurs bei der StBK. Mein erstes Fazit ist positiv- der Kurs hat sich wirklich gelohnt und die Orga während den Klausuren und Besprechungen und auch die Dozenten waren echt gut. Ok, natürlich ist mir auch klar geworden, dass ich noch nicht alle Themen die abgefragt waren drauf hab – aber zumindest die Ergebnisse der 1. Woche lauteten : BESTANDEN :-)

Die zwei Wochen in denen jeweils 3 Klausuren geschrieben wurden waren eine ganz gute Erfahrung, hier mal ein paar meiner Eindrücke:

  • man sitzt in einer Halle- in der ein hoher Geräuschpegel ist – lautes rascheln von Papier, quietschende Tische, ständig steht jemand auf und läuft am Tisch vorbei (wie gut, dass es Oropax gibt)
  • der Weg zu Toilette ist weiter als zu Hause und Papier bekommt man nur auf Nachfrage
  • Ein Kaffee zwischendurch wurde aus Zeitgründen gestrichen, zwar gab es vor der Klausur ein Espresso zum wach werden- aber zwischendurch keinen. Um eins, halb zwei zu meiner üblichen Kaffeezeit blieb dann eben nur der Griff zu einer Cola, Kaffeelutschtabletten oder Kaffeeschokolade :-)
  • Man bekommt zwichendurch doch sehr viel mit, so ist z.B. am ersten Tag meine linke Sitznachbarin aufgestanden und hat meiner rechten Nachbarin gesagt, sie schreibe zu laut und solle ein Blatt unterlegen. Und natürlich fragt man sich kurz wieso etliche nach 4-5 Stunden schon abgeben- ist man selbst zu langsam, kann man zu wenig oder geben die anderen einfach zu früh auf?
  • Jedes Blatt mit einer vierstelligen Nr. zu versehen, das Deckblatt ausfüllen, Ränder einhalten, Aufgabenblätter nachzählen, seine Sitznummer suchen, etc waren da nur Kleinigkeiten, die aber spätestens am 2. Tag schon Routine waren.
  • 6 Stunden am Stück sitzen ist anstrengender als gedacht, zuhause dreh ich doch zwischendurch kurz eine Runde um meinen Schreibtisch oder dehne mal kurz Rücken und Beine – um die anderen nicht zu stören, macht man das in so einer Woche natürlich nicht
  • Sachverhalte die man in einer anderen Klausur schoneinmal geschrieben hat und man genau weiß, dass man das können müsste kommen einem wieder unbekannt vor und man verwirrt sich teilweise selbst oder baut Probleme in Fälle ein, wo gar keine sind. So z.B. ein Umwandlungsfall mit Aufstockung zu Zischenwerten, ja sowas kam schonmal in einer Klausur, aber hab ich die richtigen %-Sätze berechnet und auch die Bilanz richtig aufgestell? ( irgendwie ging sie dann doch nicht auf ) / Berechungen von Zuschlagssätzen bei der Vorratsbewertung- diese Berechnungen hatte ich vom Vorbereitungskurs noch vor Augen, aber das rechnen lief trotzdem auch hier katastrophal :D
  • Anschließende Diskussionen mit anderen Teilnehmern über die Klausuren gehörten natürlich auch dazu und waren interessant- aber im Oktober würde mich das verrückt machen
  • Nach den 3 Tagen ist man wirklich platt durch das frühe aufstehen und die Anfahrt zum Prüfungsort, die Konzentration die doch höher ist als zuhause am Schreibtisch,… – wie es einem da im Oktober geht wenn das Stresslevel nochmal viel höher ist und mann noch mehr gibt kann ich nur erahnen

Auf jeden Fall ist es gut, dass erst Ende August ist und bis zum Examen noch ein paar Wochen Zeit sind :-)

Probelauf Nr. 1

Morgen wird es ernst, der erste Klausurendurchgang an drei Tagen unter Echtbedingungen. Bin wirklich gespannt wie es wird mit über 100 Leuten in einer Halle zu schreiben, weit weg von Kaffeemaschine und Kühlschrank :-(

Zwar habe ich alle Klausuren bisher auch nur in 6 Stunden geschrieben, aber man steht eben doch mal kurz auf zwischendurch oder an manchen Tagen schreibt man die Klausur in Etappen. Auch beim Klausurenlesen ertappe ich mich immer öfter dabei, wie ich den Klausurensteller beschimpfe, wenn doch mal wieder ein total abgedrehter Sachverhalt abgefragt wird oder sonst irgendwas vor mich hinplappere :-D Das sind natürlich alles Dinge die nächste Woche und im Oktober nicht funktionieren.
Und auch wenn es morgen um nichts geht, bin ich doch etwas nervös.

Wäre spannend zu hören, wie es Euch im Klausurenkurs geht bzw. ging!