Und es geht schon wieder los …

Gefühlt gestern noch für die schriftliche Prüfung gelernt, trudeln schon wieder neue Lehrbriefe wöchentlich bei uns zuhause ein.

„Geht das schon wieder los?“ Die Reaktion meines Freundes. Ja, es geht schon wieder los. Eine neue Runde, eine neue Wahnsinns Fahrt.

Bis Mitte November werden die Lehrbriefe aber erstmal schön gestapelt und ins Arbeitszimmer verfrachtet, welches ich übrigens seit 2 Wochen konsequent meide. Ich kann diesen Raum einfach nicht mehr sehen.
Einen Tag nach der schriftlichen Prüfung habe ich (demotiviert und der festen Überzeugung nächstes Jahr noch einmal anzutreten) alle Unterlagen sortiert und in Ordnern fein säuberlich abgelegt. Ich brauche das schließlich alles nochmal… nächstes Jahr.
Danach habe ich diesen Raum nicht mehr betreten und mir graut es schon davor, bald wieder viel Zeit dort zu verbringen.
Meine persönliche „Kammer des Schreckens“.
Ich denke, ich muss da einfach mal ein bisschen umdekorieren und vielleicht den Schreibtisch von links nach rechts stellen, dann geht es vielleicht wieder.

Vielen Dank für die Beiträge meines letztes Blogeintrags. Eure Beiträge haben mich wirklich aufgebaut und Mut gemacht.
Trotz der Selbstzweifel schiebe ich das „nicht bestehen“ bis Januar erstmal zur Seite und konzentriere mich auf die Vorbereitung auf die mündliche.

Stay focused!

Nina

Wunden geleckt & Krönchen gerichtet

Puuuh, das wars.
Ich brauchte erst einmal ein paar Tage um die letzten Wochen zu verdauen und wieder im Alltag anzukommen.

Nach der BilSt-Klausur sind mir Tränen auf dem Rückweg nach Hause in die Augen geschossen und ich konnte es nicht mehr anhalten und habe erst einmal los geheult. Der ganze Druck ist von mir abgefallen. „Das wars“ dachte ich mir.

Mein Gefühl war miserabel. Der erste Tag lief recht schlecht. Verfahrensrecht ist eigentlich voll mein Ding gewesen und ich habe immer gut Punkte in den Vorbereitungsklausuren geholt aber da war ich einfach blank und habe absolut keinen Einstieg gefunden. Tag zwei lief überraschend gut, sodass ich hoffnungsvoll und motiviert in den dritten Tag gestartet bin. Pustekuchen.
Mein Gefühl sagt mir ganz klar; Niemals, hat das fürs bestehen gereicht.
Aber wie sagt mir momentan jeder Mensch in meiner Umgebung: Abwarten …

Nächste Woche beginnt die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung. Ehrlich gesagt, habe ich gerade wirklich ein Motivationsproblem anzufangen. Zum Einen bin ich wirklich noch kaputt und müde von den letzten Monaten und zum Anderen hat ein Teil von mir dieses Jahr schon abgeschrieben.


Hat jemand Tipps wie man aus diesem Loch wieder herauskommt?

Ansonsten genieße ich gerade wieder mal das Leben.
Am Anfang fühlte ich mich als hätte ich monatelang im Koma gelegen und entdecke gerade neu die Welt. Das Gefühl morgens ohne schlechtes Gewissen auszuschlafen, durch die Stadt zu bummeln und abends mit einem Glas Wein auf der Couch faulenzen ist gerade unbeschreiblich. Verrückt, wie man plötzlich seinen Alltag schätzt.

In diesem Sinne,

Grüße Nina

Ich bin unerreichbar!

Die Überschrift ist eindeutig zweideutig.
Erinnert mich ein wenig an eine Überschrift eines großen deutschen „Tagesblatts“. 😉

Ich bin unerreichbar, weil ich seit gut 2 Wochen „digital detox“ betreibe. Kein Instagram, kein Facebook, kein Xing, kein WhatsApp. Ich habe sämtliche Kommunikationsmittel zur Außenwelt vernichtet. Mich könnte man momentan noch über Brieftauben oder per Post erreichen 😉

Am Anfang ein komisches Gefühl. Mir ist aufgefallen, wie oft man doch zum Smartphone greift und den neusten Newsfeed lädt. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Gestern Abend fragte mich mein Freund: „Sag mal, fehlt dir das gar nicht?“ – Ganz ehrlich? Nein! Ich konzentriere mich gerade zu 100% nur auf mich selbst… keine Ahnung, wer gerade wo im Urlaub ist oder wer gerade lecker beim Sushiladen die neusten Kreationen in sich reinschaufelt. Mich interessiert es nicht, weil ich es gar nicht mehr mitbekomme. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Nun gut. Am Wochende war ich in Frankfurt beim „Intensivkurs VerfR“ von Knoll. Rückblickend muss ich sagen, es war eine sehr gute Entscheidung diesen mitzunehmen. Zwei Tage lange noch einmal eine kurze Wiederholung zu den wichtigsten Themen und die kurze Ansprache der „Randgebiete“ fand ich klasse. Die Schulungsunterlagen waren zwar sehr umfangreich, decken jedoch nochmal alles ab, was relevant sein sollte. Der Dozent hatte eine super Art das Ganze rüber zu bringen und machte die doch sehr trockenen Themen interessant. Ich kann den Kurs echt nur empfehlen. Es war auch mal sehr angenehmen jemandem ohne Akzent aus meiner Heimat zuzuhören. An dieser Stelle; großes Lob!

Generell muss ich sagen, fühle ich mich mit dem Paket von Knoll sehr gut aufgehoben. Ich meine, das muss jeder für sich selbst entscheiden aber alles in allem funktionierte alles wirklich bestens.

Im Gegensatz zum Kurs bei Bannas. Wie bereits in meinem letzten Eintrag erwähnt, habe ich mich da noch einmal einen Kurs mit 15 Klausuren gebucht. Gebucht habe ich den Kurs Ende August und bin eingentlich davon ausgegangen, dass die Unterlagen ziemlich schnell da sein werden (Knoll- Verwöhnt halt). Ich erhielt also ein paar Tage später eine Rechnung per Post, die ich am selben Tag noch überwiesen habe. Dann passierte erstmal 2 Wochen gar nichts. Am Samstag erhielt ich dann eine neue Rechnung und eine Gutschrift. Die USt war wohl versehentlich falsch auswiesen worden und ich musste nochmal Geld überweisen. Montag morgen rief ich dann mal an und beschwerte mich. Man teilte mir mit, dass in der Buchhaltung wohl irgendwas falsch gelaufen sei, ich die Unterlagen aber umgehend bekommen würde. Die Dame am Telefon war wirklich sehr nett und konnte meinen Unmut auch nachvollziehen. Ich wollte eigentlich bereits letzte Woche mit den Klausuren starten und musste nun wieder warten. Gestern trudelte dann eine CD bei mir ein. Also ab in den CopyShop und 1.000 Seiten druchen lassen. Alles sehr aufwändig und zeitraubend. Alles das, was man momentan, so 2 1/2 Wochen vor der Prüfung nicht unbedingt gebrauchen kann.

Ich will damit keinen Kursanbieter gut oder schlecht reden, sondern lediglich meine Erfahrung teilen. Wie gesagt, die Dame war am Montag sehr nett und Mittwoch hatte ich die „Unterlagen“ dann auch. Vielleicht einfach doof gelaufen.

Aber nunja, genug rumgeheult und aufgeregt. Ran an die Klausuren!

Liebe Grüße

Nina

Heute in 4 Wochen – Endspurt

Ich muss mich bald auf einen niedrigeren beizulegenden Wert, aufgrund dauerhafter Hirnüberflutung, abschreiben und das ohne Aussicht auf Wertaufholung.

Das habe ich heute morgen gelesen und musste laut los lachen.
Genau SO fühle ich mich zur Zeit.

Der Intensivklausurenkurs von Knoll in Düsseldorf ist seit Freitag vorbei und hat mich ordentlich geschafft.
Morgens 6 Stunden Klausur und nachmittags nochmal 3,5 std. Nachbesprechung und das 2 Wochen . Aber es war gut… sehr gut sogar. Also damit meine ich nicht die Klausuren 😀 die waren ehr eine Herausforderung, um es positiv zu formulieren.

3 x Misch, 3 x Bilanz und 4 x Ertragsteuer. Momentan sitze ich an der Nachbearbeitung der 10 Klausuren. Den 5 Wochenkurs habe ich zwar auch noch nicht voll nachgearbeitet aber wie soll ich das alles noch schaffen in 4 Wochen?
Zusätzlich habe ich mir noch einen Klausurenkurs von 15 Klausuren bei Bannas gebucht. Den wollte ich ab nächsten Montag mal starten. Ich wollte einfach nochmal ein paar Klausuren bei einem anderen Anbieter schreiben. Knoll übertreibt es ja teilweise schon ein bisschen mit den Ausnahmefällen der Ausnahmefälle der Ausnahmen…

Und in meiner panischen Bestellaktion habe ich mir direkt noch Lernkarteikarten und das Buch von NWB Steuerberaterprüfungsklausuren 2019 bestellt. Keine Ahnung, wann ich das alles lesen will aber es beruhigt mich es hier neben mir liegen zu haben…
Ja, langsam drehe ich durch…

Am Freitag gehts für mich nochmal nach Frankfurt zum Intensivlehrgang von Knoll zum Verfahrensrecht. Ich bin sehr gespannt was da auf mich zu kommt.

Ich hoffe, ihr habt alle genug Kraft um die nächsten Wochen zu überstehen.
Klausuren schreiben, Klausuren schreiben, Klausuren schreiben!

Liebe Grüße
Nina

Nacharbeitungsphase

Nacharbeitung, Nacharbeitung, Nacharbeitung

Willkommen in meinem Sommer 2019!
Der Examenskurs ist vorbei und bis zum nächsten Kurs sind es noch 3 Wochen, die ich mit Nacharbeitung der Klausuren verbringe. Herrlich…

Abschließend zum Knoll- Lehrgang:
Ich fühle mich tatsächlich gut vorbereitet und habe eine Menge mitgenommen aus dem Kurs. Natürlich hagelt es bei mir immer noch schlechte Noten aus den Klausuren, aber ich habe das Gefühl nun fokussierter zu sein und nicht mehr so viel nach rechts und links zu schauen. Also ich kann diesen Kurs wirklich jedem empfehlen. Der Mix aus Vorlesung, Klausuren schreiben und Nachbesprechung, fand ich sehr gut.

Die nächsten 3 Wochen werde ich (wie bereits erwähnt) die letzten fünf Wochen nacharbeiten. Der ersten Block Bilanzsteuerrecht habe ich in den letzten 3 Tagen hinter mich gebracht. Ab heute steht nun Ertragsteuer auf dem Programm.

Nach den 5 Wochen habe ich mir das letzte Wochenende mal komplett zur Regeneration gegönnt. Freitags mit Freunden essen und Samstag auf einem Konzert in Hannover und Sonntag auf einem Gourmetfest unserer Stadt. Das ging die letzten Wochen schon ganz schön an die Substanz. Vor allem dank der Deutschen Bahn, die bei einem Temperaturanstieg von < 30 Grad anfängt, durchzudrehen. Es gab kaum einen Tag an dem ich pünktlich um 19:00 Uhr zuhause war. Meistens stand ich an irgendwelchen Bahnhöfen im Ruhrgebiet oder saß in kaputten Zügen auf der Strecke fest.
Daher habe ich mich auch entschlossen, den nächsten Kurs in Düsseldorf im Hotel zu verbringen und nicht mehr zu pendeln. Das ist einfach niemandem zuzumuten und lässt das Stresslevel nur unnötig steigen.
Und DAS kann ich momentan überhaupt nicht gebrauchen.

Ansonsten finde ich mich langsam gut zurecht und setzte viel auf die nächste Zeit.

Liebe Grüße

Nina

Ich bin unter die Sammler gegangen…

… und zwar sammle ich seit 2 Wochen 5er, 5,5er und 6er. Mittlerweile habe ich schon 5 Stück der letzten Woche zusammen. WoW, als Kind war ich da nie so konsequent und habe meistens nach ein paar Tagen eine „Sammelleidenschaft“ total schleifen lassen. Aber ich denke auch diese Woche war ich wieder gut dabei!

Aber nun mal Spaß beiseite; es ist einfach nur frustrierend. Also ich bin jetzt nicht groß geschockt wenn ich meine Klausuren wieder bekomme. Mein Gefühl nach der Klausur wird meistens ehr dadurch nochmal bestätigt…

Nunja, mein wöchentlicher Rückblick:

Montag und Dienstag war Ertragsteuer dran. Vorab; Ich habe absolut nichts gegen die lieben Menschen aus Bayern. Ich liebe das Oktoberfest und vor allem Weißbier aber euer Akzent ist einfach nur schrecklich, wenn man aus dem Ruhrgebiet kommt. Der Dozent hatte einen krassen Akzent und ich konnte diesmal tatsächlich schlecht folgen. Zudem fand ich, dass er die Themen nicht gut rüber gebracht hat. Alles in allem fand ich den Wochenstart nicht sonderlich toll. Übrigens meine erste schlechte Erfahrung mit dem Examenskurs von Knoll. Aber manchmal hat man das einfach, dass man einem Stil nicht gut folgen kann. Gesetzestexte und Richtlinien kann ich alleine lesen…

Naja, dafür ging es ab Mittwoch wieder bergauf. Bilanzsteuerrecht. Whop… es hat Spaß gemacht. Der Dozent hatte viele wertvolle Tipps.

Gerade heute musste ich lachen. Wir lösten zusammen einen Fall und er zog uns mit den Markierungen der Fälle auf. Und ja, ich gehöre auch zu den Menschen die alles anmalen was evtl. wichtig sein könnte! Er zeigte uns eine Technik, wie wir das zukünftig umgehen und den Sachverhalt beim lesen in einzelne Abschnitte unterteilen.

Wir haben den §6b hoch und runter gerechnet, in dem Zuge auch die Rücklage für Ersatzbeschaffung mitgenommen, Kapitalanpassungen vorgenommen, Gesellschafter entgeltlich und unentgeltlich aus Personengesellschaften ein- und austreten lassen. Achjaaaa und noch ein bisschen Leasing, Mietkauf, Einlagen und Entnahmen.

Und wieder macht es Puff in meinem Kopf. Das wird ein harter Sonntag zum Nacharbeiten.

Morgen werde ich den Tag erstmal mit meinen Freundinnen verbringen und auf eine Babyparty gehen und das alles komplett ohne schlechtes Gewissen. Mehr geht gerade nicht und entweder es reicht oder halt nicht.

Man man man, hört sich das cool an wenn ich das so schreibe. Ich versuche es mir einfach einzureden 😀

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße

Nina

Tag 3+4: ESt – Stay positive

Guten Morgen liebe Steuerköpfe,

ich melde mich aus der Bahn. Ach ja, die liebe Bahn! Ich muss mal kurz Frust ablassen. Wenn man eh schon gestresst ist, macht einen das Bahn fahren zusätzlich fertig. Gestern hatte ich mit Zugausfällen zu kämpfen und kam daher knapp 45 min zu spät. Dafür bin ich einmal quer durchs Ruhrgebiet getingelt und dann endlich über Duisburg in Düsseldorf angekommen. Abgehetzt bin ich schnell in die Vorlesung gerannt und war dann so genervt, dass ich mich über den ersten Block kaum konzentrieren konnte 🙁 bei mir ist es immer so, wenn der Tag schon scheiße beginnt, dann zieht sich das bei mir über den gaaaanzen Tag. Und ja, so war es auch. Aber was soll’s, dafür hatte ich keinen Stau auf der Autobahn 😀 Stay positive!

Kurzer Nachtrag zum BilStR von den ersten Tagen zum Thema Korrekturbuchungssätze: Der Dozent meinte, wir könnten die angegebenen Buchungssätze „stornieren“ und dann komplett neue bilden. Ist das wirklich so? Ich habe immer gedacht, wir müssten an die gegeben anknüpfen und quasi „umbuchen“. Hat da jemand Erfahrungen zu? Andere Anbieter halten dies wohl (lt. Aussage meiner Mitstreiter) für nicht richtig.

So nun zu den letzten zwei Tagen: Einkommensteuer. Am Mittwoch befassten wir uns mit der unentgeltlichen und teilentgeltlichen Übertragung. Der neuer Dozent hatte einen krassen bayrischen Akzent an den ich mich erstmal gewöhnen musste. Das machte das Zuhören am Anfang etwas anstrengend aber er überzeugte mich durch seine Gliederung der Fallbeispiele und die Leidenschaft mit der er die Themen rüberbrachte. Er machte die Thematik interessant und man konnte sehr gut folgen und bei der Sache bleiben.

Die Kurzklausur lief besser… nicht gut aber besser. Ich merke, ich komme langsam an. Bei der Nachbesprechung hatte ich sogar kleine Erfolgserlebnisse… Thematik verstanden: Check!

Am nächsten Tag schloss sich das Thema Erbauseinandersetzung an. Wieder ein guter Aufbau. Auch wenn ich, wie bereits erwähnt, dem ersten Block nicht richtig folgen konnte, fand ich die Vorlesung wieder sehr verständlich und die Thematik habe ich verstanden. Die Kurzklausur lief dann ehr schleppend. Ich war in der Zeit fertig. Da kann doch was nicht stimmen, dachte ich mir bei der Abgabe. Und ja, so war es auch. Ich habe eine Thematik einfach mal gekonnt ignoriert und glatt überlesen. Ein Mitunternehmer einer OHG erklärte die Vermietung eines Grundstücks bis zu seinem Tod als Einkünfte aus V+V. Eiskalt den Hinweis der V+V übergangen und einfach SBV unterstellt und die Bilanzberichtigung und Einlage ignoriert. Aber heeey, das passiert mir nie wieder! Sachverhalte genau lesen!

Wie ihr merkt, ich seh’s nun alles ein bisschen positiver. Die Fehler die ich jetzt mache, passieren mir in der Prüfung hoffentlich nicht mehr.

Heute kommt internationales Steuerrecht dran. Seit spätestens 2017 wohl auch extrem relevant.

Und dann habe ich Wochenende 🙂 Der Kurs schlaucht mich schon extrem und ich bin ziemlich kaputt und müde. Daher werd ich mich heute Abend früh ins Bett verziehen und am Wochenende die Kurzklausuren nacharbeiten. Aber morgen wird erstmal ausgeschlafen.

Ich wünsche euch allen einen schönen Start ins Wochenende.

Nina

Resümee: Tag 1+2 BilStR

So, die ersten zwei Tage des Examenskurs habe ich hinter mir. Und ja, was soll ich sagen? Ich könnte durchdrehen.

Die Räumlichkeiten sind klasse. Viel Platz und klimatisiert … ab und an ein wenig kalt, aber das sind glaube ich, klassische Frauenprobleme 😉

Der Dozent war ganz gut. Ehemaliger Betriebsprüfer und Korrektor… er muss wissen wovon er spricht. Und ja, das wusste er auch. Er ratterte die Vorlesung in einem Tempo runter, dass ich gar nicht so schnell mitschreiben und zuhören konnte. Trotzdem konnte im Vorlesungsblock ganz gut folgen und strotze nur so vor Selbstbewusstsein. Jippi, alles schon einmal irgendwo gelesen, Fundstellen waren alle schon markiert. Es läuft!

Doch dann kam die erste Kurzklausur. Blackout! Ich habe es kaum geschafft etwas aufs Papier zu bringen. Von etwas vernünftigem wollen wir hier mal gar nicht sprechen. Ich schaute mich im Saal um und sah alle wie wild drauf los schreiben. Grundstücke, Gebäude, Betriebsvorrichtung, unselbstständige Gebäudeteile… los, das kann ich doch. Wie fang ich nochmal an? Achjaaaa, nimm die Fußgängerpunkte mit. Wie geht nochmal die Prüfungsreihenfolge? Mist, wo stand das nochmal… falscher Erlass … nein, die Anlage … Puff, 2 Stunden um. So stand ich in der Abgabeschlange mit meinen 5 Blättchen voller Kritzeleien und war den Tränen nah.

„Ach, das war doch eigentlich ganz gut, oder?“ hörte ich hinter mir … Pfff! Frustriert nahm ich mir den Korrekturbogen und verzog mich auf meinen Platz. Beim lesen der Musterlösung kochte ich innerlich vor Wut auf mich selbst. Die Ansätze waren da und ich war auch auf dem richtigen Weg aber ich hab es nicht geschafft meine Gedanken anständig zu formulieren.

Okay, Haken hinter. Dienstag ist ein neuer Tag.

Ja, Pustekuchen. Beteiligungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen. Eigentlich Themen die mir liegen. Dachte ich. Genau wie an Tag 1 war ich super motiviert nach dem Vorlesungsteil. Die Klausur war katastrophaler als die erste. Der Teil zur Beteiligung ging noch… doch dann kam die Garantierückstellung und die Umwandlung eines Darlehns in eine stille Gesellschaft. Und wieder machte es Puff, allerdings diesmal ohne Zeitproblem. Ich wusste gar nicht was ich schreiben sollte …

So reduzierte ich meine Blattanzahl von Vortag nochmal auf ganze 3 Seiten.

Und die Moral von der Geschicht? Ob ich das pack, das weiß ich nicht.

Gestern Abend habe ich meine Wunden geleckt und den heutigen Tag (ESt) vorbereitet und schon einmal die Lehrbriefe zu den Themen durchgeblättert. Ich hoffe heute mal auf ein kleines Erfolgserlebnis.

Grüße aus Düsseldorf,

Nina

Ich bin entstellt.. äähh.. freigestellt

Ich habe es geschaff: Die lang ersehnte Freistellung ist da. *jippijajyeeaaahhii*

Den letzten Tag im Büro habe ich gestern hinter mich gebracht und jetzt kann es endlich „richtig“ losgehen. Die letzten Tage im Büro liefen zwar nicht optimal und haben mich nochmal so richtig schön runtergezogen… aber jetzt heißt es; Voll Konzentration auf mich und meine Lernphase. Keine Doppelbelastung mehr. Kein: „Nina, kannst Du nochmal kurz“ oder „Nina, das muss aber noch …“

Ich muss nichts mehr! Ich muss mich jetzt nur noch auf mich und meinen Lernstoff konzentrieren. Handy aus und Kopf aus!

Ab Montag geht es für 5 Wochen nach Düsseldorf in den Vollzeit Examenskurs von Knoll. Gestartet wird in der ersten Woche mit Bilanzsteuerrecht, Einkommensteuer und Internationalem Steuerrecht. Den Aufbau finde ich wirklich klasse.
Morgens von 08:30 Uhr bis 12:45 Uhr Unterricht
Mittags von 13:30 Uhr bis 15:30 Uhr eine Kurzklausur.
Nachmittags von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr die Nachbesprechung der Kurzklausur.
und jaaaa ich freu mich soooo 🙂

Da ich aus Recklinghausen komme, fahre ich schön mit dem Zug nach Düsseldorf. So kann ich auf der Fahrt noch ein bisschen die Lehrbriefe durchblättern und mich abends einfach mal entspannen.

Nach dem Examenskurs habe ich 3 Wochen Zeit alles nachzuarbeiten und aufzuarbeiten und starte dann nochmal für 2 Wochen mit dem Intensivexamenskurs. Dort schreibt man 10 Tage lang 6 stündige Klausuren + Nachbearbeitung.
Und dann heißt es Endspurt…. Volle 5 Wochen frei. Mitte September habe ich noch einen kurzen Crashkurs zum Verfahrensrecht in Frankfurt.

Gerade optimiere ich meinen Lernplan und passe alles mal ein bisschen an.
Wie sieht das bei euch aus? Lernplan oder einfach wild drauf los?
Haltet ihr euch immer an eure Pläne?
Ich habe gemerkt, dass ich mir anfangs zu viel Lernstoff in zu kurze Zeit gepackt habe und dadurch leider die Wiederholung zu kurz kam. Das habe ich jetzt mal alles angepasst. Bei über 70 Lehrbriefen und dem Klausurenvorbereitungskurs hatte ich kaum Zeit nochmal alles zu wiederholen.

Dieses Wochenende nutze ich um mich nochmal intensiv mit BilStR und ESt auseinanderzusetzten. Wärend alle am See liegen und entspannen, sitze ich in meinem (zum Glück kühlen) Arbeitszimmer und blättere Lehrbriefe und Klausuren durch.
Eigentlich dachte ich, ich könnte schön in der Sonne im Garten lernen aber es ist einfach zu heiß und leider schniefe ich mich da momentan verrückt. Miese Allergie…

Ich hoffe, bei euch läuft es gut!
Haltet die Ohren steif,

Nina

Wer wird Steuerberater 2020 ?

Heute Nacht hatte ich einen komischen Traum.

Ich habe geträumt, ich sitze bei einem „Wer wird Millionär- Special“ zum Thema Steuerrecht. Bei der 500,- € Frage habe ich nicht mehr alle Voraussetzungen der umsatzsteuerlichen Organschaft auf die Kette bekommen. Schweißgebadet bin ich um 6 Uhr aufgewacht und habe mich super geärgert, dass ich einfach nicht auf die organisatorische Eingliederung gekommen bin. Es dauerte ein paar Minuten bis ich realisiert habe, dass es hier nicht um die große Million geht, sondern dass mich mein Lehrplan jetzt auch noch nachts quält.

Da ich an diesem schönen freien Feiertag nun schon so früh wach war, habe ich mir einen Kaffee gemacht und mich direkt in mein Arbeitszimmer verzogen. So habe ich schon morgens um 10 Uhr meinen ersten Lernblock fertig (Wiederholung zu BilStR).

Nun geht es für mich an die Nacharbeitung der Knoll-Klausuren.

Ab dem 01.07.2019 geht es endlich zum Intensivlehrgang nach Düsseldorf und in die Freistellung. Ich freue mich einfach auf die Zeit, ohne die Dreifachbelastung der Arbeit und der FOM. Voll Konzentration auf eine Sache. Dann müsste es doch eigentlich klappen, oder?

Momentan habe ich das Gefühl mein Kopf ist voll von Wissen. Ehr eine Art „Halbwissen von allem“. Selten erlebe ich Überraschungen in den Klausuren. Also damit meine ich, dass es um Themen geht von denen ich noch nie etwas gehört habe. Öfter merke ich, dass ich schon irgendwo mal etwas gelesen habe und ich mich noch erinnere um was es so ging aber ich weiß nicht wie ich die Dinge zu Papier bringen soll.

Letzten Sonntag habe ich eine Stunde eine Klausur zur UmwSt angestarrt und wusste einfach nicht, wie ich starten sollte. Ich nahm die Lösung zu Hand und ärgerte mich tierisch. „Mensch Nina, wie oft noch!“

Aber es wird…

Wie verbringt ihr den Feiertag bzw. das (hoffentlich) lange Wochenende?

Bei mir ist (abgesehen davon, dass ich mich morgen kurz auf einem Geburtstag einer Freundin sehen lasse) mal nur lernen angesagt.

Liebe Grüße

Nina