Dieser Jahrgang..

Geht mit Sicherheit in die Geschichte ein…

Wirklich. Wie kann so viel so schief laufen?

  1. Tag 1 Differenzbesteuerung eines Kunsthändler.. und fast ausschließlich Textziffern über Gemälde
  2. Falsche Klausur ausgeteilt an Tag 2
  3. Dadurch Gerüchte, dass wir an Tag 3 nur eine Ersatzklausur geschrieben haben…
  4. Die Klausur an Tag 3.. die mehr an Tag 2 erinnert hat und viele verunsichert hat + aus 4 Aufgaben bestand!
  5. Geklaute Klausuren
  6. Gerüchte sie seien wieder aufgetaucht … und jetzt sind sie es angeblich njcht

Mir fehlen leider langsam echt die Worte.

Meine Gedanken sind bei denen die Durchgefallen sind. Bei denen die nicht nochmal so viel Zeit, Kraft und Geld investieren können und wollen.

Meine Gedanken sind bei denen die keinen Versuch mehr haben. Und ich hoffe sehr die die darüber philosophieren das die „dann einfach keine Steuerberater werden sollen“ halten sich bitte unter meinem Blog mal zurück.

Dieses Examen war anders. Das sagen nicht nur einzelne, das sagen viele. Aber egal. Ich möchte auch nicht zu viel Energie verschwenden für solche Leute.

Ich freue mich mit denen die es in den Recall geschafft haben.

Ich habe Angst vor morgen. Ich weiß nicht wie ich weitermachen möchte, obnich weitermachen möchte, wenn es nicht gereicht hat.

Eigentlich ist mir die Zeit mit meinen Kindern zu kostbar.

Aber… eines haben wir, die daran teilgenommen haben geschafft, wir werden immer was zu erzählen haben 😉

Morgen werde ich auf jeden Fall vor dem Abruf der Noten ein Glas Wein trinken und versuchen den Schmerz im Vorfeld etwas zu betäuben.

Ggf werde ich statt zu lernen (Morgen ist mein Lerntag).. mal alleine nett frühstücken gehen und mal was machen was mir hoffentlich gut tut

Wir werden uns dann wieder hören, wenn mir danach ist… und wenn ich sagen kann ich konnte das Ergebnis wirklich gut erkennen (vllt ist der Weinpegel morgen ja auch zu hoch)

Zu guter letzt für die, die jetzt traurig sind… sagt euch, dass ihr jetzt entspannte Weihnachten haben könnt! Macht wirklich ein paar Tage frei. Das hat mir letztes Jahr geholfen. ♡

Bis ganz Bald…

38 Gedanken zu „Dieser Jahrgang..

  1. Hallo Sarah,

    viel Glück für morgen! Wir sind gespannt auf deine Rückmeldung und fühlen in beiden Fällen mit dir.

    Ich aus Bayern, warte noch bis Anfang Januar.

  2. Hi

    Wenn ich die ganzen Ergebnisse unter den anderen Posts lese wird mir echt schlecht.
    Gefühlt sind 2/3 durchgefallen.
    Und in NRW muss ich mich einfach noch bis Ende Januar gedulden.
    Habe in der Vorbereitung jede Klausur bestanden aber das trifft gefühlt auf einige andere auch zu.

  3. @ Hans Werner 123
    So gehts mir auch!!!! Und meine Selbsteinschätzung in der Vorbereitung hat nie, aber auch wirklich nicht ein einziges Mal in den vielen Probeklausuren, mit der Note übereingestimmt. Wenn ich dachte, dass es gut gelaufen wäre, war ich zu schnell beim Ergebnis und habe Punkte liegen lassen und wenn ich nicht zurecht kam, gab es manchmal im Endeffekt mehr Punkte durchs „Rumwühlen“….. Das macht das Warten nicht gerade erträglicher….

  4. Hallo Sarah!
    Ich muss sagen, ich ärgere mich sehr über diess Examensjahr. Ich bin NRW-ler und muss noch bis Mitte/Ende Januar warten. Ich habe lange kämpfen müssen, um an der Prüfung überhaupt teilnehmemn zu können. Zum einen komme ich nicht aus einer Kanzlei, sondern aus der freien Wirtschaft, zum anderen macht mir eine angeborene Sehbehinderung Probleme.

    Da kämpft man also lange um die Zulassung und dann kommt so ein Examen. Zum Beispiel Tag 1: Herr Schröders meinte „In 9 von 10 Jahren wird die Unternehmereigenschaft abgefragt“ Was bekomme ich? Das 10. Jahr…. „Differenzbesteuerung können sie quasi weg lassen. Ist ewig her, dass das geprüft wurde.“ Was kommt dran? Genau!
    Über Tag 3 reden wir besser erst gar nicht…
    Ich werde niemandem mehr glauben, das etwas nicht dran kommt…

    Und dann die Story mit dem abgebrannten Kurierfahrzeug. Unglaublich! Wie ein schlechter Film!
    Auf jeden Fall hat man ordentlich was zu erzählen.
    Trotz allem hoffe ich noch auf ein „gerade so“ und bereite mich, teils unmotiviert, auf die Mündliche vor.
    Was bleibt uns denn auch anderes übrig? An der schriftlichen Prüfung können wir jetzt nichts mehr ändern.
    Und wenn ich es nicht packe? Ja, ich werde heulen! Ja, ich werde fluchen wie ein Rohrspatz! Aber dann werde ich mir den Mund abputzen und zum Zweitversuch übergehen.
    Allen hier Toi Toi Toi!
    Viele Grüße
    Jürgen

  5. Hallo Sarah und andere mit Kollegen.

    Leider war es dieses Jahr sehr schwer die Klausuren zu bestehen weil man es so nicht gelernt hatte. Bei mir war es der zweite Anlauf und es hat leider nicht gereicht .

    Jetzt ist aber die Frage weil die Prüfung nicht bundeseinheitlich war ob die Leute die durchgefallen sind dagegen vorgehen können? Ich werde mich auf jeden Fall mal rechtlich informieren und euch auf dem laufenden halten vielleicht besteht ja die Möglichkeit wenn es nicht bundeseinheitlich ist für die Leute die durchgefallen sind dass man es so zählen lassen kann dass man gar nicht teilgenommen hat? Weil irgendwas muss es da doch geben dieses kuriose jahr oder?

  6. @Nina: ich lasse mich auch gerade rechtlich beraten. Das lasse ich so nicht auf mir sitzen…

  7. Ich bin sehr auf die Durchfallquoten gespannt. Ich habe dieses Jahr das erste Mal geschrieben und bin leider deutlich durchgefallen, obwohl meine Vorbereitung gut lief. Man kann sich leider nicht dem Eindruck verwehren, dass man auch mit einer zeitlich ausreichenden Vorbereitung und einigermaßen gescheiten Intelligenz keine so hohe Chance hat, dieses Examen zu bestehen.
    Ich bin gespannt, wie die sich die Zahl der Prüflinge entwickeln wird. Wenn auch hier der demographische Wandel zuschlägt, werden noch große Krokodilstränen auf Seiten der Finanzverwaltung und der Kammern geweint werden. Schade, dass dieses Jahr wieder mal sehr zum Abgewöhnen war und potentielle Prüflinge eher abschreckt werden als ermutigt das Examen in Angriff zu nehmen.
    Euch weiterhin viel Erfolg für die mündliche Prüfung bzw. für das nächste Examen.

  8. Ganz so dramatisch würde ich es nicht sehen. Hier im Forum gibt es entweder „schwarz“ oder „weiß“. D.h. die einen bestehen mit 2,5 und es war easy und die anderen wittern Verschwörungen, weil 20 von ca. 5000 Klausuren abhanden gekommen sind.

    Am Ende werden wieder zwischen 45 und 55 Prozent diese Klausuren bestehen und es ist, “ wie es jedes Jahr ist“. Es wird immer Diskussionpotential geben.

  9. Hallo zusammen,

    ich habe jetzt (in Hessen) im 3. Versuch geschrieben und nicht bestanden (Schnitt 5,16):
    Tag 1: 5,0
    Tag 2: 5,0
    Tag 3: 5,5
    Insbesondere bin ich wegen des 3.Tages verwundert, da ich schon zwiel die Bilanz bestanden hatte (letzte Note: 4,0; Gesamtschnitt letztes Jahr: 4,83). Mein Gefühl (und nicht nur das Gefühl:) war, dass ich sehr viel mehr gelernt habe für den 3. Versuch und mich veressert habe. Aber die Noten haben es nicht hergegeben.

    Gibt es hier Interessierte an einer Sammelklage?
    Falls, hier meine E-Mail: olebays@gmail.com

  10. @Christopher
    Dem ist m.E. nichts hinzuzufügen. Man kann nur den Wackelkandidaten die Daumen drücken, aber im wesentlichen wird es wie jedes Jahr eine etwa hälftige Bestehensquote geben.
    Diese Verschwörungstheorien und Klageaufrufe um ein paar gestohlene Klausuren eines (!) Prüfungstags irgendwo in NRW sind doch nicht ernst zu nehmen..

  11. Sorry, wenn ich hier jetzt wieder der Spielverderber bin, aber wie kommt man zu der Aussage „Ich habe dieses Jahr das erste Mal geschrieben und bin leider deutlich durchgefallen, obwohl meine Vorbereitung gut lief.“

    Wie kann man bei einem Erstversuch (d.h. kein Vergleich zu einer vorherigen Vorbereitung möglich) bei dem man wohl recht deutlich durchgefallen ist, behaupten die Vorbereitung sei gut gelaufen? Meinem Verständnis muss doch aus einer guten Vorbereitung eine gute Note folgen (d.h. für mich 4,00 oder besser) und man kann erst im Nachhinein anhand des objektiven Ergebnisses beurteilen wie gut die eigene Vorbereitung war. Da muss man sich doch mal selbst hinterfragen, ob man wirklich alles getan hat. Wirklich die Klausurtaktik und die Paragraphenketten bis zum Erbrechen geübt hat, sich auch mal die Sonderthemen angeschaut hat (natürlich nicht im Detail, aber gerade so, dass man im Ernstfall weiß wo man im Gesetz/Erlassen/RL hinschauen muss). Ich erinnere mich an Knoll Klausuren in 2020 zum Thema Vereins- und Liquidationsbesteuerung in ESt, Differenzbesteuerung sowie Reiseleistungen und LuF in USt, einen BAB-Fall oder Erhebungs- und Vollstreckungsverfahren in AO.

    Ich vermute auch, dass die Bestehensquote am Ende wieder irgendwo zwischen 45-55% (same procedure as every year) liegen wird. Nichtsdestotrotz tut es mir für jeden Einzelfall leid bei dem es nicht gereicht hat. Ich hoffe ihr zieht eure Lehren aus der Vorbereitung und dem schriftlichen Examen und geht das ganze im zweiten (oder dritten) Versuch mit letztlich mehr Erfolg an (und etwas mehr Glück bei den Aufgaben).

  12. @ Big4ler
    Stell dir vor, dass man eine gute Vorbereitung haben kann und trotzdem durchfällt? Zählt die Meinung nur, wenn man mehr als einmal geschrieben hat? Ich habe jedenfalls mein Bestes Gegebenheit ne kann mir keinen Vorwurf machen. Was macht dich zum Experten? Betreust du Leute, die in Examen gehen? Falls nein, würde ich lieber kleinere Brötchen backen.

  13. Gibt es hier einen Blog für Niedersachsen? Wir haben die Noten vorletzten Samstag per Post bekommen.

  14. @Jochen

    Ich wollte dir nicht zu nahe treten. Ich persönlich beurteile die Vorbereitung halt anhand des Ergebnisses, da das das einzig messbare ist und letztlich zählt nur der Titel. Natürlich kannst du auch eine andere Meinung haben und es freut mich, dass du mit dir und deiner Vorbereitung im reinen bist. Da bist du schon deutlich weiter als manch anderer!

    Mein Punkt war nur, dass man sicherlich auch Pech haben kann und knapp nicht mit 4,66 bestehen. Wenn ich jedoch ziemlich deutlich durchfallen würde, würde ich mich fragen woran es gelegen hat und bei der Suche zuerst bei mir und meiner Vorbereitung anfangen.

    Experte bin ich sicher nicht. Ich habe das Examen selbst mit 3,1 bestanden und mich dafür intensiv mit der Herangehensweise an das Examen beschäftigt. Daneben hab ich eine Lehrtätigkeit im Steuerrecht inne. Daher erlaube ich mir hier hin und wieder meine Meinung kundzutun.

  15. @Big4ler
    als Jemand mit Lehrtätigkeit solltest du an deinem pädagogisch-psychologisches Wissen arbeiten. Selbst wenn es rein logisch stimmt, dass eine gute Vorbereitung zum Bestehen führt und eine „schlechte* (sorry fur die Wortwahl) nicht und deine Absicht gut war, erschien diese doch „von oben herab“ (da reichte schon die Ankündigung als Spielverderber). Du hättest auch einfach schreiben können: „ich habe mit einer tollen Note bestanden und habe super Tipps aufgrund meiner Vorbereitung: ……..“. Damit hättest du gleich symphatisch einigen hier geholfen, die sich immer wieder fragen „wie muss ich mich vorbereiten, was muss ich tun, um hier zu bestehen?“ und hättest nebenbei noch dieselbe Meinung auf freundlichere Art kundgetan. Der Ton spielt die Musik.

  16. @Jochen so verkehrt finde ich die Kernaussagen von Big4ler aber nicht. Jeder der deutlich durchgefallen ist und schreibt „Vorbereitung lief immer super, habe alles bestanden“ sollte ehrlich zu sich selber sein. Das kann eigentlich nur passieren, wenn man doch mal in die Lösung guckt oder statt 6 Stunden am Ende um 2 verlängert hat. Einige Anbieter sind dazu noch einen Tick zu leicht und wecken mit den wohlwollenden Korrekturen falsche Erwartungen.

  17. Entschuldigung aber manche Leute verstehe ich nicht… Im Drittversuch an jedem einzelnen Tag oberhalb der Zulassungsnote zu liegen und im Durchschnitt nicht mal 1/3 der Punkte erreicht haben aber dann klagen wollen…
    Es lag dann ja nicht mal an einem bestimmten Tag, das Examen lief in dem Fall einfach nicht so gut. Wenn das mit der Klage funktioniert, dann kann man das mit der Prüfung ja gleich bleiben lassen und die Zulassung einfach auf Antrag zusenden.

  18. @felice! Genau, so ist das!
    Da kommt einer mit 5,0 / 5,0 / 5,5 daher und will klagen… Erstaunlich! Dann lag es wohl offensichtlich nicht nur am bösen dritten Tag! Hier ist doch noch viel mehr im Argen gewesen…

    Auch wenn es mir unendlich leid tut, dass manche Prüflinge eine derart herbe Enttäuschung einstecken müssen, aber welches Wunder erwartet man hier durch die Klage denn? Dass plötzlich der erste und zweite Tag um je eine halbe Note angehoben werden und der dritte sogar um eine Ganze? Wir sind doch hier nicht bei „Wünsch‘ dir was“…

    Ich kann diejenigen verstehen, die ganz knapp durchgefallen sind und jetzt nochmal in die Einsicht gehen und ein Überdenkungsverfahren anstoßen, das ist ja noch nachvollziehbar! Aber die anderen, bei denen notentechnisch einiges zur Durchschnittsnote 4,5 fehlt?

  19. Ich kann es einerseits verstehen, denn ich bin damals auch mit 4,66 durchgefallen und bei der Klausureneinsicht fehlten 3 Punkte gerade mal.

    Allerdings – angenommen man erreicht etwas mit der Klage – was will man denn genau erreichen ?
    Dass die Note angehoben wird? Ja, reicht es dann überhaupt ? Und vor allem – man muss dann ja noch in die Mündliche und jeder der Prüfer weiß dann davon (das hatte mein Schwager 3 Jahre nach der Anfechtung sogar noch) – wird ne harte Nummer. Oder will man erreichen – dass der Versuch dann nicht gewertet wird??? Kann ich verstehen für die 3.Anläufer. Allerdings würde ich da wirklich in mich gehen, warum ich den Stb machen will, ob ich WIRKLICH eine Chance habe für den ultimativen 3.Versuch und ob sich der Streß und das Geld dann wirklich lohnt. Mein Schwager hat es letzendlich nie geschafft und bereut den Weg der Anfechtung und des 3. Males gegangen zu sein.

  20. @ jacky vielleicht können wir Kontakt aufnehmen

    Schau mal in die Hessen gruppe da bin ich ANIN und ein anderer Teilnehmer hat eine Email adresse eingeschrieben wo wir uns gerne austauschen können…

  21. Was sollte es für Gerüchte aus Bayern geben. Laut Kammer gibt es keine Ergebnisse vor dem 6.1.23. Der 6. Januar ist allerdings ein Feiertag und fällt auf den Freitag. Also wenn es gut läuft wird am 5. versendet und die Post ist am : Samstag den 7. da oder die versenden erst Montag 9.1 und die Post trudelt dann am 10. ein. Laut Herr Bähr lag auch in Bayern der Schnitt am
    3. Tag schlechter als in den Jahren zuvor aber er meinte trotzdem war es bisher so dass Bayern über dem Bundesschnitt lag und man sich deshalb nicht an Kommentaren in diesem Blog orientieren soll, da das in den letzten Jahren nicht die Realität wiedergespiegelt hat.

  22. Hallo Ana,
    Genau das meinte ich.. es hat ja immer jemand was von jemandem gehört.
    Interessant, dass es nun wirklich besser ausgefallen zu sein scheint im Bundesdurchschnitt – aber wer weiß das schon am Ende. Bleiben wir gespannt.

    Ich habe hierzu auch schon verschiedenes gehört, aber eher positives für Bayern.

    Finde es unglaublich schade, dass es einige wohl im Drittversuch gab, die es nicht geschafft haben – ist einfach schade, dass man denjenigen tlws die Karriere verbaut durch diese Prüfung. Aber gut, denke die Mehrheit im Forum ist nicht unbedingt überzeugt von der Relevanz der Prüfung mit Hinblick auf die künftige Berufsausübung.

    Freue mich über weitere Mythen und Gerüchte zu Bayern,
    Euer Södertax.

  23. @Sarah@Nicole,

    Ihr seid so etwas wie „Personen des öffentlichen Lebens“. 😀

    Wie habt ihr abgeschnitten? Das war für euch beide der 2. Versuch, wenn ich mich nicht irre.

    Was ich hier in diesem Zusammenhang loswerden möchte:
    Gebt bei JEDEM Versuch alles und bereitet euch für JEDEN Versuch 100%ig vor.

    Am Bespiel von Nicole erklärt (weiß nicht, ob sie im 2. Anlauf erfolgreich war):
    Den 1. Versuch relativ locker genommen, UmwStR eher vernachlässigt, unliebsame Themen verdrängt. Ergo im 1. Anlauf gescheitert.
    Dann kommt so ein Examen wie in diesem Jahr …. und schon kann es sein, dass man im 3. Versuch landet.

    Wünsche unseren beiden Protagonistinnen, dass sie dieses Jahr durchgekommen sind!

  24. @ Dirk, ich habe in BW geschrieben und wir bekommen die Ergebnisse erst im Januar, auch wenn ein Troll auf dem Blog von BW immer mal wieder was anderes behauptet.
    Über Dein Kommentar Person öffentlichen Rechts musste ich doch sehr schmunzeln , war mir bis heute noch nicht bewusst.
    Dir und Deiner Familie schöne Weihnachten
    Grüße
    Nicole
    P.s und ja du hast Recht, es kann ganz schnell passieren das man plötzlich im dritten Versuch ist aber das ist dann auch ok, manche brauchen eine längere Vorbereitung und es kann immer etwas schief gehen. Es wäre mal interessant zu erfahren ob mehr Frauen oder Männer durchfallen. Welche Altersstruktur, Kinder, Familie usw. Ich vermute viele im Drittversuch haben Kinder und es ist kein Vergleich zu anderen die sich voll und ganz auf das lernen konzentrieren können.

  25. Ich kann euch allen nur abraten in ein überdenkungsverfahren zu gehen oder gar zu klagen. Ich kann es total nachvollziehen, dass man gefrustet ist, traurig ist und wirklich alles alles geben möchte um dieses Examen zu bestehen aber diese beiden Wege sind aussichtslos. Selbst wenn es euch 3 Punkte mehr bringt und ihr es in die Mündliche schafft ihr werdet dort nicht bestehen. Die Prüfer kennen eure Historie und alle Prüfer leben für den Berufsstand und das Ansehen des Berufsstandes. Die werden alles tun damit diese Kandidaten und diese Wege zum Titel nicht möglich sind. Lasst euer Ergebnis sacken, analysiert eure Vorbereitung und versucht es erneut. Und verlasst euch niemals auf heiße Tipps von irgendjemandem sondern nur auf euch selbst.
    Ich kann euch nur den Tipp geben: schaut euch die Vorjahresklausuren an, besorgt euch die Infos ob der Klausurersteller der gleiche ist und schaut was seine Schwerpunkte sind. In USt musste dieses Jahr quasi Differenzbesteuerung dran kommen. Natürlich fokussiert man sich auch nicht nur auf ein heißes Thema aber man ist zumindest nicht überrascht wenn es kommt. Es müssen Exoten kommen. Und es ist jedes Jahr das gleiche. Alle beschweren sich über unzumutbare Klausuren aber trotzdem bestehen immer ähnlich viele.
    Also denkt wirklich länger drüber nach ob ihr so einen Schritt macht. Im Zweifel verbaut ihr euch mit so einer Handlung auch die Folgeversuche.

  26. Ich sehe es wie @Big4ler

    Bei der StB Prüfung ist das A und O die Klausurentechnik. Natürlich auch eine Riesen Portion Glück, aber auch mentale Stärke.

    Ich durfte die Prüfung zweimal „genießen“:)

    Nach dem Erstversuch hab ich mir meine Prüfung angeschaut und wusste, meine Technik ist schlecht und mein Wissen hatte viele Lücken.

    Im 2. Versuch habe ich die Technik „perfektioniert“ und auch die Sonderthemen grob angeschaut. In der Prüfung habe ich an jedem Tag nach dem ersten durchlesen gewusst, geil, ich bestehe.

    Und wieso? Weil die Technik stand und ich jedes Thema grds. Gekannt habe Bzw grob kannte. Das geht aber nur mit Millionen Klausuren und zusätzlich groben anschauen von Sonderthemen.

    Ich weiß noch genau wie beim Zweitversuch 3 Wochen vor dem Examen, Fragen von Kollegen ggü. Dem Dozenten gestellt wurden … Bei den Fragen wusstest du schon, diese Person wird die Prüfung nicht bestehen. Das gleiche war bei den 4,5 Leuten bei der Vorbereitung zur mündlichen. Man merkt, dass „der rote Faden“ fählt.

    Das klingt verrückt, aber… ich bin im Nachhinein FROH durchgefallen zu sein, da durch den Zweitversuch und das „perfektionieren“ das wissen sitzt. Ich ratterte bis heute im Kopf die Lösungen in der Praxis durch. Klar, alles nicht mehr perfekt, aber man kann „sicherer“ lösen.

    Am Ende wird es wie immer sein, Bestehensquote wird bei 45-55 Prozent sein 🙂

    LG

  27. @Leidensgenossin: hast du Erfahrungen damit?
    Ich habe mich auch gefragt, wie Prüfer in der mündlichen Prüfung zu Prüflingen stehen, die den Weg der Klage gegangen sind.

    Ich kam für mich zu dem Ergebnis, dass sie sich neutral verhalten. Denn die ‚zusätzlichen‘ Punkte sind ja nicht erdacht, erbettelt oder ähnliches. Es wurde schlicht falsch bepunktet. Oder sehe ich das falsch?

    Ich habe aufgrund der vielen Beiträge hier angefangen anders über die Situation einer Klage/überdenkungsverfahren zu urteilen. Ich finde es vollkommen legitim, solange es sich im Rahmen des machbaren bewegt.

    Sollte der Prüfungsausschuss sich so verhalten wie von dir angedeutet, wäre das eine Schande und eigentlich ein Beweis dafür, dass mit dem gesamten Ablauf der Prüfung etwas nicht stimmt. Das fände ich sehr schade.
    Ich habe meine Prüfungskommission als sehr fair erlebt. Ich komme nicht aus der Beratung und man hat mir prophezeit, dass ich richtig in die Mangel genommen werde. Insbesondere auch, da ich in AO keinen Strich geschrieben habe. Hinzu kam, dass ich nicht mit der besten Note in die Prüfung gestartet bin.

    Nichts dergleichen ist eingetroffen, der Ausschuss war sehr fair und ich empfand sie als neutral bis positiv gesinnt. Obwohl PK III in Berlin angeblich so hart sei. Das Klima war sympathisch, ich kann mir nicht vorstellen, dass einer der Mitglieder negative Gefühle gegenüber einen Prüfling hegen würde und ich habe grundlegend keine schlechte Menschenkenntnis.

  28. @Marie, ich habe meine Prüfungskommission auch als sehr fair empfunden. Der Vorsitzende war hart und hat keine Gerede drum rum zugelassen aber wenn man strukturiert gearbeitet hat war alles machbar. In der mündlichen geht es nicht darum die richtige Lösung zu sagen sondern darum bei abgefahrenen Fällen im Team die Lösung schritt für Schritt zu erarbeiten.

    Bei meiner Kollegin war wohl einer mit vorherigem Überdenkungsverfahren in der Prüfung der dann durchgefallen ist. Die Prüfer haben gesagt, dass man sich diesen Weg genau überlegen sollte weil man in der mündlichen Prüfung dann noch mehr glänzen muss. (Finde ich ebenso fragwürdig wie du, weil grundsätzlich jeder mit 4,5 in der mündlichen echt performen muss)
    Der ehemalige Prüfer, bei dem wir auf die mündliche vorbereitet wurden, sagte aber, dass quasi ein rotes X auf die Alte gemacht wird. Ob das wirklich so ist weiß ich nicht aber ich würde tatsächlich mehr als eine Nacht drüber schlafen und nicht aus der Emotion raus Handeln.

  29. @Leidensgenossin: Ich weiß nicht, ob du damit Erfahrung hast oder ob das wieder nur dieses Hörensagen ist à la „bloß nicht klagen, sonst nehmen dich die Prüfer in der Mündlichen auseinander!“.
    Dieses Gerücht hält sich so hartnäckig…
    Ich komme selbst aus dem Jurabereich und kenne sowohl in den Staatsexamen als auch im Steuerberaterexamen einige, die Remonstration wieder rein gekommen sind.
    Im Steuerberaterexamen wird einem die finale Note nicht mitgeteilt wenn man bestanden hat aber im Juraexamen kommt es sehr auf die Note an. Eine Freundin von mir, ist in der schriftlichen durchgefallen, ist dagegen vorgegangen und hat dann in der mündlichen 14 Punkte bekommen. Wer sich mit der Notenskala in Jura auskennt weiß, dass das wahnsinnig gut ist. Nach eurer Logik hätte sie ja direkt wieder gehen können.
    Natürlich hat jemand, der mit 5,5 oder 6,0 durchgefallen ist, keine guten Chancen das ist klar. Aber hört auf, das immer so pauschal zu sagen. Das stimmt einfach nicht.

  30. Hallo zusammen,

    Was ist Eurer Meinung nach das A und O bei der Klausurtechnik? Wie habt ihr Euch die Klausurtechnik erarbeitet und verinnerlicht?
    VG
    Markus

  31. @Markus
    Ich habe mir ca 360 digitale „Schubladen“ angelegt. In jeder ist das jeweilige Fachwissen in Skript-, karteikarten- und notizform sowie ne passende Klausur mit Musterlösung. Dann kann einen eigentlich keine Aufgabe schocken. Man muss quasi „nur“ sein Inhaltsverzeichnis der Schubladen kennen. Wenn man dann den Aufgabentext liest, sieht man sofort: „achso, ich brauche folgende Schubladen…..“

    Für mich sind die bepunkteten Negativabgrenzung oft schwer nachzuvollziehen, da ich diese persönlich überflüssig finde. Deshalb hab ich immer einen Zettel neben mir auf den ich als erstes ohne die Klausur gelesen zu haben ein dickes N als Erinnerung drauf schreibe, um keine Punkte zu verschenken.

    Wichtig ist sich die Zeit gut zu strukturieren. Dazu hilft es natürlich immens, wenn man die Punktsumme der einzelnen Aufgaben kennt.
    Nirgendwo lange festbeißen. Das kostet in der Regel mehr als es bringt. Pro Punkt 3,6 Minuten und sich dann auch dran halten.

    Immer erst die Aufgabenstellung lesen! Danach die Aufgabe. Dann denken und Lösungsweg skizzieren und dann erst schreiben. Nicht denken und gleichzeitig schreiben. Das kostet zu viel Energie. Erst denken und dann schreiben geht schneller. Hört sich irgendwie komisch an, wenn man es hier hinschreibt 🙂

    Diese Technik hat mich in diesem Jahr sämtliche 80 Probeklausuren bestehen lassen, von 2,5 bis 4,5 war alles dabei. Zudem ist es sehr praktisch alles digital zu haben. So habe ich immer alles bei mir ohne Berge voller Papier.

  32. Mein Schwager hat damals „geklagt“ – und hat verloren. 3 Jahre später ging er nochmal durch die Prüfung und in der Mündlichen hatte er das Klageverfahren in der AO gewählt als Vortragsthema und der Vorsitzende meinte: „na, mit Klageverfahren kennen Sie sich ja aus“. Er ist mit Vornote 4,16 durchgefallen.

    Ich kann nicht sagen, ob das gerechtfertig war. Ich fand es eher erschreckend, dass die Prüfer es wussten immernoch. Aber unser Bundesland ist auch ein Dorf.

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