Blogger und Community Influencer gesucht!

Hervorgehoben

Die aktuelle Blog-Saison ist noch nicht vorbei! Wir erwarten hier noch spannende Beiträge, Besucher­kommentare, Tränen der Freude und leider auch der Ent­täuschung. Aber da der Blick in die Zukunft immer lohnt, möchten wir schon auf die nächste Runde hinweisen: Auch in der Saison 2024/2025 soll es hier einen NWB Campus-Blog geben. Wir suchen deshalb wieder begeisterte Schreiber­linge, die sich im Oktober 2024 der schrift­lichen Steuer­berater­prüfung stellen.

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In genau einem Monat…

… laufe ich ins Ziel meines Langstrecken Marathons. So kann man meine Reise bis hier her ganz gut beschreiben. Immer wieder aufstehen, Blasenpfaster aufkleben, den Schmerz betäuben bis er endlich abklingen kann.

Das Ziel ist jetzt in Sicht, jetzt weiß man endlich wieder wofür man nochmal alles gibt. Man sieht die Möhre am Ende der Angel.

…kurz vom Ziel

Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass jetzt alles ganz einfach ist, man muss sich immer immer wieder selbst motivieren und fokussieren.

Wie läuft aktuell meine Vorbereitung:

Karteikartentraining: 2 – 3 Mal die Woche mache ich eine Karteikarten Runde (ca. 1 – 1,5 Std) mit meiner neuen Lernpartnerin. Wir lesen uns die Frage vor und sprechen einfach drauf los. Wir erwarten nicht die Antwort wie aus der Pistole geschossen, wir machen es wie in der echten Prüfung und lernen das Sprechen. Sprechen ohne gleich zu sagen „ich hab keine Ahnung was die Frage bedeutet“ .

Das macht mehr Sinn als stumpf Definitionen auswendig zu lernen. Es sind einfach zu viele Definitionen.

Vortragstraining: 2 – 3 Mal die Woche halte ich meinem Kollegen über Teams 1 – 2 Vorträge. Er ist selbst diese steinigen Weg bereits gegangen und ist Ende letzten Jahres Wirtschaftsprüfer geworden. Er war auch meine Motivation das WP Examen zu starten. Er gibt mir ehrliches Feedback und gibt mir durch die Zeit die er mir von sich aus schenkt so viel Support.

Sonntags treffe ich meine Vortragslerngruppe und bin wirklich happy diese wundervollen Mitstreiter gefunden zu haben. Alle motiviert und vowärtsgehend. Auch sie haben Mitstreiter auf dem Weg verloren und reden mit den wärmsten und respektvollsten Worte von ihnen (@Anna ♡) Jeder arbeitet so 1 – 2 Vorträge aus, wir halten uns die dann gegenseitig (sind 5 Personen) und geben uns respektvoll und aufmerksames Feedback. Bald gehen wir in die Prüfungssimulation und bereiten vor Ort jeder ein Thema aus.

Vorträge ausarbeiten: da ich 2 Mal die Woche einen längeren Anfahrtsweg habe, mache ich auf dem Weg zum Mandanten Mindmapping zu Vortragsthemen. Diese arbeite ich dann an meinem Lerntag (Freitag) aus. Dazu nutze ich gerne den WLW Themengenerator. Wobei ich sagen muss, manche Themen sind für Berliner Bedinungen nicht gut zu gebrauchen. Da ohne Gesetz nicht machbar.

Ich mach es auch noch nicht ganz frei. Also Mindmapping schon, manchmal nehme ich das Gesetz. Und wenn ich unsicher bin werde ich ein Blick in ein Vortragsbuch um zu schauen: hab ich das Thema verstanden.

Nichts ist so schlimm, wie am Thema vorbei zu sein. Und das kann leider echt passieren.

Es gibt Tage, da bin ich sehr zufrieden. Und dann gibt es Tage da ärgere ich mich:

  • das ich nicht genug Nachrichten schaue (da echt keine Zeit morgens und abends. Ich hab Kinder. Ich gehe meist sogar mit ihnen schlafen).
  • das ich mein Ziel 2 – 3 Vorträge pro Tag nicht schaffe
  • das ich nicht genug Zeit habe alle Protokolle zu analysieren. Und das der Tag zu wenig Stunden hat.

Dennoch bin ich jeden Samstag und Sonntag ab 7 Uhr im Büro zum lernen. Ich kann gar nicht mehr machen als ich gerade tue. Und es wird immer das Gefühl da sein: nicht genug Zeit, nicht genug Stoff ins Köpfchen zu bekommen.

Das zu ertragen ist oft das schwerste daran.

In knapp 2,5 Wochen beginnt meine Freistellung. Dann habe ich ein paar Tage frei und kann mich noch mehr fokussieren.

Es wird alles gut!

In diesem Sinne sitze ich jetzt wieder im Büro am Schreibttisch und lerne, ehe ich meine Vortragsgruppe heute Mittag treffe.

Wie geht es euch? Wie läuft bei euch die Vorbereitung?

NRW – Ergebnisse schriftliche Prüfung 2023

Hier der Blog für die Teilnehmer:innen aus Nordrhein-Westfalen. Es hat sich bewährt, die Infos über die Ergebnisse mit folgenden Angaben zu teilen:

1. Einschätzung der einzelnen Tage
2. Erwartete Noten für die einzelnen Tage
3. Tatsächliche Ergebnisse der einzelnen Tage
4. Sind die Klausuren in der Vorbereitung eher besser oder schlechter ausgefallen?
5. Wann fangen die Mündlichen bei euch an?

Viele Grüße vom NWB Blog-Team

Saarland – Ergebnisse schriftliche Prüfung 2023

Hier der Blog für die Teilnehmer:innen aus dem Saarland. Es hat sich bewährt, die Infos über die Ergebnisse mit folgenden Angaben zu teilen:

1. Einschätzung der einzelnen Tage
2. Erwartete Noten für die einzelnen Tage
3. Tatsächliche Ergebnisse der einzelnen Tage
4. Sind die Klausuren in der Vorbereitung eher besser oder schlechter ausgefallen?
5. Wann fangen die Mündlichen bei euch an?

Viele Grüße vom NWB Blog-Team

Rheinland-Pfalz – Ergebnisse schriftliche Prüfung 2023

Hier der Blog für die Teilnehmer:innen aus Rheinland-Pfalz. Es hat sich bewährt, die Infos über die Ergebnisse mit folgenden Angaben zu teilen:

1. Einschätzung der einzelnen Tage
2. Erwartete Noten für die einzelnen Tage
3. Tatsächliche Ergebnisse der einzelnen Tage
4. Sind die Klausuren in der Vorbereitung eher besser oder schlechter ausgefallen?
5. Wann fangen die Mündlichen bei euch an?

Viele Grüße vom NWB Blog-Team

Brandenburg – Ergebnisse schriftliche Prüfung 2023

Hier der Blog für die Teilnehmer:innen aus Brandenburg. Es hat sich bewährt, die Infos über die Ergebnisse mit folgenden Angaben zu teilen:

1. Einschätzung der einzelnen Tage
2. Erwartete Noten für die einzelnen Tage
3. Tatsächliche Ergebnisse der einzelnen Tage
4. Sind die Klausuren in der Vorbereitung eher besser oder schlechter ausgefallen?
5. Wann fangen die Mündlichen bei euch an?

Viele Grüße vom NWB Blog-Team

Auf in die nächste Runde

Dienstag, 2. Januar um 10:54 Uhr. Endlich kommt die Erlösung, die Gewissheit. Für mich wurde das Warten auf die Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse immer unerträglicher. Ins neue Jahr zu starten, ohne zu wissen, wie es in etwa verlaufen wird, fühlte sich seltsam an. Logischerweise gab es zwei Optionen. Option 1: Ich habe die schriftliche Prüfung bestanden und das 1/3 des Jahres würde nochmals intensiv werden. Option 2: Ich habe die schriftliche Prüfung nicht bestanden und mindestens 2/3 des Jahres würden nochmals intensiv werden. 
An diesem Dienstag habe ich durchgehend mein Mail-Postfach bewacht und als die Mail endlich da war, ging mein Puls so richtig in die Höhe. Ich scrollte in Sekunden zu meiner Kennziffer in der pdf-Datei mit den Ergebnissen: Option 2. Ich war erleichtert, ein Ergebnis zu haben. Und gleichzeitig so enttäuscht. Enttäuscht, dass sich das Invest nicht ausgezahlt hat.

Ob ich ein zweites Mal antrete, habe ich nie in Frage gestellt. Ich starte also in die nächste Runde. Ich werde nächste Woche in die Klausureinsicht gehen, herausfinden woran es letztlich lag und dann wieder Kurse buchen. Und alles geben, um mein großes Ziel zu erreichen.

Allen, die die schriftliche Prüfung bestanden haben, wünsche ich für die letzten Meter viel Durchhaltevermögen. Allen, für die Option 2 ebenfalls zutrifft, wünsche ich von Herzen, dass sie für sich selbst die richtige Entscheidung finden, wie der Weg weiter gehen soll.

Alles Liebe
Ann-Catrin

Goodbye Ihr Lieben – ich sag erstmal Tschüss!

Ich bin zum zweiten Mal durchgefallen. Dieses Mal etwas weniger knapp als im Jahr davor.

Ich hab eine Weile gebraucht, um mich an diesen Beitrag zu setzen. Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl, dadurch erst würde es offiziell werden, real werden. Allerdings war ich diese Woche zur Einsicht bei der Kammer und dachte mir danach – realer kann es auch nicht mehr werden.

Ich bin etwas leer und mir fehlen ein bisschen die Worte. Natürlich existiert auch im Zweitversuch weiterhin die Chance, es nicht bestanden zu haben und ich habe auch nicht fest und voller Überzeugung mit dem Bestehen gerechnet, aber trotzdem ist irgendwie eine Welt zusammengebrochen, in dem Moment, als ich das Ergebnis gesehen habe.
Ich weiß, ICH bin nicht das Ergebnis der Prüfung. Dieses Ergebnis sagt nichts über meinen Wert als Person oder auch über meinen Wert als Arbeitskraft aus, auch nichts über mein Wissen und mein Können.

Ich bin mit dem Beruf groß geworden. Mein Opa hat die Kanzlei gegründet, mein Vater hat sie vergrößert und ich arbeite seit Jahren hier. Meine Schwestern arbeiten hier. Alle hier haben mich auf diesem Weg sowohl finanziell als auch mental andauernd und ausdauernd in einem nicht selbstverständlichen Ausmaß unterstützt. Ich weiß auch, ich habe niemanden enttäuscht. Aber ich habe eben auch niemanden glücklich gemacht. Ich weiß, alle sagen, ich kann stolz auf mich sein – zurecht. Und das versuche ich auch. Aber es ist ein Weg, der Zeit braucht. Aktuell sehe ich nur das Scheitern und das braucht man auch nicht schönzureden. Es ist nichts anderes als das. Allerdings muss auch das nicht immer negativ sein.


Auch wenn der Beruf nicht mein Kindheitstraum war, liebe ich ihn. Ich gehe gern zur Arbeit. Ich hätte so gerne auch als Partnerin den Familienbetrieb weitergeführt und mich für den Berufsstand eingesetzt und engagiert. Ich hatte mich so auf die Freude gefreut und so viel vor.

In meinem Plan gab es die Möglichkeit, nicht Steuerberaterin zu werden, einfach nicht. Ich wusste, es kann ein oder zwei Versuche benötigen, aber ich war so fest davon überzeugt, dass ich es eines Tages sein werde. Zur Zeit kann ich fast nur die Sachen sehen, die nun nicht mehr gehen, die nicht mehr möglich sind. Das Gehalt wird nie dasselbe sein. Eine Partnerschaft ist zumindest aktuell nicht möglich. Ein Engagement im Verband auch nicht – zumindest nicht in großem Umfang.

Schließt sich eine Tür, öffnet sich irgendwo anders eine neue.

Am Ende wird es für irgendwas gut gewesen sein.

Ich weiß nicht – ich höre das alles, aber bis ich es verinnerlichen kann und daran glauben kann, wird noch Zeit vergehen. Das Leben verläuft nicht linear und viele Menschen erleben auf ihrem Weg furchtbare Schicksalsschläge. Das Nichtbestehen des Steuerberaterexamens ist kein Weltuntergang. Aber es ändert den Plan – für mich zum ersten Mal so richtig. Es ist eine Entscheidung von außen, die dir auferlegt: Den Weg, den du gehen wolltest, kannst und darfst du nicht gehen.

Es gibt noch einen dritten Versuch. Ich werde ihn dieses Jahr nicht schreiben, auch nicht im nächsten Jahr. Man soll niemals nie sagen – aber fürs erste bin ich durch mit dem ganzen Kram. Vielleicht werden einigen sagen, dann soll ich auch nicht rumheulen. Ich hoffe, wir hören irgendwann auf, den Menschen zu sagen, was sie zu fühlen haben.

Ich habe so viel investiert, Zeit, Geld, Kraft – ihr kennt das alles. Und obwohl ich dabei durch eine tolle Familie, Partner, Kollegen, Freunde unfassbar toll unterstützt wurde, habe ich keine Kraft und keinen Antrieb mehr, es in absehbarer Zeit erneut zu versuchen. Ich wüsste auch nicht wie. Welchen Weg der Vorbereitung ich gehen würde – welche Kurse, Anbieter, keine Ahnung.
Ich bin auch sauer, auf das System und alles was dazugehört. Als ich mir bei der Einsicht die Lösungen angesehen habe – ich hätte fast lachen müssen.

Ich werde diesen Sommer 30. Mehrere meine Freunde werden dieses Jahr heiraten, ich habe fantastische Urlaube gebucht – es liegt eine so tolle Zeit vor mir, auf die ich mich riesig freue. Das habe ich lange nicht gemacht, mich einfach auf mein Leben zu freuen. Das hole ich mir jetzt zurück. Und wer weiß – vielleicht wache ich irgendwann auf und stelle fest: Jetzt gebe ich mir den dritten Versuch. Ob das passiert und wann das passiert – keine Ahnung.

Das hier wird vermutlich mein letzter Blog-Beitrag sein und daher widme ich die letzten Zeilen euch:

Ich gratuliere jedem Einzelnen, der bestanden hat, von ganzem Herzen – ich gönne es euch so sehr! Alle meine Daumen sind gedrückt für Sarah, der ich alle Kraft und alles Glück wünsche und in der ich nicht nur eine Wegbegleiterin und Inspiration sondern auch eine Freundin gefunden habe. <3 Ich bin unfassbar stolz auf dich und freue mich auf die nächsten gemeinsamen Cocktails!

Danke für den tollen Austausch mit euch in den letzten zwei Jahren und viel Erfolg an alle, die sich für dieses oder weitere Jahre schon in der Vorbereitung befinden. Ich hoffe und wünsche euch sehr, dass ihr das Quäntchen Glück findet, dass ich nicht hatte.

Allerliebste Grüße aus dem kalten Berlin und das Beste für eure Zukunft!

Anna

Wirklich Endspurt!

1 Monat und 20 Tage – dann ist meine mündliche Prüfung. Das vergangene Wochenende hab ich wieder alles gegeben. Sehr früh ins Büro gefahren und erst spät wieder zurück

Meine Kleine Tochter hab ich leider nur heute Abend so richtig gesehen. Das tut mir in der Seele weh, gleichzeitig muss ich nochmal alles geben.

Die Nerven liegen blank. Aktuell kann ich Lautstärke, nervige Geräusche, Streitereien wenig ertragen. Es ist der Schlafmangel, es ist die Arbeitsbelastung, es ist das viele lernen. Am liebsten wäre ich alleine und gleichzeitig vermisse ich meine Kinder schmerzlich.

So viel Gleichzeitigkeit muss man erstmal aushalten.

Wenn man nicht lernt ist es das schlechte Gefühl das man lernen sollte.

Aber…ein Ende ist in Sicht!

Zwei Tage nachdem ich den Termin in den Händen gehalten habe, kam kurz die Verzweiflung hoch „sooo wenig Zeit. Ich wäre lieber auch Mitte März dran gewesen“…jetzt denke ich inzwischen… lieber kurz und heftig und dann hab ich es hinter mir.

Positiv bleiben, den Willen, Motivation und Kampfgeist nicht verlieren. Dann wird alles gut

Ich bin demütig, dass ich die schriftliche Prüfung geschafft habe dieses Jahr.

Heute habe ich das erste Mal seit 12 Jahren zwei Vorträge vor einer kleinen Gruppe gehalten. Absolut wieder raus aus der Komfortzone.

Ich weiß noch, wie ich letztes Jahr vor der Ergebnisbekanntgabe gedacht habe „das kann ich mir nicht vorstellen“… aber aktuell ist der Wille so stark, dass wir es jetzt in einer kleinen Gruppe gleich in Angriff genommen haben.

Was soll ich sagen? Es war super! Man war super nervös. Ich hab richtig gezittert innerlich vor Angst, Müdigkeit, allem, aber kaum waren die ersten Sätze gesagt, ging es. Ich bin so beseelt und zufrieden nach Hause gefahren, mit der Erkenntnis:

Ich kann alles schaffen wenn ich will, und ich WILL. Da besteht kein Zweifel mehr.

Auf dem Weg zur Mündlichen bin ich ja selbst schon 2 mal gescheitert. Aber ich hab auch viele Mitstreiter auf dem Weg „verloren“.

Entweder, weil sie die Prüfung noch um ein Jahr verschieben mussten, weil sie nicht mehr wollten oder nicht mehr schreiben durften. Immer wieder rafft man sich auf. Findet sich neu. Findet neue interessante Menschen auf diesem Weg. Alle mit großen Zielen. Ich bin dankbar für jeden einzelnen Mitstreiter den ich kennenlernen durfte. Und stehe mit den meisten noch in Kontakt.

Da ist so viel Kollegialität und Respekt, Wahnsinn.

Wie geht es jetzt weiter? Ich arbeite aktuell viel, versuche trotzdem 1 – 2 Vorträge pro Tag vorzubereiten.

Kommendes Wochenende hab ich mein erstes Prüfungscoaching bei Haas. Ich bin sehr gespannt.

Mitte Februar Prüfungssimultion bei der Nöthen und Schröder GbR online und kurz vor knapp noch eine online bei Examino.

Wie geht es euch da draußen?!