Auf ein Neues

Hallo zusammen,

auch ich möchte die Gelegenheit nutzen und allen frisch gebackenen Steuerberatern herzliche Glückwünsche ausrichten. Man leidet jedes Jahr sowohl mit den Bloggern als auch mit den Kommentatoren mit und drückt die Daumen. Und nun rückt die Zeit immer näher, da man selbst in den Genuss kommt…

Deshalb begrüße ich alle Mitblogger und Mitleser und freue mich auf eine neue Blog-Saison.

Meine Vorbereitung läuft seit einem halben Jahr. Geprägt ist sie von einem Samstagskurs. Leider komme ich in der Woche nach der Arbeit nicht wirklich dazu, den ganzen Stoff nachzuarbeiten.
Das ist vor allem dahingehend problematisch, dass jetzt im Kurs die Übungsklausuren begonnen haben.
Dieses Wochenende habe ich mal wieder volles Programm; Samstag Unterricht und Sonntag Klausur. Aber ich muss sagen, die Motivation ist zumindest während der Unterrichtszeit vorhanden :)

In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende, auch wenn es von Arbeit geprägt sein sollte!

Und los geht der Wahnsinn!

Bevor der ganze Wahnsinn hier von neuem beginnt erstmal eine Gratulation an die ganz frisch gebackenen Steuerberater! Ich beobachte den Blog jetzt schon eine ganze Weile und habe viel mit Euch gelitten.

Ansonsten habe ich anscheinend nun die Ehre, den Blog für die nächste Generation der Steuerberater-Absolventen zu eröffnen und begrüße alle “Verrückten” hier, die sich dem Projekt Steuerberaterprüfung 2017/2018 stellen wollen.

Ab heute sind es noch ca. 6,5 Monate bis zur schriftlichen Prüfung.
Für mich heißt das, dass mehr als die Hälfte der Vorbereitungszeit nun hinter mir liegt.
Momentan absolviere ich jeden Samstag und manchmal auch sonntags von 09:00-16:30 Uhr Vorbereitungskurse. Abends nach der Arbeit bereite ich den Unterricht der Vorwoche auf und freitags abends werden oft 3-Stunden-Klausuren als sanfter Einstieg geschrieben.
Ab jetzt starten die 6-Stunden Klausuren (keine Ahnung wie ich die angehen soll, wo mir doch noch die Hälfte an Themen fehlt).
Übrigens lerne ich bei weitem nicht jeden Abend! Bisher nehme ich mir auch die Zeit raus, abends mit Freunden mal ein Bier zu trinken, etwas mit meiner Frau zu kochen oder einfach auf der Couch zu liegen und nichts zu machen. Man muss sich ja auch die Kräfte einteilen.

Man merkt nämlich jetzt schon, wie die Masse an Stoff einen erdrückt. Am Anfang war ich mit voller Motivation dabei, jedes Thema zu verstehen und bis in die letzte Rückausnahme zu beherrschen. Das hielt aber nur für drei oder vier Unterrichtstage. Inzwischen bin ich froh, wenn ich alle Unterrichtsthemen nachgearbeitet bekomme um die wichtigsten Punkte abzugrasen. Ich erwische ich mich immer häufiger dabei, manche Themen aber einer gewissen Komplexität innerlich abzuhaken und den eventuellen Punkt in der Prüfung abzuschreiben.
Vor allem mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass man die „üblichen Themen“ natürlich bis zum Exzess üben kann und am Ende doch Lohnsteuer und ähnliche Spezialthemen abgefragt werden.

Wie läuft Eure Vorbereitung? Seid ihr noch ganz locker oder macht sich eventuell schon Panik und Verzweiflung breit?

Aktuelles Motivationslevel: 70%

Die neue Runde startet

Es so weit: die neue Blog-Runde startet. Diesmal berichten sechs frische Kandidaten/innen über ihren Weg zur Steuerberaterprüfung (und der Blog von Annekathrin geht weiter).

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei der Klasse von 2016/17 für die tollen und zahlreichen Beiträge bedanken! Für den weiteren Lebens- und Karriereweg wünschen wir alles Gute.

Aber jetzt: Vorhang auf für die Blogger der Saison 2017/18.

Viel Spaß wünscht
das NWB Blog-Team

Sie haben Post (nicht)

Der ein oder andere kann sich sicher noch mit dem AOL-Zeitalter und dem freudigen “Sie haben Post”-Ausspruch identifizieren.

Vor 3 Wochen habe ich meinen Zulassungsantrag bei der Kammer eingeworfen. Dabei war meine Handykamera, die diesen bedeutsamen Moment aufgezeichnet hat. Akten verschwinden schließlich nicht nur in amerikanischen Sitcoms und beim Verfassungsschutz.

Der Briefschlitz an meiner Wohnungstür erspart mir den täglichen Gang zum Briefkasten, sodass mir die Post gleich beim Türöffnen zu Füßen liegt. Der ersehnte Zulassungsbescheid war leider noch nicht dabei.

Wie lange hat es bei euch gedauert bzw. habt ihr diese (Vor)hürde für die Prüfung schon genommen?

S t e u e r b e r a t e r i n

Jetzt darf ich mich endlich auch so nennen!

Ein tolles Gefühl, aber immer noch, als hätte sich eigentlich gar nichts verändert :-P

Die vorzeitige Bestellung lief heute folgendermaßen ab: Geladen war ich auf 12 Uhr in die StBK Nürnberg (dieses mal der “andere Eingang” – nicht die eigentliche Geschäftsstelle, hier werden z. B. auch Seminare abgehalten). Wie immer wurde ich herzlich empfangen und nach der Ausweiskontrolle in einen Konferenzraum begleitet.

Raum

Es wurden heute nur elf Steuerberater/innen bestellt (5 Herren und 6 Damen)! Ich hatte mit deutlich mehr zukünftigen Kollegen gerechnet und habe mich sehr über das ausgewogene Verhältnis gefreut. Begleitpersonen waren überwiegend keine dabei; viele Gesichter kannte man aber schon aus der Vorbereitungszeit.

Von der Kammer waren der Hauptgeschäftsführer, der Geschäftsführer und zwei weitere Mitarbeiter anwesend. Nach einer Begrüßung und Vorstellung seitens der Kammer folgten einige allgemeine Infos. Besonders interessant waren hier natürlich die Zahlen zur diesjährigen Prüfung. Die Kammer Nürnberg liegt mit den Bestehensquoten ja bekanntlich immer sehr weit vorne, doch auch hier war ein deutlicher Einbruch zu verzeichnen. Lediglich 50% kamen durch die schriftliche Prüfung – im Vergleich zu München, die mit 49% nur unwesentlich dahinter lagen, aber ihren Schnitt aus den Vorjahren ungefähr halten konnten. Stand heute (nächste Woche müssen noch 13 Kandidaten zur mündlichen Prüfung antreten) sind nur rd. 3% durch die mündliche Prüfung gefallen. Laut Kammer liegt das allerdings nicht daran, dass nach der heftigen schriftlichen Prüfung nun “milder” geprüft wird, sondern dass eh nur noch die besten weitergekommen sind, die mündlich dann ebenso gut bestehen konnten. Die Auswertung der einzelnen Prüfungstage hat auch ergeben, dass nicht der Tag 2 alles entschieden hat, sondern Tag 3, der entweder richtig gut gelaufen ist (um die 3,5) oder gar nicht (um die 5,5). Die Durchschnittsnote lag bei der Kammer Nürnberg bei 4,55. Wie wir ja wissen, organisiert die jeweilige StBK nur den Ablauf der Prüfung, hat aber aktuell keinen Einfluss auf die Aufgaben. Dies soll sich in den nächsten Jahren ändern, die Bundessteuerberaterkammer sei hier bereits aktiv – wie weit hier eine “Mitsprache” aussieht, wurde nicht weiter erwähnt.

Die Übergabe der Urkunden erfolgte in alphabetischer Reihenfolge kurz und bündig. Alles in allem dauerte die Veranstaltung nur 30 Minuten. “Geschenketüten” gab es keine (gibt es anscheinend bei anderen Kammern…).

Nun geht der spaßige Teil los: neue Visitenkarten, überall den Titel ergänzen (z. B. Email-Signatur), Befreiungsantrag bei der DRV stellen, Papierberg vom Versorgungswerk abwarten und das Wichtigste: Bestellungsurkunde rahmen – es ist so herrlich :-)

Bestellungstermin

Heute ist meine mündliche Prüfung exakt einen Monat her. Was hat sich seither getan?

Nicht viel. Noch in der gleichen Kanzlei, natürlich zu anderen Konditionen, aber der Alltag hat sich kaum verändert. Terminbedingt ist aktuell allerhand zu tun und die fehlenden drei Wochen aus dem Januar sind kaum aufzuholen. Aber bei dem Ergebnis macht man das gerne. Wenn man sich mal überlegt, was man sich die letzten zwei Jahre so angetan hat…ich muss zugeben, die Erschöpfung, jetzt nachdem wirklich alles sacken konnte, ist enorm, aber es hat sich ja gelohnt. Ich habe zwischenzeitlich noch mit vielen lieben Kurskollegen mitgefiebert und fast alle dürfen sich demnächst Steuerberater nennen, ganz tolles Gefühl. Wenn ich so die Protokolle von Nürnberg verfolge, sieht es aus, als bleibt die niedrige Durchfallquote bei der mdl. Prüfung bestehen. Wenigstens etwas. Jetzt steht nächste Woche meine (vorzeitige) Bestellung an und dann im April bei der offiziellen Feier sieht man hoffentlich viele wieder, dann ohne Angst und Bammel, einfach nur zum Feiern!!

Apropos feiern – ein dreifach donnerndes HELAU!

Mündlich Prüfung in NRW….

… haben letze Woche begonnen. Die ersten sind auch in NRW schon Steuerberater…

Ich bin am 7. März dran. Die Aufregung steigt und ich übe fleißig Vorträge und versuche in keinem Gebiet ganz blank zu sein.

Wenig ist das ja nicht gerade und ich habe das Gefühl, die Hälfte wieder vergessen zu haben. Jetzt zahlen sich doch meine Karteikarten aus der Vorbereitung für die Schriftliche aus.

Ich wünsche allen Mitstreitern weiterhin viel Erfolg bei der Vorbereitung, ein gute und gnädige Kommission, gute Vorträge und super Fragerunden.

Evtl können wir hier Vortragsthemen und Fragen sammeln?! Ich freue mich auf eure Rückmeldungen!

Meine Klausureinsicht

Was soll ich dazu sagen, es war knapp!

Tag1:
Inhaltlich ist ja bereits alles gesagt. 14 Punkte in Grunderwerbsteuer tun weh, wenn man aus Zeitmangel sagt, man verzichtet auf die 4-6 Punkte. In der Musterlösung gab es dann für 1 -1,5 Seiten mal 14 Punkte. Das tut weh. Zusammengefasst bin ich taktisch völlig falsch an Tag 1 herangegangen. Also ich glaube mehr Taktisch falsch ging eigentlich nicht. Insofern muss man sagen war die 5,0 quasi verdient

Tag2:
Waren beide Teile über 50% insofern gab es nix zu meckern. Naja ein Korrektor hatte im KSt-Teil mit mir gemeckert. Pensionsrückstellung unzureichend und stille Reserven-Klausel wackelig. Ärgerlich war, dass wir in der Vorbereitung alle Paragraphen durch sind und von §35 zu 50a gesprungen sind mit dem Zitat“ Kommt eh nicht dran“.

Tag 3:
Ich begreife es bis heute noch nicht!!
Ich verstehe bis heute nicht, wie ich so dumm sein konnte. Ich schreibe noch §6b(10) hin und schlag die Seite um und fange eine neue Aufgabe an. Über den 24er schweige ich mich auch aus. In jeder Probeklausur mindestens 2/3 der Punkte geholt und ich sehe den in der Klausur nicht. Noch 2-3 weiter vermeidbare Fehler (Afa um 1 Jahr verzählt, 1 Ergänzungsbilanz vergessen) waren noch dabei.

Fazit aus der Einsicht:
Ich habe übrigens wirklich fast 2 Stunden gebraucht. Tag 1 war es die falsche Taktik und mangelndes Sicherheit in der Umsatzsteuer. Tag 2 war ich voll zufrieden. Tag 3 bin ich an meiner Tagesform gepaart mit Nervosität (es lief einfach nicht) und dadurch resultierende Hektik und den dadurch entstanden dummen Fehlern gescheitert.

In 2 Wochen kommen schon wieder die ersten Klausuren für das nächste Jahr. Jemand Erfahrungen zu den online-Nachbesprechungen bei Haas?

Nach der Einsicht ist vor dem Zweitversuch …

Gestern hatte ich meinen Termin zur Klausureinsicht. Ich habe mich direkt für einen der ersten Termine angemeldet, in der Hoffnung, die eventuell fehlenden Punkte noch zu finden… die Hoffnung stirbt bekannt zuletzt. Leider ist sie gestern gestorben. Es war wirklich sehr sehr knapp bei mir. Alle Klausuren waren um 2-3 Punkte an der Grenze zur besseren Note. Im Nachhinein zum Schwarzärgern, da man diese auf jeden Fall hätte bekommen können. An Wissen mangelte es nicht. Allerdings habe ich manche Klausurteile von der Punkteverteilung etwas falsch eingeschätzt, z.B. den Grunderwerbsteuerteil in der ErbSt-Klausur. Hier hätte man die Punkte relativ “einfach” bekommen können, wohingegen man im ErbSt-Teil erstmal seitenlange Berechnungen aufstellen musste, die viel mehr Zeit kosteten. Allerdings habe ich im Oktober nicht auf diese Verteilung (14 + 16) spekuliert und daher diesem Teil nicht die zeitlich angemessene Beachtung geschenkt.

Und so sieht es sich dann durch …

Aus der Korrektur in meinen Klausuren konnte ich nicht wirklich viel mitnehmen. Es wäre schöner gewesen, wenn das Punkteschema der Musterlösung ausgefüllt worden wäre, sodass ich auf den ersten Blick gesehen hätte, wofür ich Punkte bekommen habe und wofür nicht. So war der Abgleich der Musterlösung mit meinem geschriebenen Teil sehr mühselig. Für mich war es jedoch wichtig mal die Musterlösung und damit die tatsächliche Erwartungshaltung zu sehen.

Ich habe mich jetzt mit dem Ergebnis abgefunden. Es ist einfach nicht mehr zu ändern, auch wenn ich mich noch etwas ärgere. Bei mir wird es ab März wieder mit dem Lernen losgehen. Mein Ziel wird es sein durch Klausuren, Klausuren, Klausuren eine bessere Einschätzung für die Punkte zu bekommen, das Zeitmanagement zu verbessern und die Themen zu wiederholen / zu verfestigen.

Ich habe in den Tagen sehr viel reflektiert, wo ich mich thematisch noch deutlich verbessern muss, was ich in der Vorbereitung auf den Zweitversuch ändern möchte und wie ich meinen Lernplan gestalte. Das Grundgerüst hierfür steht bereits. Die konkrete Planung erfolgt dann Ende Februar, damit ich ab März wieder mit Probleklausuren durchstarten kann und die sich daraus ergebenden Themen aufarbeite.

Ich hoffe, dass diejenigen, die auch durchgefallen sind, ebenfalls bereits neuen Mut schöpfen konnten und sich für den Zweitversuch motivieren.

Habt ihr bereits einen Plan?

Welche Anbieter sind insbesondere für den Zweitversuch zu empfehlen?

Gibt es gute Repetitorien, die man als Wiederholen besuchen sollte? Gibt es eventuell auch gute Videos online, insbesondere für diejenigen, die keine lange zeitliche Freistellung mehr gewährt bekommen?

Ich freue mich über Vorschläge / Tipps / Empfehlungen :-)